DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Augen (Bild: Shutterstock)

Bei Legasthenikern sind die lichtverarbeitenden Zellen symmetrisch in beiden Augen angeordnet. Bild: Shutterstock

Liegt eine Ursache für Legasthenie in den Augen?



Französische Forscher haben nach eigenen Angaben eine mögliche Ursache für Legasthenie gefunden: die lichtverarbeitenden Zellen im Auge. Bei Legasthenikern sind diese Zellen symmetrisch in beiden Augen angeordnet, bei Menschen ohne Lese-Rechtschreib-Störung dagegen asymmetrisch.

«Die Asymmetrie ist notwendig, um das gespiegelte Bild zu löschen, das das normale Lesen behindert»

Die symmetrische Anordnung der Zellen führe möglicherweise zu «gespiegelten» Bildern im Gehirn, erklärten die Forscher Guy Ropars und Albert le Floch von der Universität Rennes. Bei nicht-legasthenischen Menschen würden dagegen die Signale eines Auges von denen des anderen überlagert, so dass im Gehirn ein einheitliches Bild entstehe.

«Die Asymmetrie ist notwendig, um das gespiegelte Bild zu löschen, das das normale Lesen behindert», sagte Ropars der Nachrichtenagentur AFP.

Die fehlende Asymmetrie in den Augen könne «die biologische und anatomische Grundlage von Lese-Rechtschreib-Störungen sein», schreiben die Forscher im Fachblatt «Proceedings of the Royal Society B».

«Wunder-Lampe» hilft

Die Forscher testeten auch eine mögliche Behandlung: Sie nutzten eine LED-Lampe, die so schnell flackert, dass es für das Auge nicht wahrnehmbar ist. Damit «löschten» sie eines der von den Augen ans Hirn gemeldeten Bilder.

Legasthenische Teilnehmer der Studie hätten von der «Wunder-Lampe» gesprochen, berichteten die Studienautoren. Ob die Methode tatsächlich funktioniert, müsse aber in weiteren Tests bestätigt werden. Etwa 700 Millionen Menschen weltweit sind Legastheniker, also rund zehn Prozent der Bevölkerung. (whr/sda/afp)

9 Typen, denen du im Studium oder in der Schule begegnest

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Kinder genau so ansteckend und Superspreader ohne Symptome: Das zeigt die Drosten-Studie

Vor Jahresfrist stellte der renommierte deutsche Virologe Christian Drosten erste Daten aus einer Studie zur Viruslast bei unterschiedlichen mit SARS-CoV-2 infizierten Personengruppen vor. Die sogenannte Drosten-Studie ergab damals, dass Kinder so ansteckend sein können wie Erwachsene.

Dieser Befund war im Hinblick auf die Debatte um Schulschliessungen von einiger Brisanz – und dazu kam noch ein Streit der «Bild»-Zeitung mit dem Virologen. Das Boulevardblatt griff Drosten an und unterstellte …

Artikel lesen
Link zum Artikel