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ARCHIV --- Reisecars des Billiganbieters Meinfernbus auf dem Busbahnhof hinter dem Zuercher Hauptbahnhof am Donnerstag, 29. November 2012. Ab heute fahren Reisewillige zu Tiefpreisen nach Frankfurt. Die Schweizer Reisecar-Unternehmen sehen sich gegenüber dem oeffentlichen Verkehr (OeV) benachteiligt. In einem am Dienstag, 14. Oktober 2014 vorgestellten Bericht verlangen sie die Liberalisierung des Marktes für Fernbusse, wie dies etwa in Deutschland seit zwei Jahren der Fall ist. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Reisecars des Billiganbieters MeinFernbus hinter dem Zürcher Hauptbahnhof. Bild: KEYSTONE

Dieser Billig-Bus fährt für nur 10 Franken von Zürich nach Basel – Easyjet-Kunden freut's

Von Zürich zum Flughafen Basel für zehn Franken: MeinFernbus wird zum Flughafen-Shuttle. Auch die Bahn setzt auf den Bus.

stefan ehrbar / schweiz am Sonntag



Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Schweizer lieben den Flughafen Basel. Die Passagierzahlen wuchsen letztes Jahr mehr als doppelt so stark wie am Flughafen Zürich. Weniger beliebt ist die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Wer an den Euroairport will, muss am Bahnhof Basel auf den Linienbus umsteigen.

Nun lockt der deutsche Fernbus-Anbieter MeinFernbus Flixbus Zürcher mit einer umsteigefreien Verbindung an den Euroairport. Ab Freitag fährt MeinFernbus elfmal täglich die Strecke Zürich–Basel–Euroairport. Die Fahrt kostet zehn Franken. Der früheste Bus verlässt Zürich um halb drei morgens. So können auch die ersten Flüge von Zürich aus erreicht werden.

ZU DEN ZAHLEN DES EUROAIRPORTS BASEL-MUELHAUSEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Eine Mitarbeiterin der Fluggessellschaft Easy Jet geht vor einem Flugzeug vorbei auf dem Rollfeld des Flughafens Basel-Mulhouse-Freiburg am Dienstag, 9. April 2013. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Easyjet-Flieger am Flughafen Basel.
Bild: KEYSTONE

Am Flughafen Basel sind vor allem Billigairlines stark. Easyjet mit einem Marktanteil von über 50 Prozent fliegt von Basel aus über 50 Destinationen an, und der Ausbau soll weitergehen. Von Zürich fliegt Easyjet hingegen nur nach London und Hamburg.

Der Euroairport mit seinen jährlich sieben Millionen Passagieren sei ein sehr attraktiver Halt, sagt MeinFernbus-Sprecherin Marika Vetter. «Zudem verfügt der Flughafen im Gegensatz zu Genf und Zürich über keine direkte Bahnanbindung, weshalb wir von hohem Fahrgastinteresse ausgehen.»

Der Flughafen begrüsst die neue Fernbus-Linie. Jede Verbesserung der Erreichbarkeit sei ein «Mehrwert für unsere Kunden und von volkswirtschaftlicher Bedeutung», sagt Sprecherin Vivienne Gaskell. Negative Folgen befürchten hingegen die Basler Verkehrsbetriebe (BVB), welche die Linie 50 vom Bahnhof an den Flughafen betreiben: Das neue Angebot könne zu weniger Gästen auf der Flughafen-Linie führen und das wiederum zu Einnahmeverlusten und entsprechenden Mehrkosten für die öffentliche Hand, sagt BVB-Sprecher Benjamin Schmid.

Neue Konkurrenz im Osten

Die Fernbus-Anbieter stehen unter Druck. Im deutschen Markt zeigen sich Anzeichen einer Sättigung. Die Zahl der Verbindungen sinkt erstmals, und das Netz gilt als abgesteckt, schrieb die «Welt» diese Woche. Die wenigsten Anbieter schreiben Gewinne, Preiserhöhungen sind aber wegen der harten Konkurrenz zwischen Bahn, Bus und Flug und neuen Anbietern kaum durchsetzbar. Der Anbieter Postbus hat sein Netz redimensioniert und das Schweiz-Geschäft aufgegeben.

MeinFernbus hingegen baut aus: Neu wird Freiburg angefahren, und ab Mitte Mai fahren die grünen Busse ab Zürich direkt nach Prag. Nun planen auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Aufbau eines internationalen Fernbus-Netzes. Dass die Schweiz angefahren wird, gilt als wahrscheinlich.

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