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Bitcoin-Messe in Hongkong. Die Chinesen lieben die Kryptowährung.
Bild: JEROME FAVRE/EPA/KEYSTONE

Der Traum ist geplatzt: Die Bitcoins befinden sich fest in chinesischer Hand

Satoshi Nakamoto wollte eine Art Geld-Wikipedia schaffen. Stattdessen ist ein Monopol entstanden, das von ein paar chinesischen Unternehmen kontrolliert wird.

05.07.16, 15:09 06.07.16, 19:36

Bitcoins stammen ursprünglich aus der Szene der Cypherpunks, einer Art libertären IT-Anarchisten, die den Staat hassen und für möglichst viel Freiheit in allen Bereichen kämpfen. Für sie sind die Bitcoins mehr als nur eine Währung. Sie verbinden damit einen Traum: Es entsteht eine globale Währung, die dezentral organisiert wird. Die Zentralbanken werden überflüssig, der Staat schwach und schwächer, die Märkte triumphieren, so wie es die österreichische Schule der Ökonomie (Ludwig von Mises, Friedrich Hayek) schon immer gefordert hat.

«Kein Chinese legt sich für Bitcoins ins Zeug, weil er die libertäre Ideologie teilt oder weil er hofft, Regierungen zu stürzen.» 

Bobby Lee, CEO von BTCC

Die Realität der Bitcoins hat nichts mit diesem Traum gemein. Inzwischen wird die Kryptowährung monopolartig kontrolliert. «Über 70 Prozent aller Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk laufen über bloss vier chinesische Firmen, bekannt als Bitcoin-Mining-Pools», berichtete kürzlich die «New York Times».  

Computer, die von der spanischen Polizei beschlagnahmt wurden, weil damit versucht wurde, Bitcoins zu fälschen. Bild: EPA/EFE

Obwohl die chinesische Regierung den Gebrauch von Bitcoins im eigenen Land untersagt, sind die chinesischen Bitcoin-Börsen weltweit führend und für fast die Hälfte aller Transaktionen verantwortlich. Die Chinesen bauen ihre Vorherrschaft zudem immer weiter aus. So hat der Internetgigant Baidu zusammen mit drei Banken das amerikanische Bitcoin-Unternehmen Circle gekauft.  

Die passionierten Gambler lieben die Bitcoins

Anders als die Cypherpunks sind die Chinesen knallharte Rechner. Sie haben erkannt, dass die Bitcoins zu einem Milliardengeschäft geworden sind und wollen daran teilhaben. «Kein Chinese legt sich für Bitcoins ins Zeug, weil er die libertäre Ideologie teilt oder weil er hofft, Regierungen zu stürzen», spottet Bobby Lee, CEO von BTCC, einer Bitcoin-Firma in Shanghai.   Es sind andere Gründe, die Bitcoins für die Chinesen attraktiv machen. Sie sind zum einen passionierte Gambler und lieben die nach wie vor grossen Kursschwankungen der Kryptowährung. Zudem bietet sich ihnen so eine Gelegenheit, einen Teil ihres Vermögens ins Ausland zu schaffen.

China bietet schliesslich ideale Bedingungen für das Herstellen von Bitcoins. Dazu braucht es gewaltige Computerleistungen, die wiederum grosse Mengen an Strom verschlingen. Die staatliche chinesische Wirtschaft hat die Eigenschaft, sich gelegentlich zu verschätzen und Elektrizitätswerke an Orten zu bauen, wo sie gar nicht gebraucht werden. Das nützen die Bitcoin-Unternehmer aus. Sie bauen die Bitcoin-Fabriken in unmittelbarer Nähe dieser Anlagen und erhalten deshalb sehr billig Strom.  

Die Chinesen liessen die Amerikaner abblitzen

Gleichzeitig haben sie sich zu Pools zusammengeschlossen, zu denen sie auch kleinen Minern Zutritt gewähren. So sind sie in der Lage, die Szene zu kontrollieren, sehr zum Ärger der Amerikaner. «Die Konzentration ist kein gutes Zeichen», klagt Edmin Gun Sirer, Professor an der Cornell University und Bitcoin-Spezialist. «Wir müssen uns ernsthaft um das Problem kümmern, wenn wir immer noch an die Dezentralisierung glauben.»

Dazu könnte es allerdings bereits zu spät sein. Im vergangenen April liessen die Chinesen eine amerikanische Delegation kühl abblitzen. Die Amerikaner wollen die Kapazität der Blockchain ausbauen und das Netzwerk ausweiten. Daran haben die chinesischen Monopolisten logischerweise kein Interesse.  

Monopol anstatt Geld-Wikipedia

Satoshi Nakamoto, der mysteriöse Erfinder der Bitcoins, wollte mit dieser Währung eine Art Geld-Wikipedia schaffen, ein System, in dem Freiwillige zusammen mit ausgeklügelter Software ein gleichzeitig globales und dezentralisiertes Währungssystem unterhielten. Entstanden ist ein straff organisiertes Monopol.

Das sollte auch den Anhängern der österreichischen Schule zu denken geben.

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  • kosmo 23.07.2016 20:19
    Highlight

    Bitclub Mining Network..
    0 0 Melden
  • Sososo 06.07.2016 16:03
    Highlight löpfes headline trifft leider (vorerst) zu. nebst der technologischen innovation, hatte man auch eine soziale umwälzung in aussicht gestellt. der kleine mann sollte leichteren zugang zum wirtschaftskreislauf bekommen, weniger abhänig von staatlichen institutionen, der grossfinanz und anderen playern des establishments sein. diese emanzipation hat sich sehr beschränkt vollzogen. die mächtigen haben es geschaft ihren einfluss/marktmacht in der blockchain zu übersetzen. dass die blockchain dazu in ihrer funktionsweise nicht korrumpiert werden musste, ist kein trost/erfolg. ganz im gegenteil :(
    1 1 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.07.2016 23:06
      Highlight So ein Quatsch. Bitcoin ist in Thailand, auf Bali und mehreren Regionen in Indien und in Kenya und ein paar anderen Länder ein valables elektronisches Zahlungsmittel. Die Technologie ist noch keine 10 Jahre alt, das nächste Hapvening steht kurz bevor. Also der Ausgang ist definitiv noch vollends offen.
      2 0 Melden
  • .jpg 06.07.2016 13:29
    Highlight 1.) Geografische stellen haben keinen Faktor auf Bitcoins.
    2.) Ja der Staat hat keinen Einfluss auf die Bitcoin Währung und wird es wohl auch nie haben.

    Aus meiner Sicht immer noch Ziel erreicht Herr Löpfe.
    Was gibt es noch zu kritisieren? Es haben sich halt freie menschen zusammengesetzt und haben das Ziel verfolgt möglichst viele Bitcoins minen zu können.
    Weder Staat noch Banken haben hier was zu melden also aus meiner Sicht über nichts in die Hose gegangen.
    Das mit der Monopolartigen Kontrolle war totale Angstmacherei.
    Kontrollieren kann es so gut wie niemand. Jeder kontrolliert für sich.
    6 0 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.07.2016 23:07
      Highlight Genau! Und das egoistische monetäre Interesse der Miner ist auch die Garantie, dass sie ihre Position nicht missbrauchen. Denn verliert Bitcoin seinen Wert/Ruf trifft es die vier Mining Companys existenziell.
      1 0 Melden
  • Christopher Zechendorf 06.07.2016 10:37
    Highlight Für das Bitcoin-Netzwerk ist es egal an welcher Stelle auf dem Globus das Mining stattfindet.

    Die Pools üben auch keinerlei "monopolartige Kontrolle" aus, sondern sie verarbeiten einfach die Transaktion nach den vorgegebenen Regeln. Ganz im Sinne des Bitcoin Whitepaper von Satoshi und den Österreichern wie Hayek. An dieser Stelle ist der Artikel faktisch falsch.

    Die Pools haben abgelehnt, das Protokoll, also die Regeln, nach den Wünschen einer Minderheit zu ändern. Ich würde dieses Verhalten von Marktakteuren allerdings nicht als straff organisiertes Monopol bezeichnen.
    4 0 Melden
  • jSG 05.07.2016 22:00
    Highlight Kann mir mal irgendjemand das ganze (Bitcoin allgemein und den Artikel) erklären? Ich verstehe nur Bahnhof.
    3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.07.2016 19:11
    Highlight Für Bitcoin gibt es kein besserer Kontraindikator als wenn er von der Mainstream Presse wiedermal beerdigt wird.

    Vielleicht verschwindet er tatsächlich wieder. Das wird dann aber wahrscheinlic so schnell gehen, das niemand Zeit haben wird die Beerdigung anzukündigen.

    Ich bin zuerst mal auf das nächste Halving gespannt. Das dauert ja nur noch einpaar Tage.
    4 4 Melden
  • MaskedGaijin 05.07.2016 18:26
    Highlight also wenn sie die libertäre Idee nicht unterstützen, finde ich das eher positiv.
    4 5 Melden
  • Spir0u 05.07.2016 17:42
    Highlight Ich finde dieses Thema sehr spannend und habe eine gute Alternative entdeckt, denke ich. Sie nennt sich Rimbit und verzichtet auf das anfällige "mining", das heisst es bringt nichts, sehr viel rechenpower zu haben. Lässt man aber die Applikation offen, wird man durch Zinsen belohnt.
    3 5 Melden
  • Skeptischer Optimist 05.07.2016 17:38
    Highlight Bitcoin, geschaffen von Scharlatanen für Scharlatane zeigt seine Stärken ......
    8 12 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 01:31
      Highlight Der oder die Erschaffer von Bitcoin sind unbekannt. Pseudonym: Satoshi Nakamoto. Genauso unbekannt deren/dessen Motivation. Es kann schon sein, dass Scharlatanerie (Steuerflucht) eine gewisse Rolle gespielt hat.

      Ich finde es aber unfair, wenn du alle Blockchain-Tüftler in den gleichen Topf wirfst. Die meisten von ihnen sind absolut integre Menschen mit überdurchschnittlich hohen ethischen und moralischen Ansprüchen an sich selbst. Sie sind das Gegenteil von Scharlatanen. Es wären Vorbilder!
      3 1 Melden
  • mal! 05.07.2016 17:36
    Highlight Zugegeben, der aktuell Stand von Bitcoin. Ist kompliziert, aber in dem Artikel Stimme wieder mal so einiges nicht. Es stimmt zwar, dass chinesische Pools aktuell am meisten Hashrate vereinen, aber sonst ist so einiges falsch. Zb die dämliche Bildunterschrift von angeblich spanischen Computern mit denen man "Bitcoins fälschen" wollte. Da hat jemand arg keine Ahnung von der Materie. Oder der Quatsch mit der angeblich abgeblitzten Ami Delegation (das war Garzik mit seinem Classic Vorschlag, der leider eine Minderheit der Bitcoin Community repräsentiert). Besser recherchieren oder schweigen.
    20 2 Melden
    • Philipp Löpfe 06.07.2016 07:22
      Highlight Die Bilderunterschrift ist tatsächlich problematisch. Doch seid gnädig: Wir Journis haben bei den Bitcoins das Problem, dass wir ständig mit den ewig gleichen Symbolbildern arbeiten müssen.
      2 7 Melden
    • .jpg 06.07.2016 13:31
      Highlight Herr Löpfe,
      Gehen sie nochmals hinter die Bücher. Sind sie eine Liberaler Journalist?
      0 1 Melden
  • Kronrod 05.07.2016 17:10
    Highlight Ein Monopol ist, wenn ein Anbieter allein den Markt dominiert. Hier sind es vier, die zusammen 70% haben. Bestenfalls kann man von einem Oligopol sprechen. Alles andere ist sachlich falsch.
    32 6 Melden
    • Philipp Löpfe 05.07.2016 19:46
      Highlight Ein bisschen haarspalterisch, zumal zwei der vier deutlich dominanter sind.
      9 27 Melden
    • mpo 05.07.2016 20:21
      Highlight Auch zwei sind noch immer ein Oligopol und kein Monopol ;)
      24 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:34
      Highlight Eigentlich geht's nur um die Frage, ob es den Chinesen (oder sonst wem mit viel Power) gelingt, das System zu korrumpieren. Das gelingt den Chinesen nicht. Sie korrumpieren das System nicht, sondern halten es am Laufen. Und wenn sie ihr Zeugs abstellen, läuft's einfach anderswo auf dem Planeten ohne Chinesen weiter. Also kein grosses Problem.

      Monopol geht gar nicht. Innerhalb der Bitcoin-Community herrscht auch darüber Einverständnis, dass ein Oligopol ebenso absolut nicht drin liegt. Insofern hat Bitcoin tatsächlich versagt, aber es sind Lösungen in Sicht.
      7 2 Melden
    • demokrit 05.07.2016 22:47
      Highlight Ein Monopol existiert sowieso nur in der Wirtschaftstheorie bzw. im theoretischen Elfenbeinturm nicht aber in der Praxis. Es ist darum nicht falsch, z.B. bei Google von einem Monopol zu sprechen, obwohl es ja noch Bing und andere gibt, weil Google den Markt sowohl prozentual als auch technologisch dominiert.
      5 1 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.07.2016 23:15
      Highlight Meine Manipulation von seiten der "Chinesen" könnte zu einem wertzerfall führen....und sie haben einen grossen Schaden dadurch.
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 23:55
      Highlight Würden die "Chinesen" (oder wer auch immer zuviel Power auf sich vereint) die Blockchain manipulieren, dann würde das technisch gesehen auf eine Spaltung der Blockchain hinauslaufen. Es gäbe dann eine chinesische Blockchain, die sich von der Bitcoin-Blockchain der restlichen Welt abspaltet. Es sind nacher zwei verschiedene Cryptowährungen.

      Betreffend Mono-/Oligopol wäre noch zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl anderer Cryptowährungen gibt, auf die jeder ohne weiteres ausweichen kann, zB. wenn einer aus Prinzip keine Chinaware will. Das geht. Und das hält die Chinesen im Zaum. ;)
      2 0 Melden
  • Amboss 05.07.2016 16:32
    Highlight Jetzt mal ehrlich:
    Betrifft, rsp. intressiert das Thema irgendwen, ausser ein paar Technikfreaks?
    Das geht doch an der grossen Masse sowas von vorbei.

    Sollen doch die Chinesen mit den Bitcoins machen, was sie wollen.


    Oder kann mir irgendwer sagen, weshalb ich mit dieser Ansicht falsch liegen sollte?
    27 105 Melden
    • NiemandWirklich 05.07.2016 16:40
      Highlight Es ist durchaus auch eine interessante Entwicklung aus wirtschaftlicher Sicht. Der Artikel endet nicht ohne Grund mit "(...) sollte auch den Anhängern der österreichischen Schule zu denken geben."
      37 4 Melden
    • Hubsyn 05.07.2016 16:57
      Highlight Genau, viel interessanter wäre doch ob Kim Kardashian eine neue Haarfarbe hat. Ihr PC hat diesen Artikel ja nicht automatisch ausgewählt, sie haben bewusst darauf geklickt. Worauf ich hinaus will ist glaube ich klar.
      18 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:01
      Highlight Ja, Amboss. Ich versuch's... ;)

      Bitcoin ist eine praktische Anwendung (Proof of Concept) einer "revolutionärer IT-Technik" namens Blockchain.

      Deswegen "revolutionär" und relevant, weil es auch starke politische Komponenten und Beweggründe enthält.

      Im Grunde genommen geht es um Peer-To-Peer-Technologie, bei der die Technik so gestaltet wird, dass sie Macht-/Information-/Vertrauens-Kummulationen bei einzelnen Peers verunmöglicht, und somit jeder Peer gleichberechtig ist.

      Etwas fachlicher zB. da:

      https://gnunet.org/sites/default/files/fk-2016-1-p46.pdf

      Relevant?
      10 0 Melden
    • Amboss 05.07.2016 17:02
      Highlight Natürlich ist es intressant.
      Aber das war nicht meine Frage.

      Meine Frage ist, ob es relevant ist. Ob es uns betrifft. Diese Bitcoins sind doch eine vernachlässigbarer Player und werden es doch auch bleiben.
      5 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.07.2016 17:07
      Highlight Das Finanzsystem wie es heute existiert ist am Ende. Die Notenbanken überbieten sich gegenseitig mit Geld drucken. Schulden wachsen exponentiell.

      Gefragt sind Lösungen die ausserhalb des Bankensystems liegen. Das sind zum Beispiel Bitcoin und Gold die Chinesen kaufen beides im grossen Stiel.

      Dollar die täglich neu gedruckt werden, gegen Bitcoin und Gold tauschen ist darum nicht die dümmste Idee.
      Ob das dann auch die einzige Richtig ist, sei mal dahin gestellt.
      12 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:20
      Highlight Diese Österreicher lebten in einer anderen Zeit und sind längst gestorben.

      Ich finde es etwas schräg, deren Ideen vom letzten Jahrhundert über Liberalismus mit den Peer-To-Peer-Freiheits-Ideen der "Cypherpunks" in Verbindung zu bringen.

      Genausogut könnte man auch die kommunistischen Ideen von Marx zitieren, oder gleich die Nächstenliebe aus der Bibel, oder?
      4 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.07.2016 17:36
      Highlight Solange sich Geld damit machen lässt, werden sich auch mehr als nur "ein paar Technikfreaks" dafür interessieren.
      8 1 Melden
    • Philipp Löpfe 05.07.2016 19:00
      Highlight Zwei Dinge: Bitcoins können möglicherweise wieder verschwinden, aber die damit verbundene Blockchain-Technologie nicht. Sie wird heute schon von Banken wie UBS abgewandt. Was die Österreicher betrifft: Die Bitcoin-Gemeinde beruft sich immer wieder ausdrücklich auf sie.
      12 2 Melden
    • Amboss 05.07.2016 19:42
      Highlight @lorent, 1702: besten Dank, muss es mal genau studieren.

      Ich frag mich immer noch, wie relevant es wirklich ist. Ein spannendes Konzept, aber läuft die Wirtschaft nicht daran vorbei?


      @Löpfe: wie setzt denn die UBS Blockchain ein?
      0 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:19
      Highlight Doch, Amboss: Die Wirtschaft läuft zur Zeit daran vorbei.

      Das liegt daran, dass das ganze noch nicht wirklich ausgereift ist, und noch einige Probleme gelöst werden müssen, bevor es dann massentauglich und für jedermann praktikabel wird.

      Es ist meines Erachtens relevant, weil die in Bitcoin verwendeten theoretischen Konzepte (Peer-To-Peer und Blockchain) auch eine gewisse politische Sprengkraft enthalten (und daher als "revolutionäre" Technologien gelten).

      UBS/Blockchain: Die Technologie macht dezentralisierte Interbanken-Transaktionen ohne SWIFT (und NSA) möglich.
      2 0 Melden
    • Mr. Meeseeks 05.07.2016 20:45
      Highlight Blockchain mag zwar für ein relativ kleines System wie Bitcoin, betrieben von Chinesen und Enthusiasten, funktionieren. Ich habe aber grossen Zweifel daran, dass sich Blockchain im grossen Stil durchsetzen wird. Das Problem bei Blockchain ist die Ineffizienz, jede Transaktion muss ja zwingend mehrfach repliziert werden und die Datenbank muss auch mehrfach, nämlich von jedem Node, vorgehalten werden. Das verteuert jede mögliche Form der Anwendung und die Kommunikationswege müssten massiv ausgebaut werden. Daran wird jeder Businesscase zugrunde gehen.
      3 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 21:10
      Highlight Mr. Meeseeks: Du hast recht, was die Skalierbarkeit und Ineffizienz anbelangt. Aber du vergisst zwei Sachen:

      1. Moore's Law (die benötigte Kapazität steht bereits zur Verfügung, und sie verdoppelt sich alle zwei Jahre); und

      2. es gibt Erfolg versprechende Konzepte, die möglich machen, die Blockchain nötigenfalls auf 50 Milliarden gleichberechtigte Peers ohne wesentlichen Effizienzverlust zu skalieren.

      Die Probleme deines Business-Case lassen sich lösen. Vielleicht nicht mit Bitcoin (dort ist vorallem das Proof-Of-Work-Konzept ein Problem), aber es gibt auch anderes, besser skalierbares.
      2 1 Melden
    • Amboss 05.07.2016 21:17
      Highlight @lorent: Ich weiss, es ist so eine Sache mit den Vergleichen, aber ist es nicht so wie bei den Messenger: Die riesige, riesige Masse benutzt halt doch Whatsapp.
      Und irgendwo in der Nische, benutzen ein paar Spezialisten das eigentlich viel bessere Threema...

      Gut, gibt's es das, aber für die meisten kein Thema
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 21:28
      Highlight Doch Amboss. Genauso ist es. Die grosse Masse bestimmt. Die Macht des Volkes.

      Wenn die Public-Blockchain-Technologie irgendwann einmal erfüllt, was sie verspricht, dann wird das daran zu erkennen sein, dass plötzlich alle mitmachen wollen (und Facebook/Whatsapp, Google, Apple etc. erhebliche Einnahmequellen verlieren). Solange das nicht passiert, ist die Technologie noch nicht wirklich reif genug, und erfüllt offenbar noch nicht, was sie verspricht. Aber ich bin zuversichtlich. ;)
      3 0 Melden
    • Philipp Löpfe 05.07.2016 22:00
      Highlight Danke Lorant
      3 1 Melden
    • Amboss 05.07.2016 22:38
      Highlight @Lorent: Aber wird sich das Durchsetzen?
      Das wichtigste Argument ist doch, dass man sich ausserhalb des "normalen" Geldsystems bewegt.
      Wird aber alles von China kontrolliert, ist obiges Argument quasi hinfällig...

      Genügt das, um die Grosse Masse anzulocken? Bin skeptisch
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 23:02
      Highlight Ja, Amboss. Ich glaube, die Blockchain-Technologie wird sich durchsetzen.

      China "kontrolliert" Bitcoin nicht, sondern hält es am Laufen. Es geht keine Gefahr durch diese Kummulation in China aus. Es ist nur einfach sehr unschön, von einem theoretisch/politischen Standpunkt aus gesehen.

      Die sichtbare China-Kummulation widerspricht den Public-Blockchain-Ideen, welche genau das verhindern sollten. Die Ursachen sind bekannt. Insofern ist Bitcoin gescheitert.

      Aber es sieht dennoch sehr danach aus, dass man diese Probleme von Bitcoin noch in den Griff kriegen wird. Daher bin ich optimistisch.
      1 0 Melden
    • Amboss 05.07.2016 23:31
      Highlight Ich kann dies überhaupt nicht beurteilen, man wird sehen.

      Was ich einfach nicht sehe ist ein Nutzen für die breite Masse.
      Ich sehe nicht, welche Vorteile für mich (ziemlich normaler Familienvater Mitte dreissig) hat.
      Deshalb bin ich skeptisch, dass es sich durchsetzen wird
      1 0 Melden
    • demokrit 05.07.2016 23:31
      Highlight @Laurent: Was sind die Ursachen?
      0 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 23:50
      Highlight demokrit: Die Validierung/Konsensbildung basiert auf einem Konzept namens "Proof of Work".

      https://de.wikipedia.org/wiki/Proof_of_Work

      Es werden zur Validierung unsinnige, mathematische Rätsel gelöst, die sehr viel Rechenkapazität benötigen.

      Das ist eine Verschwendung von Strom und Computerleistung.

      Und es führt eben auch dazu, dass diejenigen, die die Kapazitäten bereitstellen können, mehr Möglichkeiten haben als alle anderen.

      Das widerspricht diametral der Zielsetzung. Daher gilt das Proof-Of-Work-Konzept von Bitcoin als gescheitert. Es gibt aber vielversprechende Alternativen.
      1 0 Melden
    • demokrit 06.07.2016 00:38
      Highlight @Lorent: Ich dachte die mathematischen Rätsel werden fürs Geldschöpfen (mining) gelöst. Was meinst du mit Validierung/Konsensbildung? Von Transaktionen?

      @Amboss:
      Der Vorteil ist, so weit ich es verstanden habe, das du für die Zahlung dann keine Bank mehr brauchst. Die Zahlung findet ohne intermediär statt, was ja an sich sympathisch ist. In der Stadt Zug kann man jetzt gewisse Einwohner-Dienstleistungen mit Bitcoins bezahlen.
      0 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 02:44
      Highlight demokrit:

      "Mining" heisst bei Bitcoin,

      1. alle pendenten (noch nicht verbuchten) Transaktionen auf Korrektheit zu überprüfen (das ist easy);

      2. und dann alle Transaktionen in einem Block zusammenzufassen;

      3. und einen Beweis generieren, dass er an diesem Block gearbeitet hat (die Lösung zu einem schwierigen Rätsel, welches ohne Kenntnis des Block-Inhalts unlösbar ist).

      4. den errechneten neuen Block allen Teilnehmer zu präsentieren.

      Die präsentierte Lösung (der neue Block mit allen Transaktionen drin) lässt sich dann von jedermann einfach auf Korrektheit überprüfen.
      3 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 02:50
      Highlight demokrit:

      Theoretisch kann aber jeder Miner auch falsche/illegale Transaktionen liefern und das Rätsel lösen. Oder zwei oder mehrere Miner präsentieren gleichzeitig gültige, neue Blöcke.

      Es passiert hin und wieder, dass mehrere Blöcke herumgeistern, zum Teil sogar mit widersprüchlichen Daten. Welcher Block ist nun der richtige? Mit welchem von mehreren Blöcken soll die Blockchain weiterfahren? Für diese Entscheidung braucht es einen gemeinsamen Konsens.

      Die Konsensfindung bei Proof-Of-Work ist relativ einfach. Die längste Blockchain ist die gültige. Denn an ihr wurde am meisten gearbeitet.
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 03:32
      Highlight noch zum Geldschöpfen, demokrit:

      Wenn ein Miner einen neuen Block präsentieren kann (das Rätsel gelöst hat), dann darf er sich 25 Bitcoins (aktuell ca. CHF 16'000) Belohnung gutschreiben. Die entstehen dann quasi aus dem Nichts. So entstehen neue Bitcoins.

      Allerdings funktioniert das nur, wenn der präsentierte Block den Konsens findet, also bei den anderen Minern auf Zustimmung stösst.

      Die Prämie wird von Zeit zu Zeit halbiert (immer nach 210'000 Blocks, ca. alle vier Jahre). Eine Halbierung auf 12.5 Bitcoin steht unmittelbar bevor (in ca. 3 Tagen).

      http://www.bitcoinblockhalf.com/
      3 0 Melden
    • Amboss 06.07.2016 09:14
      Highlight @Lorent:
      Danke für deine Ausführungen, sehr intressant.

      Es wird also immer "uninteressanter", neue Blocks zu erstellen?

      Was passiert eigentlich, wenn die maximale Menge Bitcoins erreicht ist?


      Aber nochmals: Ich frage mich wirklich, was für mich also Otto Normalverbraucher der Anstoss sein kann, Bitcoin zu verwenden?
      Schlussendlich ist es doch einfach ein Zahlungsmittel.
      Ob das jetzt via Bank oder wasauchimmer läuft, kann mir doch ziemlich wurscht sein.
      Deshalb zweifle ich, ob es sich in der grossen Masse durchsetzen wird...
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.07.2016 10:51
      Highlight Amboss: Der Vorteil einer Bitcoin überweisung gegenüber einer Banküberweisung ist:
      1. viel billiger als bei der Bank, nicht ganz gratis aber fast
      2. viel schneller dauert nur wenige Minuten
      3. Es gibt keinen Vermittler (Bank) der zum Beispiel bankrott gegen könnte
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    • demokrit 06.07.2016 13:28
      Highlight @Lorent: Danke, du kennst dich gut aus. Erfolgt die Halbierung gemäss dem Moore'schen Gesetz, also wegen der steigenden Rechenpower? Was benötigt man für eine Hardware, um so einen Block à CHF 16'000 zu berechnen? Ist das Ganze für Privatpersonen ein Geschäft? Wie werden illegale Transaktionen erkannt?

      @Ben88: Kundengelder von Banken sind doch rechtlich extrem gut geschützt. Da ist die Chance doch grösser, dass Bitcoins aus irgendwelchen Gründen plötzlich wertlos werden. Ein Vorteil ist natürlich, dass der Staat und die Nationalbanken keine Kontrolle mehr darüber haben.^^
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    • Gelöschter Benutzer 06.07.2016 14:50
      Highlight @demokrit: bei einer Inlandszahlung kann das ja sein. Bei Zahlungen nach Libyen oder Venezuela, oder mit Diensten wie PayPal oder Moneygramm wäre ich da nicht so sicher.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 16:55
      Highlight Amboss: Als Otto N. brauchst du keine Bitcoins. Ausser:

      Weltweite, schnelle Zahlungsvorgänge, allerdings nur für die Überweisung selbst. Hartgeld wird in Bitcoins umgewandelt, dann überwiesen, und der Empfänger wechselt zurück zu Hartgeld. Somit fallen die Währungsschwankungen nicht ins Gewicht. Die Überweisung ist (zur Zeit) praktisch kostenlos.

      In Milieus, wo es chic ist, mit Bitcoins zu bezahlen. In diesen Fällen rechnen meist sowohl Käufer wie Verkäufer in Hartwährung.

      Wenn dir deine Bank entsprechende Apps anbietet, die das hin-/zurückwechseln/überweisen vereinfachen und beschleunigen.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 17:05
      Highlight Amboss:

      Das "Schürfen" wird theoretisch (!) nicht uninteressanter.

      Gemäss Satoshis Metrik halbieren sich die Einnahmen alle vier Jahre. Nach Moore's Law verdoppelt sich die Leistung zum gleichen Preis alle zwei Jahre. In vier Jahren wird die vierfache Leistung nur ein Viertel kosten, aber die Einnahmen halbieren sich nur. Von dem her müsste es eher interessanter werden.

      Aber das ist alles Theorie. Niemand ist ein Prophet.

      Es hängt letztlich auch vom Währungskurs und Strompreis ab, denn die Miner bezahlen ihre Computer und den Strom für gewöhnlich in Hartwährung.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 17:16
      Highlight Amboss:

      Es wissen die Götter, was passieren wird, wenn alle Bitcoins geschürft sind. Es wird noch Jahrzehnte dauern.

      Die Szenarien reichen von einem Extrem (Bitcoin wird den Dollar als Weltwährung ersetzen) zum anderen (Bitcoin wird sich selbst zerstören).

      Sicher ist nur, dass dann keine neue Bitcoins geschürft werden können.

      Schon heute kann man die Miners auch für's Überweisen belohnen. Die Miners können Transaktionen ablehnen oder bevorzugen, je nach (vom Sender) offerierten Transaktions-Gebühren.

      Die Belohnung würde künftig vermutlich nur noch über Transaktionsgebühren finanziert.
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 20:32
      Highlight demokrit: Die Halbierung erfolgt, um die Gesamtmenge (auf 21 Mio) zu begrenzen. Es ist aber nicht klar, warum sich Satoshi für dieses Modell und für diese Metrik entschieden hat. Das Moore'sche Law war vermutlich Teil seiner Überlegungen.

      Hardware kann man eigentlich jede nehmen. Grafikkarten haben spezialisierte Chips, die sich noch besser eignen.

      Diesbesbezüglich wird die Leistung in "Hash pro Sekunde" (h/s) gemessen. Ein Berechungsbeispiel, wieviele Hashs/Bitcoin es braucht, siehst du da:

      http://bitcoin.stackexchange.com/questions/12013/how-many-hashes-create-one-bitcoin
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 20:41
      Highlight demokrit: "Hash" in diesem Kontext ist wie "einmal Lotto spielen". Wer mehr Lotto spielt, hat mehr Gewinnchancen. Man braucht daher eine Hardware mit möglichst vielen Giga-Hashs pro Sekunde.

      Für Privatanbieter (mit wenig h/s) gleicht das eher eine Lotterie, und lohnt sich wohl kaum. Für Hardware-Gurus aber vielleicht schon.

      Illegale Transaktionen sind zB. unsignierte, oder wenn das Guthaben nicht ausreicht. Illegal sind auch Transaktionen, die bereits (in der Blockchain) verbucht wurden. Das sind alles Checks, die einfach sind, und die von jedem einfach überprüft werden können.
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    • kosmo 23.07.2016 20:24
      Highlight
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  • alessawardo 05.07.2016 16:12
    Highlight Auf den Punkt gebracht. Man muss ein grenzenloser Optimist sein, um zu denken, dass der Mensch etwas ohne egoistische Gedanken macht.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:31
      Highlight alessandro: in der (mathematischen) Spieltheorie gibt es zahlreiche Beispiele die zeigen, dass ein ausschliesslich egoistisches Verhalten auch (zwangsläufig) zu ausgeprägten Altruismus führen wird. Wichtig wäre demnach, solche "Spiele" (bzw. Spielregeln) zu fördern.

      Bitcoin hat's versucht, ist gescheitert, schon lange, alle wissen es, aber Aufgeben ist keine Option, weil man die Probleme lösen kann. Optimistisch, okay.

      Gerade deswegen bin ich optimistisch, weil alle Menschen Egoisten sind und das wirklich gut können.
      4 1 Melden
    • Moe Mentmal 05.07.2016 18:38
      Highlight Das Problem solcher Theorien ist leider, dass sie die Komplexität sozialen Handelns soweit reduzieren (müssen), dass sie am Ende an der Realität scheitern. Mag mich da noch gut an Diskussionen über absurde Modelle mit einem VWL-Studi-Mitbewohner erinnern.
      5 2 Melden
    • alessawardo 05.07.2016 18:57
      Highlight Das Problem, welches ich in der Spieltheorie sehe (auch wenn ich sie bemerkenswert finde), ist die Tatsache, dass ein Mensch nie so rational reagieren wird wie vorgesehen. Gewisse Emotionen und Gefühlsregungen passieren aus dem Affekt.
      Der lebenserhaltende Egoismus (Triebtheorie, Verteidigung und Sicherung des Eigenen) mag rational begründbar sein, doch ist kein Mensch mehr so extrem darsuf fokussiert, wie von der Spieltheorie angenommen.
      Falls ich kompletten Schwachsinn erzähle, kannst Du gerne dagegenhalten.
      Ich bleibe pessimistisch.
      5 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 19:57
      Highlight Nein, allessawardo. Was du sagst, ist kein kompletter Schwachsinn. Es ist Tatsache. Die mathematische Spieltheorie funktioniert nur, wenn man allen Akteuren rationales Handeln unterstellt. Das ist bei Menschen eher unrealistisch.

      Hier geht es aber nur darum, die Netzwerk-/Kommunikations-Technik so aufzubauen, dass sich die einzelnen technischen Komponenten (nicht die Menschen) nach spieltheoretisch rationalen Regeln verhalten müssen, und dass dadurch alle Komponenten untereinander gleichberechtigt sind, um somit technikbedingte human/irrational motivierte Machtkummulationen zu verhindern.
      4 0 Melden
    • alessawardo 05.07.2016 22:23
      Highlight Stimmt, da pflichte ich Dir bei.
      2 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.07.2016 16:10
    Highlight Ich verstehe die Aussage dieses Artikles nicht.
    Das in Bitcoin investiert wird, ist doch ein Zeichen das es um Geld geht, das ist ja der Sinn von Bitcoin.

    Der Mining Profit wird sich in den nächsten Wochen eh, halbieren, wenn der Kurs nicht weiter steigt.

    Was heisst die Chinesen liesen die Amis ablitzen?
    Ist denn der Kampf zwischen Core und Classic entschieden?

    Das Bitcoin dies wahrscheinlich nicht die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme sein wird, sollte auch klar sein.

    Die Blockchain Technologie halte ich aber für eine der revoltutionärsten Erfindungen in der IT seit langem.

    15 3 Melden
    • Philipp Löpfe 05.07.2016 19:47
      Highlight Was die Blockchain Technologie betrifft, bin ich ganz bei dir.
      2 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.07.2016 15:55
    Highlight Habe noch nie Bitcoins benutzt, wozu auch? Auch die muss man mit "echtem" Geld kaufen. Es geht den Bitcoin Usern doch darum, günstiger zu kommen = kapitalistisches Denken. So sind die User Teil dieses Systems dass nun verteufelt wird, Ätsch!
    12 18 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 16:46
      Highlight bcZcity: Bitcoins (ohne die angesprochenen Schwächen) würde den bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen, ohne dass man einer Drittpartei (Banken, Post, Kreditkartenfirma, Währung, IWF) vertrauen muss. Solche Vertrauensverhältnisse sollen möglichst vermieden werden, weil daraus Machtkummulationen resultieren, die für gewöhnlich dann missbraucht werden. Soweit der theoretisch/politische Ansatz, bzw. die Daseins-Berechtigung, nach der du suchst.

      In diesem Sinne hat Bitcoin das Ziel nicht erreicht. Aber immerhin gezeigt, dass es möglich wäre, und welche Probleme noch gelöst werden müssen.
      25 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.07.2016 17:13
      Highlight @Lorent Patron: Von mir ausgesehen, wäre Blockchain dazu eine geignete Technologie. Bitcoin ist quasi der erste Wurf.
      Es gibt Altcoin die diese Nachteile nicht haben, plus noch mehr Funkionalität oben drauf.

      Ob und was sich durchsetzt, wird sich zeigen. Schlussendlich ist bei Geld immer das Vetrauen das wichtigste. Ab und zu gibts dann auch herbe Rückschläge wie der DAO hack vor einpaar Wochen.

      Das Internet war auch nicht von einem Tag auf den andern da.
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:07
      Highlight Ben88: Nur in einem Punkt möchte ich dir freundlich widersprechen:

      Der DAO-Klau (für Uneingeweihte: es ging um einen Raub im Gegenwert von 80 Mio. Dollar) ist kein Rückschlag für die DAO-Gemeinde sondern eine erste, harte Bewährungsprobe, und eine echte Herausforderung.

      Die DAO-Gemeinde ist fest davon überzeugt, dass sie diesen Raub noch verhindern kann.

      Genau: Wir werden sehen... ;)
      0 0 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 15:48
    Highlight Danke Philipp Löpfe! Du hast die aktuellen Probleme von Bitcoin super beschrieben. Auch die Bitcoin-Gemeinde hat die Probleme erkannt.

    Diese Probleme hängen mit der Blockchain-Technologie von Bitcoin zusammen. Zur Konsensbildung braucht es viel Rechenleistung und Strom. Chinesen verfügen über beides im Übermass. Insbesondere designen sie inzwischen spezialisierte Chips nur zum Zweck, Bitcoins zu schürfen.

    Satoshi hat deutlich gemacht, was möglich wäre, und wo die Probleme liegen. Es gibt dazu auch Lösungsvorschläge.

    zB. da:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Proof-of-stake
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  • TanookiStormtrooper 05.07.2016 15:43
    Highlight Der Name wäre Satoshi Nakamoto...
    12 0 Melden
    • Marius Egger 05.07.2016 15:45
      Highlight @TanookiStormtrooper: Absolut richtig. Danke, ist korrigiert.
      16 0 Melden
    • TanookiStormtrooper 05.07.2016 15:49
      Highlight Jetzt nur noch den Vornamen (am Anfang Satohsi am Ende Sathosi)... ;)
      9 0 Melden
    • Laurent 05.07.2016 15:58
      Highlight @TanookiStormtrooper: -_- ist korrigiert :D
      17 1 Melden
  • goschi 05.07.2016 15:30
    Highlight Wie so oft, wenn Idealisten idealistisch handeln und dabei die menschliche Natur ignorieren.

    Daran kranken praktisch alle Weltverbesserer, sie wollen die Welt gegen den Menschen verbessern, zwar aus hehren Zielen aber mit grundlegenden Fehlern in der Herangehensweise.
    Man darf nie ausser Acht lassen, wieviel Ehrgeiz menschen an den tag legen, wenn sie sich einen Vorteil damit erschaffen können und auch wenn dies nur eine minderheit sein mag, sie haben grosse Wirkungen.
    39 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 16:00
      Highlight goschi: hast du dich denn wirklich schon mal mit diesen sonderbaren Nerds auseinandergesetzt, die du hier als "Weltverbesserer" und "Idealisten" kritisierst?

      Welche grundlegenden "idealistischen" Fehler wirfst du ihnen konkret vor?

      Ich meine, dein Vorwurf, dass sie den menschichen "Ehrgeiz" und Egoismus ausser acht lassen, ist in diesem Fall unbegründet, weil er m.E. nicht den Tatsachen entspricht. Im Gegenteil. Gerade darum geht's ihnen doch. Diesen Einfluss technisch zu verunmöglichen. Daran scheint es mir nicht zu "kranken". Woran denn dann?
      4 8 Melden
    • goschi 05.07.2016 16:35
      Highlight Die Chinesen zeigen eben gerade, wie man diesen Einfluss einbringt, sie haben die vermeintlichen Schutzschranken effektiv ausgehebelt.

      9 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 16:53
      Highlight goschi: diese Schutzschranken, die die Chinesen vermeintlich ausgehebelt haben, sind im Bitcoin-Protokoll von Anfang an eingebaut. Es sind keine Schutzschranken, es ist auch keine Bösartigkeit der Chinesen. Es ist nur eine Schwäche, die der Bitcoin-Gemeinde seit jeher bekannt ist.

      Es wird den Chinesen trotz ihrem Power nicht gelingen, die Bitcoin-Blockchain zu korrumpieren. Sollten sie es versuchen, wären sie schnell aus dem Markt. Sie tun es logischerweise nicht.

      Um diese in Bitcoin enthaltene Chinesen-Schwäche (Proof of Work) zu beseitigen, gibt's inzwischen zahlreiche Lösungsansätze.
      6 4 Melden
    • goschi 05.07.2016 17:43
      Highlight Das meine ich ja eben, es wird immer jemanden geben, der Lücken ausnutzt.

      Nicht falsch verstehen, ich finde durchaus, dass es Idealisten braucht, nur scheitern Idealisten meistens eben an der Realität, wenn sie diese ignorieren und sich in die idealvorstellung flüchten (und wer die Realität nicht ignoriert bleibt selten lange Idealist, sondern wird Realist).
      Der bitcoin ist ein klassisches Idealisten-Projekt, das ist nicht gut oder schlecht, in seiner Urform aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verursacht.
      2 1 Melden
  • Theor 05.07.2016 15:24
    Highlight Eigentlich keine Überraschung. Ich bin kein besonderer Menschenfreund oder Optimist. Daher glaube ich, dass Menschen immer versuchen, jedes System für ihre eigenen egoistischen Zwecke auszunutzen. So geschehen mit Bitcoin.
    53 4 Melden
    • Scaros_2 05.07.2016 15:42
      Highlight Absolut zustimmend - wir können gar nicht anders. Ich glaube eine K.I. könnte neben Menschen nie friedlebig leben ohne das wir Triebe entwickeln, das wir sie kontrollieren möchten.
      12 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:37
      Highlight Und was, wenn die K.I. intelligenter ist, und sie sich aus der Kontrolle befreit?
      2 2 Melden
  • herschweizer 05.07.2016 15:21
    Highlight Nahaiin...
    8 8 Melden

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