Schweiz

Die Schere zwischen dem zivilen und dem militärischen Leben sei so gross wie nie, stellt Rebord fest. Bild: KEYSTONE

Die ganze Misere der Schweizer Armee in 8 Zitaten – aus dem Mund des Armeechefs

Der neue Chef der Armee, Philippe Rebord, denkt in einem Interview laut darüber nach, wie sich künftige Generationen für den Dienst am Vaterland begeistern lassen. Und vermittelt dabei vor allem einen Eindruck davon, wie tief die Armee in der Krise steckt.

19.06.17, 17:39 20.06.17, 10:34

Mit zwei Kniffen will die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat den Wechsel zum Zivildienst künftig unattraktiver machen. Die Nachricht sorgte letzte Woche für aufgebrachte bis spöttische Reaktionen. Wer noch einen Beweis dafür brauche, wie lebendig die «Denkmuster aus dem Kalten Krieg» auch heute noch sind, finde diesen im Bundeshaus, schrieb ein Journalist des «Tages-Anzeigers» in einem bissigen Kommentar mit dem Titel «Hau den Zivi». Kernaussage: Die Armee-Freunde bedienten lieber Anti-Zivildienst-Reflexe, als ihre Rekrutierungsprobleme wirksam zu bekämpfen.

Wie um die These zu bestätigen, gab der neue Armeechef Philippe Rebord (60) der gleichen Zeitung heute ein ausführliches Interview. Darin bringt er die Legitimationskrise der Schweizer Armee in nur acht Zitaten so deutlich auf den Punkt, wie dies seinen schärfsten Kritikern kaum gelänge. 

Philippe Rebord ist seit einem halben Jahr Chef der Armee. Bild: KEYSTONE

Schritt 1: Mangelnde Attraktivität anerkennen

«Sie müssen das WEF bewachen und stehen auf einem fünf Quadratmeter grossen Wachturm, mit scharfer Munition, es ist eisig kalt. Wo sehen Sie da die Attraktivität?»

Das muss man dem Mann lassen: Ehrlich ist er. Rebord versucht gar nicht erst, den Eindruck zu erwecken, dass tapfere Wehrmänner einen tieferen Sinn in ihrem Tun sehen könnten.

Schritt 2: Elegant vom eigentlichen Problem ablenken

«Wenn sich der Zivildienst so weiterentwickelt, bekommen Armee und Zivilschutz ein Problem.»

Es tue weh, wie viele Männer das Militär jährlich an den Zivildienst verliere, klagt Rebord. Insofern sei es im «Sinne der Sicherheit dieses Landes», dass der Nationalrat nun die Attraktivität des Zivildienstes senken wolle. Anstatt sich mit den Ursachen der vielen Abgänge zu beschäftigen, trauert der Armeechef lieber den guten alten Zeiten nach, als der Dienst am Vaterland noch kein Wunschkonzert war.

Schritt 3: Sich in Nostalgie flüchten

«Wir haben in der Schweiz den Ursprung der Wehrpflicht vergessen. Die ist zuerst einmal eine Pflicht, ein Zwang. Ohne Zwang wäre ich nie Unteroffizier geworden.»

Auch er hätte in dem Sommer, als er die ersten Sprossen der militärischen Karriereleiter erklomm, andere Pläne gehabt, räumt Rebord ein. «Aber so funktioniert es in einem Zwangssystem.» Der Armeechef weiss jedoch: Mit der Sehnsucht nach der alten Härte kommt er nicht weiter. Da bleibt nur eins.

Schritt 4: Schuldige suchen

«Mein Bauchgefühl sagt mir, dass überdurchschnittlich viele Studenten in den Zivildienst gehen. Und das wäre eine Katastrophe. Wenn in einem Zwangssystem ausgerechnet die künftigen ‹Eliten› ihre Vorbildfunktion nicht mehr wahrnehmen, ist das System tot.»

Der geneigte Leser merkt es: die Katze beisst sich in den Schwanz. Warum ist der Dienst am Vaterland für die Studenten so unattraktiv? Warum leisten sie lieber 1,5 Mal länger Zivildienst und nehmen künftig noch weitere Sanktionen in Kauf, als sich dem Zwangssystem zu unterwerfen? (Immer vorausgesetzt, sein Bauchgefühl trügt Herrn Rebord nicht.) Egal – diese Fragen können warten. Wenn es die Peitsche nicht mehr tut, kann man's ja mal mit dem Zuckerbrot versuchen.

Schritt 5: Zückerchen versprechen

«Im Moment arbeiten wir an verschiedenen Massnahmen. Auch Internet-Viertelstunden sind eine Möglichkeit.»

Die Schere zwischen dem zivilen und dem militärischen Leben werde immer grösser, sagt Rebord. Die Generation Z, sonst andauernd im Internet, könne plötzlich nur noch nachts surfen. «Und wenn der Rekrut während der Nacht surft, hat er nach zwei Tagen ein Problem.» Ähnlich verhält es sich mit den Füssen der jungen Männer, die sich harte Lederstiefel nicht mehr gewohnt sind. Neu dürfen die Rekruten den Rückweg aus dem Feld deshalb in Turnschuhen zu absolvieren. Doch auch das, ahnt Rebord, wird als Zugeständnis nicht reichen.

Schritt 6: Zum Glück gibt's auch nochSchweizerinnen!

«Frauen spielen überall in der Gesellschaft eine tragende Rolle, leider einfach nicht in der Armee, wo wir weniger als 1 Prozent Frauen haben.»

Wenn die Männer schlapp machen, dann können ja vielleicht die Frauen die Lücke füllen? Nur: Am Grundproblem dürfte auch eine allgemeine Wehrpflicht für beide Geschlechter herzlich wenig ändern. Man muss keine hellseherischen Fähigkeiten haben, um zum Schluss zu kommen, dass viele Frauen dem Zivildienst wohl ebenfalls eher zugeneigt wären als dem Dienst an der Waffe. Darum: nächster Schritt.

Schritt 7: Galgenhumor demonstrieren

«Ich habe schon Vorräte, aber eher Wein. Damit kommt man auch durch eine Krise.» (lacht)

So die Antwort des Wallisers auf die Frage, ob er auch einen Notvorrat von 300 Litern Mineralwasser zu Hause horte, wie es sein Vorgänger André Blattmann getan hat. Die entsprechenden Bedrohungsszenarien scheinen also selbst dem Chef der Armee nicht mehr so akut. Welche andere Möglichkeit bleibt also noch, sich in einer solch verfahrenen Situation Legitimation zu verschaffen? Ah, richtig.

Schritt 8: Neues Material und mehr Geld verlangen

«Mit dem neuen Kampfflugzeug, mit der neuen Boden-Luft-Abwehr, mit dem Ersatz von Florako und anderen wichtigen Beschaffungen, die in den 20er Jahren fällig werden, reichen 5 Milliarden nicht mehr.»

Eine jährliche Steigerung des Budgets um zwei Prozent schwebt Rebord vor. Das wären dann bis 2030 sechs Milliarden jährlich. Diese will der Armeechef prioritär «in die dritte Dimension» (in die Luftwaffe, Anm. d. Red.) investieren. Auch wenn der Kalte Krieg vorbei ist – der Trend weise «klar in Richtung einer robusteren Verteidigung», sagt Rebord.

Und muss sich dabei fragen: Warum will sich die junge Bevölkerung nicht daran beteiligen?

Der Bundeszoo: Diese Tiere stehen im Dienst des Staates

Mit Vorschriften haben es die Schweizer generell nicht so. Fragt mal Emily!

52s

WAS?! In der Schweiz darf ich also ÜBERALL Bier trinken?????

Video: watson/Emily Engkent

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Brikne, 20.7.2017
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  • Ohniznachtisbett 20.07.2017 15:25
    Highlight Schritt 2: Da hat er doch Recht. Unsere Gesellschaft ist halt teilweise schon eine Cherry-Picking Gesellschaft. Wenn ich im Zivildienst in einer Jugendherberge in St. Moritz als Hilfskoch arbeiten kann, überdurchschnittlich viel frei bekomme und dadurch Skifahren kann (habe diesen Zivi persönlich kennengelernt), dann ist das kein Dienst an der Gesellschaft sondern ein Ferienlager mit Arbeitseinsätzen. Da kann 21 Wochen Bière mit Campieren bei -15 Grad halt nicht mithalten, ist aber mehr Verantwortung an der Gesellschaft.
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  • Vachereine 20.06.2017 14:01
    Highlight Es stimmt. Die Armee steckt seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion in der Sinnkrise. Es kommt der Feind partout nicht aus dem Osten, wie jahrzehntelang jedem Soldaten eingbläut.
    Und die Einsicht, dass die EU ein weniger bedrohlicher, dafür umso verlässlicher Freund wäre, dank einer starken Schweizer Armee und noch stärkeren Unabhängigkeit der Schweiz, kann sich bis dato leider nicht durchsetzen, weil zuviele linke Träumer und rechte Opportunisten sich falsche Hoffnungen machen.
    Die Armee war attraktiv wegen des doppelten Zwangs.
    1. die Wehrpflicht. 2. keine berufl. Karriere ohne militärische.
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  • Telomerase 20.06.2017 10:33
    Highlight Die Watson-Artikel über die Armee beschränken sich meist sehr einseitig auf ein eindimensionales Bashing mit ein paar flapsigen Sprüchen. Was mir fehlt sind ein paar Gedanken zu Lösungsvorschlägen:
    Armee komplett abschaffen (können wir davon ausgehen, dass in den nächsten 80 Jahre die europäische Stabilität gewährleistet bleibt), reine Berufsarmee (können wir die Kosten tragen), Gleichstellung Zivildienst und Armeedienst (können die benötigten Bestände gefüllt werden)...
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  • Gelöschter Benutzer 20.06.2017 09:52
    Highlight Die Arme einfach abschaffen wie es Island getan hat. Dort wird die Dienstleistung bei einem Nachbarland eingekauft. Abgesehen davon, dass jeder Krieg und so wie Menschen in allen Armeen behandelt Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind, ist jeder Franken den die Schweiz für die Armee ausgibt einen Franken zuviel. Das reichste und teuerste Land der Welt kann sich eine Armee als Spielzeug der Politiker nicht leisten. Also weg damit
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    • Gelöschter Benutzer 20.06.2017 18:07
      Highlight Island ist eine Insel oder?

      Die "Dienstleistung" wird eingekauft.

      War Island nicht bankrott kürzlich? Oops.
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  • Karl33 20.06.2017 07:16
    Highlight Ich finde es unglaublich, dass noch immer nur Männer in den Dienst gezwungen werden. Bloss weil diese jungen Männer mit dem falschen Geschlecht geboren wurden. Gleichstellung in der Schweiz im Jahr 2017. Wie im Mittelalter.
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    • Vachereine 21.06.2017 10:04
      Highlight Du verstehst "die Gleichstellung der Geschlechter" wörtlich. Das ist falsch. Im Neusprech unserer Zeit ist damit gemeint "die unbegrenzte Privilegierung der Frauen". Alle sind gleich. Manche sind gleicher.
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  • The fine Laird 20.06.2017 06:50
    Highlight Ach komm, so schlimm ist es jetzt wirklich nicht😁
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    • Wagh_Rules 21.06.2017 11:56
      Highlight
      Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll....
      5 0 Melden
    • Vachereine 21.06.2017 23:25
      Highlight @Wagh_Rules: Weil Du gerade kein Quöllfrisch trinken darfst, oder weil der Typ da nichts besseres kriegte?
      7 0 Melden
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  • giandalf the grey 20.06.2017 00:28
    Highlight Weg mit der Nato, dafür her mit einer Europa-Armee. Schweizer Beteiligung soweit das Neutralität zulässt (Deffensive, Verhandlung, Geld) anstatt unnötigen Alleingang-Investitionen die sich für die Schweiz alleine eh nicht lohnen. Gleichlanger Militär- wie Zivildienst sowie Gleichberechtigung in der Wehrpflicht. Alles andere ist ideologischer, traditionalistischer und (vor allem im Fall der Verbündung mit der USA) politischer Irrsinn.
    42 14 Melden
    • Vachereine 21.06.2017 10:06
      Highlight Europaarmee = Fusion aller Trachtenvereine und militärhistorischen Museen der EU.
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  • Gebietsvertreter 19.06.2017 23:09
    Highlight Es wird iwie immer davon gesprochen, dass viele junge Menschen dem Vaterland nicht mehr dienen wollen (aus welchen Gründen auch immer). Ich glaube jedoch, oder nein ich bin überzeugt davon, dass ich während dem Zivildienst meinem 'Vaterland" einen besseren Dienst erwiesen habe, als wenn ich die RS gemacht hätte.
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    • Eine_win_ig 20.06.2017 18:03
      Highlight Es ist Tatsache, dass in der heutigen, individualisierteren Gesellschaft der Dienst für die Allgemeinheit (ZD oder Mil D) immer unpopulärer wird. CS Jugendbarometer, ETH Studien etc. belegen genau das. Der Rückhalt der Armee in der Schweiz ist konstant hoch (Sicherheitsbericht der ETH 2017). Allerdings herrscht bei den heutigen und zukünftigen Dienstpflichtigen (Dienst, man merke, nicht Wehr) je längers je mehr eine "Ja, aber ohne mich" Stimmung.
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  • hillbilly 19.06.2017 23:05
    Highlight Zivildienst, Zivilschutz und Militär hat seine Berechtigung. Statt gegeneinander sollte ein ausgeglichenes mitenander angestrebt werden. Nach zwei Jahren in der Infanterie kann ich bestätigen, dass wir oft mit Leerläufen, Chaos und realitätsfremden Übungen konfrontiert waren. Aber nach drei Jahren als Mitarbeiter in einem Konzern mit ähnlich viel Personal habe ich festgestellt, dass die Verhältnisse dort nicht anders sind. Es ist immer einfacher die Armee per se zu kritisieren als sich selbst einzubringen und Verbesserungen anzustreben.
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  • Idrisi 19.06.2017 22:03
    Highlight Militärisch habe ich in 260d RS+WK etwa 5d gelernt. Körperlich waren alle meine Ferien anstrengender.
    Nützlich waren: Lesen (20d), Gebirgsausbildung (10d) , Einsatz nach Unwettern (10d) und Absurditäten die Monty Python alt aussehen lassen (7d). Ergibt 80% Leerlauf.
    In 60d Zivildienst konnte ich meine Berufspraxis voll einbringen. Ergibt 0% Leerlauf. Fragen?
    140 28 Melden
    • pamayer 20.06.2017 07:21
      Highlight Ja, Frage: welcher Film von Monty Python gefällt dir am besten?
      46 2 Melden
    • 4giveness 20.06.2017 10:01
      Highlight Ja, auch Frage.:
      was ist "d" für eine Einheit?
      7 5 Melden
    • pamayer 20.06.2017 10:55
      Highlight "d" steht für doll.
      15 doll entsprechen einem bud spencer film.
      2'474 doll entsprechen einem monty phyton film.
      0 doll stehen für die armee.
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    • 4giveness 20.06.2017 11:54
      Highlight hmm, dann hat Bud Spencer seinen Platz zwischen Lesen und Gebirgsausbildung. Wenn 60 doll Zivildienst = 0% Leerlauf ist, dann ist 2474 doll Monty Phyton......OMG😲😲
      3 0 Melden
    • pamayer 20.06.2017 15:01
      Highlight und unsere konversation bewegt sich bereits im bereich von "sd" einheiten.
      "sd" heisst superdoll, zu gut deutsch: es hat definitiv noch luft gegen oben.
      4 0 Melden
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  • senfmayo 19.06.2017 21:57
    Highlight Nicht die Armee hat eine Sinnkrise, die Wehrpflicht hat eine. Das Militär ist künstlich überdimensioniert und hätte eine allumfassende Reform bitter nötig. Es mangelt einfach an Effizienz. Wenn man das mal in rechtsbürgerlichen Kreisen einsehen würde...
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    • 4giveness 20.06.2017 10:03
      Highlight wie wird denn die Effizienz einer Armee gemessen?
      15 1 Melden
    • Eine_win_ig 20.06.2017 18:05
      Highlight Senfmayo: also los. Geh unterschriften Sammeln für eine Verfassungsänderung. Mal schauen was das Stimmvolk dazu sagt.
      5 6 Melden
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  • Mikee 19.06.2017 21:15
    Highlight @Watson
    Bitte sagt die Quelle von diesem Artikel ist hier Der Postillon.
    Turnschuhe für den Rückweg ... Internet Viertelstunde ... wtf!?!?
    102 7 Melden
    • Mia_san_mia 19.06.2017 22:03
      Highlight War leider ein grosses Interview im Tagi von heute...
      40 3 Melden
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  • sansibar 19.06.2017 21:03
    Highlight Cool, wenn ich mal an der Front sterbe, trage ich im Leichenwagen wenigstens Turnschuhe 😂🤓🙈
    107 7 Melden
    • zsalizäme 20.06.2017 11:52
      Highlight Und wenn du Glück hast, konntest du sogar noch etwas zu deinem Tod tweeten. Wenn das mal kein Anreiz ist, weiss ich auch nicht mehr.
      10 0 Melden
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  • Makatitom 19.06.2017 20:55
    Highlight Die ganze Misere der Armee kann man aber auch in vier Worte fassen: Ueli Maurer, Guy Parmesan
    88 27 Melden
    • Michel@sith 20.06.2017 07:19
      Highlight Oder anders gesagt, SVP Bundesräte.
      47 12 Melden
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  • Kuunib 19.06.2017 20:13
    Highlight Warum hohlt man soch micht einfach einen ausländischen Pass, wodurch man Bürger eines anderen Staates ist und somit keine Wehrpflicht zutreffen kann?

    So lebe ich schon seit längerem💪🏻🇳🇱😎.
    Ausserdem leben im Jahr 2017 und können immer noch nicht mit einer App abstimmen, ausserdem droht der Schweiz kein Krieg anderer Nationen alle unsere Nachbarländer sind uns freundlich gesinnt, also wo ist das Problem?
    25 87 Melden
    • Walter Sobchak 19.06.2017 21:23
      Highlight Man ist auch als Doppelbürger wehrpflichtig.
      91 3 Melden
    • Stinkender Wookie 20.06.2017 02:46
      Highlight Anstatt einer neuen App würde ich dir einen Duden empfehlen
      55 1 Melden
    • zsalizäme 20.06.2017 11:53
      Highlight Den Duden gibt's auch als App.
      14 0 Melden
    • Posersalami 20.06.2017 13:13
      Highlight Oder geschickt kombinieren! Der Duden ist selbstverständlich auch als App verfügbar.
      8 0 Melden
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  • sven_meye 19.06.2017 19:59
    Highlight Naja, wie schon einmal erwähnt. Als Lehrabgänger habe ich bisher im Informatikbereich keinen Arbeitgeber gefunden, der mich anstellen würde vor der RS. Bei den "spannenden" Tätigkeiten in der Armee, versucht man es logischerweise, den Wehrdienst zu vermeiden. War eigentlich ganz unterhaltsam beim Psychologen ...
    89 16 Melden
    • Helona 19.06.2017 23:24
      Highlight Auch später, hätten Sie weitergemacht, könnte es Schwierigkeiten geben. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wird sich ein Arbeitnehmer heutzutage hüten, einen Offizier einzustellen. Die Fehlzeiten im Job wären viel zu teuer. Führungsqualitäten lassen sich auch anderswo erwerben.
      31 7 Melden
    • sven_meye 20.06.2017 18:16
      Highlight Ja, auf jeden Fall. Ich glaube gerne, dass die Armee früher "besser" war. Einige Personen kenne ich die weitergemacht haben, ob ich von denen allerdings im Kampf "geführt" werden möchte, bezweifle ich. Die meisten haben einfach weitergemacht, weil sie gerade keinen Job haben und sie eigentlich jeden nehmen. Darum verstehe ich auch, dass das Ansehen davon gesunken ist. Und wie die Wirtschaft heute spielt, kann es sich eine Firma nicht leisten, eine Führungsposition für mehrere Wochen im Jahr freizustellen.
      6 1 Melden
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  • Selbstdenker97 19.06.2017 19:52
    Highlight Ich hätte das Militär gemacht darf aber nicht.
    Obwohl ich mehrere Jahre mit Kindern gearbeitet habe und dies meine Sozialfähigkeit zur genüge unter Beweis stellen sollte, lehnte mich das Militär auf Grund einer Jugenstrafe ab.
    Das Miltär wollte mich auch gar nicht von einem Psychologen abklären lassen nein die ersten Worte des Psychologen(der ja eigentlich aufgeschlossen gegenüber Menschen sein sollte) waren "so einen wie Sie wollen wir hier nicht". Damit war meine Rekrutierung schon nach 2h beendet.
    71 11 Melden
    • Hinkypunk 19.06.2017 22:29
      Highlight Du Glücklicher. Ich musste mir den Mist den ganzen Tag antun.
      55 7 Melden
    600
  • whatthepuck 19.06.2017 19:42
    Highlight Sollte dem Typen zu denken geben, dass gerade Akademiker und zukünftige wirtschaftliche Führungspersonen diesen Verein meiden. Wer die Ausstattung zum Denken besitzt, und diese dann nach Belieben verwendet, merkt wohl bald, dass das Leben zu kurz für kalte Kriegsspiele ist.

    Ein Zivildiensteinsatz dient einer modernen, kleinen Gesellschaft wie der Schweiz weit mehr als eine Militärlaufbahn. Aber wenn einem das Gehirn lange genug gewaschen wird...
    164 29 Melden
    • Sherlock64 20.06.2017 09:59
      Highlight Chinesisches Sprichwort: Aus gutem Eisen macht man keine Nägel, aus guten Männern keine Soldaten.
      22 2 Melden
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  • goldmandli 19.06.2017 19:26
    Highlight Die zivildienstler leisten wenigstens einen positiven Beitrag für alle, die ihn benötigen. Warum soll ich mich im Militär von einem pupertierenden, autoritären kriegsfanatiker anpöbeln lassen? Um meinen Dienst fürs Vaterland zu leisten? So ein Schwachsinn. Vielleicht sollten wir alle etwas realistischer werden und erkennen, dass die armee nicht mehr annähernd die Bedeutung und relevanz oder gar Daseinsberechtigung hat, wie damals. Man könnte die ressourcen eindeutig gescheiter investieren.
    144 29 Melden
    • Kuunib 19.06.2017 20:17
      Highlight z.B könnten wir 5 Milliarden Schweizerfranken jedem in der Schweiz wohnhaften Bürger Glassfaserinternet geben. Ist doch viel besser als Flugzeuge die man sowieso in einen Berg fliegen wird!
      90 34 Melden
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  • McStem 19.06.2017 19:14
    Highlight In Schritt 2 hat es ein Zivilschutz, anstatt eines Zivildienstes drinn
    66 7 Melden
    • Binnennomade 19.06.2017 19:52
      Highlight Blitzt ihn nicht, er hat Recht, da ist ein Schreibfehler.. 😅
      51 2 Melden
    • Gebietsvertreter 19.06.2017 23:12
      Highlight Leider ist es heute, und das weiss ich aus vielen Gesprächen, immer noch so, das sehr viele Leute den Unterschied nicht kennen (natürlich weiss der Autor Bescheid, hier war es ja nur ein Flüchtigkeitsfehler).
      17 0 Melden
    600
  • Cerberus 19.06.2017 19:09
    Highlight Ganz ehrlich gesagt, ich hatte eine tolle RS, eine spannende UOS und eine lehrreiche OS. Ich konnte viel mitnehmen für mein Leben und einiges über lernen.

    Manchmal muss man eben durchbeissen, nicht alles bis nach der dritten Nachkommastelle hinterfragen und auch mal auf das 5-Sterne-Hotel-Mama verzichten.

    Schlimm wurde es erst in den WK's. Schlecht organisiert, chaotisch, sinnlose Übungen und jede Menge Generalstabsoffiziere die immer noch nach dem Denkmuster "Kalter-Krieg" funktionierten.

    Mit einem solchen Kader kann eine Armee nicht funktionieren.
    156 22 Melden
    • _kokolorix 19.06.2017 20:35
      Highlight Ja, die WKs sind wirklich ein Riesenscheiss. Zwei Wochen ist man mit Fassen und Zurückfassen beschäftigt und die paar Tage dazwischen werden hauptsächlich zur körperlichen Ertüchtigung genutzt...
      Einfach lächerlich, die Armee demonstriert ihre Orientierungslosigkeit und Unfähigkeit nirgends besser. Wenn es nicht einmal gelingt in tiefster Friedenszeit ein einigermassen ausgefülltes Trainingscamp für 100 Nasen zu organisieren, wie soll dann ein evtl. Kampfeinsatz in chaotischen Verhältnissen gelingen?
      Ich bin überzeugt, dass die Hälfte der schweizer Armee nach einer Woche tot wäre!
      68 12 Melden
    • seventhinkingsteps 19.06.2017 20:55
      Highlight Gerade Autorität und Hierarchie hat es verdient bis auf die dritte Nachkommastelle auf ihre Legitimität hinterfragt zu werden. Weshalb für mich die RS unvorstellbar wäre.
      52 43 Melden
    600
  • ZH27 19.06.2017 19:00
    Highlight Die RS war zwar Zeitverschwendung, aber ich wollte nicht irgendetwas vorspielen und einen Dienst für die Gesellschaft zu leisten, ist ja i.O.. Als ich mit dem Studium agefangen habe, wurde ich dann mitten in einem entscheidenden Semester zum WK aufgeboten. Verschieben war natürlich unmöglich. Das war dann der Grund, weshalb ich zum Zivildienst gewechselt habe und dann alles am Stück geleistet habe. Die Armee ist selbst schuld. Dass man da als Student ohnehin nur doof angepöbelt wird und viel zu wenig Erwerbsersatz bekommt, kann man ja verkraften. Dass das Studium hinten anstehen soll nicht.
    205 16 Melden
    • ldk 19.06.2017 19:54
      Highlight Für was möchtest du denn als Student einen höheren Erwerbsersatz bekommen?
      25 85 Melden
    • ZH27 19.06.2017 20:36
      Highlight Opportunitätskosten. Wenn ich das Studium ein Jahr früher abschliesse, verdiene ich ein jahr lang mehr Geld. Zudem hätte ich in meinem Gebiet jederzeit einen Job gefunden, bei dem ich hochanständig bezahlt worden wäre (sogar für Praktika habe ich deutlich mehr bekommen als beim Militär). Deshalb ;)
      93 13 Melden
    • _kokolorix 19.06.2017 21:13
      Highlight Irgendwie habe ich das Gefühl das du zwar als ZH27 (= arroganter Zürcher) überall (ausser in Zürich) angepöbelt wirst, das aber nichts mit deinem Studium (lass mich rsten: Jura, HSG?) zu tun hat. Solange ich im Militär war wurden arrogante A#l#cher immer angepöbelt, egal was sie beruflich so machten. Zugegebenermassen waren die betroffenen häufig Banker, angehende Juristen oder Wirtschaftsinformatiker...
      24 87 Melden
    • who cares? 19.06.2017 21:48
      Highlight Wenn der Staat es als wichtiger erachtet das jemand den sinnlosen WK macht anstatt sein Studium weiterzumachen, muss man sich schon fragen wo die Prioritäten liegen...
      70 9 Melden
    • ZH27 19.06.2017 21:54
      Highlight @kokolorix_
      Nene, bei der Infanterie wurde jeder Student gleichermassen angepöbelt. Und ne, bin Ingenieur. Kenne aber auch gute Leute, die Jus studiert haben oder an der HSG waren. Mit Klischeedenken kommst man generell nicht sehr weit ;) Ich empfinde Zürcher eigentlich nicht als arrogant, erzählt man sich das auf dem Land?
      81 4 Melden
    • Triple 19.06.2017 22:04
      Highlight Ich verstehe ZH27 schon, habe während der RS nach der Lehre auch weniger bekommen als im Stollen. Nur war meine Ausbildung nicht staatlich subventioniert.....
      Ich hätte ein Jahr mehr verdient, kommt mir grad das kotzen.
      16 34 Melden
    • ZH27 19.06.2017 22:16
      Highlight @Triple
      Ich bin heute aber auch schon länger Nettosteuerzahler und bezahle deutlich mehr ein als ich an staatlichen Leistungen beziehe, so ist das halt;) Meine staatlich subventionierte Ausbildung hat sich für den Staat schon lange gelohnt. Wenn man neben dem Vollzeitstudium aber arbeiten muss, hat man halt wenig Verständnis für die Zeitverschwendung im Militär. Ein Studium bedeutet dann vor allem Verzicht und eine zusätzliche Belastung. Sei froh, dass man das Studium subventioniert. Sonst würdest du in einer deutlich ärmeren Schweiz wohnen. Viel Spass beim Kotzen wünsche ich ;)
      59 1 Melden
    • _kokolorix 19.06.2017 22:28
      Highlight Warst wohl in einer zürcher Einheit, was?😀
      Ich war auch bei der Infanterie (Emmentaler), bei uns wurden anständige Studis anständig behandelt und doofe Bauernlümmel doof. Ich kenne auch gute Leute welche Jus studierten. Aber die Mehrzahl ist arrogant, gierig und faul. HSG kenn ich niemand anständigen. Aber in Zürich gibts auch feine Leute, wenn da nur nicht diese Schnurris währen...😛
      (Nicht alles ernst nehmen)
      15 30 Melden
    • Lotus_ 19.06.2017 22:45
      Highlight Naja, dass du den WK nicht verschieben konntest hast du wohl selber verpennt. Ich konnte während des Studiums ohne Probleme meine WKs verschieben. Einfach rechtzeitig Formular ausfüllen, Stempel drauf, fertig.
      18 22 Melden
    • ZH27 19.06.2017 22:53
      Highlight @Raulian
      Das hängt von der Einheit ab. Es herrscht da halt eine gewisse Willkür, wie überall im Militär ;) Aber vielleicht ist das mittlerweile tatsächlich besser, kann ich nicht beurteilen.
      33 0 Melden
    • zsalizäme 20.06.2017 11:59
      Highlight @_kokolorix
      Ganz ehrlich, was laberst du?
      7 0 Melden
    • _kokolorix 20.06.2017 15:10
      Highlight Ist auch echt heiss heute😊
      1 5 Melden
    600
  • Eagle21 19.06.2017 18:57
    Highlight Von meiner Matura-Klasse absolvierten gerade mal 3 die RS, der Rest war Doppeluntauglich - ein Witz. Finde es okay, wenn man in den Zivildienst geht, aber einfach keinen Dienst zu leisten und stattdessen eine Weltreise zu unternehmen finde ich ganz einfach schwach. Klar ists mühsam; aber mit der selben Argumentation könnte man die Steuerzahlung verweigern oder anstatt Asylanten aufzunehmen andere Gemeinden dafür bezahlen - was die meisten Studenten wiederrum (richtigerweise) daneben finden. Die Naturallast steht so zur Zeit in der Verfassung und ist zu absolvieren, punkt.
    105 44 Melden
    • Namenloses Elend 19.06.2017 19:10
      Highlight Studis an die Flinte! 😁

      17 31 Melden
    • who cares? 19.06.2017 21:50
      Highlight Die meisten, die ich kenne, die doppeluntauglich sind, haben das wegen dem Studium gemacht, nicht wegen einer Weltreise...
      31 9 Melden
    • Gantii 20.06.2017 07:37
      Highlight schonmel von Wehrpflichtersatz gehört?
      15 0 Melden
    • JoeyOnewood 20.06.2017 09:17
      Highlight Mich hat das Militär aufgrund von Asthma Doppeluntauglich geschrieben, obwohl ich Jogge und fitter bin, als meine Kollegen. ich hätte sehr gerne Zivildienst gemacht - aber das wussten die wahrscheinlich, darum DU und ich muss ziemlich fest bluten dafür. Deswegen ist dein Kommentar ziemlich beleidigend, Eagle21
      9 2 Melden
    • Olaf44512 21.06.2017 11:13
      Highlight Ich hab
      0 0 Melden
    • Genital Motors 21.06.2017 13:59
      Highlight Warum sollen studis bevorzugt werden...? frechheit.
      0 2 Melden
    600
  • Marshawn 19.06.2017 18:37
    Highlight Die RS geht ja noch - abgesehen davon, dass sie für viele (nur Männer) zu einem Zwischenjahr führt. Durchdiener kam für mich aber nicht in Frage. Die WK's sind die reinste Zeitverschwendung und kaum mit Studium unter einen Hut zu bringen. Das ist mit dem Zivi einfach viel besser geregelt. Ich kann sagen, wann und wo ich arbeiten möchte. Und man macht sigar etwas sinnvolles! Nicht krieg spielen, nicht filme schauen, nicht Bier trinken, sondern wirklich was für das Allgemeinwohl.
    154 10 Melden
    • Segi 19.06.2017 19:26
      Highlight Mann musst du ein langweiliges Leben haben, wenn du den Aktivitäten wie Filme schauen und Bier trinken keinen Sinn abringen kannst ...
      31 38 Melden
    • hoorli 19.06.2017 19:51
      Highlight Also ich habe in einem meiner Zivildiensteinsätze massenhaft Bier getrunken. Zwar erst nach der Arbeit beim täglichen Pokerspiel; dennoch: massenhaft!
      33 3 Melden
    • Marshawn 19.06.2017 23:35
      Highlight Habe das nicht ganz so wörtlich gemeint. Ich mag Filme - und Bier. Aber dafür 1 Jahr oder jedes Jahr 3 Wochen meines Lebens zu opfern, finde ich jetzt auch nicht so genial. Versteht mich nicht falsch: auch im Zivi kann man das machen. Aber am Abend wusste ich zumindest immer, wieso ich das gemacht habe. Es ging nicht darum, irgendeine abgelegenen Berghütte schichtweise zu bewachen, obwohl die sonst wohl 330/365 Tagen nie irgendjemanden interessiert.
      14 0 Melden
    600
  • seventhinkingsteps 19.06.2017 18:34
    Highlight Sind wohl mehrere Faktoren:

    - Ziemlich freie Themenwahl bei Zivildienst, resp. 2 Themenbereiche vs relativ aufgezwungene Truppeneinteilung

    - Selbständige Online-Einsatzwahl mit Bewerbung und Vorstellungsgespräch vs Aufgebot

    - Standort kann bei Zivi-Einsatzwahl berücksichtigt werden (nahe am Wohnort)

    - Zeitpunkt kann flexibel gewählt werden

    - Man hat die Wahl, in einem Jahr gar keinen Zivi zu leisten und dafür zu bezahlen

    - Als Studi der Sozialwissenschaften super Gelegenheit um Erfahrung zu sammeln

    - Möglichkeit zur Besprechung mit Zivistelle und Einsatzbetrieb, falls was nicht gefällt
    99 9 Melden
    • Kris 19.06.2017 19:50
      Highlight Genau. Und der Zivildienst musste sich unter Hochdruck (Aufhebung Gewissensprüfung) dorthin entwickeln. Schwach finde ich, dass man dies nun künstlich beschneiden will, anstatt selbst attraktiver zu werden.
      50 2 Melden
    • seventhinkingsteps 19.06.2017 20:50
      Highlight Der Leistungsausweis des Zivildienstes ist noch viel grösser:

      Der Zivildienst hat seit es ihn gibt die ganze Einsatzsuche mit kompletter elektronischer Abwicklung der Dokumente über die ZIVI-Plattform eingeführt und vor ein paar Jahren die Software komplett erneuern lassen.

      Ein neues Kurszentrum in der Nähe von Fribourg wurde gebaut um alle Zivis an einem Ort auszubilden. Ich war auch schon dort, waren tolle Wochen.

      Dazu kommt noch eine mühsam durch das bürgerlich dominierte Parlament gedrückte Revidierung des Zivildienstgesetzes.

      Und das alles innerhalb von 20 Jahren.
      28 3 Melden
    • D(r)ummer 20.06.2017 10:48
      Highlight @Seven...

      Zivi scheint echt vorteilhafter zu sein.

      Eine Frage zu: "Man hat die Wahl, in einem Jahr gar keinen Zivi zu leisten und dafür zu bezahlen"

      Muss dieser "freigekaufte" Einsatz nachgeleistet werden?
      Ich hab mal gehört, dass man das Geld zurückbekommt wenn man die Tage nachleistet...
      Wenn na die Tage nicht nachholt, ist man dann trotzdem ab einem gewissen Alter vom Dienst befreit?

      Verwirrt mich ein bisschen weil der eine dies sagt, der andere das meint...
      Gruss
      5 0 Melden
    • seventhinkingsteps 20.06.2017 13:49
      Highlight @Drummer

      Also du kannst dich nicht vorm Dienst drücken indem du zahlst. Irgendwann musst du sie absolvieren, ich glaube vor 27 oder so, aber ich bin mir nicht sicher.

      Du kannst einfach min. die 400 CHF oder die 4% deines jährlichen Einkommens zahlen, die selbe Summe die du bezahlst wenn du doppelt untauglich bist oder auf Grund von Studium die Rekrutierung später machst.

      Damit befreist du dich ganz vom Dienst in diesem Jahr bzw. schiebst sie halt auf, die Tage musst du irgendwann absolvieren. Das Geld kriegst du am Ende zurück, genau.
      4 0 Melden
    • D(r)ummer 21.06.2017 10:19
      Highlight Merci für die Antwort.

      Klingt fair gegenüber anderen.
      3 0 Melden
    600
  • Genital Motors 19.06.2017 18:34
    Highlight Wenn man sich ein bisschen informiert und sich nich ät wie der letzte pflogg astellt findet mann auch im dienst etwas sinnvolles und etwas das spass macht. Seines in der RS oder im WK. Entscheidend is aber auch der Dienstgrad. Je höher desto lustigere und spannendere aufgabe stehen einem offen. Manchmal muss man die herausforerung selber suchen.
    33 120 Melden
    • Gleis3Kasten9 19.06.2017 18:47
      Highlight Ich wurde dazu eingeteilt in einem WK 10 Tage lang die Lederbändeli aus Helmen zu entfernen. Mou, sinnvolle Tätigkeit. Super WK. Mit 20 anderen in Massenverschlag im Bunker schlafen. Und das war nur einer meiner tollen WKs. Kein Wunder war ich damals, als der vereinfachte Ausstieg in die Tat umgesetzt wurde, sofort weg aus diesem Narrenverein. Auch wenn meine letzten 50 Diensttage hochgeschraubt wurden habe ich es nie bereut.
      94 9 Melden
    • Genital Motors 19.06.2017 21:56
      Highlight Ich kontte immer lässige dinge im WK machen. Wirklich. Konnte spannende orte besuchen. Verschiedene waffen testen oanzer fahren. Etc.
      11 27 Melden
    • blobb 19.06.2017 23:21
      Highlight @Geniotal Mottors

      Lib gemmeinter ratschlah:

      Lies den Text doch noch mal durch bevor du ihn postest.
      21 1 Melden
    600
  • Lowend 19.06.2017 18:32
    Highlight Wenn man nur von Freunden umzingelt ist, könnte man doch mal versuchen, mit denen zusammenzuarbeiten, statt aus ihnen virtuelle Feinde zu konstruieren, was die Legitimation der Armee stärken und den Dienst auch interessanter machen würde, denn schliesslich kämpfen fast alle Europäer für die gleichen Werte!

    Die Hoffnung besteht ja, denn ein Armeechef, der Wein statt Wasser bunkert, sollte aus eigener Erfahrung wissen, dass man den Menschen besser feines Brot zum klaren Wein gibt, anstatt die Bevölkerung zu Wasser und Brot zu verdammen, während man selber den gebunkerten Weinvorrat leer säuft.
    49 25 Melden
    600
  • Madison Pierce 19.06.2017 18:23
    Highlight Mit Verlaub, was soll die ganze "Militär ist nicht attraktiv"-Diskussion? Klar soll man die RS soweit es geht so gestalten, dass die Rekruten einen Sinn darin sehen und nicht nur das Gewehr putzen lernen.

    Aber grundsätzlich ist es normal, dass man den Anschiss hat. Man muss tun, was einem gesagt wird und es ist körperlich anstrengend. Das war es schon immer. Es ist ja nicht so, dass die früheren Generationen gerne ins Militär gegangen wären. Nur hat man es damals halt einfach gemacht und dann hatte man es hinter sich.

    Ist im Berufsleben auch so, kaum einer hat den ganzen Tag tolle Aufgaben.
    66 69 Melden
    • Skeepy Doo 19.06.2017 22:13
      Highlight Das ist meiner Meinung nach genau der Grund, warum viele Menschen unglücklich sind, weil sie "das tun was einem gesagt wird". Jeder Mensch ist unterschiedlich und nicht jeder ist dafür bestimmt "das zu tun was einem gesagt wird".
      18 15 Melden
    • Madison Pierce 19.06.2017 22:46
      Highlight Das ist für das tägliche Leben richtig, unter anderem deshalb sind Leute glücklicher, die ihr eigener Chef sind.

      Aber bei Sachen, die im Ernstfall unter Stress funktionieren müssen, gibt es keine Alternative zur Hierarchie. Das ist nicht nur im Militär so. Auch zum Beispiel während einem Feuerwehreinsatz oder sogar beim sonst sehr kollegialen Zivilschutz gibt es Befehle, die man ohne Diskussion ausführen muss. Das ist aber natürlich kein Gugus wie alle Reissverschlüsse zu oder so.

      Deshalb denke ich, dass es Individualisten nicht schadet, wenn sie sich mal eine RS lang unterordnen müssen.
      23 2 Melden
    • Jöggu 79 19.06.2017 23:04
      Highlight Wenn man immer das tun würde was unsere Vorfahren auch schon taten sässen wir immer noch in Höhlen und grunzten einander an. Zum Glück entwickeln wir uns weiter. Ausnahme Militär und unsere bürgerlichen Politiker
      12 6 Melden
    600
  • dracului 19.06.2017 18:21
    Highlight Der visionäre Armeechef bodigt, schlimmer als alle äusseren Feinde, die Schweizer Armee tatsächlich noch, wenn er weiterhin nur schwarz sieht im Mündungslauf seiner Dienstwaffe. Der "Wehrzwang" darf nicht jedes Jahr nur neues Kanonenfutter anliefern, sondern es muss ein attraktiver Armeedienst her! Die Jungen sind alles andere als blöd, aber in der Armee scheint man dieses Potenzial partout nicht nutzen zu wollen. Gebt den Soldaten etwas, worauf sie stolz sein können, etwas was der Wirtschaft dient, eine gute Ausbildung und erst dann darf scharf geschossen werden gegen das Feindbild "Zivi"!
    66 5 Melden
    • Leon1 19.06.2017 18:55
      Highlight Auch wenn's offensichtlich im übertragenen Sinn geimeint ist, die Formulierung "scharf schiessen" gegen Zivis ist ein wenig unglücklich geraten!
      38 6 Melden
    600
  • Wandtafel 19.06.2017 18:20
    Highlight Part 2
    Zusätzlich ist diese 15min Internetpause lächerlich, komplett Realitätsfern. Soldaten haben soviel Zeit dass Nichtraucher aus Langeweile plötzlich zu Rauchern werden, ich sehe soviele Snapchat Stories von Freunden aus der RS/WK dass ich das Gefühl habe mittendrin zu sein. Auch sollte die Armee den Luftraum langsam in Ruhe lassen. Wir patroullieren höchstens einmal im Jahr einen verwirrten Jumbojet durchs Land und wären im Luftkrieg ein Witz. Die Armee sollte in Cybersecurity investieren und dort Karrieren anbieten, dies wäre für uns junge Männer attraktiver als alte Puchs zu reparieren
    122 10 Melden
    600
  • Wandtafel 19.06.2017 18:12
    Highlight Dass ein Grossteil meiner Freunde und ich selbst im Zivilschutz oder -dienst sind, liegt nicht daran das diese attraktiver sind, sondern weil man nicht in die Armee will. Was die Politik jetzt geleistet hat kann man sich so vorstellen: Wir haben zwei (angeblich) identische Häuser A (Armee) und B (Zivilschutz/dienst). Jetzt merken Politiker dass Haus B irgendwie attraktiver ist, aus unerklärlichen Gründen. Was machen die? Statt Haus A zu renovieren und verschönern, schlagen sie bei Haus B die Scheiben ein um wenigstens relativ gesehen Haus A besser darstehen zu lassen. (Part 1)
    161 14 Melden
    • Pius C. Bünzli 19.06.2017 19:35
      Highlight Besser kann mans nicht Formulieren.
      18 0 Melden
    • Eine_win_ig 20.06.2017 06:26
      Highlight Aber die Häuser sollten nicht identisch sein. Die Bundesverfassung ist da glasklar. Wenn man den Zivildienst der Wehrpflicht gleichstellen will, braucht es eine Verfassungsänderung. Ich persönlich wäre für eine Dienstpflicht (nicht Wehrpflicht) für alle Bürgerinnen und Bürger.

      Dann ständen mit Armee, ZS und ZD 3 Dienstmöglichkeiten zur Auswahl.
      Keine Geschlechterungleichheit mehr.
      Für alle 3 Organisationen einen mehr als ausreichenden Personalpool.
      13 1 Melden
    600
  • Bongalicius 19.06.2017 18:11
    Highlight Was eindeutig fehlt ist eine sinnvolle Aufgabe. Wenn ich weiss, dass ich etwas zu tun haben werde, würde meine Motivation sicher steigen. Stattdessen sitze ich Jahr für Jahr meine 3 Wochen in der grünen Tracht ab. Wie wärs mit einer Überschneidung der Aufgabengebiete von Armee, Zivildienst und -schutz?
    66 3 Melden
    600
  • Martinov 19.06.2017 18:09
    Highlight Während meiner Zeit in der RS habe ich aber mehr als nur einen Esel getroffen...
    61 1 Melden
    • Hölzig 19.06.2017 20:06
      Highlight Ich auch...lag wohl daran dass ich beim Train war😂
      23 0 Melden
    600
  • banda69 19.06.2017 18:09
    Highlight Der Fisch stinkt vom Kopf her.
    Und dieser Fisch wollte..
    ..zuerst die beste Armee der Welt machen...
    ..und danach ein Fitnesscenter.

    Die SVP ist und bleibt ein lustiges Trüppchen. Und wir alle haben die Folgen dieser Dilettanten zu tragen.
    95 14 Melden
    600
  • Eine_win_ig 19.06.2017 18:07
    Highlight Punkt 1: Der tiefere Sinn? Beschützen eines internationalen Kongresses, welcher ohne Armee nicht durchgeführt werden könnte? Prestigegewinn für die Schweiz? Klar gibt es einen tieferen Sinn! Aber attraktiv ist es nicht! Es ist ein Sch*** Auftrag, welcher durchgeführt werden muss. Oder denken Sie, dass die Teilnehmenden an das WEF gehen würden, wäre es nicht geschützt?
    Leider ist sich selber aufopfern in unser individualistischen Gesellschaft nicht mehr cool...
    29 47 Melden
    • Leon1 19.06.2017 18:34
      Highlight Du stellst diesen Sinn als Tatsache dar.

      Ob das WEF insgesamt sinnvoll ist und ob die Sicherung einer privaten Veranstaltung mit Steuergeldern und Wehrpflichtigen Bürgern gerechtfertigt ist, darüber kann man durchaus diskutieren.

      Ich für meinen Teil sehe keinen Sinn auf diesem Wachturm zu stehen, von der ursprünglich diskutierten Attraktivität mal ganz zu schweigen
      50 4 Melden
    • Black hat (minus hat) 19.06.2017 18:45
      Highlight Sie haben es ziemlich treffend formuliert: Das WEF bewachen ist ein Scheissauftrag, aber prestigeträchtig und deshalb sinnvoll. Herrn Rebord fällt dazu aber nur ein, dass es ein Scheissauftrag sei, die positive Hälfte der Aussage lässt er weg. Und wenn der Armeechef selbst nicht im Stande ist, die positiven Aspekte des Militärdienstes hervorzuheben, dann ist das schon sehr bezeichnend. Dass dann die Jungen auch keinen Sinn in der Armee sehen und sich lieber für Schutz- oder Zivildienst aufopfern ist ja nur eine logische Folge von solchen aussagen.
      17 5 Melden
    • Eine_win_ig 19.06.2017 19:12
      Highlight Black Hat: Ich empfehle, dass ganze Interview zu lesen. Habe gerade nachgeschaut und die Sinnhaftigkeit ist im Interview zu keinem Zeitpunkt ein Thema. Es geht ihm bei diesem Beispiel vor allem um die Attraktivät der genannten Aufgabe im vergleich zum Zivildienst. Also ist der Kontext wie von Watson präsentiert nicht vorhanden. Mais voilà...
      http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/5946cdd9ab5c375d26000001?cache=9efAwefu (web Version funktioniert bei mir im Moment nicht, mobile schon) :)
      12 3 Melden
    600
  • Str ant (Darkling) 19.06.2017 18:04
    Highlight Gendering abschaffen wäre interessant zu sehen ob sich damit das Rekrutierungs Problem selber lösen würde
    32 7 Melden
    600
  • Kramer 19.06.2017 18:00
    Highlight Zum Thema Vorbildfunktion der Eliten; ich finde die Bereitschaft 1.5 mal länger Dienst an der Gesellschaft zu leisten durchaus vorbildlich.
    130 15 Melden
    600
  • rauchzeichen 19.06.2017 17:57
    Highlight der schweizer armeechef macht ganz schweizerisch harakiri.. 😂
    41 6 Melden
    600
  • Matrixx 19.06.2017 17:53
    Highlight Ich glaube, ich habe mich gerade verlesen? Gibt der Herr Chef tatsächlich zu, dass er die Männer zwingen, und nicht verpflichten, will?
    Na, sehr attraktiv 😉
    80 10 Melden
    • Eine_win_ig 19.06.2017 19:13
      Highlight Ergo Wehrpflicht (BV Art 59).
      18 3 Melden
    600

Wenn Eltern ehrlich wären

Ja, liebe Mamis und Papis, ihr seid der Angelpunkt der Zivilisation. Denn jede Generation ist von der nächsten abhängig. Danke dafür. Auch wenn ihr nicht immer ehrlich seid. Wahrscheinlich sogar besser so, wenn man die folgenden Situationen betrachtet ...

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