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Höchstens vier Personen in einer Gruppe und viel Platz zwischen den Tischen. So verpflegt man sich im Corona-Winter im Skigebiet.
Höchstens vier Personen in einer Gruppe und viel Platz zwischen den Tischen. So verpflegt man sich im Corona-Winter im Skigebiet.maurice thiriet

«Maske auf!»: So wird die Corona-Skisaison 20/21 – ein Schnell-Test

Die Skisaison 20/21 wird anders sein. Das wissen alle. Bloss, wie? So verlief der Live-Test in der Vorsaison.
02.11.2020, 19:2803.11.2020, 13:54
Maurice Thiriet
Maurice Thiriet
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Maurice Thiriet
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Die Wintersportorte haben für den Corona-Winter aufgerüstet. Zwar gibt es einen nationalen Leitfaden vom Seilbahnverband, aber in jedem Skigebiet sehen die Schutzkonzepte ein wenig anders aus.

watson hat in der Vorsaison bei zwei Skigebieten den Test gemacht. Beide haben bestanden.

Sicherheit vor Umsatz

Das eine Skigebiet war Andermatt-Sedrun. Dieses hat für sein Eröffnungswochenende Anfang November am Gemsstock 1000 Personen zugelassen, um die Abstandsregeln an den wenigen geöffneten Anlagen einhalten zu können. Als watson buchen wollte, waren die 1000 schon voll. Entsprechend gab es auch keine Möglichkeit mehr, Tickets zu buchen oder zu kaufen. Es gilt also: Sicherheit vor Umsatz.

Um die Abstandsregeln in der Zubringer-Gondel einhalten zu können, müssen sich die Skigäste online für eine Gondelfahrt registrieren. Zutritt zur Gondel kriegt nur, wer eine entsprechende Bestätigungs-SMS vorweisen kann und rechtzeitig bei der Gondel ist. Wer seinen Slot trotz Erinnerungs-SMS verpasst, verliert seinen Platz in der Schlange und muss warten, bis wieder Platz ist. Es gilt also auch: Sicherheit vor Schlendrian.

Maske immer auf

Im zweiten getesteten Skigebiet, Davos Parsenn, ist keine Registration für die Zubringerbahn nötig. Die Abstände können beim Besucheraufkommen in der Vorsaison bequem eingehalten werden. In allen geschlossenen Anlagen, sowie in der Bahn und auf den Sesselliften gilt Maskenpflicht.

Maske bleibt immer auf. Ausser beim Essen, Trinken oder Skifahren.
Maske bleibt immer auf. Ausser beim Essen, Trinken oder Skifahren.maurice thiriet

Diese wird rigoros eingehalten und wenn nötig auch durchgesetzt. Selbst wer im Familienkreis auf dem Sesseli-Lift sitzt, wird vom Personal angehalten, die Maske korrekt zu tragen. Viele Ski-Gäste haben sich schon mit Schneesport-kompatiblen Hygiene-Masken ausgerüstet. Das macht Sinn, das Wechseln von Schlauchtuch zu Hygienemaske und umgekehrt ist ein kompliziertes Unterfangen und Schlauchtücher werden nicht akzeptiert. Da ist die Haltung sowohl von Personal wie auch Mit-Skifahrenden strikt.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Das Corona-Schutzkonzept wird auch in den Restaurationsbetrieben rigoros umgesetzt. Die Gruppengrössen sind auf 4 Personen beschränkt, bei grösseren Tischen die restlichen Plätze gesperrt. Stehen oder Herumgehen ist nicht erlaubt, es herrscht Sitzpflicht, es sei denn, man muss an der Bar etwas bestellen. Das Servicepersonal platziert die Gäste, unter Umständen muss man auf einen freien Tisch warten. Es empfiehlt sich also zu reservieren, insbesondere als Familie oder grössere Gruppe.

Die Gäste warten verständnisvoll, bis ein Platz im Restaurant frei ist.
Die Gäste warten verständnisvoll, bis ein Platz im Restaurant frei ist. maurice thiriet

Gäste, die gegen dieses Regime verstossen oder rebellieren, gibt es nicht. Man ist versucht, es dem Personal, das einen grossen Mehraufwand an Koordination hat, so leicht wie möglich zu machen.

Kinderleichter Registrationsvorgang

Sehr angenehm ist die Registration für das Contact-Tracing. Man registriert sich nur einmal aktiv via QR-Code. Bei allen späteren WC-, Bar- oder Restaurantbesuchen kennt einen das System schon. So userfreundlich die Lösung ist, so strikt wird sie kontrolliert. Man muss sein aktuelles Check-In im geöffneten Browser vorweisen, sonst darf man nichts bestellen.

Nicht nur Kontakte im Restaurant, auch Kontakte im WC werden registriert.
Nicht nur Kontakte im Restaurant, auch Kontakte im WC werden registriert. maurice thiriet

Weder an Desinfektionsmitteln noch Abstandsmarkierungen wird gespart. Die Desi-Spender stehen vor und nach jeder Lift-Anlage bereit, vor und in allen Restaurationsbetrieben und vor und in allen Toiletten-Anlagen.

Allgegenwärtig sind die Schilder, die einen ermahnen, den nötigen Mindestabstand zu anderen Gästen einzuhalten. Insgesamt wird dieser Aufforderung vorbildlich nachgekommen. In der Vorsaison ist das auch problemlos möglich. Wie es dann in der Hauptsaison aussieht, ist eine andere Frage.

Allgegenwärtige Erinnerung: Abstand, Abstand, Abstand.
Allgegenwärtige Erinnerung: Abstand, Abstand, Abstand.

Stand jetzt ist das Skifahren nach Vorgaben des Seilbahnverbands jedenfalls eine sichere Sache, zumindest was Coronavirus und die Schutzkonzepte dagegen anbelangt. Und die Gäste ziehen diszipliniert mit. Weil sie wissen, dass die Skigebiete nur geöffnet bleiben können, solange sie nicht Schauplatz des Infektionsgeschehens werden.

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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w'ever
02.11.2020 22:15registriert Februar 2016
"Schlauchtücher werden nicht akzeptiert". ich bin schon gespannt auf die diskussionen mit dem bahnpersonal, denn es gibt bereits einige anbieter, die zertifizierte schlauchtücher anbieten.
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Lebenundlebenlassen
02.11.2020 19:58registriert März 2019
In der Vorsaison sind die passionierten Skifahrer unterwegs. Bin gespannt wie berichtet wird wenn die ganzen Hobbyfahrer vom Unterland in die Berge kommen. Zu wünschen ist es, dass die Skisaison gut über die Runden kommen wird. 👍👍
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Der Ahnungslose
02.11.2020 20:06registriert Juni 2019
Die Gäste ziehen mit weil Sie wissen das so die Saison gerettet wird. Ich würde da nicht zuviel Hoffnung haben. Beim Fussball und Hockey verhielten sich die Besucher auch vorbildlich.
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