Schweiz

Da strahlen Herr und Frau Schweizer! Unsere AKW sollen bis 2029 vom Netz gehen

05.10.16, 11:11 05.10.16, 14:23

Tschernobyl, Fukushima und Co.: Die 15 teuersten Störfälle in AKWs

Alle AKW in der Schweiz sollen nach 45 Jahren Laufzeit abgeschaltet werden – wenn es die Sicherheit verlangt, auch schon früher. Mit der Atomausstiegsinitiative, die am Mittwoch ihre Kampagne startete, müssten die fünf AKW bis spätestens 2029 vom Netz gehen.

Die Schweiz betreibe mit Beznau I und II und Mühleberg die drei ältesten Atomkraftwerke der Welt, teilte die Allianz «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» mit. Beznau I sei mit seinen 47 Jahren der älteste Atomreaktor überhaupt und soll trotz Sicherheitsbedenken insgesamt 60 Jahre laufen.

Noch nie sei ein AKW länger kommerziell betrieben worden. Das sei ein gefährliches Feldexperiment. Denn schwere Atomunfälle passierten immer wieder. Dieses Risiko sei unnötig.

Der Atomausstieg sei im Grundsatz unbestritten, doch es fehle ein verlässlicher Plan. «Laufen lassen, so lange es geht, wie es das Parlament vorschlägt, ist fahrlässig und planlos», schreiben die Initianten weiter.

2017 Ende für Beznau

Die Initiative verlangt deshalb, dass die Schweizer AKW nach spätestens 45 Betriebsjahren vom Netz genommen werden. Für Beznau I und II sowie Mühleberg hiesse das, dass sie 2017 abgestellt werden müssten, für Gösgen 2024 und für Leibstadt 2029. Dadurch erhielten die öffentliche Hand sowie die Unternehmen Investitionssicherheit für den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Initianten sind überzeugt, dass die Stromversorgung nicht gefährdet wäre. Mit Strom aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse könne der Atomstrom naturverträglich und effizient ersetzt werden. Die neuen Technologien hätten sich bewährt.

Ausserdem sei kaum ein anderes Land für die Energiewende besser positioniert als die Schweiz. Bereits heute seien zwei Drittel der Stromproduktion erneuerbar, nur ein Drittel müsste innerhalb der nächsten 13 Jahre noch ausgebaut werden.

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

Die Grünen hatten das Volksbegehren nach der Atomkatastrophe von Fukushima von 2011 lanciert. Das Stimmvolk stimmt am 27. November darüber ab.

Der Allianz «für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» gehören mehr als 40 Organisationen und Verbände an. Von den grösseren Parteien unterstützen die SP, die Grünen und die Grünliberalen das Begehren.

(sda)

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  • Radiochopf 05.10.2016 14:03
    Highlight 2029 werden in der Schweiz noch AKW's am Netz sein, da bin ich mir 100% sicher, egal wie die Abstimmung läuft.. solange die Atomlobby jeden Tag 1 Mio CHF Gewinn macht und solange sie nicht für den Rückbau wirklich zahlen müssen, werden sie alles dafür tun um die Laufzeit zu verlängern.. und in 13 Jahren hat man Fukushima eh schon wieder vergessen..
    19 2 Melden
    • HansDampf_CH 05.10.2016 15:05
      Highlight Leider ja.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.10.2016 15:41
      Highlight Ich dachte, die machen inzwischen immer weniger Gewinne und wehren sich nur gegen den Rückbau, weil der zu teuer ist.
      3 0 Melden
    600
  • Roaming212 05.10.2016 13:53
    Highlight Nur wird unser Strombedarf nicht gedeckt werden können und am Ende kaufen wir AKW-Strom aus Frankreich ein. *slowly clapping*
    8 23 Melden
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  • Ollowain 05.10.2016 13:43
    Highlight Die Schweiz als gutes Beispiel für viele andere Länder! Wir Menschen müssen so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umsatteln. Das wäre nicht nur gut für die Umwelt und unsere Zukunft, sondern würde auch bedeuten, dass die Ressourcen-Kriege (in unserer Gesellschaft auch bekannt als die sogenannten Kriege gegen den "Terror") endlich aufhören und wir Menschen friedlich und nachhaltig unseren Planeten bevölkern könnten.
    21 3 Melden
    600
  • Theor 05.10.2016 13:40
    Highlight Kommt niemals durch. Ich bin ein absoluter Verfechter bei umweltfreundlichem und nachhaltigem Handeln, aber in all den Jahren habe ich mehr und mehr feststellen müssen, dass der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die Umwelt scheiss egal ist. Die Parteien kommen einfach mit "Das wird uns viel zu viel Kosten! Und es wird mit 60+% versenkt.
    20 3 Melden
    • HansDampf_CH 05.10.2016 15:06
      Highlight Leider ja. Die Demokratie als Tyrannei der doofen und leichtgläubigen
      7 1 Melden
    600
  • pulcherrima* 05.10.2016 13:22
    Highlight Es wird auch Zeit sich vom Atomstrom zu trennen. Weiterhin den AKWs treu zu sein ist nicht nur eine willentlich eingegangene Gefahrenquelle, sondern auch ein Abschieben von Problemen auf jüngere Generationen. Es weiss jetz schon niemand genau, was mit dem Atommüll geschehen soll und wie man ihn für die nächsten 10'000 Jahre sicher verwahren soll. Aber dieses Problem wird nicht kleiner, wenn man noch weitere 20 Jahre wartet. Im Gegenteil.
    26 7 Melden
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  • engeliii23 05.10.2016 13:05
    Highlight Also wie genau strahlen die Schweizer jetzt bis 2029? Körperlich oder innerlich? :P
    5 4 Melden
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  • remim 05.10.2016 12:06
    Highlight Ein doch etwas gewagter Titel
    "...Unsere AKW gehen bis 2029 vom Netz"
    wenn die Abstimmung noch gar nicht durch ist.
    27 2 Melden
    • Pokus 05.10.2016 14:22
      Highlight Vielleicht hast du ihn einfach falsch verstanden. Da steht ja wir strahlen und nicht, dass wir nicht mehr strahlen *seufz*
      2 0 Melden
    • remim 05.10.2016 16:31
      Highlight @Pokus, als ich meinen Kommentar geschrieben habe stand in der Überschrift noch:

      "Da strahlen Herr und Frau Schweizer! Unsere AKW gehen bis 2029 vom Netz."

      Das wurde mittlerweile geändert in:

      "Da strahlen Herr und Frau Schweizer! Unsere AKW sollen bis 2029 vom Netz gehen."

      Ein kleiner aber feiner Unterschied ;-)
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