Blogs

Lesen bildet. Nur schade, dass es offensichtlich zu wenige tun. kafi freitag

Hilfe, ich kann ohne Buch nicht leben!

Hallo Frau Freitag, ich kann nicht leben, ohne zu lesen. Sobald ich eine Weile (ein paar Tage) nicht lese, werde ich unruhig und sensibel. Ich trage immerzu ein Buch mit mir in der Tasche rum, lese vor dem Schlafen, brauche immer wieder neue. Meinen Sie, ich betreibe damit Weltenflucht? In den Büchern bin ich sicher, fern der Welt, es gibt nur mich und das Buch, sonst nichts. Dann geht es mir gut. Richtig gut. Ohne Bücher könnte ich die Welt schlicht nicht ertragen. Herzliche Grüsse, Anna, 25

09.11.16, 18:30 11.11.16, 14:58

Liebe Anna

An einem Tag wie diesem reicht keine Bibliothek dieser Welt, um von der Wirklichkeit abzulenken, und ich befürchte ernsthaft, dass dieser Präsident ein paar Kapitel verantworten wird, von denen wir uns noch wünschen werden, sie wären niemals geschrieben worden.

Aber Ihre Frage ist schon ein paar Tage alt, heute habe ich keine einzige erhalten und das ist auch gut so, ich bin froh muss ich mich nicht unmittelbar mit dem Thema befassen.

Doch grundsätzlich gilt: Solange es mein Buch ist, was Sie lesen, ist alles vollkommen ok. Nur, dass Sie immer wieder neue brauchen, finde ich etwas gar verschwenderisch. Könnten Sie es nicht nochmals rückwärts lesen und dann einmal laut und einmal im Handstand?

Nein ernsthaft, Sie sind der feuchte Traum einer ganzen wegsterbenden Branche. Verlage und der Buchhandel leben nur noch, weil Sie eine eingefleischte Leserin sind. Was soll daran schon schlecht sein, bitte? Wir haben alle unsere Methoden, um dem alltäglichen Irrsinn zu entkommen. Die einen flüchten sich in Netflix-Serien, die anderen in legale oder nicht so legale Drogen, wieder andere in wechselnde Affären und Sie in ein Buch. Kann jetzt vom Schiff aus grad nicht sagen, was ich sinnvoller finde. Aber von den Nebenwirkungen her ist Ihre Strategie sicherlich die verträglichste. Und sie befinden sich mit dieser Schwäche in bester Gesellschaft und das kann man schliesslich nicht von jedem Fixergrüppli behaupten. Nur weil um Sie herum keiner mehr liest, bedeutet das nicht, dass mit Ihnen etwas falsch ist. Im Gegenteil.

Aber bitte: Mein Buch!

Von Herzen, Ihre Kafi

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

www.fragfraufreitag.ch
www.salisverlag.com

Fragen an Frau Freitag? ​

Hier stellen!

Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

Haben Sie Artikel von FRAG FRAU FREITAG verpasst?
Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Das könnte dich auch interessieren:

Der unnötigste Flughafen der Welt ist endlich offen – die Sache hat aber einen Haken

SRF hat am Freitag das absurdeste Interview aller Zeiten geliefert 

«Angst und Geld hani kei»: So schlängelte sich Erich Hess durch die Transparenz-«Arena»

«Warum machen wir keinen Krypto-Franken oder einen Swiss Coin?»

So können kriminelle Hacker deine Apple-ID klauen – und so schützt du dich

Oh wie schön jubelt Panama – auch über das grosse Glück mit dem Tomaten-Schiri

Warum entfreundet man jemanden auf Facebook? – 6 Personen, 6 Storys

35 Dinge, die überhaupt keinen Sinn haben – ausser uns zum Lachen zu bringen

Diese 17 genialen Comics zeigen haargenau, wie es ist einen Hund zu haben

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
64Alle Kommentare anzeigen
64
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • lily.mcbean 12.11.2016 09:28
    Highlight #imwithanna !
    Liebe grüsse von einer die sich auch mit Vorliebe in andere Welten flüchtet und immer ein Buch mit sich rumschleppt.
    6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.11.2016 14:55
    Highlight Lese auch viel und gerne... aber zunehmend online (nein, nicht auf einem bescheurten Kindle - wenn Bücher, dann Richtige).

    Allerdings habe ich da so einen "Tick"... bei CHF 30.00 ist aus die Maus. Das ist meine "Schmerzgrenze". Aber dann muess es auch ein richtig gutes Buch sein - mind. von Martin Suter oder so.

    Wollte mir jetzt das von Kafi kaufen... obwohlich nicht so auf Sachbücher stehe und Gopf, 34.95 - huere Kafi isch tüür.
    5 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.11.2016 11:10
    Highlight @Kafi Jetzt habe ich soo darauf gehoft in deinem Artikel nichts über Trump oder Politik zu lesen. Nun ja das watson enttäuscht ist nichts neues.
    @Anna DU BIST NICHT ALLEIN! Meine Bücherregale und deren Inhalt ist mein wichtigster Besitz. Wenn mein Zuhause brennen würde, müsste ich es versuchen sie zu retten. Achja Falls du dich als Aussenseiterin fühlst, ich habe mal daran gedacht einen Buchclub oder Forum für junge Erwachsene die sich für Literatur interessieren zu gründen. Bis jetzt sind wir zu zweit. XD
    Vielleicht können wir ja eine whatsapp gruppe starten.
    5 1 Melden
    • AnnaLara 11.11.2016 13:35
      Highlight Wie willst Du in einem öffentlichen Raum eine Whatsappgruppe gründen?
      3 0 Melden
  • patztop 11.11.2016 10:30
    Highlight Es ist mir schon oft aufgefallen, dass es Leute gibt, welche anscheinend glauben, dass gewisse Dinge in Büchern zu lesen, ein Ersatz dafür sein kann, die se Dinge real zu erleben. Das ist dann wirklich eine Flucht in die Fantasie.
    2 5 Melden
  • Spooky 10.11.2016 18:26
    Highlight @Anna
    Wenn du ein schlechtes Gewissen hast oder sogar langsam befürchtest, du könntest wegen deiner Leidenschaft für Bücher zu einer Aussenseiterin werden, dann empfehle ich dir das Taschenbuch mit dem Titel "Endlich Nichtleser" von Gion Mathias Cavelty. Du wirst nach der Lektüre von deiner Lesesucht für immer geheilt sein 😀😇😜

    2 0 Melden
    • AnnaLara 10.11.2016 19:59
      Highlight Lieber Spooky, ich kann mir unmöglich vorstellen, dass es ein Buch geben könnte, das mich vom Lesen heilen wird. Nichtlesen ist eine Qual, lesen ist Heilung. Ja, zur Aussenseiterin macht es bisweilen, aber mehr, weil ich dadurch von Dingen rede, die wenige verstehen.
      Lesen macht mich aber auch zur Innenseiterin in einer wunderschönen Welt, zu der nicht alle Zugang haben.
      4 2 Melden
    • Spooky 11.11.2016 05:20
      Highlight Liebe AnnaLara
      Ich habe es immer schon schade gefunden, dass wir Leser nicht soviel Selbstsicherheit oder Selbstbewusstsein haben wie zum Beispiel Trump oder Hillary. Wir würden die Welt zu einem sehr schönen Ort machen.
      4 0 Melden
    • AnnaLara 11.11.2016 09:04
      Highlight Lieber Spooky
      Ich will kein Selbstbewusstsein von der Art wie sie Herrschern dieser Welt zu eigen ist. Je mehr man weiss, umso differenzierter wird das Denken, umso ungeeigneter wird man dadurch, Massen zu begeistern.
      Es mag einsam machen zuweilen, Abwendung von der Welt, die schwer zu ertragen sein kann, bedeuten. Es ist aber auch ein Reichtum, den uns niemand nehmen kann.
      Ich werde 1984 deinetwegen nochmals lesen. Weil mir Deine Stimme wichtiger ist als die eines lauten selbstbewussten Politikers.
      1 1 Melden
    • Spooky 12.11.2016 01:55
      Highlight
      @AnnaLara

      "Wir würden die Welt zu einem sehr schönen Ort machen."

      Das war ein bisschen dick aufgetragen. Allzu einfach. Sorry.
      0 0 Melden
    • AnnaLara 12.11.2016 08:17
      Highlight Warum Rückzug?
      0 1 Melden
    • Spooky 12.11.2016 18:37
      Highlight "Wir würden die Welt zu einem sehr schönen Ort machen."

      Rückzug, weil das leichter gesagt ist als getan. 👀
      0 0 Melden
    • AnnaLara 12.11.2016 21:01
      Highlight Kommt drauf an, welche Welt Du schöner machen magst.
      0 0 Melden
    • Spooky 13.11.2016 02:33
      Highlight Wie meinst du das genau?
      0 0 Melden
    • AnnaLara 13.11.2016 17:36
      Highlight Es gibt so viele Welten. Jeder Mensch hat seine eigene. Manche auch Parallelwelten, die meisten gemeinsame mit anderen.
      Die ganze Welt können wir unmöglich schöner machen, nur schon, weil jeder schön anders definiert.
      Ich kam irgendwann zum Schluss, wohl am Ende meiner Extremistenphase in den Zwanzigern, dass jeder Mensch das Glück in sich trägt. Egal, wo er ist. Gewiss ist es für einen Gefolterten schwierig, das Glück zu finden, doch auch er kann Schätze in sich tragen, die helfen.
      Mehr als die Welten um mich herum schöner zu machen, vermag ich nicht. Auch das ist eine Bürde.
      2 0 Melden
    • Spooky 13.11.2016 21:07
      Highlight Ich habe es geahnt, dass du das so meinst. Aber ich war nicht sicher. Ich bin mit dir einverstanden.
      0 0 Melden
    • AnnaLara 14.11.2016 06:48
      Highlight Schön.
      0 0 Melden
    • Spooky 14.11.2016 08:15
      Highlight Schön? Pfhh....ich weiss nicht so genau, ob du das irgendwie zynisch meinst. Aber ist ja nicht wichtig. Wir Leser leben ja alle in unserer eigenen Welt. Ich in meiner, du in deiner, die anderen in ihrer. Allahu Akbar.
      0 0 Melden
    • AnnaLara 14.11.2016 15:58
      Highlight Nein, war nicht zynisch, aber ich gebe zu, etwas mickrig. Wusste nicht, was erwidern auf 'ich bin mit Dir einverstanden'. Das ist doch in etwa so wie worüber diskutieren, man ist sich einig und schweigt dann zufrieden in der Einigkeit. Bis der nächste Impuls kommt.
      Gut, ich hätte fragen können, warum Du Dir nicht sicher warst. Was Du befürchtet hattest.
      0 0 Melden
    • Spooky 14.11.2016 16:40
      Highlight Schon gut :-) Weil wir WatsonUser nicht gerade viele Zeilen zur Verfügung haben, habe ich mir angewöhnt, ganz kurze Sätze zu schreiben. Das kommt manchmal ruppig rüber oder sogar grob ;-(
      0 0 Melden
    • AnnaLara 14.11.2016 18:06
      Highlight Es war nicht grob, es war ehrlich. Ich mag Ehrlichkeit. Keine Sorge.
      0 0 Melden
  • oldman 10.11.2016 12:18
    Highlight Lesen ist super! Aber bitte benütze es nicht zur Flucht aus der Welt, sondern zur Auseinandersetzung mit ihr. Viel Spass beim Lesen.
    6 1 Melden
    • AnnaLara 10.11.2016 20:00
      Highlight Nun, ich denke, bei mir funktioniert das eher so: Auseinandersetzung bedingt Flucht bedingt Auseinandersetzung bedingt Flucht bedingt Auseinandersetzung. Immer so weiter.
      2 2 Melden
  • Büsi 10.11.2016 11:26
    Highlight Aber bitte bitte die Bücher kaufen und nicht illegal gratis auf den eReader laden. Wir Autoren sehen pro verkauftem Buch (egal ob Print oder eBook) gerade mal um die 50 Räppli... Für monatelange Arbeit :( Klar, man schreibt nicht wegen des Geldes Willen aber dennoch, 3-4 Franken für ein eBook? In ZH kostet ein Kafi crème mehr ;)

    Aber es ist Balsam, diese Frage zu lesen! Danke dir, liebe Anna, dass du noch zur Spezies Leseratte gehörts. Ich wünsche dir noch viele Stunden genüssliche Flucht in die Welt der Bücher >^.^<
    5 2 Melden
    • Gilbert Schiess 10.11.2016 14:44
      Highlight Fakt ist, dass eBooks nicht 3-4 Franken kosten, sondern in der Regel lediglich 1-2 Franken billiger sind, als das Taschenbuch. Oft sind die Hörbücher billiger als die eBooks.
      Ich habe auch schon Autoren direkt Geld gesendet und nicht nur 50 Räppli.
      7 0 Melden
    • Butter 10.11.2016 15:04
      Highlight Ich kann Deinen Standpunkt verstehen. Bitte vergiss aber nicht, dass wir Leser wesentlich mehr als 50 Räppli für ein Buch bezahlen. Zudem erhälst Du ja nicht nur einmal 50 Räppli für Dein Werk.
      2 0 Melden
    • Gilbert Schiess 10.11.2016 18:15
      Highlight Wobei ich 50 Rappen, beschämend wenig finde!
      3 0 Melden
    • Büsi 10.11.2016 19:33
      Highlight @sassenach Das ist mir bewusst, aber ein Autor verkauft im deutschsprachigen Raum im Schnitt sein Buch 3-5000 Mal (jetzt abgesehen von Rowling und King). Da kannst du dir ausrechnen was das heisst - dafür dass man 500 Seiten zu Papier bringt. In Deutschland braucht man 3 Bestseller PRO JAHR um davon zu leben :)

      Dazu ein sehr guter Artikel: http://www.zeit.de/2016/44/e-books-literatur-flatrates-verlage-schriftsteller-einkommen?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.mail.ref.zeitde.share_small.link.x
      1 0 Melden
    • Gilbert Schiess 10.11.2016 22:02
      Highlight @Büsi, nenn mir mal einen Titel.
      2 0 Melden
    • Büsi 11.11.2016 08:29
      Highlight Einen Titel von was?
      0 0 Melden
    • Gilbert Schiess 11.11.2016 11:25
      Highlight aus deinem komentar ganz am anfang, gehe ich davon aus, du bist autor. Vieleicht möchte ich was von dir lesen.
      0 0 Melden
    • Büsi 11.11.2016 14:08
      Highlight Oh, aber natürlich sehr gern! Obwohl ich aufgrund deines Namens davon ausgehe, dass du als Mann eventuell nicht für Romance Fantasy zu begeistern bist ;)

      Von mir sind "Feenherz - Göttin wider Willen" zum Beispiel. Ich schreibe für das Droemer Knaur Label "feelings" :) Hauptsächlich Romantic und Urban Fantasy >^.^<
      1 0 Melden
    • Gilbert Schiess 11.11.2016 18:25
      Highlight Büsi, das siehst Du absolut richtig, nicht so meine Sache.
      Wer jedoch A sagt, muss auch B sagen. Kommt hinzu, dass droemer faire eBook Preise macht.
      Ich habe das Buch g e k a u f t.
      Wenn es mir gefällt, werde ich Dich auf jedefall wissen lassen.
      4 0 Melden
    • Büsi 11.11.2016 21:21
      Highlight WOW Danke!!!

      Ja also an den Verlagen liegt es echt nicht, die Preise sind absolut fair und wie gesagt, kein Autor schreibt wegem Geld schlussendlich! Es macht halt Spass ;)
      0 0 Melden
    • Gilbert Schiess 12.11.2016 07:57
      Highlight Büsi, das stimmt nicht.
      Schau bei Deinem eigen Verlag nur mal in der Bestseller Liste. Da ist genau das was ich oben schreibe. Ebooks sind 1-2 Euro billiger. Da wird auf Kosten der eBook Leser, querfinanziert und das aktzeptiere ich nicht.
      0 0 Melden
  • Ruefe 10.11.2016 10:27
    Highlight Awww =)
    Ich kann auch nicht längere Zeit ohne Bücher verbringen.
    Das letzte Buch lautete: "Sophia, der Tod und ich" von Thees Uhlmann.
    Was ich auch empfehlen kann ist das Magazin "Reportagen". Nach diesen Reportagen bin ich süchtig geworden. :)
    4 0 Melden
    • AnnaLara 10.11.2016 20:05
      Highlight Danke für die Empfehlung. Interessanterweise lese ich einen Haufen Bücher anderer, mir lieber Menschen. Egal, was es ist, ich lasse mich darauf ein. Selten macht das jemand für mich. Was ich bis anhin noch nicht richtig verstanden habe. Lieblingsbücher können viel über andere Menschen aussagen.
      Aber ja auch das, es ist Flucht in eine Wirklichkeit des anderen Menschen, die auch wahr sein könnte, es aber vielleicht nicht ist.
      1 2 Melden
    • Ruefe 11.11.2016 07:04
      Highlight Das obig erwähnte Buch war auch eine Empfehlung einer sehr guten Kollegin. Das Buch passt auch sehr gut zu ihr :)
      0 0 Melden
  • Nordurljos 10.11.2016 09:01
    Highlight Ich kenne dein Problem nur zu gut. Ich habe schon als Kind immer Weltflucht durch Bücher begangen. So hatten immer alle Freude am Läserättli und ich konnte super den dauernden Familienkonflikten entfliehen. Ich habe aber vor allem in der Schule vom Klassenzusammenhalt sehr viel verpasst, weil ich mich selbst ausschloss, indem ich mit meinem Buch in der Ecke sass. Es war halt sehr einfach sich so unangenehmen, oder sozial anstrengenden Situationen zu entziehen. Ich denke wenn du weisst, woher deine Motivation kommt, soviel zu lesen, dann kannst du auch besser sagen wo dein gutes Mass ist.
    4 0 Melden
    • Special K 11.11.2016 07:39
      Highlight Mir ging es genau so. Wenn die Realität so unerträglich ist, dass man daraus flüchten muss, sollte man versuchen, seine Realität zu ändern. Als Kind kann man das nicht, als Erwachsener sollte man es zumindest versuchen.
      2 0 Melden
    • AnnaLara 11.11.2016 20:38
      Highlight Meine eigene Realität ist wunderbar. Doch lebe ich nicht auf einer einsamen Insel nur mit meinen Menschen, die rundum die Uhr Zeit für mich hätten.
      Ich muss fast jeden Tag raus zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf, in Züge, zu Elternabenden und so fort.
      Zudem brauche ich enorm viele neue Impulse, damit meinem Geist nicht langweilig wird. Bücher sind häufig gesprächiger als Menschen. Zumindest was die wirklich spannendem Themen anbelangt.
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.11.2016 06:44
    Highlight Das Buch bietet die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Anderen und kann dadurch zu einer Alteritätserfahrung führen. Alteritätserfahrungen werden meist im Zusammenhang mit Reisen genannt, doch die kognitiv-intellektuelle Erfahrung über Bücher führt - wie hier beschrieben - zu einem ähnlichen, wenn nicht sogar intensiveren Erleben der Alterität.
    4 0 Melden
    • AnnaLara 10.11.2016 20:09
      Highlight Alteritätserfahrung. Eines der schönsten Worte, das ich je gehört habe. Danke dafür!
      1 1 Melden
  • pamayer 10.11.2016 06:26
    Highlight Gilt auch FrauFreitag auf Watson lesen??

    3 1 Melden
  • helios 10.11.2016 00:12
    Highlight So ein Bibliotheksausweis macht ja irgendwie nicht so viel her wie eine Bücherwand aus Sartre, Kafka und Kierkegaard.
    9 1 Melden
    • AnnaLara 10.11.2016 20:14
      Highlight Nein, tut er nicht. Bin da auch noch sehr materialistisch. Sehr. Bücher will ich besitzen.
      2 2 Melden
  • Rendel 09.11.2016 20:27
    Highlight Bücher haben manchmal ganz schön viel mit dem Irrsinn dieser Welt zu tun. 🤔
    13 0 Melden
    • AnnaLara 10.11.2016 20:11
      Highlight Allerdings, jedoch kann Sprache diesen Irrsinn in ein anderes Licht rücken. Damit einen neuen Zugang zu ihm verschaffen. So wird aus Irrsinn Akzeptanz.
      1 1 Melden
  • Luca Brasi 09.11.2016 19:51
    Highlight Bücher sind prima. Vor allem literarische Meisterwerke und faszinierende Sachbücher in Originalsprache. Einfach nicht vergessen, dass es Mitmenschen gibt, mit denen man auch interessante Gespräche führen kann (auch über Bücher). ;)
    14 1 Melden
    • AnnaLara 09.11.2016 22:18
      Highlight Die zu finden, kann schaurig schwer sein...
      15 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.11.2016 19:21
    Highlight "aber bitte mein buch...."?!

    ok nice try.. haha und so

    26 0 Melden
  • Yelina 09.11.2016 19:13
    Highlight Lesen ist einfach toll 😍 für mich bitte "analog", mag keine E-Reader.
    24 3 Melden
    • Gilbert Schiess 09.11.2016 20:18
      Highlight Lesen ist für mich auch Entspannung.
      Jedoch mag ich es nicht mehr analog.
      Seit ich einen d-Reader habe, lese ich das 3fache.
      8 2 Melden
    • Lichtblau 09.11.2016 22:29
      Highlight Ich habe, seit ich lesen kann, durchschnittlich drei Romane pro Woche verschlungen (daneben hatte ich aber immer ein reges Ausgangsleben). Das exzessive Lesen ist aber auch klar der Grund, warum ich heute Mutter eines Einzelkindes bin. Bis ich jeweils das Licht ausknipste, hat mein Mann oft schon geschlafen :-). Man kann über den Büchern schon auch das wahre Leben verpassen. Aber das ist es mir eigentlich wert.
      14 0 Melden
    • Gröipschi 09.11.2016 22:33
      Highlight Ohne meinen E-Reader gehe ich nirgends hin. Ich habe einen riesigen Verschleiss an Bücher (lese etwa eines pro Woche), ich wüsste nicht wohin mit den analogen Büchern und es würde viel mehr ins Geld gehen.
      9 1 Melden
    • kafi 09.11.2016 23:24
      Highlight Geht mir genau so! Seit ich mein Kindle hab (knapp 12 Monate) habe ich 52 Bücher gelesen. So viel wie zuvor im ganzen Leben nicht ;))
      7 2 Melden
    • Gröipschi 10.11.2016 06:47
      Highlight Ausserdem spielt es doch keine Rolle ob analog oder digital, hauptsache, es wird überhaupt noch gelesen.
      8 0 Melden
    • Arutha 10.11.2016 08:14
      Highlight Da denkt man Kafi ist eine Gute, doch oh schreck, sie unterstützt das Böse! Amazon ist das pure Böse! :-)
      7 1 Melden
    • Gilbert Schiess 10.11.2016 08:53
      Highlight @Arutha
      Man kann das Kindle auch ohne Amazon benützen. Was ich in meinem Fall tue.
      Das Kindle habe ich nur für den Sommer und die Ferien gekauft, es ist einfach unschlagbar bei Tages-, Sonnenlicht.
      Ich verwede im Normalfall ein Android Tab, mit dem Moon+ Reader.
      1 0 Melden
    • Arutha 10.11.2016 13:02
      Highlight Ein Kindle ohne Amazon zu benützen ist wie ein Motorboot ausschliesslich mit Rudern fortzubewegen. Es geht, ist jedoch einfach umständlich. :-)
      Warum kauft man sich einen Kindle, wenn man die Bücher nicht bei Amazon kaufen will? Dann kann man doch einen anderen Reader kaufen.

      Meine Frau benützt einen Kindle, ich einen anderen Reader. Demzufolge gehen alle unsere Bücher via calibre und alf bevor sie auf den Reader des anderen kommen. Funktioniert mehr oder weniger wunderbar, ist einfach umständlich.
      0 0 Melden
    • Arutha 10.11.2016 13:02
      Highlight Ich hoffe schon lange, dass die Verlage bald Einsicht zeigen und die Bücher nur noch ohne Kopierschutz veröffentlichen.
      0 0 Melden
    • Gilbert Schiess 10.11.2016 14:37
      Highlight Arutha, das Kindle habe ich, damit ich am Strand, in der Badi, im Garten lesen kann.
      Den Büchertransfer mache ich ähnlich wie Du. Moon+ kann azw3 lesen.
      Die Verlage müssen noch weit mehr lernen, als Bücher ohne DRM auszuliefern. Zum Beispiel aktzeptiere ich eBook Preise die höher als 60% des Taschenbuch sind, nicht.
      2 0 Melden
    • Arutha 10.11.2016 16:39
      Highlight Ich bezahle auch genau denselben Betrag wie bei einem Taschenbuch. Denn die Arbeit des Schriftstellers und Team des Verlags ist dieselbe. Einzig, Druck, Lager und Auslieferung an Buchhandlung muss nicht bezahlt werden.
      Dafür fallen aber auch zusätzliche Kosten an wie z.B. die Anpassung des Schriftbildes und komplette Formatierung für den Reader. Auch wird eine wesentlich intensivere IT-Infrastruktur auf Seiten des Buchhandels benötigt. Das verursacht nicht unwesentliche Kosten.
      3 1 Melden
    • Gilbert Schiess 10.11.2016 18:06
      Highlight Und genau das Wegfallen des Druck, des Lagerns, der Auslieferung will ich vergütet haben!
      Für das adaptieren in epub fallen keine zusätzlichen Kosten an. Für die IT Kosten fallen keinesfalls wesentliche Kosten an.
      Ist dir schon aufgefallen, dass Hörbücher oft billiger sind, oder nur unwesentlich teurer sind, als epub.
      Auf CD sind Hörbücher meisst unwesentlich teurer, als das Taschenbuch. Und da, mein lieber, fallen wirklich Kosten an.
      0 0 Melden

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kafi. Was ist wichtiger, Geld oder Lebenserfahrung? Ich meine, ich weiss schon ... Lebenserfahrung. 

Lass es mich anders formulieren: Wie weit darf ich die Waage aus dem Gleichgewicht bringen, wenn es um Arbeitserfahrungen geht? Zurzeit arbeite ich einigermassen gelangweilt in einem Büro und werde dafür durchschnittlich bezahlt, so dass ich mir einiges an Luxus leisten kann. Und diesen Luxus (wir sprechen von grosser Wohnung mit Garten und Verzehr von Biorüäbli und Konzertbesuchen) möchte ich nicht aufgeben. Kann ich nicht aufgeben. Gerade habe ich ein sehr sympathisches Angebot erhalten für einen

Liebe Manuela  Ihre Frage erstaunt mich auf mehreren Ebenen. Sie sind 26 Jahre alt und können Biorüebli & Co. nicht aufgeben, weil das unsexy wäre. Und gleichzeitig schreiben Sie kein einziges Wort darüber, was Ihnen an der Ausbildung zur Sozialpädagogin Freude machen würde. Steht diese Frage nur zur Diskussion, weil man Ihnen das angeboten hat, oder fliesst irgendwo Herzblut für diese Sache? Wenn ich auf Wikipedia den Begriff Sozialpädagogik eingebe, erhalte ich folgenden …

Artikel lesen