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epa07798528 A handout photo made available by NASA shows a visible image acquired from the MODIS instrument aboard NASA's Terra Satellite of Tropical Storm Dorian as it approaches the east coast of Puerto Rico, 27 August 2019 (issued 28 August 2019). Tropical Storm Dorian is expected to reach hurricane strength after making landfall on Puerto Rico on 28 August.  EPA/NASA GODDARD MODIS RAPID RESPONSE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Noch ist «Dorian» «nur» ein gewöhnlicher Tropensturm. Bild: EPA

5 Fakten zu Hurrikanen, die nicht jeder kennt



Der Tropensturm «Dorian» steuert auf Puerto Rico zu. Laut Prognosen könnte «Dorian» am Mittwoch auf die Karibik-Insel treffen oder knapp daran vorbei Richtung Florida ziehen. Die Meteorologen gehen davon aus, dass «Dorian» noch an Stärke gewinnt und sich zu einem Hurrikan auswachsen könnte, bevor er Puerto Rico erreicht.

Hier 5 Fakten zu diesen gefürchteten Wirbelstürmen, die jeden Sommer in den Meeren östlich und westlich des amerikanischen Doppelkontinents entstehen:

«Hurrikan» und «Taifun» sind eigentlich dasselbe

Die Bezeichnung «Hurrikan» dürfte aus der Sprache der indianischen Ureinwohner der karibischen Inseln stammen. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang mit dem Namen der Maya-Gottheit Hunracán, die für Feuer und Winde verantwortlich ist. Das Wort ist übrigens gleich zweimal in die deutsche Sprache gelangt: Zuerst als «Orkan», das heute schwere Stürme über Europa bezeichnet, später als «Hurrikan» für diese spezifischen Wirbelstürme.

Die Begriffe «Hurrikan» und «Taifun» beschreiben dasselbe Phänomen; der Unterschied besteht einzig darin, wo ein Wirbelsturm sich entwickelt: Ein «Hurrikan» ist ein Wirbelsturm vor der amerikanischen Küste, der im Nordatlantik oder nordöstlichen Pazifik seinen Ursprung hat, während man im nordwestlichen Pazifik westlich der Datumsgrenze von einem «Taifun» spricht. Wirbelstürme im Indischen Ozean nennt man «Zyklon»; im Südpazifik heissen sie «Willy Willy» oder ebenfalls «Zyklon».

Hurrikane können riesig werden

Typische Hurrikane weisen einen Durchmesser von knapp 500 Kilometern auf und sie ragen in der Atmosphäre bis zu 18 Kilometern Höhe auf. Es gibt jedoch Windsysteme, die bedeutend grösser werden: Der bisher grösste beobachtete Durchmesser eines Wirbelsturms betrug 2200 Kilometer; es handelte sich um den Taifun «Tip», der 1979 Japan heimsuchte. Der bisher grösste beobachtete Durchmesser eines Hurrikans erreichte knapp 1600 Kilometer («Olga», 2001).

Das windstille Auge im Zentrum des Wirbelsturms weist im Schnitt einen Durchmesser von 45 Kilometern auf, kann aber bis zu 70 Kilometer erreichen. Der Hurrikan dreht sich im Gegenuhrzeigersinn um dieses Auge, wobei die Wolkenfront rund um das Auge die destruktivste Zone des Wirbelsturms mit den höchsten Windgeschwindigkeiten bildet.

Hurrikane bewegen sich relativ langsam

Die Windgeschwindigkeiten von Hurrikanen sind enorm; bei einem Wirbelsturm mit einem Durchmesser von 100 Kilometern können sie über 200 km/h erreichen. Bei den stärksten Hurrikanen sind es 300 km/h – der pazifische Hurrikan «Patricia» (2015) erreichte über dem Meer Windgeschwindigkeiten von 345 km/h, in Böen sogar bis zu 400 km/h.

epa04992250 A handout picture made available on 24 October 2015 by NASA's US astronaut Scott Kelly, commander of the current International Space Station (ISS) Expedition 45 crew, shows Hurricane Patricia along the western coast of Mexico as it is seen from the ISS in space, 23 October 2015. The eye of hurricane Patricia, the strongest storm ever recorded in the Americas, has made landfall on the Pacific coast of Mexico's Jalisco state, authorities say. As the category-five storm reaches land, the hurricane has sustained winds of 270 kilometers per hour, the US National Hurricane Centre says. Strong winds and heavy rain are particularly affecting the states of Jalisco, Colima and Nayarit.  EPA/SCOTT KELLY BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Blick aus dem All auf den Hurrikan «Patricia». Bild: EPA/NASA/SCOTT KELLY

Die effektive Windgeschwindigkeit ergibt sich aus der Bewegung des Zentrums, der sogenannten Zuggeschwindigkeit, und der Rotationsbewegung. Da sich Hurrikane auf der Nordhalbkugel aufgrund der Corioliskraft im Gegenuhrzeigersinn bewegen, ist die Windgeschwindigkeit auf der rechten Seite des Auges stets höher als auf der linken, wo die Rotationsgeschwindigkeit der Zuggeschwindigkeit entgegenwirkt.

Die Zuggeschwindigkeit ist jedoch auch bei starken Hurrikanen eher bescheiden; ihr Auge bewegt sich relativ zum Grund lediglich mit etwa 15 bis 20 km/h vorwärts. Gerade diese geringe Geschwindigkeit macht die Wirbelstürme gefährlich, denn sie gewinnen dadurch viel Zeit, um Stärke aufzubauen – und weil sie sich so langsam verlagern, suchen sie Orte auf ihrer Zugbahn relativ lange heim.

Erst ab 64 Knoten ist es ein Hurrikan

Der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Tropensturm – der Windgeschwindigkeiten zwischen 63 und 118 km/h aufweist – und einem Hurrikan ist die Windgeschwindigkeit. Erst ab einer Geschwindigkeit von 64 Knoten (118,4 km/h), die der Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala entspricht, handelt es sich um einen Hurrikan.

Die Stärke eines Hurrikans wird durch die Saffir-Simpson-Skala ausgedrückt. Ihre Kriterien sind die Windgeschwindigkeit, die Höhe der vom Sturm erzeugten Meereswellen und der Luftdruck im Auge des Hurrikans. Es gibt 5 Kategorien für Hurrikane:

Hurrikane der Superlative

Die schlimmsten Hurrikane sind jene, die am meisten Todesopfer forderten. Die Opferzahlen haben in den letzten Jahrzehnten aufgrund der verbesserten Vorhersagemethoden und Schutzmassnahmen tendenziell abgenommen. Der verheerendste Hurrikan liegt denn auch schon lange zurück: Der «Grosse Hurrikan von 1780» forderte mit Abstand am meisten Todesopfer; es waren vermutlich mehr als 22'000.

Hurrikane, die hohen materiellen Schaden anrichten, dürften dagegen in neuerer Zeit häufiger sein. Hier führt «Katrina» (2005) die Liste an: Der Hurrikan, der über Florida, Louisiana – namentlich über New Orleans – , Mississippi, Alabama und Tennessee hinwegzog, forderte mehr als 1000 Menschenleben und richtete einen Schaden von etwa 81 Milliarden Dollar an.

Satellitenbild des Hurrikans Katrina
https://de.wikipedia.org/wiki/Hurrikan#/media/Datei:Hurrikan-katrina-08-28-2005-1545z.jpg

Satellitenbild des Hurrikans «Katrina». Bild: Wikimedia

Der stärkste jemals gemessene Hurrikan ist der bereits erwähnte Wirbelsturm «Patricia» mit einem Kerndruck von lediglich 872 hPa. Die über mindestens eine Minute anhaltende Spitzengeschwindigkeit von «Patricia» betrug 345 km/h – das ist Rekord. Im Atlantik war «Wilma» (2005) der bisher stärkste Hurrikan; der Kerndruck fiel auf 882 hPa ab; niedriger als bei jedem anderen atlantischen Hurrikan. Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug bei «Wilma» 295 km/h, in Böen waren es bis 340 km/h.

(dhr)

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rainer.Zufall 29.08.2019 16:33
    Highlight Highlight immer mehr von diesen clickbait überrachriften...

  • Blitzesammler 29.08.2019 12:33
    Highlight Highlight Hurikanan!?👍😂
  • no-Name 29.08.2019 08:56
    Highlight Highlight „Da sich Hurrikane auf der Nordhalbkugel aufgrund der Corioliskraft im Gegenuhrzeigersinn bewegen, ist die Windgeschwindigkeit auf der rechten Seite des Auges stets höher als auf der linken“

    Steh auf dem Schlauch. Das Auge ist ja rund. Wenn ich mich um wenn ich drinn stehe und mir jemand gegenübersteht kann ja nicht für beide die rechte Seite schneller ‚winden‘??

    ...oder mach ich einen Denkfehler?? 🤔
    • no-Name 29.08.2019 11:15
      Highlight Highlight Oh! Danke für die Blitze! So versteh ich das natürlich! 😂🤦🏽‍♂️

      Logisch! Wie konnte ich das übersehen! 🤷🏽‍♂️
    • Mandalayon 29.08.2019 11:21
      Highlight Highlight In Richtung der Zugbahn des Hurrikans. Wenn du im Auge (vorwärts) mitläufst, luftet es auf deiner rechten Seite stärker als links.
    • Perry Steel 29.08.2019 12:57
      Highlight Highlight Der Hurrikan hat eine Zuggschwindigkeit von 10-20km/h
      Der Wind ist auf der Strömungsseite, die in Richtung der Zugseite geht, 10-20 km/h schneller... theoretisch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 28.08.2019 23:16
    Highlight Highlight Gruss aus Miami. Dorian ist noch nicht in Sicht.
    Benutzer Bild
    • no-Name 29.08.2019 11:15
      Highlight Highlight Ich werde jetzt blitzen.

      Und zwar aus puurem Neid! (Sorry) 🤷🏽‍♂️
    • Pana 29.08.2019 17:46
      Highlight Highlight Ich herze dafür deinen Blitz!

      Aus purem Mitleid ;)
    • no-Name 29.08.2019 20:41
      Highlight Highlight Danke, hast vielleicht gemerkt, hab doch geherzt.... ich mach halt immer erst auf dicke Hose... 😜
  • Boo-Schuur 28.08.2019 22:33
    Highlight Highlight Hurrikans, Hurrikane, Hurrikanen?
    Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht an geht!
  • DrFreeze 28.08.2019 21:45
    Highlight Highlight Punkt 7, Hurrikans kann man auch kaufen
  • DerRaucher 28.08.2019 19:22
    Highlight Highlight Noch was das man zu Punkt 1 anhängen hätte können. Auf der Nordhalbkugel drehen sich Wirbelstürme gegen den Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn.
    • no-Name 29.08.2019 09:01
      Highlight Highlight Gedankenexperiment:

      Hurricane überquert Äquator.

      (Geht das überhaupt?? 🤯)
    • Mandalayon 29.08.2019 11:32
      Highlight Highlight Geht nicht. Damit die Corioliskraft stark genug ist und sich das Ding überhaupt dreht, muss eine Distanz zum Äquator von ca. 600 km oder mehr einbehalten sein. Siehe auch Bild, das sämtliche erfassten tropischen Wirbelstürme 1985 - 2005 erfasst sind - um den Äquator ist schön still.
      Benutzer Bild
    • Supermonkey 29.08.2019 13:26
      Highlight Highlight Nein geht Nicht, aufgrund der Coriolis Kraft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pümpernüssler 28.08.2019 18:53
    Highlight Highlight Hurrikanen? Das ist wirklich ein deutsches Wort? 🤣
    • Milan Marquard 28.08.2019 20:48
      Highlight Highlight Dachte zuerst auch, es handle sich um einen finnischen Rennfahrer...Aber unser Huber hat den Artikel gemacht, dann war alles klar=)
    • Pümpernüssler 28.08.2019 22:38
      Highlight Highlight Danke wieder etwas Neues gelernt 😊👍
    • no-Name 29.08.2019 21:54
      Highlight Highlight Hurrikanen im Mercedes mit einem Vorsprung von 0,400 sekunden im Ziel!....

      😂 ein finnischer Rennfahrer... 😂
  • Butzdi 28.08.2019 18:42
    Highlight Highlight Ein Punkt ging vergessen:
    6. Hurricanes können entgegen der Meinung weniger, NICHT mit thermonuklearen Sprengköpfen gestoppt werden. Nein. Einfach nicht.
    • Lisbon 28.08.2019 18:52
      Highlight Highlight Und wenn man ihnen denn ein Zäpfchen geben würde, ginge das...?
    • Janis117 28.08.2019 19:01
      Highlight Highlight @Butzdi

      sowas würden aber auch nur durchgeknallte Leute denken...
    • Hardy18 29.08.2019 06:06
      Highlight Highlight Warum nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 28.08.2019 18:37
    Highlight Highlight 6. Ein Hurrikan verwüstet Landstriche, ein Harry Kane Torhüter.
  • Janis117 28.08.2019 18:35
    Highlight Highlight Dies ist ein ernstes Thema aber bei Willy Willy musste ich schmunzeln ^^
  • Nelson Muntz 28.08.2019 18:33
    Highlight Highlight 6. Man kann einen Hurrikan nicht mit Atomwaffen stoppen.

    7. neben der Schpittfeuer war auch die Hurrikan von der Luftwaffe gefürchtet
    • Gzuz187ers 28.08.2019 23:23
      Highlight Highlight Und war anders als oft angenommen das Rückgrat der RAF

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