Schweiz

Die grösste Sorge der Schweizer Konsumenten: Die Gesundheitskosten 

13.01.16, 10:54

Die hohen Gesundheitskosten bereiten den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten am meisten Sorgen. Auch die Wegwerfkultur und die Lebensmittelsicherheit treiben ihnen Sorgenfalten auf die Stirn.

Auf dem «Pulsmesser» des Konsumentenforums (KF) belegen die Gesundheitskosten auch dieses Jahr den ersten Platz. Neun von zehn Befragten gaben an, dass sie die hohen Gesundheitskosten beschäftigten. Jeder Zweite findet, es bestehe sehr grosser politischer Handlungsbedarf zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen.

«Es ist wirklich überdeutlich, dass die Bevölkerung endlich zählbare Resultate von Gesundheitsminister Berset erwartet», sagte KF-Präsidentin Babette Sigg laut Redetext am Mittwoch vor den Medien. Die steigenden Kosten minderten Jahr für Jahr die Kaufkraft der Konsumenten.

Die Schweiz hat ein Littering-Problem

Auf Platz zwei des «Pulsmessers» landete die Wegwerfkultur und deren Folgen. Eine überraschend deutliche Mehrheit störe sich sehr (47 Prozent) oder tendenziell (37 Prozent) an der Wegwerfkultur, teilte das KF mit. Ein Drittel der Befragten findet, die Schweiz habe ein Littering-Problem.

Stärker wieder ins Bewusstsein gerückt ist auch die Lebensmittelsicherheit, die auf Platz drei landete, wie das KF schreibt. Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen, gentechnisch veränderten Lebensmitteln oder Chemikalien auf Nahrungsmittel beschäftigten rund drei Viertel der Befragten mehr oder weniger stark.

Altersarmut

Sorgenfalten verursachen den Konsumenten auch der Datenschutz im Internet und die «Hochpreisinsel» Schweiz. Auch die Verschuldung sowie Altersarmut sind Themen, welche die Schweizer und Schweizerinnen laut der Umfrage beschäftigen.

Für den «Pulsmesser» befragte das LINK Institut rund 1000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz. (whr/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 14:39
    Highlight Schon gesehen? Legaler Betrug.

    Das da schon gesehen?
    http://www.srf.ch/konsum/themen/gesundheit/etikettenschwindel-mit-medikamenten

    Ich hab das erst heute entdeckt. Sowas nenne ich legalen Betrug.
    0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 12:16
    Highlight Im Vergleich zu 1980 bezahle ich heute für dieselbe Leistung fast 6x mehr. Bei derselben KK, mit dem gleichen Selbstbehalt und ohne jemals gross eine Last gewesen zu sein.
    Der Lohn ist seither leider nicht um das Sechsfache gestiegen.
    9 0 Melden
    • Angelika 13.01.2016 12:28
      Highlight Aber jetzt sind doch auch Zauberchügeli und Akupunktur mit dabei in der Grundversicherung. Die sind neu, nicht?
      3 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 14:39
      Highlight Ich glaube kaum, dass dies eine Versechsfachung der Kosten verursacht hat. Aber Hauptsache, man konnte bizzeli auf seinem Erzfeind rumhacken.

      Wusstest du, dass Hygienestandards wie Händewaschen früher für denselben Pipifax gehalten wurden wie du es jetzt von "Zauberchügeli" und Akupunktur denkst?

      Die chinesische Medizin hat übrigens ca. 2000 Jahre mehr Erfahrung als die westliche.
      2 0 Melden
    • Angelika 13.01.2016 17:56
      Highlight Gegen Akupunktur sag ich doch gar nichts. Nur, dass der Leistungskatalog sich glaubs verändert hat. Kann auch falsch liegen. Sicher sind die Kosten nicht nur deswegen gestiegen.

      Homöopathie kann mir allerdings keiner andrehen. Das ist schon seit mehr als zweihundert Jahren Blödsinn. Wenn Leute Placebo nehmen wollen, weil ihnen das hilft, ist mir ja egal. Für Zuckerkügelchen ohne beweisbare Wirkung oder überhaupt nur nachweisbare Inhaltsstoffe Fantasiepreise zu verlangen, sollte mMn aber verboten sein. Vor allem, wenns die Allgemeinheit zahlt.
      2 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 11:40
    Highlight Wir können nicht auf zählbare Resultate von Gesundheitsminister Berset warten - es liegt hauptsächlich an uns, nicht bei jedem "wewe" zum Doktor zu springen. Zusätzlich verteuern die Ausländer hier die Gesundheitskosten, wenn sie keinen Hausarzt haben und jedesmal ins Spital gehen, um sich behandeln zu lassen.
    5 9 Melden
    • Angelika 13.01.2016 12:29
      Highlight Dafür zahlen sie auch höhere Prämien, nicht? Hausarztmodell ist günstiger und wer trotz Hausarztmodell ins Spital geht, kann gleich selbst bezahlen.
      4 3 Melden

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