Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - This Dec. 24, 1968, file photo made available by NASA shows the Earth behind the surface of the moon during the Apollo 8 mission. (William Anders/NASA via AP, File)

Das bis heute berühmte Bild der über dem Mondhorizont aufgehenden «blauen Murmel» Erde, aufgenommen von aus der Apollo 8 am 24. Dezember 1968. Bild: AP/NASA

Vor 50 Jahren feierten erstmals Astronauten im Weltall Weihnachten – mit Truthahn-Braten



Vor 50 Jahren feierten erstmals Astronauten im Weltall Weihnachten. Das Festmahl war besser als erwartet. Sogar Schnaps gab's. Nur trinken durften sie ihn nicht.

Nach der zehnten Runde um den Mond funkte Jim Lovell am Morgen des 25. Dezember 1968 nach Houston: «Bitte nehmt zur Kenntnis, dass der Weihnachtsmann existiert». Danach wurde die Apollo 8 - der erste bemannte Flug zum Mond, eine Vorbereitungsmission auf die Mondlandung von Apollo 11 - wieder auf Kurs Richtung Erde gebracht, und Lovell und seine Kollegen Frank Borman und William Anders machten sich ans Feiern.

FILE - In this December 1968, file photo made available by NASA, Lt. Col. William A. Anders, Apollo 8 lunar module pilot, looks out of a window during the spaceflight. (NASA via AP, File)

Astronaut William Anders schaut aus dem Fenster der Apollo 8. Bild: AP/NASA

Vom Weihnachtsschmaus versprachen sie sich nicht allzu viel. Aber statt den üblichen gefriergetrockneten Presswürfeln fanden sie in der Speisekammer Beutel mit einem traditionellen amerikanischen Weihnachtsmenü: echtes Trutenfleisch, Sauce und Preiselbeeren.

Die Fresspäckchen - es waren dieselben, wie sie in diesem Jahr auch die Soldaten in Vietnam bekamen - waren schön verziert mit roten und grünen Geschenkbändeln und einem «Merry Christmas»-Schildchen. Es sei das beste Essen der ganzen Mission gewesen, schwärmte Borman später, viel besser als das, was die Kollegen von der Mission Control in Houston kriegten: Die mussten sich mit Wurst-Sandwiches begnügen.

FILE - In this Dec. 21, 1968, file photo made available by NASA, Apollo 8 Commander Col. Frank Borman leads the way as he, and fellow astronauts Command Module Pilot Capt. James A Lovell Jr., and Lunar Module Pilot Maj. William A. Anders head to the launch pad at the Kennedy Space Center in Florida. (NASA via AP, File)

Frank Borman, JimLovell William Anders auf dem Weg zur Startrampe am 21. Dezember 1968 Florida. Bild: AP/NASA

Nichts mit Prost!

Auf der Apollo 8 dagegen gab es sogar ein Mini-Fläschchen mit Brandy für jeden. Auf Befehl von Commander Borman blieben die Flakons aber ungeöffnet. Nach der Landung erhielten die Raumfahrer ihr Fläschchen aber doch noch. Lovell liess seins 2008 versteigern. Fast 18'000 Dollar bekam er für den Schluck Brandy, der hinter dem Mond gewesen war.

Das Weihnachtsfest der drei Raumfahrer blieb weitgehend vor der Weltöffentlichkeit verborgen. Ihre grosse Festtags-Show für geschätzte eine Milliarde Fernsehzuschauer in 64 Ländern hatten die drei am Vortag, dem Heiligabend, abgezogen.

FILE - This Dec. 29, 1968 photo made available by NASA shows the large moon crater Goclenius, foreground, approximately 40 statute miles in diameter, and three clustered craters Magelhaens, Magelhaens A, and Colombo A, during the Apollo 8 mission. (NASA via AP, File)

Die Aufnahme vom 29. Dezember 1968 zeigt den Mondkrater Goclenius (im Vordergrund). Bild: AP/NASA

Nachdem sie die bis heute berühmten Bilder der über dem Mondhorizont aufgehenden «blauen Murmel» Erde geschossen hatten, lasen sie in ihrer Live-Übertragung die ersten zehn Verse der Schöpfungsgeschichte. «Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer...»

Das gefiel einer gewissen Madalyn Murray O’Hair, Gründerin der Organisation American Atheists, ganz und gar nicht: Sie reichte im August 1969 Klage vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein, in der sie den Astronauten als Regierungsangestellten religiöse Handlungen im Weltraum untersagen wollte. Die Klage wurde abgewiesen. (whr/sda)

Die Welt von oben

#YearInSpace: Mit diesen atemberaubenden Bildern verabschiedet sich Scott Kelly von der ISS

Kosmonauten untersuchen mysteriöses Loch bei ISS

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese Atomlager bedrohen Millionen Menschen und die Umwelt

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

In der Schweiz wird seit Jahren nach einem Standort gesucht, um die radioaktiven …

Artikel lesen
Link zum Artikel