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Warum Schweizer Autofahrer viel mehr CO2 verursachen als der Rest der EU

SUV 4x4 Auto Bergen
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So umweltschädlich sind Schweizer Neuwagen im europäischen Vergleich

Dass jeder zweite Neuwagen in der Schweiz ein 4x4 ist, wirkt sich negativ auf den CO2-Ausstoss aus. Auch unsere SUV-Vorliebe trägt massgebend dazu bei, dass wir im europäischen Vergleich auf dem letzten Platz liegen – mit Abstand.
08.01.2020, 12:5908.01.2020, 13:38
Lea Senn
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Nirgends auf der Welt ist die SUV-Dichte so hoch wie in der Schweiz. Im Jahr 2019 war jedes zweite Auto, das in der Schweiz verkauft wurde, ein 4x4. Das wirkt sich auch auf die Statistik aus. Im internationalen Vergleich steht die Schweiz schlecht da: Sie landet bei der Studie der Branchen-Analysten von Jato Dynamics auf dem 23. und somit letzten Platz in Europa – und zwar abgeschlagen.

Mit 137.3 Gramm CO2 pro Kilometer liegt die Schweiz deutlich hinter den anderen europäischen Ländern. Die finanziellen Möglichkeiten tragen dazu bei, dass Herr und Frau Schweizer ihre Neuwagen mit diversen Zusätzen ausstatten. Und mehr Gewicht führe zu mehr Emissionen, begründet Andreas Burgener, Direktor der Schweizer Autoimporteure.

Auch Deutschland steht schlecht da: Mit 129.1 g/km erreicht unser nördlicher Nachbar zwar einen deutlich besseren Wert als wir, landet aber trotzdem auf dem zweitletzten Rang.

Als Vorbild voran geht Norwegen: Mit nur 72.4 g/km erreichen die Skandinavier den mit Abstand besten Durchschnittswert. Die Experten von Jato Dynamics schreiben diesen Erfolg der wachsenden Beliebtheit von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu. Die Gründe dafür wiederum sind einfach: Günstige Umweltbedingungen und finanzielle Anreize.

Fast der gesamte norwegische Strom stammt aus Wasserkraft. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ergibt eine viel umweltfreundlichere Gleichung als in anderen Ländern, in denen Strom aus hochverschmutzenden Kohlekraftwerken stammt. Ausserdem hat die norwegische Regierung viel in finanzielle Anreize und in ein dichtes Netz von Ladestationen investiert.

Elektro- und Hybridautos haben in Norwegen einen Marktanteil von beachtlichen 57 Prozent. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt er bei 11.9 Prozent.

Dieser Boom der alternativen Antriebsarten in Norwegen macht sogar den Rückgang von Dieselfahrzeugen wett, welche im Schnitt weniger CO2 ausstossen als Benziner.

Und genau dieser Rückgang von Dieselautos – bedingt durch deren Skandale – liess die CO2-Emission in den meisten der untersuchten Länder ansteigen. Besonders stark hat sich beispielsweise der Wert in Grossbritannien verschlechtert – als Folge einer der aggressivsten Kampagnen gegen Diesel.

Der Umstieg von Diesel- auf Benzinfahrzeuge wirkt sich auch auf den gesamteuropäischen Durchschnitt aus. Seit dem Jahr 2007 sank der CO2-Ausstoss bei Neuwagen jährlich. Doch bei der letzten verfügbaren Auswertung aus dem Jahr 2018 war erstmals wieder ein Anstieg zu sehen: Dieselfahrzeuge erlebten einen Nachfragenrückgang von 8%, die neuen Autos stiessen im Schnitt 0.3 Gramm CO2 mehr aus auf den Kilometer.

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quelle: fristartmuseum.org / fristartmuseum.org
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133 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pümpernüssler
08.01.2020 13:10registriert Juli 2018
je höher die millionärsdichte desto höher der co2 ausstoss?
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fireboltfrog
08.01.2020 13:18registriert Januar 2018
Man könnte natürlich auch die Parkplätze Jahr für Jahr kleiner zeichnen - das würde das Problem auf amüsante Art und Weise lösen, wenn die Dinger einfach nicht mehr ins Feld passen.
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p4trick
08.01.2020 14:02registriert März 2017
Mein 2009er Hyundai i30 hat ca. 160g CO2/km. Weit mehr als so manch SUV. Wäre es jetzt sinnvoll den zu ersetzen? Mit was? Oder macht es ökologisch mehr Sinn den weiter zu fahren?
Für mich sollte ein Auto nicht mehr als 30k kosten 5 Sitze/Türen haben zusätzlich einen Kofferraum wo 2 grössere Koffer rein passen
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