Wirtschaft
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Happiger Aufschlag droht: Wird die Mehrwertsteuer auch in der Schweiz bald zweistellig?

Im internationalen Vergleich ist die Mehrwertsteuer in der Schweiz sehr tief. Aber das kann sich schon bald ändern.

Doris Kleck / Nordwestschweiz



Nein, die Mehrwertsteuer und die Politik, das war nicht immer eine Liebesgeschichte. Zwei Mal sagte das Volk Nein zur Ablösung der Warenumsatzsteuer (Wust) durch die Mehrwertsteuer (MwSt). Die Exportindustrie ächzte unter der Wust. Doch die Linke (und auch die Vertreter der Berggebiete) empfanden die Mehrwertsteuer als unsozial. Erst im dritten Anlauf stimmte die Bevölkerung 1993 zu. Es brauchte dafür einen Kraftakt aller vier Bundesratsparteien.

Bei der Einführung 1995 lag der Mehrwertsteuersatz bei 6.5 Prozent. Dreimal wurde die Konsumsteuer bislang erhöht – dieses Jahr sank sie zum ersten Mal und der Normalsatz liegt nun bei 7.7 Prozent. Im internationalen Vergleich ist das ein sehr tiefer Wert. In den EU-Ländern beträgt die Mehrwertsteuer zwischen 17 (Luxemburg) und 27 Prozent (Ungarn) – lediglich in fünf Staaten liegt sie unter 20 Prozent.

Diesen 9 Shopping-Typen ist die Mehrwertsteuer egal

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Doch auch hier könnte die Mehrwertsteuer bald zweistellig werden. Denn wenn irgendwo finanzielle Mittel benötigt werden, ertönt meist der Ruf nach einer Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Happiger Aufschlag droht

Besonders hoch ist der Finanzbedarf bei der AHV. Der Bundesrat hat deshalb im März angekündigt, dass die Mehrwertsteuer um 1.7 Prozent erhöht werden soll. Das würde der AHV bis im Jahr 2035 zusätzliche Einnahmen von 6.6 Milliarden Franken bringen. Damit soll verhindert werden, dass die AHV aufgrund der höheren Lebenserwartung und der Pensionierung der Babyboomer in die roten Zahlen rutscht.

Teil der neuen Rentenreform sollen zudem Kompensationsmassnahmen für die Erhöhung des Frauenrentenalters sein. Der Bund prüft derzeit verschiedene Varianten. Maximal 1.1 Milliarden Franken will die Regierung dafür ausgeben – finanziert über zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen und/oder Lohnbeiträge. Die Mehrwertsteuer könnte nochmals um 0.3 Prozent aufschlagen – sie würde auf 9.7 Prozent steigen.

Ein happiger Aufschlag. Es ist zwar nicht damit zu rechnen, dass das Parlament diese bundesrätlichen Pläne einfach durchwinken wird. Allerdings wird es ohne Erhöhung nicht gehen. CVP-Präsident Gerhard Pfister hat von einer Erhöhung um ein Prozent gesprochen.

ZUR MITTEILUNG DER CVP-FINDUNGSKOMMISSION, DASS DER ZUGER NATIONALRAT GERHARD PFISTER DER EINZIGE BEWERBER FUER DIE NACHFOLGE DES CVP-PRAESIDIUM IST, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 15. FEBRUAR 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Gerhard Pfister, Zuger Nationalrat und Kandidat fuer das Praesidium der CVP, gibt ein Interview in der Galerie des Alpes im Parlamentsgebaeude, am 2. Februar 2016. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

1 Prozent mehr Mehrwertsteuer: CVP-Präsident Gerhard Pfister Bild: KEYSTONE

Nicht nur Sozialminister Alain Berset sondern auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann will die wichtigste Finanzierungsquelle des Bundes anzapfen. Der Abbau des Grenzschutzes für die Schweizer Landwirtschaft ist zumindest in einer Übergangsphase mit Kosten verbunden. Bei einer vollständigen Marktöffnung mit der EU rechnet die Landesregierung mit einer Mehrbelastung des Bundeshaushaltes von 1 bis 1.5 Milliarden Franken in den ersten vier Jahren.

Weshalb hat sich zwischen Politikern und Mehrwertsteuer eine grosse Liebe entwickelt? Weil sie als Steuer mit den kleinsten Nebenwirkungen gilt.

Zur Finanzierung könnte die Erhöhung der Mehrwertsteuer geprüft werden, schreibt der Bundesrat in der Gesamtschau zur Agrarpolitik. Er hat auch genaue Vorstellung über die Höhe: 0.4 Prozentpunkte in den ersten vier Jahren nach einer Marktöffnung und anschliessend eine Senkung auf 0.2 Prozentpunkte.

Kleine Nebenwirkungen

Weshalb hat sich zwischen Politikern und Mehrwertsteuer eine grosse Liebe entwickelt? Weil sie als Steuer mit den kleinsten Nebenwirkungen gilt. So hemmt eine hohe Einkommenssteuer die Arbeitsleistung und eine hohe Gewinnsteuer schmälert die Standortattraktivität. Bei der AHV bietet sich die Finanzierung über die Mehrwertsteuer an, weil so auch die Rentner mithelfen, die erste Säule zu sichern. Bei einer Finanzierung über die Lohnbeiträge, die ebenfalls denkbar wäre, wäre das nicht der Fall. Zudem würde die Arbeit verteuert, was negativ für die Beschäftigung wäre.

Von ganz Links kommt manchmal Kritik, weil sie die Mehrwertsteuer als unsozial empfinden. Der Millionär zahlt pro Café gleich viel wie der Sozialhilfeempfänger. Die Partei der Arbeit lehnte die letzte Rentenreform deshalb nicht nur wegen der Erhöhung des Frauenrentenalters ab, sondern kritisierte auch die Finanzierung über höhere Mehrwertsteuerprozente.

Zumindest für die bürgerlichen Politiker ist die Mehrwertsteuer aber das kleinste Übel, um Mehreinnahmen für den Staat zu generieren. Eine Erhöhung ist mit weit geringerem Widerstand verbunden, als bei den direkten Steuern. Denn MwSt wird sozusagen in homöopathischen Dosen verabreicht: Bei jedem Coiffeurbesuch, bei jedem Café, bei jedem Kleiderkauf – ob ein Promille oder gar ein Prozent ist nicht spürbar. Deshalb ist die MwSt des Politikers liebste Steuer. 

Zur Abwechslung: Hier ein bisschen Essen mit Gesichtern

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 03.05.2018 06:02
    Highlight Highlight Progressive Konsumsteuer anstelle der Mehrwertsteuer wäre optimal!
    Die Mehrwertsteuer wird sowohl auf Grundbedarfsgüter als auch auf die Herstellung von Investitionsgütern erhoben. Beides ist volkswirtschaftlich suboptimal im Vergleich zu einer progressiven Konsumsteuer, zu deren Bemessung die Konsumausgaben von zwei nachfolgenden Steuerperioden verglichen werden kann.
    1 1 Melden
  • aglio e olio 02.05.2018 12:02
    Highlight Highlight "Zumindest für die bürgerlichen Politiker ist die Mehrwertsteuer aber das kleinste Übel, um Mehreinnahmen für den Staat zu generieren. Eine Erhöhung ist mit weit geringerem Widerstand verbunden, als bei den direkten Steuern."

    Der Konsument hat eine schwache Lobby.
    Zeigt sich auch im OR.
    17 1 Melden
  • amore 02.05.2018 10:19
    Highlight Highlight Wie wär‘s mal endlich die Steuerhinterzieher/innen so anzufassen wie die Leute, die Sozialhilfegelder erschwindeln.
    Und wie steht es mit den Steuerzahlungen von Amazon, Starbucks ... ?
    54 11 Melden
  • Gubbe 02.05.2018 10:13
    Highlight Highlight Wer ist den die "untere Einkommensschicht"? Das sind die heutigen Neurentner, die ungefähr die gleiche AHV bekommen wie vor 40 Jahren. Damals war das Arbeitseinkommen viel tiefer als heute. Wer glaubt, dass es alle Rentner gut hätten, irrt. Viele sparen beim Essen und den Kleidern. Nicht alle machen Kreuzfahrten und keiner hat ein geleastes Protzauto. Ich bin mir aber sicher, dass die Meisten plus 0.3 MwSt verkraften würden. Schon deshalb, weil sie niemandem auf dem Geldsäckel liegen mögen. Sie würden sich schämen.
    25 6 Melden
    • Hockrates 02.05.2018 13:48
      Highlight Highlight Vor 40 Jahren hatten noch viel weniger Rentner eine Pensionskasse.

      Da gabe es schon noch viel mehr Leute, die mit sehr wenig auskommen mussten.
      9 1 Melden
  • Starforrze 02.05.2018 10:00
    Highlight Highlight Es ist schlicht ein Armutszeugnis, wenn den PolitikerInnen nichts Gescheiteres einfällt, als die Mehrwertsteuer zu erhöhen, um staatsfinanzielle Probleme zu lösen...
    57 6 Melden
  • Uslandschwiizer 02.05.2018 09:53
    Highlight Highlight Die MwSt ist eine der fairsten Steuern da alle bezahlen muessen und es keine Schlupfloecher gibt. Zudem hat sie oekonomisch den geringsten Verzerrungseffekt auf das Wirtschaftswachstum. Die Gueter des taeglichen Gebrauches geniessen einen stark reduzierten Satz, d.h das Argument dass die kleinen Einkommen ueberproportional besteuert werden laesst sich damit auch nicht erhaerten.

    Nichtsdestotrotz: man loest keine Probleme mit MwST-erhoehungen. Beispiel AHV: das System muss saniert und unabhaengig finanziert werden, nicht mittels MwSt-Pflaesterli wieder 5 Jahre nach hinten geschoben werden.
    19 24 Melden
    • dmda 02.05.2018 11:21
      Highlight Highlight Es gibt keine Schlupflöcher? Dann kennst du dich nicht sehr gut mit dem MWStR-System aus!
      27 2 Melden
    • jetways 02.05.2018 12:35
      Highlight Highlight @Uslandschwiizer: Wie ist die MwSt eine der fairsten Steuern? Die armen Leute finanzieren den Reichen Luxus. Komplett die unfairste Steuer die es gibt. Die Schweiz ist nur noch zum kotzen, anderst kann man es nicht mehr sagen. Verwenden das Geld für alles andere als das Gedacht und dann kommt man scheinheilig und sagt es genüge nicht mehr. Jetzt ist ver***** nochmals schluss mit diesem Mist.
      15 10 Melden
    • mogad 02.05.2018 14:47
      Highlight Highlight @Jetways. Es sind ja die Sozialabbauer-Parteien aus FDP/SVP die uns immer den Wohlstand unter den Nase reiben und finden, wir sollten dankbar dafür sein. Dabei sind sie es, die uns diesen Wohlstand wegnehmen wollen durch steigende KK-Prämien und Mieten, sinkende Renten und Löhne! Noch geht es fast allen gut, auch die meisten Armen können noch einigermassen in Würde leben. Aber der Sozialabbau ist bereits in vollem Gange. Schleichend aber unablässig! Siehe auch Kürzung der Ergänzungsleistungen, des Grundbedarfs bei der Fürsorge usw..
      7 5 Melden
  • legis 02.05.2018 09:44
    Highlight Highlight Habe mich aufgrund von Kryptoinvestitionen (soll hier 0 das Thema sein) mal über Vermögenssteuern schlau gemacht!
    Also falls ich plötzlich 100'000 Stutz zu versteuern hätte, dann müsste ich etwas um ein Promill, also 100 Franken abgeben.
    Ich denke, ich würde mich da kurz 2 Wochen totlachen, dann nochmals zusätzlich 100 Franken ins Couvert legen, einfach so aus Zynismus, und dann nochmals eine Woche weiterlachen.

    Im Ernst: 1 Promille sind nur lachhaft. Insbesondere bei der Vermögenssteuer. Dann wenns eh nicht mehr wehtut! Da könnte man sehr gerne mal ansetzen!
    63 24 Melden
    • Madison Pierce 02.05.2018 10:04
      Highlight Highlight Wenn Du das Geld flüssig hast und über Spekulationen noch Rendite machst, sind die paar Promille tatsächlich nicht störend.

      Viele Leute (wohl die meisten Hausbesitzer) haben den grössten Teil ihres Vermögens aber nicht flüssig. Für einen Rentner, der die Hypothek auf seinem Häuschen abbezahlt und dafür wenig Geld auf dem Konto hat, fällt die Vermögenssteuer stärker ins Gewicht. Deren Erhöhung würde die Falschen bestrafen.

      Es sei denn, man führt eine Freigrenze ein, die für ein Haus und etwas Ersparnisse reicht, und erhöht den Steuersatz für höhere Vermögen.
      34 1 Melden
    • Hoppla! 02.05.2018 11:54
      Highlight Highlight Ich habe mein Geld bereits beim Einkommen nicht zu knapp versteuert, versteuere es noch einmal beim Ausgaben und soll der Besitz dann auch noch versteuern. Klar, mir tut es nicht wirklich weh, aber die Logik ist absurd.
      20 0 Melden
    • legis 02.05.2018 13:37
      Highlight Highlight @Madison:

      Ja Ausnahme für Hypotheken. Ersparnisse sind mMn gar nicht nötig. Sind ja liquide!

      @Hoppla: Ja gut, dann stellst du die Steuer auf Vermögen grundsätzlich in Frage? Finde durch Zinsen erhälst du zusätzlich schon nochmals Geld. Ausserdem hortest du das Geld und es ist nicht in der Wirtschaft!
      Aber:
      Entweder sie existiert und ist wirklich effektiv, oder man schafft sie ab!
      In der vorliegenden Form ist es für mich eine "halt-mir-den-Arsch-frei-vom-Pöbel" - Steuer und soll Reiche beschützen. Komplette Alibiübung! (ausser eben bei Hypotheken, und da tuts nur den Kleinen weh!)
      6 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 02.05.2018 09:26
    Highlight Highlight "So hemmt eine hohe Einkommenssteuer die Arbeitsleistung"

    Eine Ente, die von den Gutverdienern gefüttert wird. Kein Mensch, der arbeitet macht seine Arbeit von den Steuern abhängig.
    50 17 Melden
    • Hockrates 02.05.2018 13:51
      Highlight Highlight Natürlich tut er das, nicht nur, aber auch.
      4 1 Melden
    • Maragia 02.05.2018 14:04
      Highlight Highlight Doch, warum soll ich im Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen, mehr und länger arbeiten für die 10-30 TCHF pro Jahr, wenn davon dann rund 30-40% als Steuern wird abfliessen. Da reduziere ich lieber auf 80%.
      4 4 Melden
    • mogad 02.05.2018 14:36
      Highlight Highlight Noch eine Ente: "Wir müssen diese Spitzenlöhne zahlen, um die Besten für unsere Unternehmen zu kriegen!" Die Besten sorgen dann für Millionen- und Milliardenverluste (Axpo, CS), für Strafanzeigen im In- und Ausland (Raiffeisen, UBS), für Groundings aller Art (z.B.Swissair) oder den Ausverkauf von Arbeitsplätzen ins Ausland (Alstom) oder ganzer Unternehmen an die Chinesen (Syngenta). Oder sie betteln beim Staat um immer noch mehr Subventionen (die Tourismusdirektoren). Bald fällt mir noch mehr ein!
      7 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • zweistein 02.05.2018 09:19
    Highlight Highlight Die MWST ist im Bereich Lebensmittel und Medikamente im Ausland teils niedriger als in der CH. Nur der Regelsatz ist in der CH relativ tief.
    36 1 Melden
    • balzercomp 02.05.2018 10:55
      Highlight Highlight Der reduzierte Satz ist mit 2.5% auch sehr tief.
      7 1 Melden
  • andrew1 02.05.2018 09:01
    Highlight Highlight Man könnte auch sparen. In gewissen bereichen interpretiert der staat seine aufgaben zu breit. Nur gerade so viel wie nötig wäre angesagt.
    43 19 Melden
    • Fabio74 02.05.2018 14:42
      Highlight Highlight Dann definier doch mal inkl Einsparungen
      1 2 Melden
  • dechloisu 02.05.2018 08:58
    Highlight Highlight Wie immer die Reichen schützen und die Armen bestrafen, so haben es die rechts Parteien am liebsten.
    75 44 Melden
  • ybfreak 02.05.2018 08:54
    Highlight Highlight Wieso zahlt jeder Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleich viel Lohnprozente an die AHV? Wieso hat man nicht wie bei den Gemeinde- und Bundessteuern ein progressives System? Die tiefen Einkommen entlasten, die richtig hohen mehr belasten und somit die AHV retten?
    Ich kann euch die Antwort darauf geben: Für viele bürgerliche Politiker ist es grundsätzlich unverschämt, den Reicheren etwas zu nehmen und das den Schwächeren zu geben. Und warum? Niemand will seine Wähler vergraulen...
    75 30 Melden
    • amore 02.05.2018 10:14
      Highlight Highlight Interessant ist aber, dass die Schwächeren in der Mehrheit sind. Ich wundere mich schon lange, dass diese Mehrheit nicht zur Urne geht. In der CH wäre es doch so einfach.
      29 1 Melden
    • Madison Pierce 02.05.2018 10:16
      Highlight Highlight Das System AHV/ALV enthält sehr wohl einen Solidaritätsanteil:

      - AHV: Die Maximalrente bekommt man ab einem Durchschnittseinkommen von 84000 Fr./Jahr. Einzahlen muss man aber trotzdem für das gesamte Einkommen. Ein pensionierter CEO erhält also auch höchstens die Maximalrente von 2350 Fr./Monat.

      - ALV: Es ist nur der Lohn bis 148200 Fr./Jahr versichert. Leute mit höherem Einkommen zahlen darauf aber trotzdem Beiträge (Solidaritätsprozent).
      24 0 Melden
    • Maragia 02.05.2018 14:06
      Highlight Highlight @ybfreak: und irgendwann erhält man fürs mehrarbeiten bzw. eher besser verdienen auch nicht mehr. Warum also sollte man sich dann noch die Mühe geben und 50-60h in der Woche arbeiten?
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meyer 02.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Generell gibt es zwei Sachen zu bedenken:
    1. Die MWST ist unsozial und belastet die tiefen und mittleren Einkommen viel mehr
    2. Das Loch in der AHV mit einer Konsumsteuer zu stopfen ist generell falsch, denn die MWST hat an sich nichts mit der Altersvorsorge zu tun. AHV sollte über die Beiträge wie bisher finanziert werden. Ev. ist hier eine Anpassung notwendig, ggf. auch über eine kleine Progression nach Einkommen.
    62 6 Melden
    • Gubbe 02.05.2018 09:13
      Highlight Highlight Wem möchten Sie den gern das neue Geld der MwSt geben? Tiefe Einkommen belastet der Essenseinkauf im Monat mit 400 Fr. gerade mal mit 1.2 Fr. mehr im Monat. Hohe natürlich auch.
      11 18 Melden
    • who cares? 02.05.2018 09:23
      Highlight Highlight Die Leute, die eher mehr verdienen, zahlen bereits heute ein Vielfaches in die AHV, als dass sie je von ihr beziehen werden. Werden aber bei einem fehlenden Beitragsjahr gleich mir Kürzungen etc. belegt.

      Aber grundsätzlich stimme ich dir zu, die AHV durch fachfremde Beiträge zu stützen ist nichts als Pflästerlipolitik. Ausserdem ist klar das einige Leute mehr einzahlen als sie erhalten und umgekehrt. Das Problem ist: die AHV ist ein Schneeballsystem. Damit das System funktioniert, muss die Bevölkerung ständig wachsen.
      34 3 Melden
  • mogad 02.05.2018 08:46
    Highlight Highlight Viele Frauen verzichten gerne auf den "Ausgleich" für Rentenalter 65 über die unsoziale MwSt! Uns wären gerechtere Löhne für Alle lieber. Schluss mit Billig-Praktika für die Jugend! Schluss mit Arbeit auf Abruf! Ausbau von günstigen KITA-Plätzen, damit Mütter arbeiten, Steuern und Sozialabgaben zahlen können usw.. Aber eben. Man schaue, wer hinter den Kulissen von SVP/FDP das Sagen hat! Die mächtigen, anonymen Lobbies in- und ausländischer Grossinvestoren aus z.T. korrupten, autokratisch geführten Ländern.
    48 23 Melden
  • Karl33 02.05.2018 08:38
    Highlight Highlight Die Mehrwertsteuer widerspricht dem Verfassungsprinzip, wonach ein jeder nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert werden muss.

    Die MwST ist ebenso eine neoliberale Unsitte, die erst in den letzten Jahrzehnten in diesen Höhen geschnellt ist (in Ungarn etc), auf Anraten von neoliberalen Wirtschaftsideologen. Das Ziel ist dasselbe wie Rund um den Globus (USA, Russland etc) von den Reichen und ihren bürgerlichen Polit-Lakaien verfolgt wird: Ausquetschen der werktätigen Bevölkerung, Steuerbefreiung der Superreichen.
    57 23 Melden
  • p4trick 02.05.2018 08:32
    Highlight Highlight 1. Einführung einer Luxussteuer
    2. Einführung eines Geldüberweisung Steuer
    3. Erhöhung der Steuern für Unternehmensgewinn
    4. Abschaffung sämtlicher steuerlichen Schlupflöchern für Firmen und Vermögende Private
    5. Abschaffung sämtlicher Pauschalbesteuerung
    6. Einführung BGE
    7. Abschaffung aller Sozialausgaben wie AHV, Sozialhilfe etc.

    Das sind die 7 Thinkingsteps :-)
    53 48 Melden
  • mogad 02.05.2018 08:30
    Highlight Highlight Plus 1,7% MwSt.? Während des Abstimmungskampfes gegen die Rentenreform 2020 hiess es von rechts, die ginge zu Lasten der Jungen. Aber die Finanzierung der Renten über die höhere MwSt liesse erst Recht die Jungen bluten. Junge konsumieren mehr als Alte. Sie wollen reisen, später eine Familie gründen, vielleicht ein Haus bauen. Das kann man dann wohl vergessen, wenn wie befürchtet die zweistellige MwSt kommt! Anstelle von Arbeit und Konsum sollte endlich das Kapital höher besteuert werden! Oder die Steuerhinterziehung ernsthaft und nicht nur halbherzig bekämpft werden!
    65 12 Melden
  • Raphael Stein 02.05.2018 08:26
    Highlight Highlight Es gäbe bessere Wege, aber man nimmt lieber jenen der die unterste Einkommensklasse trifft.
    Denen muss dann wieder "geholfen" werden. Und das bezahlt sich nicht von alleine.

    Politik eben.
    38 6 Melden
    • Matti_St 02.05.2018 09:22
      Highlight Highlight Ist doch logisch. Denen man hilft, kann man einfacher in die Zange nehmen mit Bestrafung und Drohungen.
      Es gibt gegen Behörden keine wirksamen Ombudsstellen. Der, der nichts hat, wird irgendwann aufgeben und den Gummiparagraphen (Stichwort Ermessungssache der Behörden) nichts entgegensetzen.
      Zugleich ist das Wort "helfen" eine schöne Ausrede (sein froh erhälst du überhaupt Hilfe). Und sie erwarten unermessliche Dankbarkeit.
      12 1 Melden
    • Raphael Stein 02.05.2018 09:38
      Highlight Highlight Zugleich ist das Wort "helfen" eine schöne Ausrede

      Wir tun was für das Volk.

      Tönt etwa ähnlich schräg.

      Politik der Reichen ist es, auch wenn das nicht gern gehört wird. Weil,
      vielleicht gehört man ja auch mal zu den Reiche.
      Deshalb stimmt das Volk meistens gegen sich selber ab, mit eben dieser Hoffnung.

      Und die MwSt ist einfach bloss ungerecht. Aber wir haben die ja selber "eingeführt".
      12 3 Melden
  • Töfflifahrer 02.05.2018 08:26
    Highlight Highlight Steuern für Reiche und Multis runter, dafür die MwSt rauf? Erwartet bei diesen Politikern irgendjemand was anderes?
    57 6 Melden
  • Schluch 02.05.2018 08:24
    Highlight Highlight Wofür? Um das was bei der nächsten Unternehmessteuerreform verschenkt wird, beim Volk wieder reinzuholen?
    52 3 Melden
  • chnobli1896 02.05.2018 08:23
    Highlight Highlight [...] Der Abbau des Grenzschutzes für die Schweizer Landwirtschaft ist zumindest in einer Übergangsphase mit Kosten verbunden [...]

    Noch mehr Subventionen für Landwirte?!
    42 6 Melden
    • sealeane 02.05.2018 11:01
      Highlight Highlight Naja die wären nicht nötig würden angemmessene Lebensmittelpreise verlangt. Diese sind heutezutage nur so billig, wril sir subventioniert ist (übrigens auch die aus dem EU-Ausland ist grösstenteils subventioniert).
      Und jetzt soll mir bloss keiner kommen und sagen die Lebensmittel seien eh zu teuer! Schaut mal wir viel % von eurem Lohn die Lebensmittel ausmachen. Und dann fragt mal ezmure Grosseltern wie das zu ihrer Jugend war...
      Ich bin auch gegen subventionen, aber solange Herr und Frau Schweizer nicht bereit ist genügend für ihre Schweizer lebensmittel zu zahlen, fehlt die Alternative.
      11 0 Melden
  • Duscholux 02.05.2018 08:16
    Highlight Highlight Warum genau wurde die MwSt denn gesenkt wenn man schon wieder an eine Erhöhung denkt?
    11 14 Melden
    • sealeane 02.05.2018 11:03
      Highlight Highlight Diese wurde nicht freiwillig gesenkt.
      1. Lief die IV subventionen durch die mwdt ab.
      2. Hätten diese frei gewordenen Mittel in die AHV fliessen sollen. Welche wir ja abgelehnt haben....

      Was jetzt nicht heissen soll das ich für eine erhöhung bin. ;)
      6 0 Melden
  • Slavoj Žižek 02.05.2018 08:07
    Highlight Highlight Bei jedem Kauf hält Gessler seinem Hut dazu. 🤮
    22 6 Melden
    • OmegaOregano 02.05.2018 09:36
      Highlight Highlight Ich les da nirgends ein Genitiv 🤔
      8 3 Melden
    • Slavoj Žižek 02.05.2018 10:55
      Highlight Highlight Vertippt, sry grammar nazi.
      8 0 Melden
  • walsi 02.05.2018 07:57
    Highlight Highlight Die MwSt benachteiligt die Personen mit tiefem Einkommen welches sie jeden Monat zu 100% benötigen. Sie werde im Verhältnis viel stärker besteuert als die hohen Einkommen die nicht alles benötigen und sparen können. Dazu kommt noch, dass ein Teil der Spareinlagen bei den Einkommenssteuern abgezogen werden kann, wenn das Geld in die dritte Säule geht.
    210 34 Melden
  • p4trick 02.05.2018 07:33
    Highlight Highlight Wie wäre es mit einer Luxussteuer von 20% auf Taschen über 500, Autos über 40k etc.?
    262 74 Melden
    • Posersalami 02.05.2018 08:40
      Highlight Highlight Würde ich super finden.
      27 7 Melden
    • pali2 02.05.2018 08:42
      Highlight Highlight Das macht steuertheoretisch keinen Sinn. Luxusgüter sind besonders elastische Güter - heisst, Konsumenten weichen aus und es wird dann weniger gekauft. Würde somit kaum Steuermehreinnahmen bringen und bringt zusätzliche Verzerrungen.
      25 6 Melden
    • danbla 02.05.2018 09:11
      Highlight Highlight Luxussteuer auf Autos über 40k? Ab 100-150k ok, aber 40k ne sry.
      25 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • meine senf 02.05.2018 07:25
    Highlight Highlight Ein Grund ist sicher auch, dass es bei der MWST keinen Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen und Gemeinden gibt. Und eben, keine Progression. Logisch sind insbesondere den Bürgerlichen MWST-Erhöhungen lieber. Auch wenn oder gerade weil es bei den anderen Steuern vergleichsweise sozialer wäre.
    35 5 Melden
  • Wilhelm Dingo 02.05.2018 07:18
    Highlight Highlight Die Mehrwertsteuer schont die Kapitalgewinne und damit die Gewinne der Superreichen. Kein Wunder hat die Mehrwertsteuer sogar im bürgerlichen Lager Freunde.
    57 7 Melden
  • CASSIO 02.05.2018 07:15
    Highlight Highlight und wiederum wird das problem nicht am schopf gepackt, die lösung dieses problems wird den jüngeren generationen auf die schultern gepackt, unsere kinder und enkelkinder müssen dann ausbaden, was die heutige "classe populiste" nicht im stande ist zu lösen. ueli maurer, derjenige, der immer die hohe mwst in der eu als argument gegen dieselbe ins feld führte, wird nun selbst teil der verantwortung für die erhöhung übernehmen müssen. in welcher form? wir werden's sehen.
    29 7 Melden
    • mogad 02.05.2018 08:57
      Highlight Highlight 27% MwSt in Ungarn als Massstab zu nehmen ist schäbig von diesen vom Grosskapital und der Finanzindustrie gesteuerten, rechtsbürgerlichen Mehrheiten in den Legislativen der CH. Nur weil man nicht willens und in der Lage ist, die Probleme zum Wohl des ganzen Volkes zu lösen, kommt soviel Erbärmlichkeit raus. Wir brauchen dringend wieder mitte-links-Mehrheiten, die kompromissfähig und daher auch fähig sind Lösungen zu präsentieren, von denen Alle etwas haben.
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    • CASSIO 02.05.2018 09:18
      Highlight Highlight Graustufe rot, vielen Dank für Dein Votum und den Beweis, dass die Linken noch immer nicht verstanden haben, dass sie wesentlicher Teil des Problems sind. Ihr seid dieselben Schaumschläger wie Eure Partner auf der rechten Seite. Viel Blabla, aber keine Lösungen. Es tut mir leid zu sagen, dass dieser verfluchte Kapitalismus hier in der Schweiz Dir die Chance ermöglicht, hier in die Tasten zu hauen, weil Dir dieser Kapitalismus eine Bildung ermöglichte mit all den Steuergeldern, welcher dieser böse Kapitalismus zahlen muss.
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    • mogad 02.05.2018 12:03
      Highlight Highlight @cassio. Die Linke ist"Teil des Problems" weil sie nie gewinnt, nie eine Mehrheit hat. Im übrigen stimme ich Ihnen zu: Ich bin dankbar für Bildung und Wohlstand dank Schweizer Verhältnissen. Meine Vorfahren und ich haben aber auch hart dafür gearbeitet! Selbstverständlich ist trotzdem nichts!
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  • MaxHeiri 02.05.2018 07:10
    Highlight Highlight Ich finde die MWSt eine der mühsamsten und unsozialsten Steuern. Der Bürokratieaufwand in der Wirtschaft ist gigantisch. Zusätzlich schlägt ist sie in der praktischen Anwendung degressiv (jemand mit CHF 30k Einkommen hat einen höheren Konsumanteil als ein Millionär.)
    Als positives Beispiel die EU zu nehmen ist schlecht. Viel lieber erhöht man in kleinen Schritten das Rentenalter um uns Jungen nicht doppelt zu bestrafen (höhere MWSt und Rentenalter bei uns dann rasch weit über 70 aufgrund Finanzierungsdefizit der AHV und medizinischem Fortschritt).
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 02.05.2018 07:09
    Highlight Highlight Eine äusserst bedenkliche Entwicklung. Die vielen kleinen erhöhungen summieren sich über sie Jahre zu satten Steuererhöhungen. Man könnte auch andere Formen der Besteuerung Vorschlagen, auf der Ausgabenseite handeln (Rentenalter wird an Lebenserwartung gekoppelt ohne angleich der Geschlechter) pder man lässt es bleiben bis das Budget genügend gewachsen ist, nicht vergessen, die Ausgaben aller drei Ebenen wachsen absolut gesehen kontinuierlich, relativ sind sie gleich.
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  • Posersalami 02.05.2018 07:04
    Highlight Highlight " Weil sie als Steuer mit den kleinsten Nebenwirkungen gilt."

    Tja, und da zeigt sich halt einmal mehr die Bildungsarmut in diesem Land. Tatsächlich ist die MWST die unsozialste aller Steuern, da sie die Menschen mit tiefem Einkommen weit härter trifft als diejenigen, mit einem hohen Einkommen. Eine an die wirtschaftliche Leistung angepasste Besteuerung ist nicht möglich.

    Darum ist die MWST an sich abzuschaffen und durch Steuern auf Dividenden, Erbschaft und andere leistungslose Einkommen zu ersetzen.
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    • lilie 02.05.2018 08:42
      Highlight Highlight Bin grundsätzlich sehr einverstanden. Nur in einem Punkt nicht, bei der erhöhten Besteuerungen von Erbschaften, weil das wiederum die kleinen Leute viel härter trifft als die Reichen. Grosse Unternehmen gehören eh Aktionären, bei der Erbschaft kann man das schon irgendwie aufteilen. Aber was ist mit dem kleinen Mann der seinen Handwerksbetrieb, den er selbst aufgebaut hat, dem Sohn vermachen will? Schon heute ist das ein Problem, wenn es weitere Kinder gibt - ohne Erbschaftsverzicht ist das kaum zu lösen. Kommen noch Steuern dazu, muss der Betrieb verkauft werden. Dassselbe für ein Häuschen.
      17 9 Melden
    • Posersalami 02.05.2018 09:27
      Highlight Highlight @ lilie: Sie liegen falsch. Zunächst mal erben "die kleinen Leute" meistens wenig bis gar nichts. Somit würden sie von einer anständigen Erbschaftssteuer überhaupt nicht getroffen.

      Weiter gibt es Freibeträge. Niemand will sie in den Ruin treiben, weil sie von ihrer Grossmutter ein Häuschen erben. Zumal sie auch da locker ein paar 100k abdrücken könnten, indem sie einfach eine zweite Hypothek aufnehmen würden. Bei älteren Immobilien ist das idR. absolut kein Problem, weil die Häuser heute 4-5x so viel Wert sind wie "damals".

      Das ist alles nur Propaganda der Reichen, was sie da schreiben.
      8 14 Melden
    • Lester McAllister 02.05.2018 09:42
      Highlight Highlight Die Erbschaftssteuer wäre sicher eine vernünftige Lösung.
      Nur ist für die meisten Schweizer das eigene Erbe hart erarbeitet und unantastbar, während man den Nachbar diesen Bonz ausbluten lasen will
      15 4 Melden
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  • Matti_St 02.05.2018 07:03
    Highlight Highlight Sie ist für die Politiker nicht spürbar. Die verdienen genug. Ein Grossteil der Bevölkerung ist es nicht so.
    Bald werden wir wieder Essensmarken im grossen Stil verteilen und nennen das eine soziale Errungenschaften.
    Ich werde mich dagegen wehren.
    23 13 Melden
  • Ökonometriker 02.05.2018 07:00
    Highlight Highlight Es gibt auch weitere Punkte, die für eine Finanzierung über die MWSt. sprechen:
    1) Die SNB drückt bereits den Franken via Offenmarkteingriffe. Eine höhere MWSt. zur Finanzierung der AHV würde ökonomisch ähnliche Effekte haben - aber nicht einseitig die Exportwirtschaft bevorteilen.
    2) Reiche können sie nicht hinterziehen. Wenn sie konsumieren, bezahlen sie.
    3) Wenn eine 4-köpfige Familie unter 160k pro Jahr für Konsum ausgibt, lohnt sich für sie die MWSt. - Leute die extrem viel Konsumieren bezahlen dagegen mehr. Und die sind meistens reich.
    30 48 Melden
    • Wilhelm Dingo 02.05.2018 07:21
      Highlight Highlight zu 2): was ist mit Schattenwirtschaft gehört? Warum wohl boomt diese in der EU?
      zu 3): stimmt, aber wäre es nicht besser die Kapitalgewinne höher zu besteuern?
      21 3 Melden
    • Ökonometriker 02.05.2018 09:45
      Highlight Highlight @Dingo:
      2) die Schattenwirtschaft betrifft va. Kriminelle und Handwerker - Grosskonzerne eher weniger. Sie boomt zudem nur in den EU-Krisenstaaten - in Deutschland ist sie beispielsweise rückläufig.
      3) Leider werden Kapitalgewinnsteuern schon heute im grossen Stil umgangen - die Leute legen ihr Geld einfach über ausländische Stiftungen an oder lassen Gewinne in Steueroasen anfallen.
      4 0 Melden
  • Kong 02.05.2018 06:53
    Highlight Highlight Ist es nicht so, dass in Ländern wie Ungarn die MwSt zwar extrem hoch ist, dafür aber keine zusätzlichen Steuern auf Einkommen und Vermögen erhoben werden?

    In der CH zahlt man ja noch zusätzlich Bund/Kanton, Gemeinde und optional Religion.
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    • zugizz 02.05.2018 07:44
      Highlight Highlight Und die vignette
      5 5 Melden
    • fcsg 02.05.2018 07:50
      Highlight Highlight Ungarn hat eine Umsatzsteuet von sagenhaften 27%, hinzu kommt eine Einkommenssteuer flat rate von 15% für Privatpersonen. Das ist für den Durchschnittsbürger eine höhere Belastung als in der CH.
      https://www.wko.at/service/steuern/Steuersaetze_in_den_EU-Laendern.html
      19 0 Melden
    • ujay 02.05.2018 08:03
      Highlight Highlight @Kong. Nein, ist nicht so. Steuern werden in allen westlichen Ländern unabhängig von der MwSt zusätzlich erhoben.
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