Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Exxon» versüsst Trumps designiertem Aussenminister den Abgang – mit 180 Millionen 

04.01.17, 12:19 04.01.17, 12:39


epa05669530 (FILE) A file picture dated 31 May 2006 shows Rex W. Tillerson, Chairman and CEO of ExxonMobil, answers questions during a press conference after the companies  2006 Annual Meeting of Shareholders at the Meyerson Symphony Center in Dallas, Texas, USA. According to reports from 10 December 2016, Tillerson is tipped the top candidate for US Secretary of State as US President-elect Donald Trump continues to fill in key positions in his new administration.  EPA/REX C. CURRY *** Local Caption *** 00728286

Er hat mal gut Lachen: Rex Tillerson sieht finanziell rosigen Zeiten entgegen. Bild: REX C. CURRY/EPA/KEYSTONE

Noch hat Donald Trump seinen kommenden Aussenminister nicht benannt, doch alle Welt geht davon aus, dass Rex Tillerson das Rennen machen wird. Der Mann von «ExxonMobil» würde dank seines bisherigen Jobs als Vorsitzender eines Ölkonzerns von guten Kontakten in die Wirtschaftswelt profitieren.

Wenn Tillerson berufen wird, käme aber noch ein ganz anderer Profit ins Spiel: Dem Lenker des 270 Milliarden Dollar Umsatz starken Konzerns aus Texas winkt eine mehr als satte Abfindung. Und es ist nicht so wie beim Fussball, wo der neue Club eines Kickers Handgeld oder eine Ablösesumme zahlt. Hier blecht der alte, «abgebende» Verein, bei dem Tillerson 42 Jahre gearbeitet hat.

Trumps Regierungsmannschaft

Wie die «Financial Times» berichtet, ist der 64-jährige Manager dank einer Aktienbeteiligung gut versorgt: Tillerson stehen in den kommenden zehn Jahren «ExxonMobil»-Wertpapiere zu, die heute enorme 182 Millionen Dollar wert sind. Für den Fall eines Abgangs hat der Konzern bereits eine Kompensation arrangiert: 179 Millionen Dollar fliessen dann in eine Treuhandgesellschaft, die den Betrag über zehn Jahre ausschüttet.

epa05669527 (FILE) A file picture dated 15 June 2012 shows Russian President Vladimir Putin (R), Krasnodar region Governor Alexander Tkachev (C) and ExxonMobil Chairman and CEO Rex Tillerson (L) attend a ceremony of signing an agreement between Rosneft and ExxonMobil on joint development of hard-to-access reserves in western Siberia at the Tuapse Refinery in Tuapse, Krasnodar region, Russia. According to reports from 10 December 2016, Tillerson is tipped the top candidate for US Secretary of State as US President-elect Donald Trump continues to fill in key positions in his new administration.  EPA/MIKHAIL KLIMENTYEV / RIA NOVOSTI MANDATORY CREDIT *** Local Caption *** 50389181

Ist es Liebe? Rex Tillerson mit Russlands Präsident Wladimir Putin (rechts) und Alexander Tkachew, dem Gouverneur der Region Krasnodar, im Juni 2012 in Tuapse. Bild: EPA/RIA NOVOSTI POOL/EPA FILE

Die Auszahlung soll Bedenken zerstreuen, der Kandidat vertrete nicht nur die US-Diplomatie, sondern auch Interessen von «ExxonMobil», an dessen Spitze Tillerson elf Jahre lang stand. Der Texaner verzichte ausserdem auf eine Gewinnbeteilgung in Höhe von 4,1 Millionen Dollar, die ihm in den kommenden drei Jahren ausbezahlt worden wären, heisst es weiter.

Tillerson, der mit 65 Jahren den Vorsitz ohnehin abgegeben hätte, würde ausserdem seine Aktien verkaufen, die er bislang in Besitz hat: Die Rede ist von 55 Millionen Dollar, die er so einstreichen würde. Der Mann hätte bei einem Abgang nur eine Auflage: In den kommenden zehn Jahren darf er keinen Job in der Ölindustrie annehmen. Was von den 179 Millionen aus dem Treuhandfond übrig wäre, würde in diesem Fall an karitative Organisationen gespendet.

(phi) 

Trumps superreiche Freunde

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ThePower 04.01.2017 15:13
    Highlight Irre, einfach nur irre..In Zahlen: 182'000'000 $. Dafür arbeitet der Durchschnitts-Ami gut 3'300 Jahre (Quelle: durchnittseinkommen.net). Soviel zum Thema Elite..
    18 1 Melden
  • zombie woof 04.01.2017 15:02
    Highlight Trumps illustres Trüppchen, das ganz genau weiss, wo den Arbeiter der Schuh drückt...jaja
    17 1 Melden
  • FrancoL 04.01.2017 14:30
    Highlight Hoch lebe das Establishment der Wirtschaft. Trump nennt es wohl nicht so aber es ist trotzdem das Wirtschts Establishment.
    Das hätte auch HC hingekriegt. Also hat Trump viel gelabbert und setzt er auf die Karte Establishment. Na bravo!
    16 1 Melden
  • FrancoL 04.01.2017 13:43
    Highlight Begünstigung vorprogrammiert, die Abgangszahlung lässt dies mehr als nur vermuten.
    29 2 Melden
  • ricardo 04.01.2017 13:15
    Highlight Er wird sich ganz bestimmt erkenntlich zeigen, wann und wo immer er kann.
    26 1 Melden
  • Aged 04.01.2017 12:57
    Highlight Da könnte er doch Truitter helfen Steuerschulden abzutragen. 😎
    20 1 Melden

Trumps haben 413 Millionen Dollar Steuern hinterzogen – und so geht's laut NYT

US-Präsident Donald Trump hat mindestens 413 Millionen Dollar Steuern hinterzogen. Das berichtet die «New York Times» beruhend auf eigenen Recherchen der Zeitung. Trump soll beim Übertragen der Vermögen von seinem Vater Fred Trump die Erbschaftssteuer umgangen haben. Der Steuerdeal kratzt auch an Donald Trumps Image als «Selfmade-Milliardär».

Und so funktioniert der Trump-Steuertrick.

Erstmal armrechnen. So geht das immer beim Umgehen der Erbschaftssteuer. Trumps Vater verfügte über ein …

Artikel lesen