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Müssen Amazonas-Besucher ein schlechtes Gewissen haben?

20.05.17, 15:29 20.05.17, 15:45
Thomas Schlittler
Thomas Schlittler

Meine Freundin Lea und ich haben diese Woche fünf Tage im ecuadorianischen Amazonas-Regenwald verbracht, genauer gesagt im Naturreservat Cuyabeno. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren liess mein Hobby-Fotografen-Herz höher schlagen: Ich bekam Affen, Faultiere, Schlangen, Spinnen, Süsswasserdelfine sowie Insekten und Vögel in allen Farben und Grössen vor die Linse.

Die wahnsinnige Tiervielfalt im Naturreservat Cuyabeno:

Ganz unbeschwert konnte ich den Aufenthalt im Amazonas aber nicht geniessen. Denn wenn ich am Nachmittag in unserer kleinen Dschungel-Lodge in der Hängematte lag, wurden die beruhigenden Geräusche des Regenwalds alle paar Minuten von laut knatternden Bootsmotoren übertönt.

Am Abend erreichte der Schiffsverkehr auf dem Cuyabeno-River seinen Höhepunkt. Dann wurden die Touristen zu einer Lagune chauffiert, um bei einem Bad den Sonnenuntergang zu beobachten. Auf einigen Booten wurde dazu Musik aufgedreht.

Man muss kein Zoologe sein, um zu erkennen, dass die Tiere des Amazonas keine Freude haben an den lauten, zweibeinigen Gästen. Als wir an einem Tag mit einem kleinen, motorfreien Kanu durch den Regenwald paddelten, suchten viele Vögel sofort das Weite, sobald sich ein anderes Boot mit dröhnendem Motor näherte. Dass einige Besucher beim Wildlife-Watching auch noch ein Bier in der Hand hatten, war den Tieren wahrscheinlich egal. Ich empfand es aber als Gipfel der Respektlosigkeit gegenüber dem Amazonas und seinen Bewohnern.

Apropos Amazonas-Bewohner: Nicht nur das Leben der Tiere hat sich durch die Touristenmassen verändert. Auch an den indigenen Völkern, die das Gebiet um den Cuyabeno-Fluss seit Jahrhunderten bewohnen, ist der Boom des sogenannten Ökotourismus nicht spurlos vorbeigegangen. Bis in die 80er-Jahre haben die Indigenas hier noch von Fischerei, Landwirtschaft und der Jagd gelebt. Jetzt verdienen sie ihr Geld mit den Gästen aus aller Welt.

Ob das ihre eigene Wahl ist, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall wirken die meisten nicht besonders glücklich. Unser Guide Darwin war zwar ausgesprochen nett und engagiert, professionell eben. Wenn ich aber anderen Indigenas, die mit ihren Booten bei unserer Lodge Halt machten, ein freundliches «Hola, ¿cómo estás?» («Hallo, wie geht’s?») entgegenrief, wartete ich jeweils vergeblich auf eine Antwort.

Die Antwort ist klar: Ja

Lea und ich wurden dadurch in unserem Entscheid bestärkt, auf den Besuch einer Indigena-Gemeinde zu verzichten. Normalerweise ist ein Tag des Dschungel-Abenteuers nämlich für Brotbacken mit Frauen des Siona-Stammes und einem Treffen mit dem Dorf-Schamanen reserviert – natürlich gegen Bezahlung.

Woche 103 – Von Lago Agrio nach Quito

Diese Besuche sollen dazu beitragen, mehr über die Kultur der Indigenas zu erfahren. Ich bezweifle aber, dass das der richtige Weg ist. Im Gegenteil: Die Touristenaufläufe tragen eher dazu bei, dass die indigenen Kulturen in ihrer ursprünglichen Form noch schneller verschwinden.

Es stellt sich deshalb die Frage: Müssen Amazonas-Besucher ein schlechtes Gewissen haben? Für mich ist die Antwort klar: Ja. Man kann es drehen und wenden, wie man will, doch am Ende dient ein Amazonas-Besuch nur der Unterhaltung der Touristen. Es geht einzig und alleine um die Befriedigung des eigenen Egos.

Wer hin will, muss verdrängen können

Wem die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt des Amazonas am Herzen liegt, der muss sie nicht mit eigenen Augen sehen, sondern sollte eine Organisation unterstützen, die sich für deren Erhaltung einsetzt. Und wer will, dass die Kultur der Amazonas-Bewohner Bestand hat, der lässt die Indigenas am besten unter sich.

Für all jene, die trotzdem ohne schlechtes Gewissen in den Amazonas reisen wollen, gibt es nur eine Option: All diese Fragen einfach ausblenden. Oder aber man zeigt mit dem Finger auf die zahlreichen Ölfirmen, die im Amazonas nach dem schwarzen Gold bohren und den einzigartigen Lebensraum noch viel schneller zerstören als die Touristenmassen. Dann sollte man es aber vermeiden, darüber nachzudenken, wie das Motorboot angetrieben wird, mit dem man durch den Regenwald kurvt ...

PS: Ja, ich weiss, dieser Text ist sehr scheinheilig für jemanden, der gerade fünf Tage im Amazonas verbracht hat. Ich bin nicht stolz darauf, aber auch ich bin eben nur ein egoistischer Tourist mit einer Kamera in der Hand und dem Wunsch, exotische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Die Fahrer-Selfies der Woche:

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  • sober 16.06.2017 20:23
    Highlight Hey Thomas, ich hatte meine Frage irrtümlicherweise direkt an die Redaktion geschickt: Wie seid denn durch den Cuyabeno gereist? War das eine bestimmte Tour oder selbstständig?
    0 0 Melden
  • meine senf 23.05.2017 10:00
    Highlight Man kann auch positive Aspekte sehen: Dieser Art von Tourismus funktioniert nur, solange die Natur und Umwelt einigermassen intakt sind. So gibt es auch einen kommerzionellen Grund die Gegend zu erhalten.

    Keine lauten Bootsmotoren wäre natürlich besser. Aber ohne die Bootsmotoren würde man vielleicht stattdessen Kettensägen-Motoren hören.
    1 0 Melden
  • Pasionaria 23.05.2017 00:46
    Highlight 2/2
    ff
    Dann sollte zur Erhaltung dieser Naturschoenheiten die wichtigsten Reiseveranstaltern angehalten (mittel Gesetzen) werden, massvoll mit Ihren Ausfluegen umzugehen, indem sie ev. nur 1 - 2 Mal pro Monat die interessanten Orte anvisieren und ihre Passagiere bitten, sich ruhig und ruecksichtsvoll zu verhalten.
    Wo ein Wille ist - ist ein Weg.
    Gar keine Touristen scheint mir auch nicht die Loesung, viele einheimische Menschen leben davon. Und warum nicht den westlichen Konsum-, Cyber-Menschen, oder Abenteurer an diesen Naturschoenheiten teilnehmen lassen?
    1 0 Melden
  • Pasionaria 23.05.2017 00:42
    Highlight Eine echt schwierige  aber wichtige Frage, Thomas. 
    Meiner Meinung nach wird der einzelne Tourist nichts Positives noch Negatives (hoechstens ein Ignorant, der die minimsten Anstandsregeln punkto Abfall und Laermerzeugung missachtet) bewirken.
    So seid beruhigt, Ihr habt nichts Unverschaemtes getan!
    Der Schutz des Oekosystems muss von hoeherer Stelle aus kommen. Es sollten unbedingt Beschraenkungen der Anzahl Besucher festgelegt werden. Was teilweise auf den Galápagos gemacht wird.
    4 1 Melden
  • CASSIO 21.05.2017 13:26
    Highlight etwas, was hier zudem nicht erwähnt wurde, ist das problem von hiesigen viren, welche wir in den urwald und den eingeborenen bringen können. es wurden schon einige stämme ausgerottet, weil sich ein paar dumme weisse auf dem adventuretrip zu stämmen begeben haben und dort dann frisch fröhlich ihre viren versprühten. die weissen sollen die finger und v. a. die füsse vom amazonas halten.
    9 3 Melden
  • Mia_san_mia 21.05.2017 01:59
    Highlight Was ist das Problem mit dem Bier? Ich würde dort auch mit nem kalten Bier rumfahren, dass ist doch geil 🍻🌴😎
    4 20 Melden
    • Thomas Schlittler 21.05.2017 15:01
      Highlight Klar, in Bayern zählt Bier ja auch nicht als Alkohol. Prost!
      15 2 Melden
  • Lami23 20.05.2017 23:31
    Highlight Safaris fallen auch in diese Sparte...
    13 1 Melden
  • Luca Brasi 20.05.2017 18:26
    Highlight Bild 13: Da scheinen ja wirklich viele Leute am Montag den Präsidenten zu erwarten.
    Das sind ja mehr Leute als bei Trumps Inaugurationsfeier. ;D
    8 4 Melden
    • Thomas Schlittler 21.05.2017 15:02
      Highlight War ziemlich abgedreht. Etwas viel Patriotismus für meinen Geschmack ...
      6 2 Melden
  • Rendel 20.05.2017 18:03
    Highlight Ist nicht jede Reise eine Befriedigung des eigenen Egos? Ob Amazonas oder eine andere Region? Erfahrungen sammeln bringt auch immer Erfahrungen und Lebensweisen von uns in ein anderes Land. Mal positiv mal negativ.

    Konsequent gedacht hätte man nie reisen dürfen, kein Handel betreiben usw. , damit keine Veränderung stattfindet, nirgendwo.

    29 2 Melden
    • 8004 Zürich 21.05.2017 11:41
      Highlight Hoi Rendel
      Für mich ist das etwas Augenwischerei..
      Wenn man nie so hätte reisen (so dass die Umwelt über Gebühr belastet wird oder eben fremde Lebensräume invasiv in Anspruch genommen werden) dürfen und einem dies jetzt bewusst ist, dann sollte man nun damit aufhören.
      Handel bewirkt Gutes (wie die Mobilität), aber auch hier ist die Masslosigkeit des Menschen und deren Auswüchse als zerstörerische Kraft auf diesem Planeten nicht von der Hand zu weisen.
      Mit "Erfahrungen sammeln" argumentieren viele, irgendwo sehe ich das auch. Aber ist meine Erfahrung das alles wert? Das beschäftigt mich sehr...
      7 1 Melden
    • 8004 Zürich 21.05.2017 11:52
      Highlight Und was die Veränderung betrifft, hier betreibst Du ein wenig Rhetorik, ausgegangen vom "Vorkehrschluss", dass ja Veränderung sowieso stattfindet (also weshalb sollten wir uns dagegen wehren?).

      Dass Veränderung sowieso stattfinded, ist so schon richtig. Bloss stellst Du es so dar, als könne es zum status quo keine Alternative geben.

      Veränderung kann so oder so ausfallen und wir haben mit unserem Handeln z.T. in der Hand, wie.
      1 1 Melden
    • Thomas Schlittler 21.05.2017 15:14
      Highlight Reisen hat sicher immer was mit der Befriedigung des eigenen Egos zu tun. Aber nicht nur. Es geht ja auch ums Lernen. Ich wollte mit meinem Artikel folgende Fragen aufwerfen: Wie weit soll man gehen? Wann richtet das eigene Ego (zu viel) Schaden an? Müssen wir wirklich auch die letzten unberührten Flecken der Erde dem Massentourismus zugänglich machen? Venedig ist Venedig, das wird sich nicht mehr ändern. Aber muss auch der Amazonas zu Venedig werden?
      13 1 Melden
    • Luca Brasi 21.05.2017 17:35
      Highlight @Herr Schlittler: Hier noch ein Link für Herrn Schlittler, wenn er wieder zurück in Europa ist (den camerieri zuliebe ;)):

      http://en.turismovenezia.it

      Povera Serenissima Repubblica di San Marco!

      ;D
      0 3 Melden
    • Rendel 21.05.2017 18:22
      Highlight Ich sag natürlich klar nein, Herr Schlittler. Die Frage wie oft und wie weit und wohin man reisen soll, stellt sich mir jedoch nicht nur bei unberührten Flecken. Wo zieht man die Grenze? Wirklich erst bei Ureinwohnern?
      7 0 Melden
  • ivolution 20.05.2017 17:32
    Highlight Ich war vor zwei wochen in Ecuador im Amazonas, weiter südlich in Tena und ich hab ganz andere Eindrücke erhalten vom dortigen Tourismus. Es war sehr ruhig in unserer Lodge (Liana Lodge) und die Ausflüge mit den Guides war professionel aber auch herzlich. Ich kann nicht beurteilen, ob es den Indigenen vorher besser ging, aber die Welt verändert sich nun mal. Und schlussendlich liegt es in der Verantwortung der Besucher sich respektvoll zu verhalten. Ich empfehle Ecuador auf jeden Fall weiter. Ein faszinierendes Land! Der Amazonas, das Hochland, die Küste, eine herrliche Landschaftsvielfalt!
    17 0 Melden
    • Tschoumen 20.05.2017 18:44
      Highlight ja, misahuali und yasuní sind definitiv (noch) nicht so überfüllt mit pauschaltouristen aus quito und baños... weil erstens schwerer zu erreichen und zweitens teurer, da motorboote (v.a. in yasuní) micht gerne gesehen sind und noch viel mit manneskraft gearbeitet wird!
      2 0 Melden
  • Bav 20.05.2017 17:19
    Highlight Stimmt nicht ganz, durch die Touristen wird es erst interessant den Regenwald zu bewahren. Den kann man nicht einfach ganz abholzen. Es ist auch etwas gar naiv zu glauben, dass jemand Unglücklich ist wenn einer auf ein Hola como estas nicht antwortet. Das kann auch mit der Kultur zusammenhängen oder auch mit allgemeiner Tourismus müdigkeit. Das ist aber überall so wo es viele Touristen hat: Im Amazonas, in Venedig, in Luzern oder auf Ibiza.
    15 4 Melden
    • Pana 20.05.2017 18:23
      Highlight Ich antworte auch nicht auf jedes Hola Como Estas ;)

      Ausserdem ist es gut möglich, dass nicht alle Dschungel Indigenas gar kein spanisch verstehen bzw verstehen wollen.

      Quito sieht echt schön aus. Kommt auf meine Reise-Liste!
      10 0 Melden
    • Thomas Schlittler 21.05.2017 15:24
      Highlight Sie haben uns konsequent und bewusst ignoriert, das war kein Missverständnis und auch kein sprachliches Problem. Ich empfinde das als unfreundlich. Und meiner Erfahrung nach sind unfreundliche Menschen in der Regel auch unglückliche Menschen. Dass es sich um allgemeine Tourismusmüdigkeit handelt, kann aber sein. Bei Indigenas oder sehr traditionell lebenden Volksgruppen mache ich mir jeweils einfach mehr Gedanken als bei einem unfreundlichen Kellner in Venedig ...

      @Pana: Quito kann ich sehr empfehlen. War eine positive Überraschung!
      10 1 Melden
  • Tschoumen 20.05.2017 16:57
    Highlight hallo thomas und lea
    stimme euch in einigen punkten bei! vor einigen wochen war ich ebenfalls im cuyabeno und auch mich haben die unzähligen bootsfahrten gestört... ich denke jedoch, dass der tourismus nichts desto trotz eine chance ist für die region! was man nicht vergessen darf ist nämlich, dass der tourismus im ecuatorinschen amazonasgebiet noch in den kinderschuhen steckt.. dies sieht man eindrücklich, wenn man den südlichen amazonas anschaut. von puyo bis nach zamaro gibts noch nicht viel infrastruktur! am schönsten fand ich das leben mit indigenos ausserhalb von macas! abseits der pfade
    7 6 Melden
    • 2sel 20.05.2017 18:07
      Highlight Hat dein Eingabegerät auch Grossbuchstaben!?
      5 28 Melden
    • Thomas Schlittler 21.05.2017 15:27
      Highlight Lieber Tschoumen, ich hoffe, dass du recht behältst!
      2 0 Melden
  • CASSIO 20.05.2017 15:44
    Highlight assholes in an asshole's world. erinnert mich an die australier, welche in nusa dua mit ihre jetskis im wasser herumrasen und die fische vertreiben, welche die einheimischen dort zum überleben fangen müssen. der einzige unterschied ist, dass der amazonas NOCH weitgehend unberührtes land ist. je mehr jedoch der mensch einzug hält, desto grösser die gefahr, dass auch dies bald geschichte ist.
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