Deutschland

«Nazi-Shazam»? In Thüringen ein Thema. 

Thüringer Linke fordert eine «Nazi-Shazam»-App – weil die Beamten kaum Englisch können

Die Linksfraktion im Thüringer Landtag fordert eine App, mit der Nazi-Lieder erkannt werden können, so berichtet thüringen24.de

16.05.17, 21:51 17.05.17, 08:15

Hintergrund dieser kuriosen Forderung ist ein Vorfall an einem Rechtsrock-Festival, das Anfang Mai in Leinefelde stattgefunden hat. Dort trat unter anderem eine Schweizer Neonazi-Band auf, die aus dem Umfeld des «Blood & Honour»-Netzwerkes stammt, welches in Deutschland verboten ist. 

Die Beamten vor Ort konnten aber dummerweise die Liedtexte nicht prüfen – denn diese waren auf Englisch verfasst. Und den Beamten mangelte es an Englischkenntnissen.

Gegenüber thüringen24.de forderte die Sprecherin für Antifaschismus der Linksfraktion, Katharina König-Preuss, aufgrund des Vorfalls Folgendes: «Thüringen ist nicht nur Rechtsrock-Land Nummer eins, die Szene ist von hier aus europaweit über den deutschsprachigen Raum hinaus vernetzt, englischsprachige Titel sind fester Bestandteil der neonazistischen Musikszene. Um die Staatsschützer zu unterstützen, sollte der Freistaat die Entwicklung einer ‹Nazi-Shazam›-App vorantreiben, damit Beamte per Smartphone Titel automatisiert erkennen können. Dies würde die Polizeiarbeit effektiver machen und Polizeibeamte entlasten».

«Fremdsprachenkenntnisse bei der Polizei, insbesondere bei Staatsschutzbeamten, wären natürlich hilfreich, sind aber letztlich zur Erkennung indizierter Lieder nicht das Entscheidende.»

Katharina König-Preuss

«Shazam» ist eine beliebte App für Smartphones, die es ermöglicht, laufende Musiktitel zu erkennen und einem Interpreten zuzuordnen. Eine «Nazi-Shazam»-App wird dabei nicht zum ersten Mal diskutiert: Bereits 2013 sei über eine solche App diskutiert und sogar ein Prototyp dazu entwickelt worden. 

König-Preuss äusserte sich weiter: «Fremdsprachenkenntnisse bei der Polizei, insbesondere bei Staatsschutzbeamten, wären natürlich hilfreich, sind aber letztlich zur Erkennung indizierter Lieder nicht das Entscheidende. Niemand kann ernsthaft erwarten, dass Polizeibeamte sämtliche Neonazi-Lieder kennen und aus dem Kopf zuordnen können.» (ewo)

Ausgezeichnete Schweizer iPhone-Apps – und ihre Entwicklerfirmen

Das könnte dich auch interessieren:

Die «Ehe light» ist gut – doch zuerst müssen wir die «echte Ehe» für Homosexuelle öffnen

«Trennt euch!» – warum er will, dass du Schluss machst, und damit völlig falsch liegt

Loeb greift an: Diese 4 Dinge musst du über die Nestlé-Heuschrecke wissen

Facebook will eigene Serien produzieren

«Leute, die Anglizismen benutzen, gehen mir sooo auf den Sack!»

Wie sieht Eminem eigentlich gerade aus? «Sexy as fuck», sagen die einen ...

Todes-Schlepper vor Gericht

Diese kleine Kunstgeschichte des Badens bringt dich ins Schwitzen

Medikamente neu interpretiert – Teil 2!

Macron-«Tsunami» bei Parlamentswahl: Der Durchmarche

«Ich hasse geizige Menschen! S*******!»

Verloren auf dem Meer des Unwissens: Rettet den Geschichtsunterricht!

Fies! Wie Kinder-Pools in der Werbung aussehen vs. die bittere Realität

Über LinkedIn und MySpace: Russische Hacker stehlen Daten britischer Politiker

Sie haben einfach nie den Durchbruch geschafft: Die grössten Produkte-Flops der Geschichte

«Wir werden mit frischem Hass zurückkommen»: Bye Bye «Circus HalliGalli»

Grossbritanniens Regierung steht: May unterzeichnet Abkommen mit DUP

Sean Spicer – irgendwie vermissen wir ihn jetzt schon

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

Romands wollen eine Frau in den Bundesrat bringen

Quizz den Huber! Bist du schlauer als unser schlauster Mitarbeiter?

Ein Abend im Luxus-Restaurant: So sieht ein Menü für 400 Franken aus

Rap-Ikone Prodigy von «Mobb Deep» ist tot

History Porn – Showbiz Edition Teil III!

Welches Land suchen wir? Wenn du Nummer 1 nicht weisst, sind die Ferien gestrichen!

Hamilton lacht über Vettel

Sportlerpics auf Social Media: Rio Ferdinand ist eine krasse Maschine

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

So geht Apples Security gegen iPhone-Leaks vor

Zuerst schmeisst Le Pen ihren Vater aus der Partei, nun fordert dieser ihren Rücktritt

Sag mir doch einfach, dass du mich scheisse findest

Starkoch Gordon Ramsay kriegt Filet auf einem Dachziegel serviert ... und ist sprachlos

Über 2100 Bootsflüchtlinge dieses Jahr ums Leben gekommen

So viel kostet das Surfen im Flugzeug

7 Grafiken, die jede Schweizer Frau bei der nächsten Lohnverhandlung dabei haben sollte  

Marco Streller hat's per WhatsApp eingefädelt – Cristiano Ronaldo wechselt zum FC Basel! 

Dress like a «Goodfella»: So geht der perfekte Mafia-Look – vom Hut bis zum Hemdkragen

YB holt Schweizer aus der Bundesliga

Männer, je öfter, desto besser! Fleissig ejakulieren senkt das Prostatakrebs-Risiko

Verbraucht, verlacht, verlassen: Was mit denen passiert, die sich mit Trump einlassen

Team New Zealand gewinnt 35. America's Cup +++ Chiudinelli scheitert in Wimbledon-Quali

So schön feiert die Fussball-Nati von Curaçao ihren ersten Titelgewinn

Berlusconi will zurück an die Macht

15 grossartige Memes zum Wochenende, die leider viel zu sehr auf dich zutreffen

Vater fährt 2200 Kilometer, um den Herzschlag seiner Tochter in fremdem Mann zu hören

Cyber-Attacke auf britisches Parlament – und besonders ein Politiker nimmt's mit Humor

EU schafft jetzt die Roaming-Gebühren ab – darum zahlen Schweizer nun gar mehr

Mit iOS 11 kommen die Killer-Apps für Shopping-Fans und Einkaufs-Muffel

Frauenhaut verboten! 23 absurde Album-Cover-Zensuren aus Saudi Arabien

Gefahr auf dem Golan – Israel unterstützt syrische Rebellen und riskiert die Eskalation

Wenn du diese Umrisse von Berühmtheiten nicht erkennst, klauen wir dir deinen Schatten

Wow! Diese Eule kann schwimmen

Schweizer Wirtschaft profitiert von Aufschwung im Ausland

Uber ist verloren – die unglaubliche Chronologie der Uber-Fails

Uber-Chef Travis Kalanick tritt zurück

20 Gründe in Bildern, warum du deinen Bart nicht abrasieren solltest

Raucher und Trinker sollen selber zahlen – Entsolidarisierung im Gesundheitswesen?

Zu heiss fürs iPhone? Heute wird's brenzlig

Scheinbeschäftigung: In Frankreich rollen reihenweise Köpfe von Macrons Ministern

Liebe Karnivoren, lasst die Vegi-Wurst in Ruhe!

Kein Geld für teure Ferien? 13 Dinge, die du im Sommer in Züri unternehmen kannst

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7 Kommentare anzeigen
7
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • pamayer 17.05.2017 07:05
    Highlight Dümmer als die Polizei erlaubt.
    10 0 Melden
    600
  • "let's dance" 17.05.2017 05:20
    Highlight So peinlich...die Menschheit verblödet langsam....ich stell mir da Bildlich ein par Cops mit Smartphone vor der Tür vor....den Rest könnt ihr euch selbst vorstellen 😂😂😂😂😂
    9 0 Melden
    600
  • Alnothur 16.05.2017 23:02
    Highlight Nanu, sind demnächst Wahlen in Thüringen?
    17 0 Melden
    600
  • Ruffy 16.05.2017 22:56
    Highlight Englischkurse wären evtl. günstiger...
    49 2 Melden
    600
  • Madison Pierce 16.05.2017 21:58
    Highlight Shazam funktioniert leider nicht bei Live-Musik.
    36 0 Melden
    • 20Cent 16.05.2017 22:09
      Highlight Dafür soundhound 😉
      19 0 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 16.05.2017 22:18
      Highlight Geht ja auch nicht darum die Lieder als Nazi-Gedankengut zu enttarnen, wenn diese bereits live am auftreten sind.
      14 5 Melden
    600

«Sie ist nicht gefallen» – der Schweizer DDR-Botschafter, dem der Mauerfall missfiel

Der Historiker Bernd Haunfelder hat für sein Buch «Die DDR aus Sicht schweizerischer Diplomaten 1982 – 1990» bisher unbekannte Akten des EDA aufgearbeitet – und dabei Erstaunliches zu Tage gefördert.

Der «Tages-Anzeiger» stiess am 9. November 1989 auf bundesrätliche Gleichgültigkeit. Während die Bilder der gefallenen Mauer über unzählige Fernseher flimmerten und zeigten, wie DDR-Bürger zu Tausenden in den Westen strömten, versuchten Journalisten eine Stellungnahme des Schweizer Aussenministers René Felber zu bekommen. Doch dieser schien sich nicht für das revolutionäre Ereignis zu interessieren. Sein Sprecher meinte, der Bundesrat könne nicht zu allem seine Meinung äussern – …

Artikel lesen