Wirtschaft
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Raiffeisen-CEO kassiert 1.8 Millionen – Verwaltungsrat kostet 44 Prozent mehr 



Der Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz hat im Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtentschädigung von 2.41 Millionen Franken bezogen. Das sind 43,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die drittgrösste Schweizer Bank begründet die deutliche Erhöhung in dem am Dienstag aufgeschalteten Geschäftsbericht mit dem Mehraufwand, der als systemrelevante Bank fällig geworden sei.

Johannes Rueegg-Stuerm, ehemaliger VR-Praesident Raiffeisen an einer Medienkonferenz der Raiffeisen in Zuerich am Freitag 9. Maerz 2018. Der Wirtschaftsprofessor Pascal Gantenbein uebernimmt als Praesident interimistisch per sofort die Leitung des Verwaltungsrats bei der Bank. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Ex-VR-Präsident Johannes Rüegg-Stürm Bild: KEYSTONE

Zudem zähle der Verwaltungsrat seit dem vergangenen Jahr zwei Mitglieder mehr. Die höchste Einzelgesamtvergütung entfiel auf den inzwischen zurückgetretenen Verwaltungsratspräsidenten Johannes Rüegg-Stürm mit 548'300 Franken.

Patrik Gisel, CEO Raiffeisen Gruppe an der Bilanzmedienkonferenz in Zuerich am Freitag, 2. Maerz 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

CEP Patrik Gisell Bild: KEYSTONE

Raiffeisen-Konzernchef Patrik Gisel verdiente derweil 1.81 Millionen Franken, dazu kamen Leistungen an Personalvorsorge in Höhe von 601'796 Franken. Insgesamt bezog die Geschäftsleitung, die erweiterte Geschäftsleitung und der Leiter der internen Revision eine Gesamtvergütung von 11.03 Millionen Franken.

Die Affäre rund um den ehemaligen Chef Pierin Vincenz hat das Image der Genossenschaftsbank zuletzt arg ramponiert. Das Institut ist sich dessen offenbar bewusst. Denn laut Geschäftsbericht wurden die Ansätze für die Vergütungen der Verwaltungsräte einer Überprüfung unterzogen und mit Gültigkeit ab 2017 für die nächsten Jahre angepasst.

Interims-Präsident Pascal Gantenbein äusserte zudem sich in der SRF-Sendung «ECO» zu dem Thema: «Die Bank war in den letzten Jahren sehr erfolgreich unterwegs. Wir sind seit letztem Jahr auch zwei Verwaltungsräte mehr», sagt er in der Sendung vom 23. April 2018. Und der Aufwand sei gestiegen. Die Honorare seien zudem vergleichbar mit der Branche. (sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Scheingeld 25.04.2018 10:30
    Highlight Highlight "eine Gesamtentschädigung von 2.41 Millionen Franken". Was für ein Schaden ist bei den Verwaltungsratsmitgliedern entstanden? Wäre dies nicht ein Versicherungsfall?
    Ich verstehe die Empörung nicht. Denn die "Vergütungen", welche eine Bank zahlt, ist immer neu geschaffes Guthaben, fehlt also niemandem.

  • Matthias_Ulrich 24.04.2018 22:21
    Highlight Highlight Lohnzahlungen von Banken sind eine Passiv-Verlängerung. Sprich: Der Lohn eines Bankers ist immer neu erschaffenes Geld. Da in der Realwirtschaft Geld immer Mangelware ist, sollten wir uns ab den hohen Salären freuen! Im Ernst: Wer sich über die hohen Entschädigungen echauffiert, sollte sich vielleicht einmal fragen, ob die Geldschöpfung der Banken durch Bilanzverlängerung bei Kreditvergaben und Einkäufen legitim sei (ja, Banken kaufen immer gratis ein; sie erschaffen sich das nötige Geld selber beim Kaufakt. Ob Immobilie, Gold oder Aktie. Alles Bilanzverlängerungen. Gratis für die Bank).
  • Fairyland 24.04.2018 19:17
    Highlight Highlight Mit Vollgeld gibt es keine "systemrelevante" Banken, die mit Steuergeldern gerettet werden - so einfach könnte man Kosten sparen, liebe Raiffeisenbank.
  • Karoon 24.04.2018 11:13
    Highlight Highlight "Genossenschafts"-Bank. Wers glaubt...
  • Simon Probst 24.04.2018 10:53
    Highlight Highlight Bald, bald, ja da können wir ihnen ans bein schiffen.
    Ich hoffe nur dass sich die Mehrheit der Wähler bei der Panikmache nicht beeinflussen lässt und JA stimmen wird.
    • dorfne 24.04.2018 12:25
      Highlight Highlight Ja zur Vollgeldinitiative! ?
  • Macrönli 24.04.2018 10:45
    Highlight Highlight Kann ich da auch mitmachen und eine Vergütung erhalten? Einmalig würde reichen.
    Ach nein ich hab ja ein Gewissen.
  • Gubbe 24.04.2018 10:43
    Highlight Highlight Was tun diese Menschen genau Konstruktives, um solche Saläre zu kassieren?
  • Posersalami 24.04.2018 10:08
    Highlight Highlight "Die Honorare seien zudem vergleichbar mit der Branche."

    Also sind sie zu hoch.

    Was bin ich froh Kunde der ABS zu sein. Da habe ich mit diesem Wahnsinn nichts mehr zu tun.
  • zappeli 24.04.2018 09:32
    Highlight Highlight Mir scheint, die RB hat vergessen, WARUM sie in letzter Zeit so erfolgreich war. Weil sie nämlich anders war als die anderen “Grossen“. Wenn sie sich jetzt denen angleicht, gibt es für mich bald keinen Grund mehr, Raiffeisen den Vorzug zu geben.
    Aber schon klar, auch Raiffeisler sind nur gierige Menschen. Halt einfach schade...
  • pamayer 24.04.2018 09:25
    Highlight Highlight "systemrelevant" wird offensichtlich mit Masslosigkeit gleichgestellt.
    • dorfne 24.04.2018 12:32
      Highlight Highlight "systemrelevant" ist ein Synonym ¨für to big to fail," das widerum heisst, der Staat muss bei einem Crash die Bank mit Steuergeldern retten.
    • pamayer 26.04.2018 23:36
      Highlight Highlight Weiss ich auch...
      Wollte es präzisieren.
  • N. Y. P. D. 24.04.2018 08:48
    Highlight Highlight Auf einer Skala von 1 - 10, nehmen Sie die Raiffeisen als bodenständig, sympathisch und erfrischend anders als die anderen Banken wahr ?

    (1 trifft nicht zu / 10 trifft voll zu)

    Also im Jahre 2008 hätte ich eine glatte 10 gegeben.

    Heute kann sie sich in die Riege all der anderen Banken einreihen.

    Der (volksnahe) Herr Vincenz hat die Ideale der ehemals sympathischen Raiffeisen-Gruppe in 15 Jahren zunichte gemacht..
  • Etniesoph 24.04.2018 08:46
    Highlight Highlight Wie gut, dass auch die Branche über die Stränge haut! Nichts gelernt! Deshalb: Vollgeld! Damit die Banken nicht mehr wursteln können wie sie wollen.
  • dorfne 24.04.2018 08:45
    Highlight Highlight 43,5% mehr Lohn als im Vorjahr? Wegen Mehraufwand bei der Arbeit? Als die SNB 2015 den Mindestkurs Franken/Euro von 1.20 fallen liess, kam die exportorientierte Realwirtschaft ins Trudeln.
    Viele Angestellten mussten gratis MEHR Stunden arbeiten, damit die Unternehmen konkurrenzfähig blieben. Mehr Lohn für den "Mehraufwand" gabs nat. nicht, dafür ein bisschen weniger Angst vor dem Jobverlust! Zumindest vorübergehend!
    • Scheingeld 25.04.2018 10:44
      Highlight Highlight Eine gute Bemerkung.
      Daraus lässt sich klar den Unterschied zwischen Realwirtschaft und Geschäftsbanken erkennen.
      Banken sind nicht auf Buchgeld angewiesen, sie erzeugen es einfach selbst, als eigene Schulden (die Schulden der Banken sind unsere Franken). Da dies die Kaderleute der Banken vermutlich wissen, kann man von ihnen nicht verlangen, dass sie gratis arbeiten. Diese Art der Erpressung funktioniert nur durch Angst vom Jobverust zusammen mit dem Unswissen bezüglich der Funktion unserer heutigen Schuldgeldsystems.
  • dorfne 24.04.2018 08:36
    Highlight Highlight Das Schlimmste: Die stets steigenden CEO-Löhne heben die Durchschnittslöhne für Kaderleute! Und plötzlich haben auch die Chefs von spendenfinanzierten Wohltätigkeitsunternehmen wie z.B. die REGA oder die Paraplegikerstiftung das Gefühl eine halbe Million wäre doch ganz o.k., das sei ja Durchschnitt.

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