Schweiz

Wird an der Stichwahl um das Berner Stadtpräsidium teilnehmen: Ursula Wyss. Bild: KEYSTONE

Ursula Wyss steigt in Stichwahl um Berner Stadtpräsidium

Publiziert: 30.11.16, 11:16 Aktualisiert: 30.11.16, 11:27

SP-Gemeinderätin Ursula Wyss bleibt im Rennen um das Berner Stadtpräsidium. Sie hat sich zur Teilnahme an der Stichwahl vom 15. Januar 2017 entschlossen, wie sie am Mittwoch vor den Medien bekanntgab. In der Kampfwahl trifft sie auf Alec von Graffenried (GFL).

Nach 48 Stunden Bedenkzeit sei ihr klar, dass sie den zweiten Wahlgang bestreiten wolle, sagte Wyss. Den Entschluss habe sie nach Rücksprache mit Partei und Familie gefasst.

48 Stunden Zeit habe sie gebraucht, weil ihr manche «Zuschreibungen» über ihre Person in den Medien nahe gegangen seien. Das «Zerrbild einer rücksichtslosen Karrieristin» habe sie getroffen. Trotzdem trete sie nochmals an, denn ihre Chancen seien intakt.

Am 15. Januar solle es eine Auswahl geben – «eine Auswahl zwischen Mann und Frau, aber nicht nur». Wyss wies darauf hin, dass sie bereits Erfahrung in der städtischen Exekutive habe - und auch Erfahrung mit der bürgerlichen Minderheit. Es müssten möglichst alle in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Im ersten Wahlgang vom Sonntag kam Alec von Graffenried auf 13'846 Stimmen. Wyss brachte es auf 12'368 Stimmen. Das drittbeste Resultat erzielte Franziska Teuscher (Grünes Bündnis) mit 6916 Stimmen. Sie hatte bereits am Mittwochmorgen ihren Rückzug verkündet.

Auf Teuschers Stimmen hoffen nun sowohl Wyss als auch von Graffenried. Wen das Grüne Bündnis offiziell unterstützt, entscheidet sich an der Mitgliederversammlung vom 14. Dezember.

Teuscher sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, beide Kandidierenden seien befähigt für das Amt im Erlacherhof. Sie persönlich finde es nach wie vor «höchste Zeit für die erste Berner Stadtpräsidentin».

Die Frage sei, welches Kriterium bei diesem Amt mit seinen primär repräsentativen Aufgaben stärker gewichtet werde – das Argument «Frau» oder das Argument «grün». (gin/sda)

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26 Kommentare anzeigen
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  • Raban T. Jolibois 30.11.2016 17:40
    Highlight Auch wenn ich Millionen von Blitzen ertragen werden muss, ich kann grad nicht anders.
    2016 und das Frau sein als Hauptargument? Komm pack ein, sorry!
    Bei den NR Wahlen 15 hatte ich auf den 25 Plätzen 19 Frauen. Lags am Frau sein? Nein, es lag an der Kompetenz und weil sie meine Ansichten vertraten.
    Aber wie da Wyss und Teuscher dauernd ihr Geschlecht ins Zentrum stellen müssen kotzt mich an.
    11 3 Melden
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  • Mach_ke_Stei 30.11.2016 17:20
    Highlight Alles ist besser als der Narzisst Alex "ich bi JA so geil" Dschäpatt.
    Von mir aus kann auch der Finn Stapi werden. Es kann, bzw. sollte, nur besser werden.

    t. angepisster Landberner.
    3 2 Melden
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  • Lowend 30.11.2016 16:03
    Highlight Diesen abgrundtiefen Hass der Reaktionären kann man sich nur dadurch verdienen, dass man ihrem Heiland in die Suppe spuckt und insofern ist Ursula Wyss die perfekte Nachfolgerin für Alexander Tschäppät.
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  • Paul_Partisan 30.11.2016 15:58
    Highlight Die Aufgabe von Teuscher ist verständlich aber doch sehr bedauerlich. Für mich sind weder diese Karriere-Reformistin noch dieser "grüne" Bürgerliche wählbar...
    4 16 Melden
    • Libertas 30.11.2016 17:15
      Highlight Tönt so als gäbe es doch noch Hoffnung für Bern, wenn einer wie du mit beiden Kandidaten nichts anfangen kannst. Der grüne Bürgerliche ist wohl die beste Wahl für die verlorene Stadt Bern.
      5 3 Melden
    • Paul_Partisan 01.12.2016 09:07
      Highlight 1. wie und weshalb soll Bern verloren sein und 2. wer sind den Leute wie ich?
      1 1 Melden
    • Libertas 01.12.2016 09:33
      Highlight 1. Weil die Stadt Bern vollkommen in linker Hand ist. Hohe Ausgaben, hohe Steuern. Es ist jetzt schon so, dass die Stadt von unprdouktiven bevölkert ist Die Produktiven wohnen längst auf dem Land.

      2. Leute, die bis gestern noch als Profilbild ein Logo der gewalttätigen Linksfaschisten hatten...
      1 1 Melden
    • Paul_Partisan 01.12.2016 11:14
      Highlight Okay, vielen Dank für deine detaillierten und belegten Ausführungen. Ich bin ein fauler Linksfaschist und zahle erst noch zu viele Steuern! Danke für die Aufklärung! Vielleicht hatte Erich Hess doch recht? Vielleicht sollte ich die Weltwoche abonieren oder doch gleich Compact? Fragen über Fragen...
      0 0 Melden
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  • Sanchez 30.11.2016 12:54
    Highlight Kleiner Hinweis am Rande: Die gute Frau Wyss kann den Kapitalismus offenbar doch nicht wie gewünscht "überwinden". Anders kann ich mir die ca. CHF 1000.- Moncler Jacke nicht erklären..
    Tja, Wasser predigen, Wein saufen..
    61 31 Melden
    • funnymommy 30.11.2016 13:32
      Highlight Ja, Sanchez. Da bin ich mit dir stimmig. Nachdem nun Frau Teuscher raus ist, bleibt mit nichts anderes als AvG zu wählen.
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    • dan2016 30.11.2016 13:33
      Highlight Und sie tragen nur sehr teure Kleider? Oder doch heimlicher Kommunist?
      14 21 Melden
    • Sanchez 30.11.2016 14:22
      Highlight Dan2016, was wollen Sie mir sagen (bzw. mich fragen)? Es geht um die Luxusjacke von Madame Wyss. Ich bin weder Kommunist, noch will ich den Kapitalismus überwinden. Ausserdem würde ich für eine Jacke niemals so viel Geld ausgeben. Noch Fragen?
      23 10 Melden
    • bebby 30.11.2016 14:39
      Highlight Sind wir eigentlich immer noch im 20 Jh., dass bei einer Frau an der Kleidung herumgenörgelt wird? Ich habe noch selten gehört, dass an einem Mann z.B. die teure Uhr bemängelt wird. Sachthemen sollten bei Wahlen im Vordergrund bleiben.
      24 25 Melden
    • ben_fliggo 30.11.2016 14:42
      Highlight Das interessiert leider wirklich niemanden, Sanchez. Ich hoffe, du kommst damit klar.
      14 20 Melden
    • dan2016 30.11.2016 15:31
      Highlight Sanchez, offenbar gibt es für Sie zwingende Kategorien, wie man sich als Linker/Rechter preislich einkleiden sollte. Offenbar als Linke nicht teuer, deshalb meine Frage, wo man Sie politisch bekleidungsmäsdig einordnen muss....
      12 10 Melden
    • Sanchez 30.11.2016 15:46
      Highlight @Bebby und ben_fliggo,
      Ihr habt beide leider den Wink nicht begriffen..
      11 7 Melden
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  • goschi 30.11.2016 12:48
    Highlight Wie wäre es mit dem Kriterium"fachliche und menschliche Eignung"?
    Allein, dass das Geschlecht eine Rolle spielt, ist eine verfehlte Argumentation, egal in welche Richtung.
    63 8 Melden
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  • kleiner_Schurke 30.11.2016 12:09
    Highlight Aber sie ist doch eine rücksichtslose Karrieristin, wie kann sie das treffen?
    52 18 Melden
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  • Patrick59 30.11.2016 12:07
    Highlight ... nein, es geht eben nicht um Frau oder Mann! Es geht nur darum, wer für dieses Amt am geeignetsten ist. Und das ist in diesem Fall aus meiner Sicht eindeutig AvG, mit seiner politischen Erfahrung und seiner Verbundenheit zur Stadt Bern.
    64 17 Melden
    • phreko 30.11.2016 13:26
      Highlight Also, weil den von Graffenrieds schon die halbe Stadt gehört, sind sie mehr mit ihr verbunden?
      21 20 Melden
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  • DieBanane 30.11.2016 11:55
    Highlight Ich (m,20) finde den Feminismus ja schon gut, aber ich habe das Gefühl, immer wenn jemand das Geschlecht in so eine Entscheidung einbringt ist das ein Rückschritt. Das Ziel wäre doch jemanden ungeachtet seines Geschlechts zu beurteilen. Da bin ich aber eher ein Gegner der Rhetorik, nicht der Idee dahinter.
    68 2 Melden
    • phreko 30.11.2016 13:27
      Highlight Da bleibt nur ein Stichwort: old boys club. Ohne Förderung bleiben Frauen in der Regel aussen vor.
      8 38 Melden
    • Tomb_the_Womb 30.11.2016 14:40
      Highlight phreko sehr politisch inkorrekte Aussage, wohl aber durchaus korrekt.
      4 12 Melden
    • DieBanane 30.11.2016 17:37
      Highlight @phreko: Das mag in den Verwaltungsräten so mancher Firmen stimmen, aber bei 40% Frauenanteil im Stadtrat und 2:3 im Gemeinderat Bern, lasse ich dieses Argument nicht gelten.
      2 0 Melden
    • phreko 30.11.2016 21:33
      Highlight Dafür hast du es schon ziemlich allgemein geschrieben...
      1 1 Melden
    • DieBanane 02.12.2016 13:13
      Highlight Schuldig im Sinne der Anklage
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