Schweiz

Bundesrat Johann Schneider-Ammann will gegen die teils überrissenen Preise in der Schweiz vorgehen. Bild: KEYSTONE

Einkaufstourismus, adieu! Bundesrat kündigt Massnahmen gegen Hochpreisinsel Schweiz an

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann versteht Familien, die wegen der teils hohen Schweizer Preise im Ausland einkaufen. Er will die Schweizer aber dazu bewegen, im Inland einzukaufen – und arbeitet dafür an Importerleichterungen.

15.07.17, 11:46 16.07.17, 10:40

Andreas Schaffner / Schweiz am Wochenende

Herr Schneider-Ammann, der Schweizer Franken ist für viele Unternehmen nach wie vor ein Problem. Wie sehen Sie das?
Johann Schneider-Ammann:
Ich teile diesen Eindruck. Zwar ist der Euro zuletzt etwas stärker geworden. Der Frankenschock ist aber noch nicht überall komplett verdaut. Insgesamt konnte die Schweizer Wirtschaft den Schock jedoch überraschend gut abfedern. Die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit unserer Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden hat mich einmal mehr beeindruckt. Die Zuversicht wächst wieder. Viele Unternehmen kamen aber nur mit einem Verzicht auf Margen durch die schwierige Phase. Damit blieben Investitionen aus. Ich hoffe, dass dafür nicht noch eine negative Quittung kommt.

Die hohen Lohnkosten werden immer wieder als hemmender Faktor angesehen für den Werkplatz. Stimmt das?
Das hohe Lohnniveau spiegelt auch die hohe Produktivität der Schweizer Wirtschaft wider, Kaufkraft und Lebensqualität. Das ist grundsätzlich etwas Positives. Aber es stimmt, die Schweiz ist generell kein günstiges Land, um zu produzieren, nicht nur wegen der Lohnkosten. Dafür verfügt die Schweiz auch über höchst qualifizierte Fachkräfte, die beste Qualität herstellen, vermarkten und vertreiben. Die Löhne sind in der Schweiz Sache der Sozialpartner – und nicht des Wirtschaftsministers. Ich engagiere mich dort, wo ich etwas bewirken kann: für weniger Bürokratie, für die Sicherung der Flexibilität, für offene Märkte.

Kunden im Einkaufszentrum «Lago» in Konstanz. Bild: KEYSTONE

Lange war die Auslagerung die einzige Alternative. Gibt es andere?
Das war schon in meiner Zeit als Swissmem-Präsident ein Dauerthema. Damals sah die Bilanz ernüchternd aus: Ein Drittel der Firmen, die auslagerten, kam wieder zurück. Ein Drittel ging ein. Und nur ein Drittel hatte Erfolg. Vergessen wir aber nicht: Viele Firmen investieren auch im Ausland, um sich gerade damit so breit abzustützen, dass ihr Schweizer Standort gesichert werden kann. Mein Fokus liegt darauf, die Rahmenbedingungen in der Schweiz so attraktiv zu gestalten, dass auch in Zukunft industrielle Tätigkeit in unserem Land möglich ist. Zahlreiche Firmen zeigen Tag für Tag, dass dies heute noch der Fall ist. Ich danke ihnen – und mache ihnen Mut: Ihr habt unsere Unterstützung!

Die Konkurrenz aus dem Ausland schläft nicht. Sie bietet die Produkte oft viel günstiger an als Schweizer Hersteller. Können Schweizer Unternehmen noch punkten?
Ginge es um die Preise allein, könnten wir häufig nicht mithalten. Das ist nicht neu. Schweizer Produkte und Dienstleistungen machen den Unterschied mit Innovation, Qualität und Service. Damit haben wir weltweit Erfolg und überzeugen auch die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten. Den anderen immer einen Schritt voraus sein – dann, und nur dann, können wir punkten!

Fehlt es den Schweizer Kunden an einem nationalen Gewissen?
Ich bin ein überzeugter Liberaler. Und ich habe Verständnis zum Beispiel für Familien, die auf jeden Franken schauen müssen und deshalb ein günstiges Angebot suchen. Die Konsumenten müssen selber entscheiden, wo sie ihre Produkte beziehen möchten. Der Wirtschaftsminister kann ihnen nicht vorschreiben, in der Schweiz einzukaufen. Aber jeder soll wissen, dass er damit einen Beitrag leisten kann, um in unserem Land Arbeitsplätze und Wohlstand zu erhalten. Das kommt jedem Einzelnen wieder zugute. Auch zum Einkaufstourismus gilt: Wenn wir es dank besserer Rahmenbedingungen schaffen, dass die Kosten sinken, dann sinken auch die Preise. Das ist das beste Rezept gegen Einkaufstourismus.

Was kann die Politik unternehmen, um den Schweizer Unternehmen zu besseren Rahmenbedingungen zu verhelfen?
Wir haben zwei Hebel. Erstens: runter mit der Bürokratie. Das bedeutet zum Beispiel den Abbau kostentreibender Regeln und administrativer Belastungen oder die Vereinfachung von Bewilligungsverfahren. Zweitens: die Schranken für den Handel zu beseitigen oder wenigstens so tief wie möglich zu halten. Mein Departement arbeitet derzeit an einem Massnahmenpaket für Importerleichterungen zur Bekämpfung der Hochpreisinsel Schweiz. In einigen Monaten wird der Bundesrat sich damit beschäftigen.

Wie sollen diese aussehen?
Es ist noch zu früh, um auf einzelne Massnahmen einzugehen. Diese werden derzeit noch erarbeitet.

Braucht es für die industriell hergestellten Güter nicht auch einen Zollschutz, wie ihn die Landwirtschaft geniesst?
Im Gegenteil: Die Schweiz profitiert stark von offenen Märkten. Jeden zweiten Franken verdienen wir im Handel mit dem Ausland. Wenn wir die Zölle auf importierte Güter erhöhen würden, täten die anderen Länder das Gleiche gegenüber unserem Export. Ein weiterer Grund: Oftmals importieren Schweizer Unternehmen Vorleistungen, leisten hier eine hohe Wertschöpfung und exportieren die Güter weiter ins Ausland. Das dürfen wir nicht erschweren. Protektionismus wäre Gift für unseren Wohlstand.

Video: watson

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  • SirGareth 17.07.2017 01:26
    Highlight Naja für den Waffenexport wurde gerade eben etwas von Ammann getan. Besuch bei den Saudis. Verträge wurden abgeschlossen. Eigentlich clever sich nicht als Partner zu verkaufen, sondern mit Handelsverträgen die Nähe zu Partnern des Imperiums zu suchen. Dennoch unschön, da die Saudis stark aufrüsten. Meine Einschätzung.
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  • E. Edward Grey 16.07.2017 16:11
    Highlight Wenn Schneider-Ammann den Import vereinfachen, sprich verbilligen will, was sagt ihm dass die Unternehmen plötzlich zu Samaritern werden und diesen Preisvorteil an die Konsumenten weiter geben? Wie er festgestellt hat sind die Margen in der Vergangenheit reduziert worden, was übrigens noch zu beweisen wäre. Doch diesen Margenverlust werden die Unternehmen zuerst ausgleichen wollen, nicht Preise reduzieren.
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    • ZH27 16.07.2017 17:55
      Highlight Nein die Unternehmen werden nicht zu Samaritern. Die Margen sinken durch die Kokurrenz zwischen verschiedenen Unternehmen, die allesamt die günstigeren Produkte importieren können.
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  • Double Dutch 16.07.2017 15:42
    Highlight Das Hauptproblem liegt beim Zoll und die Importeure. Solange Produkte in der EU mehr als 60-70% günstiger sind werden die Konsumenten im benachbarten Ausland einkaufen. Damit die ansässige detailisten die gleiche Möglichkeiten erhalten müssen die Importeure einlenken oder die Schweiz muss parallel Importe zulassen. Beim Zoll soll z.B. die Kilo Zuschlag auf Damenkleidung abgeschafft werden nur weil Damenbekleidung leichter im Gewicht ist ivgl zu Herrenkleidung. Die Liste ist schier endlos.
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  • Rodd 16.07.2017 15:08
    Highlight Jaja 250T&Spesen im Jahr, ne fette Rente, sich von den Lobbyisten für nach dem Amt absichern. Das sind unsere Bundesräte. Zu wem gehen Sie nach dem Amt? Migros?Coop? Oder doch Chemie? Nettolohn ./. Steuern ./. Krankenasse ./. Miete sind schon mal 50-60% Lohn weg. Verdienen wir nun immer noch so viel? Liberal, ja das ist die Schweiz, solange das Geld fliesst.
    Wie wäre es mal mit Massnahmen für den Arbeitnehmer/in? Johann gibt sich nicht gerne mit dem Proletariat ab. Diese Massnahmen dienen nur wieder denen, welche genug haben und mehr wollen.
    Canabis frei geben & Krankenkassenprämien senken :-)
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  • pamayer 16.07.2017 14:32
    Highlight Eine Ladung Moralin angereichert mit Lachgas (aus Kostengründen verdünnt, so dass Wirkung gleich null) gemischt mit Ansage von vermindertem Arbeitnehmer Schutz.

    Schönen Sonntag noch.
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  • zialo 16.07.2017 13:40
    Highlight Die Firmen in Grenznähe sollen ihre Kostenvorteile an Kunden weitergeben!
    In der Nordwestschweiz beziehen Firmen oft Angestellte und Material aus dem Ausland. Für die Qualität bürgt die Schweizer Firma, doch der deutsche Dachdecker bekommt verglichen mit einem Schweizer Handwerker weniger. Oft ist es nur ein beschämender Bruchteil von dem, was er in Rechnung stellen muss. ( Zusätzlich hat
    das Herkunftsland des Grenzgängers dessen Ausbildung bezahlt und der Schweizer Staat spart ebenfalls. )
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  • christian_meister 16.07.2017 13:24
    Highlight Das Problem ist ja nicht neu. Gemacht hat JSA bisher nichts. Fühlt der sich nun von der Initiative "Stopp der Hochpreisinsel" unter Druck gesetzt? Als Unternehmer habe ich kein Problem mit den Qualitätsvorschriften. Das hilft uns auch und ist ein Schutz für die Konsumenten. Das Problem sind jedoch die immer unterschiedlicheren und extremeren Auslegungen der Vorschriften durch die Kontrolleure. Es braucht ganz einfach mehr Möglichkeiten für die WEKO um die Imortkartelle zu zerschlagen. Weshalb ist der Einkaufspreis beim Importeur höher als der Kundenpreis in Deutschland?
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  • LeChef 16.07.2017 12:41
    Highlight Schon der Titel zeigt die Widersprüchlichkeit bei den Bürgerlichen. Eigentlich eine Schande für einen liberalen Politiker, zu denken, wir könnten "die Preise senken" und der Einkaufstourismus verschwindet einfach. In Wahrheit ist es genau umgekehrt: Das beste und vermutlich einzige Mittel gegen überhöhte Preise im Inland IST der Einkaufstourismus. Je mehr Schweizer im Ausland konsumieren, desto stärker sinkt die inländische Nachfrage und desto eher werden sich die Preise anpassen. So und nicht anders funktioniert eine liberale, globalisierte Marktwirtschaft.
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  • Saraina 16.07.2017 12:26
    Highlight "Den Abbau kostentreibender Regeln..." damit meint er nicht die Gewinnspanne der Unternehmen, sondern Qualitätssicherung und Lohnstandarts.
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  • Christian Mueller (1) 16.07.2017 12:26
    Highlight Was ich komisch finde: Immer wird gejammert über die Bürokratie in der Schweiz. Dabei haben die Parteien und Organisationen, die am Meisten jammern, via Parlamentarier und Lobbyisten die Mehrheiten im Parlament und im Bundesrat. Wer also ist für die Regulierungen verantwortlich, wenn nicht sie selbst? Kann mir das mal jemand erklären? Und warum kommt kein Journi von alleine auf eine solche Frage? Geschweige denn, stellt sie einem Bundesrat?
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  • SirGareth 16.07.2017 12:09
    Highlight Und das Bankgeheimnis dich die Hintertür wieder einführen. selbstverständlich brauchts dafür eine Begriffsänderung und gute Lobbyarbeit im Ausland😂
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  • SirGareth 16.07.2017 12:04
    Highlight Das Problem ist primär der Import. Dort muss der Bundesratzfatz ansetzen. Die EU soll jetzt mehr unter Druck gesetzt werden. Es ist ein ganz guter Zeitpunkt dafür. Zudem umgehend vorteilhafte Handelsverträge mit den Briten abschließen.
    12 23 Melden
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  • Grundi72 16.07.2017 12:02
    Highlight Abbau von Bürokratie wird schwierig durchzusetzen sein, da zu viele Linke in eben dieser ihre Arbeit haben. Linke Politiker werden also hier nicht mitmachen.
    26 66 Melden
    • kyuss 16.07.2017 13:13
      Highlight Die Schweiz ist ja bekannt als Wiege des Kommunismus, der Bundesrat singt vor jeder Sitzung die Internationale...
      Die CH ist seit eh und je fest in bürgerlicher Hand, gerade diese Politiker hätten es also in der Hand, etwas zu ändern. Aber gerade die SVP/ FDP sind stark mit dem Gewerbevand verbandelt und der hat kein Interesse an tieferen Preisen...
      Aber Hauptsache mal zuerst ein Voruteil in die Runde schmeissen als das eigene Hirn gebrauchen.
      9 12 Melden
    • Lord_ICO 16.07.2017 13:31
      Highlight Wird es dir nicht langsam langweilig, deine inhaltlose, populistiche Gülle hier zu verteilen?
      Im BR/Parlement bestand bisher immer eine bürgerliche Mehrheit. Wenn man also jemanden für die Bürokratie Vorwürfe machen will, dann müsste man auf die Bürgelichen schauen. Oder sonst kannst du uns allen ja erklären, wie die linke Minderheit in Bundesbern hier etwas vordiktieren kann.
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  • mrmikech 16.07.2017 11:30
    Highlight Frage vom interviewer: Die hohen Lohnkosten werden immer wieder als hemmender Faktor angesehen für den Werkplatz. Stimmt das?

    Antwort von J S-A: Das hohe Lohnniveau spiegelt auch die hohe Produktivität der Schweizer Wirtschaft wider...

    Lohnniveau und lohnkosten sind nicht das gleiche!
    23 5 Melden
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  • TodosSomosSecondos 16.07.2017 11:22
    Highlight Johann Schneider Baldrian die menschgewordene Unfähigkeit gepaart mit dem absoluten Unwillen, auch nur das geringste zu Gunsten der Konsumenten auf Kosten der Profiteure zu unternehmen.. gute Nacht Schweiz
    38 17 Melden
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  • Iko5566 16.07.2017 11:20
    Highlight Irgendwie traurig ist, dass viele EinkaufsturistenInnen genau jene sind, welche damit ihre eigenen Jobs in der Schweiz gefährden. Da schneidet sich so manch einer ins eigene Fleisch.
    29 28 Melden
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  • Neiaberau 16.07.2017 11:15
    Highlight Alles gut und recht. Wenn aber eine Umsetzung so lange dauert wie die Erkenntnis, dass etwas getan werden muss, dann ist es für viele leider zu spät.
    30 0 Melden
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  • Stichelei 16.07.2017 11:13
    Highlight Solange man ein Produkt, das in der Schweiz produziert wurde, im benachbarten Ausland im zweistelligen Prozentbereich billiger kaufen kann als hier, muss mir niemand erzählen, die Schweizer Preise sei wegen unseren Löhnen so hoch.
    82 4 Melden
    • David Steger 16.07.2017 15:01
      Highlight Das liegt wahrscheinlich eher daran, dass die Schweizer KonsumentInnen einen höheren Preis zahlen und damit die günstigeren Preise im Ausland quersubventionieren. Ansonsten liesse sich das Produkt im Ausland wohl nicht verkaufen...

      Noch absurder wird es dann, wenn ein Produkt in der Schweiz produziert, ins Ausland exportiert, wieder importiert und dann erst noch günstiger verkauft werden kann, als wenn es direkt beim Hersteller bezogen wird. Medikamente sind da sehr gute Beispiele...
      3 1 Melden
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  • Jaing 16.07.2017 11:12
    Highlight Der Titel ist ein Witz.
    30 1 Melden
    600
  • Gavi 15.07.2017 19:14
    Highlight "Es ist noch zu früh, auf einzelnen Massnahmen einzugehen"...
    Ich lach mich schlapp. Typisch Politiker. Worthülsen und nichts anderes.
    Schau'n wir mal!
    112 16 Melden
    • Steely Dan 16.07.2017 11:10
      Highlight Liberale Phrasen drechseln, etwas zur Diskussion stellen, was längst ausdiskutiert ist: die Pfründe in der Hochpreisinsel bleiben selbstverständlich geschützt, Preise und Mieten unangetastet, aber die Löhne sind das Problem. Vor allem ältere Arbeitnehmer sollen verzichten und froh sein, wenn sie für kleines Geld länger arbeiten dürfen.
      23 7 Melden
    • Tikvaw 16.07.2017 11:35
      Highlight Was soll er denn sagen, wenn die Kommission noch gar keine konkreten Möglichkeiten erarbeitet hat?
      Die generelle Richtung hat er ja angegeben: weniger Bürokratie, Lockerung von Handelsschranken.

      Ein Bundesrat ist kein Wunderkind der alles aus seinem Hintern ziehen kann.
      Die Ausarbeitung von neuen Gesetzen für einen modernen Staat, kann nicht eine einzelne Person im Alleingang machen.
      Diejenigen die das glauben wählen Trump, Putin, Erdogan, da diese ja angebliche Gottkönige, seien mit überirdischem Wissen.
      18 8 Melden
    600
  • Vachereine 15.07.2017 15:01
    Highlight Wie erwartet eine komplett inhaltsleere Ankündigung.
    Konkret wäre:
    Cassis-de-Dijon-Prinzip ohne Ausnahmen wieder einführen.
    Alle Einfuhrzölle / Zollgebühren aufheben.
    Parallelimporte uneingeschränkt zulassen.
    Die Wettbewerbskommission mit Zähnen ausstatten, bzw. wettbewerbswidriges Verhalten von Unternehmungen mit Strafen belegen von bis zu 100 % des durchschnittlichen Umsatzes der letzten 5 Jahre und mit Haftstrafen bis zu 15 Jahren.
    125 4 Melden
    • Amboss 15.07.2017 19:32
      Highlight Wirksamste erste Massnahme (20%): MWST-Rückerstattung für Bagatellbeträge (bis zur heutigen Zollfreigrenze) abschaffen
      36 91 Melden
    • E. Edward Grey 16.07.2017 11:08
      Highlight @Amboss: Sie vergessen dabei dass diese Entscheidung zur Rückerstattung der 20% MWSt. nicht im Hoheitsbereich der Schweiz erfolgt. Es ist müssig dieses dann einem Schweizer Politiker anzulasten.
      44 0 Melden
    • atomschlaf 16.07.2017 11:09
      Highlight @Amboss:
      1. Liegt dies nicht in der Kompetenz der Schweiz
      2. Könnte der Schuss auch hinten raus gehen, dass man nämlich mehr kauft, um von der Rückerstattung profitieren zu können.
      28 1 Melden
    • Menel 16.07.2017 12:07
      Highlight @Amboss, darauf hat die Schweizer Politik keinen Einfluss
      27 0 Melden
    • Saraina 16.07.2017 12:28
      Highlight Ich glaube nicht, dass Schneider-Ammann den Deutschen vorschreiben kann, ab welchem Betrag sie die MwSt zurückerstatten.
      29 0 Melden
    • Amboss 16.07.2017 13:32
      Highlight Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Aber Deutschland muss doch die MWST für ausgeführte Waren sowieso rückerstatten. Die Schweiz erlässt dann bis zur Freigrenze die CH-MWST , weil der bürokratische Aufwand zu gross ist.
      Man könnte doch auf D zugehen und fragen, ob sie nicht interessiere an ein paar Mio Steuereinnahmen hätten bei Einkäufen bis 300CHF auf die Rückerstattung verzichten.

      So hätte der ganze Einkaufstourismus auch für D zumindest noch eine positive Seite, neben dem ganzen Verkehr, Dreck und 450Euro Jobs, die der Staat dann mit Steuergeldern aufstocken muss.
      Win-win für beide
      1 6 Melden
    • E. Edward Grey 16.07.2017 16:58
      Highlight @Amboss wo ist es ein Win für D wenn es die eigene Wirtschaft schwächt? Man verzichtet auf MWSt. aber gewinnt immer noch bei Gewerbesteuer etc. und hat mehr Menschen in Beschäftigung.
      Sie denken da etwas verkürzt und zu einseitig befürchte ich.
      2 0 Melden
    • Amboss 17.07.2017 09:17
      Highlight @Grey:
      Natürlich: Einkaufstourismus schafft Jobs, Umsatz, auch zB Gewerbesteuer-Einnahmen etc.

      Ich glaube aber, eben genau wenn man etwas weiter denkt, dann ist es doch mehr als fraglich, ob die Vorteile die Nachteile aufwiegen. Ich glaube nicht.
      - Verkehrsprobleme (Dauerstau in Konstanz) und eingeschränkte Lebensqualität.
      - Die geschaffenen Jobs im Detailhandel sind auf tiefem Lohnniveau (führt zu wenig Steuererträgen) und müssen häufig sogar bezuschusst werden vom Staat.
      - Unfair für D-Bürger, wenn CH-Bürger einfach 20% Rabatt erhalten.
      0 0 Melden
    • Menel 17.07.2017 11:10
      Highlight So lange Migros/Coop auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ausländische Firmen ihre Filialen bauen lassen, so lange habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich in D einkaufen gehe. Wieso dürfen Unternehmen sich nach dem Markt richten und Privatpersonen sollen "Verantwortung" fürs Land übernehmen? Sehe ich nicht ein.
      6 0 Melden
    • atomschlaf 17.07.2017 11:33
      Highlight @Menel: Genau. Und die Druckaufträge, die ins Ausland vergeben werden.
      Und erst die vielen Produkte, die Coop und Migros günstig im Ausland einkaufen und hier unter ihren Handelsmarken mit Schweiz-Aufschlag weiterverhökern!
      6 0 Melden
    600
  • Töfflifahrer 15.07.2017 12:26
    Highlight Mal abwarten was da kommt.
    Wann aber geht man endlich das unsägliche Problem der überbordenden Bürokratie an, das der BR ja auch angesprochen hat?
    33 11 Melden
    • E. Edward Grey 16.07.2017 11:10
      Highlight @ Töfflifahrer, dazu braucht es zuerst eine Entscheidung der Bürokratie, welche zuerst entscheiden muss welche Farbe das Formular trägt welches den Entscheid zur Änderung beantragt. „Passierscheins A 38“ aus der Präfektur, dem „Haus, das Verrückte macht“ lässt grüssen.
      15 3 Melden
    • atomschlaf 16.07.2017 11:11
      Highlight Das wird nicht in spürbarem Ausmass passieren, dies würde nämlich bedingen, dass die Bundesbürokratie sich selbst Macht und Kompetenzen wegnimmt. Zudem werden auch all die staatsgläubigen Berufsbesorgten dagegen ankämpfen.
      8 8 Melden
    • *sharky* 16.07.2017 11:58
      Highlight Populistische SVP Floskeln?
      Sobald in einem Satz unsäglich und überbordernd vorkommt, kann ich ihn nicht mehr ernst nehmen. 🛴
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