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Der Sand der Welt wird knapp

03.08.18, 10:09 03.08.18, 10:28


Der zweitmeist konsumierte Rohstoff der Welt geht langsam aus – und nein, es geht nicht um Öl oder Erdgas, sondern um Sand. Nur noch Wasser wird weltweit häufiger konsumiert als Sand.

Denn laut dem Spiegel steckt Sand überall drin, in Häusern, in Glas, Asphalt, Kosmetika, Zahnpasta, Mikrochips, Smartphone-Bildschirmen, Autos und Flugzeugen. Aus Sand gewonnenes Siliciumdioxid (SiO2) wird auch in der Weinindustrie und vielen weiteren Lebensmitteln verwendet.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Masse an Sand, die verbraucht wird, verdreifacht. Somit ist der globale Bedarf weit darüber hinaus gewachsen, was durch Verwitterung nachkommt. Pascal Peduzzi vom UNO-Umweltprogramm schätzt gegenüber dem «Spiegel» den derzeitigen Verbrauch auf 50 Milliarden Tonnen pro Jahr, also 18 Kilogramm Sand täglich für jeden Einwohner der Erde. 

Allein mit dem Jahresverbrauch des Bausektors könnte man laut Peduzzi eine 27 Meter hohe und 27 Meter breite Mauer rund um den Äquator aufschütten. 

Dabei sind die Wüsten der Erde doch voll mit Sand? Das Problem ist, dass sich Wüstensand nicht für die Herstellung von Beton eignet. Die Sandkörner sind so rund und abgeschliffen, dass sie nicht genügend ineinander greifen und somit nicht haften bleiben. Für den Bau des Burj Khalifa musste beispielsweise Sand aus Australien importiert werden, obwohl Dubai von Wüstenlandschaft umgeben ist.

Um dennoch genügend Sand zu gewinnen, um den Bedarf der Menschheit decken zu können, werden riesige Schwimmbagger eingesetzt, die tonnenweise Sand vom Meeresboden, aus Seen oder aus Flüssen abtragen. Oft hat dies verheerende Folgen für das Ökosystem. Flussbetten sinken, Küsten erodieren, Tiere sterben aus und ganze Inseln verschwinden.

Mittlerweile ist der Export von Sand in vielen Ländern, vor allem aber in Südostasien, verboten. Dennoch wird mit dem Rohstoff noch rege gehandelt. Dies geschieht illegal und besonders erfolgreich in Indien

Wertvoller Rohstoff: 3 Gründe, warum uns der Sand ausgeht

Video: srf

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mrmikech 03.08.2018 17:08
    Highlight ... "musste beispielsweise Sand aus Australien importiert werden".. Nein, musste nicht. Sie hätten diese blöde turm nicht bauen "müssen"...
    9 2 Melden
  • Güsäheini 03.08.2018 13:14
    Highlight Freu mich auf die nächsten Tunnel in der Schweiz, den Ausschutt kann man verkaufen und macht sogar Gewinn mit der Infrastruktur in der Schweiz. (:
    30 2 Melden
    • KXXY 03.08.2018 18:39
      Highlight Sand, nicht Granit.
      0 0 Melden
    • Güsäheini 03.08.2018 21:55
      Highlight Schau die Doku auf Arte, gefragt ist Kiesähnlicher Sand, und genau diesen bekommst du aus Tunnelausgrabungen.
      Beim Gotthardbasistunnel wurde der Ausschut ja gerade als Beton wieder verwertet
      2 0 Melden
  • Waldorf 03.08.2018 12:02
    Highlight Bauen mit beton ist ja wohl eh architektonisch gesehen das minderwertigste. Grosse bauwerke sind aus stein!
    12 65 Melden
    • Lype T. 03.08.2018 12:58
      Highlight Grosse Bauwerke sind aus Stahl und Stahlbeton ....
      51 4 Melden
    • Waldorf 03.08.2018 14:21
      Highlight Genau. Und halten jahrtausende wie die pyramiden von gizeh.
      11 23 Melden
    • Against all odds 03.08.2018 14:32
      Highlight Die Pyramiden sind Ruinen. Die sahen nach Bauende noch anders aus.
      33 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 03.08.2018 11:44
    Highlight Nur so eine Idee. Wenn man Sand aus dem Meeresboden ausbaggert, weil der Sand in der Wüste zu rund für Beton ist, könnte man doch den Meeresboden wieder mit Sand aus der Wüste auffüllen. Oder übersehe ich da etwas?
    95 14 Melden
    • Darkside 03.08.2018 12:34
      Highlight Schmälert den Profit, heisst solange das nicht gesetzlich vorgeschrieben und auch staatlich überwacht wird, wird nix dergleichen geschehen.
      51 1 Melden
    • Luzi Fair 03.08.2018 12:35
      Highlight Der würde beim Ausbaggern von mehr Meersand dann stören.
      De facto das Produkt verunreinigen.

      Ausserdem hat da ja niemand einen Benefit.
      16 3 Melden
    • Mr. Spock 03.08.2018 12:36
      Highlight Die Kosten mein Freund... Die Kosten! Aber ich finde die Idee super! Je m3 der gefördert wird 1m3 wüstensand als ersatz! Wobei dies ökologisch gesehen kurzfristig nichts bringt, da die biologisch wertvolle sandschicht ja abgetragen wird...
      25 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jungle Head 03.08.2018 10:22
    Highlight Gibt es eine Doku dazu von Arte.



    58 1 Melden
    • einschweizernamens 03.08.2018 10:37
      Highlight nur traurig....
      18 0 Melden
    • Caturix 03.08.2018 11:34
      Highlight Zu viele Homo Sapiens auf dem Planeten. Es ist wie mit Flöhe auf einem Hund.
      41 2 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 03.08.2018 11:58
      Highlight Hier noch in Originallänge ohne unnötigem doppeltem Ende.
      20 0 Melden

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