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Studie: Maschinen können Gedanken von trainierten Menschen besser lesen

Studie zeigt: Menschen können trainieren, Gedanken mit Maschinen zu teilen

24.03.2025, 15:2624.03.2025, 15:26

Menschen können lernen, ihre Gedanken mit Maschinen zu teilen. In einer neuen Studie zeigten Forschende der Universität Genf, dass sogenannte Gehirn-Maschine-Schnittstellen die Gedanken von speziell trainierten Menschen besser lesen können als jene von untrainierten.

Die Forschenden wollen damit künftig Menschen, die beispielsweise nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen können, eine neue Form der Kommunikation ermöglichen, wie die Universität Genf am Montag mitteilte.

Für die Studie brachten die Forschenden 15 Freiwilligen Elektroden auf der Kopfhaut an, um die Spannungsschwankungen im Gehirn zu erfassen und aufzuzeichnen. So verkabelt mussten sich die Freiwilligen die Silben «fo» und «gi» vorstellen, sie also jeweils nur innerlich aussprechen.

Die Hirnaktivität wurde dabei in Echtzeit analysiert. Die Teilnehmenden bekamen ein visuelles Feedback auf einem Bildschirm, das anzeigte, wie gut das System die Silben verstanden hat. Je klarer ihre Vorstellung, desto stärker füllte sich eine Anzeige. So trainierten sie an fünf Tagen.

Bedeutung von Training unterschätzt

Trotz individueller Unterschiede im Lernfortschritt wurden die Freiwilligen dabei deutlich besser darin, die zwei Silben mit der Maschine zu kommunizieren, wie die Forschenden in der im Fachblatt «Communications Biology» veröffentlichten Studie zeigten. Eine Kontrollgruppe mit unregelmässigem visuellem Feedback zeigte hingegen keine vergleichbaren Fortschritte.

Diese Forschung unterstreiche die bislang unterschätzte Bedeutung von Training beim Einsatz von Gehirn-Maschine-Schnittstellen (Brain-Machine Interfaces, BMIs), hiess es von der Universität. (hkl/sda)

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