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Der Klimawandel setzt den Meeren zu – mit alarmierenden Folgen



Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Samstag in Madrid bei der Weltklimakonferenz vorstellte.

Küsten, die an Sauerstoffmangel leiden:

Bild

Grafik: IUCN

Betroffen seien etwa 700 Meeresregionen in aller Welt. «Das ist möglicherweise das letzte Alarmsignal, das wir von dem unkontrollierten Experiment bekommen, das die Menschheit in den Ozeanen der Welt ausgelöst hat», sagte Dan Laffoley, einer der Herausgeber des Berichts.

Der sinkende Sauerstoffgehalt in den Ozeanen hat dem Bericht zufolge in der Hauptsache zwei Gründe:

Bei ihrem Abbau verbrauchen die Algen Sauerstoff. In sauerstoffarmen Gewässern überlebten Mikroben, Quallen und Tintenfische besser als Fische. Besonders Thunfische oder Haie leiden unter den Veränderungen, heisst es in dem Bericht.

Karte mit den gesunden und kranken Regionen

Bild

Grafik: IUCN

Vom Sauerstoffrückgang betroffen sind auch die Ostsee und das Schwarze Meer. «Dies sind die grössten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt», heisst es in dem Bericht. Während es im Schwarzen Meer teils natürliche Gründe gebe, seien in der Ostsee vor allem die Düngemittel und der Klimawandel Schuld.

In wärmeren Gewässern vermischten sich sauerstoffreiche und -arme Schichten weniger gut, heisst es in dem Bericht. Thunfische und Haie brauchten wegen ihrer Grösse und ihres Energiebedarfs viel Sauerstoff. Sie würden in relativ sauerstoffreiche Schichten an höheren Lagen gezwungen und setzten sich dann der Gefahr aus, gefischt zu werden. Überfischung sei die Folge, so die IUCN. (sda/dpa)

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Safuhr 07.12.2019 14:48
    Highlight Highlight Tja, die Natur stibt und das einzige was uns intressiert ist wie wir Profit daraus schlagen können.
    • piatnik 08.12.2019 15:40
      Highlight Highlight Die Natur stirbt nicht, sie verändert sich!
    • Safuhr 09.12.2019 04:03
      Highlight Highlight Erzählen Sie das den leergefischten Meeren.
  • Mehmed 07.12.2019 13:56
    Highlight Highlight Die Fortschritte in Sachen Umwelt- und Klimaschutz wurden in den letzten Jahrzehnten jeweils wieder durch das Bevölkerungswachstum kompensiert. Wir treten also auf der Stelle.

    Was ist the next Level? Dass 10% Reiche den 90% weniger Mächtigen und Begüterten Verzicht und Armut diktieren, zugunsten des Klimas?
    • rodolofo 07.12.2019 16:12
      Highlight Highlight Ja, so weit sind wir bereits.
      Und mit dem Wasserstoff-Antrieb wird der Individualverkehr wieder zu dem, was er einmal war:
      Teurer Luxus!
      Ja, warum eigentlich nicht?
      Wenn wir uns den Luxus leisten können, unsere
      -im Universum unendlich weit und unendlich breit einzigartigen- natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören, dann können wir und sich auch DIESEN Öko-Luxus leisten!
      Aber dann könnte es wenigstens weiter gehen mit der Menschheit und der Evolution (in welche Richtung auch immer).
    • Mehmed 08.12.2019 11:16
      Highlight Highlight rodolfo, siehst du, so hat sich die welt gewandelt. heute ist es selbst unter linken angesagt, nach unten zu treten und zugang zu ressourcen vom geldbeutel abhängig zu machen. neoliberal at its best.
  • grandvlad 07.12.2019 13:44
    Highlight Highlight das Zweitens können wir umgehend beeinflussen.....
    Zweitens führe eine Verschmutzung der Gewässer mit Nährstoffen etwa aus Fischzuchten oder Düngemitteln aus der Landwirtschaft insbesondere in Küstenregionen zu einem starken Algenwachstum.
  • Do not lie to mE 07.12.2019 13:43
    Highlight Highlight Die Wellenlängen, die CO2 absorbiert, WÄRMT DAS WASSER NICHT. Die wärmenden Ozeane sind ein Beweis dafür, dass mehr sichtbare Strahlung die Ozeane erreicht und nicht CO2. Die Erwärmung der Ozeane ist also ein Indiz dafür, dass CO2 nicht die Ursache ist. Die Ozeane kontrollieren das Klima und CO2 beeinflusst die Ozeane nicht. Wenn Sie nicht erklären können, wie CO2 die Ozeane erwärmt, können Sie nicht erklären, wie CO2 das Klima kontrolliert.

    • Safuhr 07.12.2019 14:54
      Highlight Highlight Die übersäuerung der meere erwärmt diese.
    • Nevermind 07.12.2019 15:18
      Highlight Highlight Wie funktioniert ein Treibhaus und wesshalb spricht man im Zusammenhang mit der Atmosphäre von Treibhausgasen?
      Gibt es neben sichtbarer Strahlung noch andere Strahlungsformen? Welche davon ist für den Treibhauseffekt wichtig und von wo wird sie ausgestrahlt?
    • D_M_C 07.12.2019 16:11
      Highlight Highlight Nein, das ist so nicht wahr.
      Der Ozean erwärmt sicher sehr wohl. Der Grund dafür ist der derzeit messbare, globale Klimawandel, ausgelöst durch Treibhausgase.
      Also auch das CO2.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blaubar 07.12.2019 13:29
    Highlight Highlight Nein, es ist laut dieser Studie vorallem die Verschmutzung. Warum setzt man nicht da an, wo es möglich ist? Warum blendet das Watson einfach aus? Echt trist.
    • Rabbi Jussuf 07.12.2019 16:04
      Highlight Highlight Auch watson ist nicht anders als die anderen, die nicht zwischen Umweltschutz und Klimaschutz unterscheiden können. Sind leider zwei verschiedene Paar Schuhe, die man nicht gleichzeitig anziehen kann.
    • aglio e olio 07.12.2019 18:53
      Highlight Highlight Was ist möglich und wird ausgeblendet?
    • Blaubar 07.12.2019 23:06
      Highlight Highlight aglio: Watson schreibt, der Klimawandel sei schuld. Die Studie sagt Verschmutzung der Meere und Klimawandel (wahrscheinlich, weil man dann mehr Forschungsgelder erhält). Watson unterschlägt die Hauptursache, die Verschmutztung einfach (mehr Algen, weniger Sauerstoff). Die Meere waren in den letzten 10‘000 Jahren ja mehr als 50% der Zeit wärmer als heute (siehe z.B. Studien zu Gletschern von Prof.Schlüchter oder Prof. Tatzelt), also wird die Temp. nicht das Problem sein.
      Die Verschmutzung der Meere ist etwas, was für den Menschen kontrollierbar ist!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi 07.12.2019 13:27
    Highlight Highlight Ein heutiger "Traumstrand" ist ein Strand, an dem man die Plastikpartikel von blosssem Auge nicht erkennt.
  • rodolofo 07.12.2019 13:12
    Highlight Highlight Da gibt es bestimmt auch Fische, die mehr Wärme vertragen. Nehmt doch Fischstäbchen, oder Backfisch!
  • dmark 07.12.2019 12:47
    Highlight Highlight Gerade die Ostsee, entstanden ca. 10000 v. Chr. durch Gletscherschmelze, ist ein sog. "Brackwassermeer" mit einer mittleren Tiefe von gerade mal 55m, relativ niedrigem Salzgehalt - weniger als die Hälfte der Nordsee. Die Lage und auch der kleine Zugang zur Nordsee liess auch bereits schon vor langer Zeit Forscher dahingehend die These aufstellen, dass die Ostsee irgend wann sogar umkippen und wieder "verlanden" könnte, was ohne die Gezeiten der Nordsee sogar schon bis heute hätte eintreffen können.

    Somit ist es wenig verwunderlich, dass sich darin weniger Sauerstoff befindet.
  • D_M_C 07.12.2019 12:27
    Highlight Highlight Bitte gestehen wir uns doch endlich ein, dass wir mit der Eigen(un)verantwortung das Problem nicht in den Griff bekommen.
    Fordern wir eine Politik ein, die Anreize schafft sich klimafreundlich zu verhalten!

    • Äuwä 07.12.2019 12:51
      Highlight Highlight Es ist höchste Zeit dazu!
    • T13 07.12.2019 13:09
      Highlight Highlight Welche politik denn?
      Die die selbst unternehmen besitzen welche dadurch mehrausgaben und niedrigere gewinne haben würden?
      Solange solche leute in der politik sind wird da in dieser hinsicht wohl nur heisse luft produziert werden.
    • Antinatalist 07.12.2019 13:10
      Highlight Highlight Klimafreundlich... bitte definieren. Und dann überlegen, ob klimaschonend nicht der bessere Begriff wäre.

      Ein toller, wirkungsvoller Anreiz wäre, wenn man jene belohnen würde, die keine Kinder haben, statt umgekehrt. Es muss nicht mal eine Belohnung sein, sondern kann auch umgekehrt einfach eine massive Einschränkung jener sein, die Kinder haben. Dasselbe dann für Autos, Reisen, Konsum.

      Ah, ja, haben wir schon. Da debattiert man seit Jahren darüber, ist alles aber weder Mehrheitsfähig, noch dem Wirtschaftswachstum förderlich - und in einer Demokratie unrealisierbar.

      Zeit für eine Diktatur?
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