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Bild: Khalid Mohammed/AP/KEYSTONE

Mossul: Irakische Sicherheitskräfte erobern Regierungsgebäude zurück

07.03.17, 09:18 07.03.17, 11:29

Im Kampf um die irakische Stadt Mossul haben die Regierungstruppen nach eigenen Angaben den Sitz der Provinzregierung zurückerobert. Das Regierungsgebäude der Provinz Niniveh im Westen Mossuls ist aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit worden, teilte die Armee am Dienstag mit.

Auch die strategisch wichtige Al-Hurrijah-Brücke ist wieder unter Kontrolle der Streitkräfte. Die Truppen waren zuvor in Richtung der Regierungsgebäude und der Brücke im Westteil der Stadt vorgerückt. Ziel war es nach Armeeangaben, neben der Befreiung des Regierungssitzes eine sichere Passage für fliehende Familien zu ermöglichen.

Die Rückeroberung der Verwaltungsgebäude ist von symbolischer Bedeutung und hilft den irakischen Truppen bei Angriffen auf die Extremisten in der nahe gelegenen Altstadt.

Museum zurückerobert

Ebenfalls zurückerobert wurde am Dienstag nach örtlichen Polizeiangaben das Archäologische Museum von Mossul. Einheiten der irakischen Bundespolizei hätten das Museum von den IS-Dschihadisten befreit, hiess es. Dort hatten sich IS-Kämpfer im Jahr 2015 dabei gefilmt, wie sie unschätzbare Kulturgüter zerstören

Nach dreimonatigen Kämpfen hatten irakische Streitkräfte im Januar bereits den Ostteil von Mossul eingenommen. Vor zwei Wochen starteten sie die Offensive auf den Westteil der Stadt.

Kampf um Mossul

Der Kampf gilt als schwieriger, weil in den engen Gassen der Altstadt keine gepanzerten Fahrzeuge eingesetzt werden können. Die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») hatte Mossul 2014 in einem blitzartigen Vorstoss besetzt. Von der Grossen Moschee aus rief «IS»-Chef Abu Bakr al-Bagdadi ein Kalifat aus, das bis nach Syrien reicht. De facto ist Mossul die Hauptstadt der sunnitischen Extremisten im Irak, in Syrien ist es Rakka. (sda/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Wehrli 07.03.2017 10:20
    Highlight Üble Sache, Häuserkampf, die Altstadt wird hin sein und ein paar Tausend Menschen, hüben wie drüben, den Kalkstein rot färben. Vielleicht gehört das einfach zum Menschen, dass wir uns regelmässig gegenseitig massakrieren.
    3 3 Melden
    • Wisegoat 07.03.2017 10:57
      Highlight "Vielleicht gehört das einfach zum Menschen, dass wir uns regelmässig gegenseitig massakrieren."
      Davon darfst du nach 2 Mio. Jahren Menschheitsgeschichte ausgehen. Wenn man das emotionslos betrachtet ist das einfach das natürliche Verhalten aller Lebewesen. Vielleicht sogar nötige Selbstregulierung......?
      5 3 Melden
    • Wehrli 07.03.2017 11:05
      Highlight Kriege und Seuchen sind eigentlich ein Stresssyndrom. Nur sollten wir heute soweit sein, dass wir das externalisiert haben. Fussballspiele, Wettkämpfe, usw ... Aber eben, vielleicht sind wir doch einfach simple.
      7 1 Melden
    • rauchzeichen 07.03.2017 15:30
      Highlight 2 millionen stimmt so nicht, sapiens gibts erst seit 200'000 jahren. und emotionslos betrachtet ist es erst dann die norm, wenn du rudel und herden dazunimmst. erst wenn ein lebewesen sich klar zu einer gruppierung zugehörig fühlt, bekämpft es artgenossen. beim menschen waren das clans, dann königreiche und heute staaten. die krankheit heisst nicht menschheit sondern patriotismus (und wer sich dadurch angegriffen fühlt, hinterfragen vor blitzen)
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