Wirtschaft
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ARCHIV --- ZUR GELDPOLITISCHEN LAGEBEURTEILUNG DER SNB STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- The Logo of the the Swiss National Bank, SNB, photographed  Thursday, 15 January 2015, in Bern, Switzerland. The Swiss National Bank (SNB) ended the day by abandoning its exchange rate control and cut interest rates to -0.75 to send the franc soaring against the single currency.  The Swiss franc rose by almost 30 per cent against the europe after the move shocked global markets. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Morgen blickt die Finanzwelt auf die Schweizerische Nationalbank. Ihr geldpolitischer Entscheid ist von grosser Tragweite für die Finanzmärkte. Bild: KEYSTONE

«Negativzins hat grossen Schaden angerichtet»: Wann hebt die SNB die Zinsen wieder an?

Seit bald vier Jahren erhebt die Nationalbank Negativzinsen. Wirtschaftsvertreter plädieren für eine baldige Aufhebung der Massnahme. Sie sei schädlich und vernichte Volksvermögen. Morgen muss die Nationalbank Farbe bekennen.

Beat Schmid und Daniel Zulauf / ch media



Am Donnerstagmorgen wird Thomas Jordan den Entscheid aus der vierteljährlichen «geldpolitischen Lagebeurteilung» der Nationalbank (SNB) verkünden. Um Punkt zehn Uhr werden die Blicke der Devisenhändler rund um die Welt auf den Präsidenten des Direktoriums gerichtet sein.

Das Interesse konzentriert sich auf eine Frage: Belässt die SNB die Zinsen weiterhin auf dem Rekordtief von minus 0.75 Prozent oder wird sie den Leitzins angesichts der positiven konjunkturellen Entwicklung vielleicht doch anheben?

Thomas Jordan, Praesident der Schweizerischen Nationalbank, an einer Medienkonferenz in Zuerich, am Donnerstag, 19. Maerz 2015. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) haelt an ihrer bisheriger Geldpolitik fest. Die Negativzinsen auf den Giroguthaben der Banken belaesst sie bei -0,75 Prozent, das Zielband fuer den Referenzzins Dreimonats-Libor bleibt zwischen minus 1,25 und minus 0,25 Prozent. Zudem hielt die SNB erneut fest, dass der Franken ueberbewertet sei und sich abschwaechen sollte. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Thomas Jordan Bild: KEYSTONE

Die Einführung der Negativzinsen jährt sich bald zum vierten Mal. Am 18. Dezember 2014 drückte die SNB die Leitzinsen erstmals in den negativen Bereich (auf minus 0.25 Prozent). Nur wenige Wochen später, am 15. Januar 2015, hob sie dann völlig überraschend den Euro-Mindestkurs auf und senkte die Zinsen noch weiter ab, auf minus 0.75 Prozent, wo sie heute noch liegen.

Bild

Bild: zvg ch media

Der SNB-Entscheid löste ein Chaos an den Finanzmärkten aus. Das Direktorium musste scharfe Kritik einstecken. Industrielle, Gewerkschafter und Touristiker schlugen Alarm. Man befürchtete einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen. Auch Exponenten des Finanzplatzes kamen aus der Reserve. Nicht wegen der Aufhebung des Mindestkurses, sondern wegen der Negativzinsen, die die SNB auf den Giroguthaben der Banken erhebt.

Insgesamt dürften die Finanzinstitute bislang rund fünf Milliarden Franken an die SNB abgeliefert haben. Den Grossteil dieses Obolus mussten selbstredend die Kunden bezahlen. Dennoch fielen die Kosten teilweise auch auf die Banken zurück. Für Herbert Scheidt, den Präsidenten der Bankiervereinigung, sind das Gelder, die nun fehlen würden, etwa für Investitionen in die Digitalisierung.

Umstrittener Nutzen

«Die Negativzinspolitik hat das Ziel der SNB, den Franken zu schwächen, erreicht», sagt Oswald Grübel zur Redaktion ch media. Laut dem legendären Ex-Chef von UBS und Credit Suisse ist der volkswirtschaftliche Nutzen der Massnahme aber nicht erwiesen. «Ob wir Arbeitsplätze wegen des vorher starken Frankens verloren hätten, ist meiner Ansicht nach nicht einwandfrei nachzuweisen und zudem muss man den ‹Preis›, der dafür bezahlt wurde, berücksichtigen», sagt er.

Oswald Gruebel, ehemaliger Chef von CS und UBS, spricht am Schweizer Medienkongress des Verbandes Schweizer Medien, am Freitag, 12. September 2014, in Interlaken. (KEYSTONE/Anthony Anex).

Oswald Grübel Bild: KEYSTONE

Damit meint er vor allem die geschrumpften Vermögen durch den geschwächten Franken. Die Negativzinsen hätten «grossen Schaden angerichtet bei den Vorsorge-Institutionen und bei dem Gesamtvermögen des Volkes. Es ist weniger gewachsen, als es sonst wäre.»

Kurt Schiltknecht, der frühere Chefökonom der Nationalbank, vertrat kürzlich in einem Gastbeitrag in der «NZZ» die Ansicht, dass eine Normalisierung der Geldpolitik in der Schweiz überfällig sei. «Wenn nicht jetzt, wann dann», laute die Frage, welche die SNB nun beantworten müsse.

Denn trotz ausgezeichneter Wirtschaftslage halte sie an den Negativzinsen fest und «unternimmt nicht einmal einen schüchternen Versuch, ihre aufgeblähte Bilanz abzubauen», kritisierte Schiltknecht, der als langjähriger Partner des Bankiers und Grossinvestors Martin Ebner eine besondere Nähe zur Finanzbranche hat.

Die Nationalbank wolle mit der Normalisierung zuwarten, bis die letzten Unsicherheiten auf den Finanzmärkten ausgeräumt seien und keine Aufwertung mehr drohe. Schiltknecht sieht in der derzeitigen Geldpolitik auch eine Ursache für die Schwächung des Bankensystems.

Der Rückgang der Zinsmarge habe die Gewinnkraft und damit die Risikofähigkeit bei der Kreditvergabe geschmälert. Sein Fazit: «Die Kosten eines Zuwartens sind mittelfristig schlimmer als die Gefahr vorzeitigen Handelns».

Rudolf Minsch, Chefoekonom economiesuisse, referiert anlaesslich einer Pressekonferenz

Rudolf Minsch Bild: KEYSTONE

Auch für andere Ökonomen ist die Zeit gekommen, von den Negativzinsen wegzukommen: So sagt der Chefökonom des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse, Rudolf Minsch, dass die Schweiz einen Zinsschritt verkraften könnte.

Pikant: Minsch ist der Ansicht, dass die SNB schon vor der Europäischen Zentralbank (EZB) an der Zinsschraube drehen könnte. Er widerspricht damit dem bisherigen Mantra der SNB, nur dann die Zinsen heben zu können, wenn dies die Kollegen in Frankfurt tun, wo sich der EZB-Sitz befindet.

Und was sagen die Banken selbst? Auf Anfrage sagt der CEO der Aargauischen Kantonalbank, Dieter Widmer, dass die «Sparer und zukünftigen Rentner zunehmend unter dem anhaltenden Tiefzinsumfeld leiden» würden.

Laut dem AKB-Chef werde es nicht einfach für die Notenbanken, aus dem Tiefzinsumfeld auszusteigen. Widmer hält das aktuelle Zinsniveau im Vergleich zur Wirtschaftsleistung und der Inflationsrate von knapp einem Prozent «zu tief». «Die Notenbanken verlieren somit Handlungsmöglichkeiten für den Fall einer Rezession.»

Von der EZB abhängig?

Obwohl der Druck auf die SNB grösser wird, wäre es eine Überraschung, wenn es am Donnerstag zu einem Zinsschritt kommen würde. Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher glaubt jedenfalls nicht daran. Auf Anfrage sagt sie: «Die Nationalbank verfolgt ein Ziel der wirtschaftlichen Stabilität im Inland. Sie definiert ihre Währungspolitik immer relativ zur Politik ausländischer Notenbanken.

ZUR KANDIDATUR VON MAGDALENA MARTULLO-BLOCHER AN DEN KOMMENDEN NATIONALRATSWAHLEN FUER DIE BUEDNER SVP, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, DEM 20. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Magdalena Martullo-Blocher, CEO der EMS Chemie Holding AG, praesentiert die Zahlen am Freitag, 6. Februar 2009, in Zuerich. Die EMS-Gruppe erzielte 2008 einen Nettoumsatz von CHF 1'504 Mio. und ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 220 Mio. (KEYSTONE/Urs Jaudas)

Magdalena Martullo-Blocher Bild: KEYSTONE

Solange die Europäische Notenbank ihre Zinspolitik nicht ändert, wird die Nationalbank dies wohl auch nicht tun.» Gleicher Meinung ist auch Oswald Grübel: «Die SNB hat klar gesagt, dass sie ihre Zinspolitik erst ändert, wenn die EZB ihre Zinspolitik ändert und der früheste Termin dafür ist erst Mitte 2019.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • NocheineMeinung 12.12.2018 13:49
    Highlight Highlight Laut Grübel sind die Vermögen geschrumpft.
    Warum werden denn die Reichen immer reicher in diesem Land? Offenbar ist es für Grübel, der zu diesen Reichen gehört, noch nicht genug gewesen!
  • Herbert Anneler 12.12.2018 13:35
    Highlight Highlight Ja, Negativzinsen sind schlecht! Aber alle andern Alternativen wären - unter den heutigen globalen Verwerfungen - noch viel schlechter für uns und unsere Volkswirtschaft. Wenn ich sehe, wie clever das Team um Thomas Jordan die wohl turbulentesten 10 Jahre in der Geschichte der SNB gemeistert hat, gibt es keinen Grund, an seiner Zinspolitik zu mäkeln - es sei denn aus den Eigeninteressen bestimmter Branchen. Aber es ist genau eines der Erfolgsrezepte der SNB, dass sie das Wohl des Ganzen im Auge hat und nicht politisch, sindern fachlich entscheidet.
  • Posersalami 12.12.2018 10:08
    Highlight Highlight Und wenn der Zins von -0.75 auf ein normales Niveau von 2-3% gestiegen ist wird allen voran die Wirtschaft herummaulen..
    • spanischi nössli 12.12.2018 12:39
      Highlight Highlight Und die Hypthekarschuldner.
  • alter Esel 12.12.2018 09:14
    Highlight Highlight Immer wenn Herr Grübel und Frau Martullo vom Volksvermögen reden, tschuderets mich einwenig.
    • The IT Guy 12.12.2018 12:17
      Highlight Highlight Nur ein Wenig? 😅
  • PC Principal 12.12.2018 09:08
    Highlight Highlight Nur superreiche wie Oswald Grübel, ex UBS-CEO, behaupten, der Negativzins hätte Schaden angerichtet. Die befürchtete Inflation ist aber ausgeblieben. Diese Leute halten ihr Geld im Ausland und wollen deshalb einen möglichst hohen Frankenkurs. Die Mittelschicht profitierte jedoch von den Negativzinsen durch höhere Löhne, tieferer Arbeitslosigkeit und auch mehr PK-Vermögen.
    • p4trick 12.12.2018 10:08
      Highlight Highlight Da ich auch einen Teil meines Vermögens in Dollar habe (Aktien) also im Ausland wie du sagst, bin ich an einem TIEFEN Franken Kurs interessiert, damit ich mehr Franken bekomme wenn ich dann das Geld wieder reinhole. Soviel zu deiner Theorie.
  • Der Rückbauer 12.12.2018 08:57
    Highlight Highlight Vorweg: Würde die SNB ihre Devisen/Wertpapiere in einen Staatsfonds einbringen, hätte jeder CH-Einwohner einen Anteil von CHF 100'000.--. Da liegt unser Vermögen. - Die SNB ist total von der EZB abhängig. Die Politik der EZB, einer demokratisch nicht legitimierten Institution, macht die Reichen immer reicher und die Fleissigen immer ärmer. Zinsen nein, Gewinne (Dividenden) ja: Scharia pur. Sonst würde uns das System um die Ohren fliegen. Eine Revolution muss nicht bei Politikern oder der SNB, sondern bei Draghi & seiner Räuber-GmbH beginnen.
  • Bert der Geologe 12.12.2018 08:30
    Highlight Highlight Wieso spreche alle nur vom Schaden beim Vermögen? Es gibt keine logische Begründung, weshalb Vermögen immer wachsen muss. Zinsen müssen ja letztendlich auch von jemandem bezahlt werden. Diese tiefen Zinsen nützen somit denjenigen, die fremdes Geld brauchen. Auf die gesamte Volkswirtschaft gesehen ist das doch kein Schaden.
    • Matti_St 12.12.2018 13:54
      Highlight Highlight Tiefe Zinsen sind nicht Negativzinsen. Jetzt ist es so, dass du für Vermögen zahlen musst. In der Theorie würdest du bei einem Kredit sogar mehr Geld bekommen als du zahlen müsstest.

      Das hat kurzfristig zwar den Vorteil, dass Geld eher investiert wird. Aber umgekehrt verlieren Institutionen wie PK dauernd Geld, weil sie Liquid sein müssen und zwar in CHF. Also unser Geld schwindet.
  • WayneTheBrain 12.12.2018 08:07
    Highlight Highlight Wein wirtschaftliches Verständnis ist leider nicht das beste, deshalb: Kann mir jemand das Konzept von Negativzinsen erklären? Ich meine, wenn ich dafür bezahlen muss um jemandem Geld zu leihen, leihe ich einfach kein Geld aus. Also leihen sich Banken gegenseitig doch einfach kein Geld mehr. Aber dann brechen die Investitionen doch zusammen...? Oder besser: WIE genau schaden Negativzinsen der Wirtschaft? Und wieso werden sie je nach Konjunktur eingesetzt? Brauche glaub mal einen Economics for Dummies Einführungskurs xD
  • PC Principal 12.12.2018 07:44
    Highlight Highlight Ohne den Negativzins wäre die Arbeitslosigkeit in der Schweiz deutlich höher und die Löhne wären tiefer. Der Negativzins hat in einer schwierigen Zeit den Frankenkurs tief gehalten, was für die Exportwirtschaft wichtig war und gleichzeitig hat der Negativzins investitionen gefördert. Geschadet hat der Negativzins überhaupt nicht: Das Risiko einer Inflation ist nicht eingetreten.
    • Tomtom64 12.12.2018 08:09
      Highlight Highlight Kennst Du die Zinseszinsformel? Ist Dir bewusst, dass Deine Spargelder (inkl. AHV und PK) deshalb deutlich weniger zunehmen als sie sollten, um Dir einen angenehmen Lebensabend zu garantieren? Im Fall von Bankguthaben schmälern die Teuerung (0.9%) und die Kontoführungsspesen dein Vermögen zusätzlich.

      Vielleicht trifft das alles für Dich nicht zu, weil Du Inkaufnahme von Risiken gut investiert und viel gewonnen hast. Für den Grossteil der Schweizer Bevölkerung gilt aber, dass die lange Beibehaltung des Negativzins schlecht ist.
    • Gubbe 12.12.2018 08:20
      Highlight Highlight Tomtom64: Die Meisten können nicht beides haben, einen Arbeitsplatz und einen guten Zins.
    • PC Principal 12.12.2018 08:27
      Highlight Highlight @Tomtom64: Es ist ja besonders die Mittelschicht, die von Negativzinsen profitiert, weil das Einkommen dieser Leute aus Lohnzahlungen und eben nicht aus Zinsen kommt. Deshalb sind es ja immer die Reichen, welche die Abschaffung der Negativzinsen fordern. Diese Reichen halten viel Geld im Ausland und haben deshalb ein Interesse, dass der Frankenkurs stärker wird. Der Normalbürger profitiert jedoch, wenn der Franken schwach ist, weil dann die Arbeitslosigkeit sinkt und die Löhne steigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FloW96 12.12.2018 07:37
    Highlight Highlight Immer woeder niedlich, wke all die Wirtschaftsvertreter der SNB Dinge empfehlen - hat ja für sie keine Konsequenzen, wenns nicht funktioniert.
  • walsi 12.12.2018 07:13
    Highlight Highlight Die Zinsen auf Vermögen und Kredite müssen erwirtschaftet werden und das sind immer die Selben, welche die erwirtschafteten, die Arbeitnehmer. Jeder der möchte, dass die Zinsen steigen muss sicj dessen bewusst sein.
  • Der Kritiker 12.12.2018 06:31
    Highlight Highlight Was Grübel lambert ist Kackscheisse, einmal mehr. Klar haben wir nicht so viele Stellen verloren, wie befürchtet. Jedoch hat dies viel mehr damit zu tun, dass viele Patrons (und Patroninnen) einige Male tief schlucken mussten, Verluste im Jahr 2015 einsteckten, dieses Jahr und 2016 als Übergangsjahr nutzten und die Kosten deutlich optimierten. Grübel war Chef bei CS und UBS, von geschützten Anstalten, die sich vielleicht im Investmentbanking in einem internationalen Wettbewerb befanden, sich im Privatkundengeschäft jedoch zu sehr auf dem Bankgeheimnis ausruhten. Was weiss der also schon?
  • Ökonometriker 12.12.2018 05:37
    Highlight Highlight Die Wirtschaft schrumpfte im 3. Quartal 2018 um 0.2 Prozent, die EZB hebt die Zinsen auch noch nicht an, die Inflationsrate ist nur knapp positiv, die Börsen fallen und dank dem Handelskrieg sind die Exporteure verunsichert. Selbst die US-FED machte unlängst einen Rückzieher und möchte die Zinsen nächstes Jahr weniger schnell anheben.

    Da würde es doch sehr erstaunen, wenn die SNB ihre Zinsen anheben würde - auch wenn wir das gernd hätten.
    • Posersalami 12.12.2018 10:08
      Highlight Highlight Die Wirtschaft ist nicht um 0.2% geschrumpft, sondern um 0.2% weniger stark gewachsen!
    • Ökonometriker 12.12.2018 12:18
      Highlight Highlight @Posersalami: gem. SECO schrumpfte das reale BIP im 3. Quartal um 0.2 Prozent, es wuchs nicht nur 0.2 Prozent weniger. Hab' extra nochmal nachgeschaut.
    • tschief 12.12.2018 14:32
      Highlight Highlight Es gibt einen wichtigen Unterschied zu den USA und dem Fed. Dort liegen die Zinsen aktuell bei 2.0-2.25% und nicht wie bei und bei -0.75.

      Das Problem hierbei ist die eingeschränkte Handlungsmöglichkeit bei einer Rezession —>Zinsen noch mehr senken? Das geht bei der EZB und SNB fast gar nicht. Die FED hat demgegenüber aktuell ein Polster von 2%
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imnon 12.12.2018 05:24
    Highlight Highlight Ach was. Wir Schweizer werden doch immer reicher und sind eh fast alle Millionäre. Nicht? Die Medien bringen doch immer wieder Artikel über die Vermehrung von Millionären und Vermögen im Land.
    Ach so, das betrifft nicht alle. Nur die Reichsten? Aber woher nehmen die das Geld bloss, wenn die Unreichen immer weniger haben?
    Könnte man das so rechnen? Normalos und Mittelschicht verarmen, Bonzen sind eh schon asozial reich und werden noch reicher.

    Könnte eine menschliche Gesellschaft auf etwas anderem als Geld basieren? Denkbar? Machbar?
    • Gubbe 12.12.2018 07:46
      Highlight Highlight Du verstehst aber schon, dass ein Millionär 100k investieren kann und mehr zurückbekommt, als er investiert hat. Wenn einer 5k investiert, bekommt er weniger Ertrag als der Millionär. 'Bonzen' sind nicht asozial, sie zahlen viel mehr an den Haushalt als ein 'Normalo'. Wieso ist der Mensch auf Geld gestossen? Ich glaube, das Tauschgeschäfte auch früher nicht das Gelbe vom Ei waren.
      "Ich weiss was, was du nicht kennst, und du gibst ihm ein Huhn?"
    • Cadinental 12.12.2018 09:04
      Highlight Highlight In dem Fall sollten alle Nichtmillionäre auswandern, wenn doch alle verarmen in dieser Schweiz.......Schauen sie bitte mal über den Tellerrand
    • The IT Guy 12.12.2018 12:22
      Highlight Highlight Und deshalb sollten "wir Kleinen", bis deine Utopie Wirklichkeit ist, uns etwas mehr mit Geld auseinandersetzen, uns weiterbilden. Denn "die Grossen" nehmen uns leider schamlos aus und das sogar noch mit dem segen des Staates! (Legal da sich die Bannken etc. die besten Anwälte leisten können). Auf dessen Schutz können wir uns leider nicht verlassen.

      Es ist an der Zeit, dass sich jeder einzelne von uns mehr über Geld und Wirtschaft (nicht das, was wir in Schule und von den Banken gelehrt werden) schlau macht.

      Denn nur so können wir unsere Finanzielle Mündigkeit zurückerlangen!
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