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Der finnische Professor Bengt Homström (Bild) und Kollege Oliver Hart haben den Wirtschafts-Nobelpreis erhalten.  Bild: LEHTIKUVA/REUTERS

Nobelpreis für Wirtschaft geht an Oliver Hart und Bengt Holmström

Publiziert: 10.10.16, 11:53 Aktualisiert: 10.10.16, 13:34

Vertragskonstruktionen für Top-Manager sind komplex. Dazu forschen die in den USA lehrenden Wissenschaftler Hart und Holmström. Nun bekommen sie dafür den Wirtschafts-Nobelpreis.

Oliver Hart und Bengt Holmström bekommen die Auszeichnung für ihren Beitrag zur Kontrakttheorie, wie die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekannt gab.

Der US-Forscher Hart lehrt an der Elite-Universität Stanford, der Finne Holmström am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), ebenfalls in den USA. Ihre Forschungen seien wertvoll für das Verständnis von Vertragskonstrukten, etwa von Top-Managern, hiess es zur Begründung.

Die Auszeichnung geht anders als die klassischen Nobelpreise nicht auf das Testament des schwedischen Erfinders Alfred Nobel zurück. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis 1968 nachträglich, um bedeutende Ökonomen zu würdigen.

Offiziell heisst er deshalb «Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel». Verliehen wird die Auszeichnung aber gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen am 10. Dezember, dem Todestag Nobels.

Während die Stockholmer Jury seit der ersten Preisvergabe 1969 vor allem US-Ökonomen mit der Auszeichnung bedacht hat, kommen die Preisträger der vergangenen beiden Jahre aus Europa. 2014 bekam der Franzose Jean Tirole den Preis für seine Forschung über Marktmacht und Regulierung. Im vergangenen Jahr erhielt der Schotte Angus Deaton die Auszeichnung, der aber wie viele andere Preisträger in den USA lehrt.

Die Ehre wurde bislang nur einer Frau zuteil: 2006 bekam die US-amerikanische Umwelt-Ökonomin Elinor Ostrom die Auszeichnung.

(erf/gin/sda/dpa)

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User-Review:
Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
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  • purzelifyable 10.10.2016 16:10
    Highlight Wirtschaft mag sich noch so wissenschaftlich geben, sie ist und bleibt Krämerei.
    4 2 Melden
    • karl_e 11.10.2016 11:44
      Highlight Wirtschaftswissenschaft ist Religion, keine Wissenschaft. Wie in der Religion gibt es jenste Glaubensrichtungen, vom Marxismus bis hin zum Neoliberalismus.
      2 2 Melden
    600
  • goschi 10.10.2016 12:54
    Highlight Es gibt keinen Wirtschafts-Nobelpreis

    Es gibt nur einen Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank.

    Ich weiss, dass dies für viele keinen Unterschied ausmacht, aer es ist vom Sinne der Stiftung her sehr wichtig, auch weil Alfred Nobel bekennenderweise eine grosse Abneigung gegen Wirtschaftswissenschaften hatte und diese bewusst aussen vor lies.
    9 0 Melden
    • LeChef 10.10.2016 13:08
      Highlight Ich bin sicher, Nobel würde seine Meinung ändern, wenn er heute die Liste all der brillanten Köpfe sehen könnte, die in über die Zeit den Gedächtnispreis bekommen haben. Fairerweise muss man aber sagen, dass andere Disziplinen, wie etwa die Informatik oder die Mathematik, mittlerweile auch einen eigenen Nobelpreis verdient hätten.
      2 5 Melden
    • _kokolorix 10.10.2016 14:21
      Highlight Es gibt keine Wirtschaftswissenschaft. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen der Ökonomen die Wirtschaft in mathematischen Formeln zu erklären, ist sie ein komplexes, soziales System geblieben das sich nicht berechnen lässt. Der auf optimalen Nutzen spezialisierten Homo Oeconmicus gibt es nun mal einfach nicht und er ist die Grundlage jeder Mathematisierung der Wirtschaft.
      Alle paar Jahre kommt es zu einer Krise welche die Ökonomen nicht, der Rest der Welt sehr wohl kommen sah
      4 4 Melden
    • LeChef 10.10.2016 14:43
      Highlight @koko, die grundlegenden Modelle der WW; also Angebot und Nachfrage, Preiselastizitäten, Komparativer Vorteil, einfache Konjunkturmodelle und, und und... sind zigfach empirisch überprüft und bestätigt worden. Im Schnitt lässt sich menschliches Verhalten offenbar sehr gut mathematisch beschreiben. Gesamtwirtschaftliche Modelle haben natürlich ihre Schwächen, aber die WW werden auch darin immer besser. Du solltest dich vielleicht mal etwas mit Ökonomie beschäftigen, bevor du sie kritisierst...
      5 3 Melden
    • _kokolorix 10.10.2016 15:15
      Highlight Habe ich @LeChef. Von Smith über Marx bis Keynes und Piketty, Stiglitz, Flassbeck habe ich alles angeschaut.
      Die Modelle welche du ansprichst sind derart primitiv und realitätsfremd, dass sie mit der Wirklichkeit fast gar nichts zu tun haben.
      Es gibt keine dummen und kein faulen Leute, es gibt keinen Herdentrieb an der Börse und keine Monopole.
      Die reale Wirtschaft wird von genau diesen Akteuren massgeblich beeinflusst, welche die Theoretiker explizit ausblenden...
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