Schweiz

Die Anzahl immatrikulierter E-Autos steigt. Die Elektrobetriebenen machen jedoch erst einen kleinen Anteil am Gesamtmarkt aus. Im Bild: der Tesla Model 3, das bisher günstigste Teslamodell. Bild: EPA/TESLA MOTORS

Elektroautos: Das fehlt in der Schweiz zum Durchbruch

Noch sind in der Schweiz Elektromotoren ein Nischenprodukt – die Zukunft könnte jedoch spektakulär sein.

18.07.17, 06:45

Antonio Fumagalli / Nordwestschweiz

Alle reden davon. Was das iPhone für die Mobiltelefonie war, sei das Elektroauto im Verkehrsbereich: eine Revolution. Beflügelt wird die Euphorie von der Ankündigung von Volvo, dass ab 2019 jedes neu eingeführte Modell über einen Elektromotor verfügen werde, und den Plänen Frankreichs, ab 2040 den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren zu verbieten.

Das alles jedoch ist Zukunftsmusik, denn noch spielen die E-Autos auf den Strassen eine vernachlässigbare Rolle – sowohl hierzulande wie auch im europäischen Umfeld.

Einzig in Norwegen, wo der Kauf staatlich gefördert wird und den Nutzern zahlreiche weitere Vorteile wie Gratis-Parkplätze oder schnellere Strassenspuren winken, machen E-Autos mit rund einem Drittel aller Fahrzeuge einen beträchtlichen Anteil aus.

Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) waren in der Schweiz letztes Jahr gerade mal 10'724 reine Elektroautos immatrikuliert. Das sind zwar 16-mal mehr als im Jahr 2000, aber im Vergleich zu den über 4.5 Millionen Personenwagen immer noch ein Klacks.

Preise gleichen sich in fünf Jahren an

Warum ist dem so, zumal die Automarken mit preislich attraktiven Modellen wie dem Ampera-e von Opel oder dem Model 3 von Tesla neuerdings ein deutlich breiteres Kundensegment ansprechen? Noch ist das Angebot in dieser Preisklasse überschaubar – und die Benziner sind immer noch günstiger. «In fünf Jahren dürften sich die Preise angeglichen haben», sagt Markus Peter, Bereichsleiter Technik und Umwelt beim Auto-Gewerbe-Verband Schweiz.

Hinzu kommt, dass viele Kunden gegenüber den E-Autos noch Vorbehalte haben. Ist die Reichweite – bei Mittelklasse-Modellen beträgt sie 200 bis 300 Kilometer mit einer vollen Batterie – genügend gross? Gibt es eine Ladestation in der Nähe?

In der Schweiz, dem «Land der Mieter», stellt die Versorgung mit Steckdosen eine besonders grosse Herausforderung dar – gerade in Städten, wo viele Automobilisten keinen fixen Parkplatz haben. «Damit sich die E-Autos durchsetzen, müssen die Kunden nun einfach Erfahrungen sammeln», so Peter.

Mehr Ladestationen nötig

Der Bund seinerseits hat ein vitales Interesse daran, dass sich der Anteil von Elektromotoren auf den Strassen erhöht – in erster Linie, um seine klimapolitischen Ziele zu erreichen, aber auch, um die Lärmemissionen zu senken. Erst vor zwei Wochen hat der Bundesrat entsprechend die Förderung von Schnellladestationen entlang der Nationalstrassen zu einer Priorität erklärt. Konkret sollen Betreiber von Ladestationen einen Deckungsbeitrag an die Strominfrastrukturkosten erhalten – denn das modernste Elektroauto bringt nicht viel, wenn man es auf einer längeren Reise zwischendurch nicht aufladen kann.

Ampera-e, das neue Elektroauto von Opel Bild: obs

Inwiefern diese Massnahme beitragen wird, den E-Autos in der Schweiz zum Durchbruch zu verhelfen, wird sich weisen. In einer vor zwei Jahren erstellten Prognose hat das Bundesamt für Energie (BFE) skizziert, dass im Jahr 2050 der Anteil an Elektromotorrädern gegen 80 Prozent des Fahrzeugbestands ausmachen könnte. Bei den Personenwagen rechnet das Amt mit rund 40 Prozent.

Es könnte auch schneller gehen

Mit anderen Worten: Auch in mehr als dreissig Jahren dürfte eine Mehrheit der Fahrzeuge noch nicht mit einem reinen Elektromotor unterwegs sein (oftmals wohl eine Kombination von Elektro- und Benzinmotor). Christoph Schreyer, Leiter Sektion Mobilität beim BFE, betont, dass dies «eher konservativ» berechnet sei.

Sprich: Es könnte auch schneller gehen. Im Rahmen des neuen Energiegesetzes hat die Bevölkerung soeben beschlossen, dass Neuwagen ab 2021 im Durchschnitt über die ganze Flotte nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen dürfen. «Dieses Ziel kann nicht erreicht werden, ohne dass ein erheblicher Teil der Neuwagen über einen Elektro-Motor verfügt», so Schreyer.

Damit sie auch «Benzinfresser» im Angebot haben dürfen, müssen Importeure künftig also noch deutlich häufiger als heute verbrauchsarme Fahrzeuge einführen. Die Besten in dieser Hinsicht sind: Elektroautos. (aargauerzeitung.ch)

Tesla will alle Modelle mit Technik für autonomes Fahren ausrüsten

1m 22s

Tesla will alle Modelle mit Technik für autonomes Fahren ausrüsten

Video: reuters

Das könnte dich auch interessieren:

Schaf-Krimi geht in die nächste Runde: 5 der gestohlenen Tiere sind wieder da

Mascara und Make-up: Kosmetikfirmen buhlen nun um Männer

«Le Clash» – beim Penalty-Streit von Neymar mit Cavani geht's wohl auch um viel Geld

Rio de Janeiro ist quasi pleite. Drogengangs machen sich dies zu nutze

Mit diesem Sturzfestival im Schlamm ist die Radquer-Saison so richtig lanciert

Werbeverbot für Babynahrung: SP sagt Muttermilch-Ersatz den Kampf an

Wermuth erst souverän, dann kommt er unter die Räder – «Grenzerfahrungen» in der «Arena»

Tschudi, Dreifuss, Blocher – das waren die spektakulärsten Bundesratswahlen

Auf Twitter haben sich gerade zwei Museen gebattelt – und es ist ziemlich ausgeartet

Peinliches Hooligan-Wettrennen – hier blamieren sich YB-Chaoten bis auf die Knochen

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
52Alle Kommentare anzeigen
52
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Paprika 21.07.2017 14:37
    Highlight Wenn ich am Abend müde nach Hause komme, stecke ich meinen Tesla ein, wie alle Nachbarn im Quartier.
    Oder technisch:
    Woher kommt der zuätzliche Strom? Aus Kohlekraftwerken.
    Wie bringt man den Strom in der geforderten Menge vor Ort? Mit heftigem Netzausbau.
    2 4 Melden
    600
  • Ein Freigeist 18.07.2017 12:31
    Highlight Im Vergleich zum Auslaufmodell Verbrennungsmotor ist die Technologie in der Massenproduktion im Auto noch jung. Trotzdem schon jetzt dem Verbrennungsmotor überlegen. Zero Emissions auf den Strassen, keinen Lärm und sehr schön zu fahren. Innerhalb kuzer Zeit sinken die Preise und die Reichweiten werden sich vervielfachen. Die automobile Zukunft ist elektrisch
    14 4 Melden
    600
  • Benot 18.07.2017 11:43
    Highlight Bez. "zu geringe Reichweite für Langstrecke":

    Wie lange fährt ihr eigentlich ohne Pause? Bis zum umfallen, d.h. zum Crash? Wohl noch stolz darauf (bis zum Crash und den verletzten Drittpersonen)?

    Wer weiss dass er viel Langstrecke fährt, kauft sich eben einen Volvo hybrid.

    Und wer ganz selten Langstrecke fährt, darf doch auch eine Ladepause einbeziehen. Ist das so schlimm?
    8 6 Melden
    600
  • Primus 18.07.2017 11:14
    Highlight Von der ganzen Ökologie und Ökonomie her betrachtet scheinen mir z.Z. (kleinere) Erdgasfahrzeuge am sinnvollsten zu sein. Sieht man ja auch in den VCS-Bewertungen. Jeder Privatverkehr ist nicht Nachhaltig, auch nicht mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene Elektroautos. Trolleybusse (Oberleitungsbus) sind vom Energieverbrauch her optimal, die Oberleitungen sind aber nicht gratis zu haben.
    5 6 Melden
    600
  • LubiM 18.07.2017 10:20
    Highlight Oder man macht es wie Norwegen:
    Benziner und Dieselautos mit Steuern belegen, dafür E Autos Steuerfrei.
    Steuerabzug bei E Auto besitz.
    Roadpricing Rabatt bzw Erlass.
    Usw usw usw

    Klar das geht nur ein paar Jahre, sonst würde die Regierung bald gigantische Verluste machen. Aber um das ganze ins Rollen zu bringen... why not? Wenn man die Statistik anschaut gibt es Norwegen recht
    6 4 Melden
    600
  • Scaros_2 18.07.2017 09:39
    Highlight Ein Kollege bei der Fortimo AG (die bauen Häuser) ist es teils noch sehr schwer Ladestationen in Garagen zu bauen weil man dafür zusätzliche Anforderungen erfüllen muss was Ventilationssysteme etc. angeht und diese sind nicht günstig. Daher kann man Halter von Elektrofahrzeugen derzeit nicht entgegen kommen weil in einer Garage welche für gut 60-100 gedacht ist extra für die 2,.3 Leute mit Tesla stationen zu bauen einfach nicht Kostendeckend sind und man daher derzeit darauf verzichtet.

    Es gibt noch viele unangesprochene Hindernisse hinsichtlich Elektrofahrzeuge.
    12 8 Melden
    • Snowy 18.07.2017 10:31
      Highlight Leider gerade dieselbe Erfahrung gemacht bez Mietgarage (bei einem Bekannten).
      4 0 Melden
    • atomschlaf 18.07.2017 11:09
      Highlight Interessant. Wusste ich nicht. Sieht so aus, als wir da in der Schweiz ein gröberes Problem hätten.

      Bemerkenswerterweise ist auch das nie ein Thema in den medialen Lobhudeleien über E-Autos.
      6 3 Melden
    • Maragia 18.07.2017 11:19
      Highlight Wohne auch in einem Wohnblock Baujahr 2016 mit ca 100-150 Autostellplätzen. Will nicht wissen, was das kostet, falls alle Parkplätze für Elektrofahrzeuge ausgebaut werden müssten. Und ob das überhaupt möglich ist
      4 0 Melden
    • Scaros_2 18.07.2017 13:08
      Highlight Ich habe nochmals Nachgefragt:

      Es gibt derzeit nichts das wirklich auf Bundesebene das ganze Regelt. Es ist von Kanton zu Kanton verscheiden. Bei der betreffenden Firma hat man einfach gesagt sie müssten wenn die Garagen anders Bauen. Es müssten mehr Lüftungsschächte gebaut werden und die Abluftanlage muss besser sein wenn man Elektroautos in der Garage auftanken möchte. Oder aber sie werden so gebaut das man später nachrüsten könnte. Vieles ist noch unklar. Auch bei den Gemeinden selbst was zusätzlichen Aufwand bedeutet da die selbst kA von der Materien hätten. Alles Mühselig also.
      1 2 Melden
    • atomschlaf 18.07.2017 13:46
      Highlight "Es müssten mehr Lüftungsschächte gebaut werden und die Abluftanlage muss besser sein wenn man Elektroautos in der Garage auftanken möchte."

      @Scaros_2: Und wie wird das begründet?
      Erhöhte Brandgefahr?
      Besteht überhaupt eine solche? Gibt es da statistische Daten oder wiehert da einfach der Amtsschimmel weil da etwas Neues kommt, was man zusätzlich reglementieren kann?
      6 1 Melden
    • Scaros_2 18.07.2017 15:43
      Highlight Kann ich dir nicht sagen. Das Thema ist auch bei ihnen ziemlich frisch. Ich denke das hat mit den Stromanlagen zu tun die halt unter Umständen hochspannung produzieren und das ausdünstungen oder so hat. Muss gestehen ich hab keine Ahnung im Elektrobereich^^. Aber kann natürlich auch sein das es zusätzliche Reglementierungen sind weil Böse.
      1 2 Melden
    • MichiT 18.07.2017 16:58
      Highlight Bei uns in der Tiefgarage eine 12 Kwh Leitung einbauen lassen. Inkl. EWZ Zertifikat, alles kein Problem. Keine Bedenken wegen Lüftung oder so, noch nie gehört. Da wärmt sich auch nichts auf. Elektrisch fahren ist fantastisch!
      4 1 Melden
    • Cityslicker 18.07.2017 17:50
      Highlight Ja klar - Verbrennerabgase in geschlossenen Tiefgaragen sind kein Problem - aber "Stromausdünstungen" sehr wohl... (ich höre es wiehern)
      6 0 Melden
    600
  • hemster 18.07.2017 09:32
    Highlight es gibt 2 gründe wieso ich (noch) keinen E-Wagen kaufen würde.
    1) Ökobilanz: Auch wenn kein fossiler Brennstoff benötigt wird, diese gigantischen Batterien sind umweltschädigend und wenn sich ein E-Wagen Käufer alle +- 4 Jahre ein neuen Wagen kauft nicht umweltschonender als ein Benziner.
    2) Die Schweiz ist ein Land von Mietern und Vermietern. Vorallem die Vermieter wollen keine zusätzlichen Investitionen machen um in Tiefgaragen etc. Ladestation pro Mieter aufzubauen. Die Hindernisse als Privatperson an einen solchen Anschluss zu kommen sind einfach noch zu gross.
    9 11 Melden
    • Snowy 18.07.2017 10:32
      Highlight Du sprichst leider die Wahrheit. Vor allem Punkt 2: Da muss nun dringend mehr gehen! Steuerfreiheit für Nachrüstungen etc.
      3 4 Melden
    • Benot 18.07.2017 11:35
      Highlight @Hemster:
      Dein Punkt 1 ist eine dieser Falschmeldungen um E-Autos schlecht zu reden.
      Die Ökobilanz eines E-Autos ist immer und viel besser als die eines Verbrenners.
      11 3 Melden
    • hemster 18.07.2017 11:52
      Highlight @benot:
      Einmal wird das und einmal wird dieses gemeldet. die Wahrheit ist irgendwo dazwischen. Jedoch kann mir keiner das diese riesigen Akkus bei der Herstellung, der Benutzung und dem Recycling umweltschonend sind. Einzig wenn jemand konsequent auf ökostrom setzt kommt er nach einigen Jahren besser weg als ein Benziner, wird mix oder atomstrom verwendet sieht nicht so goldig aus.
      Ausserdem wechseln mir unsere Abhängigheit von Rohöl einfach auf Litium. Macht absolut Sinn. Bolivien wird in einigen Jahren das neue Saudi Arabien sein
      1 7 Melden
    • atomschlaf 18.07.2017 13:51
      Highlight "Jedoch kann mir keiner das diese riesigen Akkus bei der Herstellung, der Benutzung und dem Recycling umweltschonend sind."

      @hemster: Das ist auch nicht die Frage.

      Die Frage ist, ob ein E-Auto umweltschonender ist als ein Benzinauto und zwar inkl. Produktion und Transport des fossilen Treibstoffs.
      Ausserdem haben E-Autos auch bei Gleichstand bezüglich Gesamt-Umweltbelastung immer noch den Vorteil, dass sie dort die grösste Entlastung bringen, wo fossil angetrieben Fahrzeuge heute noch die grössten Probleme verursachen, nämlich in Städten und an stark befahrenen Strassen.
      7 2 Melden
    600
  • reaper54 18.07.2017 09:01
    Highlight Ein Auto mit welchem man nicht einmal kurz ins Tessin kann und wider zurück ohne einen langen Ladestopp machen zu müssen ist schön für die Stadt aber am Ende halt doch nur brauchbar als Zweitauto.
    15 39 Melden
    • goschi 18.07.2017 09:19
      Highlight Ja lso echt, wie soll ich denn da meinen täglichen Tripp ins Tessin machen? schlimm!
      20 15 Melden
    • DerHans 18.07.2017 09:20
      Highlight Was machen sie denn im Tessin? Bei Chiasso zweimal um den Kreisel und dann gleich wieder zurück nach Zürich? Seit E-Autos langsam dem Verbrennungsmotor den Rang ablaufen, könnte man meinen, dass Autos im Dauereinsatz stehen und nie mehr parkiert werden.
      31 9 Melden
    • walsi 18.07.2017 09:28
      Highlight Von mir nach Lugano sind es 247 Km, das geht also locker. Während ich die Sonne geniesse lädt das Auto wieder auf. Wo ist also das Problem?
      32 4 Melden
    • reaper54 18.07.2017 09:49
      Highlight @goschi typisch arrogante Deutschschweizer Art danke für das hervorragende schlechte Beispiel!

      @DerHans ins Vallemagia und andere schöne abgelegene Orte ;) Naja da haben Sie wohl nicht so viel Ahnung von Motoren wenn sie denken die Motoren in den heutigen Elektroautos sein modern. Die hinken im vergleich zu anderen Elektromotoren noch ziemlich hinterher...

      @walsi das Tessin besteht aus wesentlich mehr als den Städten Lugano oder Locarno.
      3 16 Melden
    • atomschlaf 18.07.2017 10:22
      Highlight @walsi: Das derzeit noch bestehende Problem ist genau das, dass Du in Lugano eine Lademöglichkeit brauchst.
      Ist technisch möglich, ein Tesla Supercharger braucht ca. 75 Minuten für eine volle Ladung, aber eine flächendeckende Schnell-Lade-Infrastruktur aufzubauen wird eine erhebliche Herausforderung werden.
      5 1 Melden
    • DerHans 18.07.2017 10:31
      Highlight @reaper54 Bessere Elekrtomotoren? Also sie meinen einer der einen Wirkungsgrad über 0.9 oder sogar über 1? Zeigen sie mir dieses Perpetuum mobile, da würde ich gerne Aktien davon kaufen.
      7 4 Melden
    • Snowy 18.07.2017 10:35
      Highlight Wie oft fahren Sie am Stück >400 Km?

      Denke kaum häufiger als einmal pro Jahr. Und für dieses eine Mal kann ich mich
      a) auf alternative Transportmittel umplanen
      b) bei Bekannten oder einer Agentur einen Benziner leihen

      Problem gelöst.
      7 7 Melden
    • goschi 18.07.2017 11:00
      Highlight @reaper54 das hat nichts mit meinem Wohnort zu tun, sondern damit, dass die grossmehrheitliche Anzahl Autofahrern NICHT täglich mehrere hundert Kilometer am Stück zurücklegt, ihr Argumentum ad Polpulum ist damit ziemlich unsinnig.

      9 4 Melden
    • reaper54 18.07.2017 11:11
      Highlight @Snowy Problemstellung nicht begriffen. Wenn ich ins Vallemaggia fahre und dort in einem Grotto oder Zelt übernachte wird es extrem Schwehr das elektroauto zu Laden da es in der Naur schlicht keine Steckdosen geschweige denn Ladestationen gibt.

      @goschi wenn du meinen Kommentar gelesen hättest, was offensichtlich nicht der Fall ist, würdest du sehen dass ich schreibe;l für den täglichen Stadtverkehr ist es zu gebrauchen.
      1 7 Melden
    • goschi 18.07.2017 11:45
      Highlight Auf für Nicht-Städter trifft es zu, denn auch dieser werden zu 99+% nicht täglich einmal ins Tessin fahren und selbst wenn, reicht es von der Distanz her für ein aktuelles Elektroauto.
      5 1 Melden
    • Snowy 18.07.2017 11:48
      Highlight @Reaper:
      Einverstanden. Wenn Du oft an abgelegene Orte im Tessin fährst übers Wochenende wird für Dich ein Stromer noch für längere Zeit nicht in Frage kommen.
      Trotzdem: 95% aller Fahrten werden durch die 400Km-Obergrenze nicht tangiert.
      6 1 Melden
    600
  • Cityslicker 18.07.2017 08:35
    Highlight Fahre seit 2011 begeistert elektrisch- Selten einen so faktenbefreiten Artikel zum Thema gelesen. Warum wohl haben Auros, die faktisch in der Schweiz noch nicht verfügbar sind (der neue Ampera, Tesla Model 3) bislang keinen Einfluss auf die Zulassungsstatistik?! Oder Beispiel Norwegen: die anfangs gewährten Privilegien wie Parking/Busspur sind bereits seit Jahren zurückgenommen (Steuervorteile bestehen allerdings weiter). Im Ergebnis ist ein Drittel der *NEU*-fahrzeuge elektrisch (kleiner Unterschied...). Usw. Mit so einem zusammengeflickten Artikel wird Watson das Thema nicht erschliessen.
    65 3 Melden
    600
  • Donald 18.07.2017 07:44
    Highlight Es bräuchte ein Gesetz, dass Vermieter Steckdosen in Tiefgaragen zur Verfügung stellen müssen und das Laden von Autos nicht verboten werden darf. Noch besser wären natürlich Ladestationen.
    36 8 Melden
    • 7immi 18.07.2017 08:19
      Highlight das laden kann auch aus feuerpolizeilichen gründen nicht gestattet sein, so ists zb bei uns. da kann der vermieter nichts dafür...
      21 11 Melden
    • AL:BM 18.07.2017 08:34
      Highlight Genau. Gesetze.
      17 4 Melden
    • Donald 18.07.2017 08:42
      Highlight @7immi
      Was ist der Sinn von diesem Verbot? Schlechte Leitungen?
      10 7 Melden
    • 7immi 18.07.2017 09:14
      Highlight wenn das auto feuer fängt beim laden, kann das feuer auf das wohngebäude und andere fahrzeuge übergreifen. daher sind häufig auch reparaturarbeiten in tiefgaragen nicht erlaubt sowie das lagern brennbarer stoffe.
      11 3 Melden
    • Brummbaer76 18.07.2017 09:15
      Highlight Vor allem mit der normalen 220er Steckdose kriegt man das Auto sowieso nicht in vernünftiger Zeit geladen. Zur Not ok.
      Schnellade Stationen Kosten Geld und die können meiner Meinung nach auch über die Parkplatzmiete berechnet werden. Den Strombezug über den Stromzähler der Wohnung. Warum soll die Hausgemeinschaft individuelle Kosten tragen.
      12 4 Melden
    • Teslanaut 18.07.2017 10:36
      Highlight Ein feuerpolizeiliches Verbot glaube ich nicht. Was soll an einem Akku laden gefährlich sein - dann dürfte man Handy/Rasenmäher/Laubsauger-Akkus auch nicht mehr laden. Es braucht keine amtliche Bewilligung für eine Ladestelle - höchstens Vermieter oder Miteigentümergemeinschaft muss verständigt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich die örtliche Feuerwehr zu informieren, dass z.B. in der Tiefgarage ein E-Mobil geladen/parkiert wird.
      5 4 Melden
    • 7immi 18.07.2017 11:50
      Highlight @teslanaut
      Dennoch ist es so. In der tiefgarage darfst du diese geräte ja auch nicht laden. Abgesehen davon ist ein handyakku nicht vergleichbar mit einem emobil akku. Du brauchst keine bewilligung für das laden, da es egal ist bis etwas passiert. Du (respektive der eigentümer) stehst in der holschuld und musst das abklären. Denn wenn etwas passiert wirds scheisse...
      2 4 Melden
    • Donald 18.07.2017 21:24
      Highlight @Brummbaer76
      Ja, dann muss da halt auch noch ein Zähler hin. Keine grosse Sache im 21. Jahrhundert.
      1 0 Melden
    • Teslanaut 19.07.2017 08:12
      Highlight @7immi: wo werden denn Akku's geladen, wenn nicht im Haus oder in der Garage? Das Laden eines E-Mobils ist absolut kein Problem. Erstens muss der Starkstrom-Anschluss von einem Elektriker angeschlossen und geprüft werden (ich habe nur die Installation selber gemacht), zweitens prüft der Wagen selber vor dem Ladestart das Netz über die momentan verfügbare Leistung und den Isolationswert der Phasen. Liegt ein Problem an regelt der Wagen den Ladestrom.
      5 1 Melden
    • 7immi 19.07.2017 15:00
      Highlight @teslanaut
      es geht hier um tiefgaragen. bei uns steht das so in der garagenordnung inkl reparaturarbeiten etc. es gibt auch tiefgaragen, in denen es erlaubt ist (vermutlich wenn sie ein löschsystem haben? ). bei uns ist das aber nicht so. scheinbar ist es ein problem, sonst gäbe es diese regelung ja nicht. es kann auch einmal ein system defekt sein...
      laden kann man sie übrigens auch im freien, in privaten, oberirdischen garagen, in tiefgaragen die zugelassen sind, uvm.
      3 1 Melden
    • Teslanaut 19.07.2017 19:13
      Highlight @7immi: schon verstanden! Wir sind auch eine Miteigentümergemeinschaft und im Besitz einer Tiefgarage mit 40 Plätzen (26 Häuser). Wir haben die übliche Nutzungs- und Verwaltungsordnung! Es ist nicht üblich, dass hier explizit das Laden von E-Mobilen verboten ist - macht keinen Sinn und wäre reine Willkür! Wäre in etwa so, als würde man verlangen einen Verbrenner nur mit leerem Tank in der Tiefgarage zu parkieren! Löschsystem und Lüftung sind Vorschrift in einer Tiefgarage dieser Grösse - wobei unter Löschsystem nur ein Löschschlauch vorhanden ist. Wer von Problemen spricht soll diese belegen.
      4 1 Melden
    • 7immi 20.07.2017 08:08
      Highlight @teslanaut
      es ist weder grundsätzlich erlaubt noch grundsätzlich verboten. wie erwähnt besteht hier die holschuld, willst du laden, so musst du dies bei der entsprechenden stelle anfragen. hat man bei uns gemacht und es hiess nein, daher stehts jetzt in der garagenordnung. es ist nicht willkür sondern sicherheit, wie auch das verbot von reparaturarbeiten und lagern. von material etc. du kannst natürlich auch einfach mal eine ladestation einrichten ohne abklärung, allerdings würde ich das nicht machen.
      1 2 Melden
    600
  • NoPoCo 18.07.2017 07:41
    Highlight Ui ich bin der erste, der ein Kommentar abgeben darf.
    Um es vorweg zu nehmen. Elektoautos sind einfach besser. Sie verbrauchen einen Bruchteil der Energie im Vergleich zu den Verbrennern. Die Batterien sind mittlerweile bis zu 95% recyclebar. Die Herstellung von Verbrennern und die Förderung vom Treibstoff und Schmierstoffen verbrauchen viel mehr Energie als bei Elekromotoren. Und die, die den Sound geil finden sollen doch an einer viel befahrenen Strasse wohnen, wo mitten in der Nacht die Jungen Herren die Motoren imponieren. Mal sehen ob es euch auch gefällt wenn ihr nicht drin sitzt.
    49 13 Melden
    • 7immi 18.07.2017 08:29
      Highlight theoretisch sind die batterien zu 100% recyklierbar, derzeit sind aber nur gut 50% möglich. die derzeitige batterie ist die krücke der e mobile. wenn man die benötigte energie für die batterie in benzinäquivalente umrechnet und den verbrennungsmotor abzieht, kommt man auf ca. 2.5l/100km (ohne strom). ist besser als verbrennerfahrzeuge, aber noch weit weg von ideal. zukünftige akkus können dem emobil zum durchbruch verhelfen, dasjetzige system ist lediglich eine brückentechnologie, was es natürlich auch braucht für eine neue technologie.
      21 4 Melden
    600
  • Wilhelm Dingo 18.07.2017 07:40
    Highlight Das Hauptproblem bleibt die Reichweite. In 80% der Fahrten reichen die 200km Reichweite locker, die restichen 20% der Fahrten sind aber das Problem. 250km Ins Engadin bei -10 C oder die 800km Fahrt in die Sommerferien mit 2 Stunden Stau mit Klimaanlage. Auch wenn es möglich ist mit einem 1h Zwischenstop ist es einfach nicht konfortabel.
    21 29 Melden
    • Teslanaut 18.07.2017 08:30
      Highlight Tatsächlich ist z.Z. Langstrecke nur mit einem Tesla problemlos machbar. Ich fahre fast monatlich die Strecke Schweiz - Slowakei (960km). Dazu braucht es drei Ladestopps ( 2 x 20 Min., 1 x 45 Min. ). Diese nutzt man auch für Kaffee/WC und ein Essen. Zeitverlust gegenüber früher mit dem Diesel hat man nur in Deutschland wegen dem fehlenden Tempolimit. München-Lindau ist mit 200 km/h möglich, man verliert aber die Zeit wieder beim laden - optimal sind 140 km/h mit Autopilot. Klimaanlage ist vernachlässigbar, -10 C braucht ca. 30 km/Ladung bei 22 C Innentemparatur. Stau braucht nicht's ;-)
      41 4 Melden
    • EvilBetty 18.07.2017 09:47
      Highlight Wenn die Klimaanlage laufen soll wenn man im Stau steht, braucht's schon was ;-)
      8 3 Melden
    • NoPoCo 18.07.2017 18:40
      Highlight Ich finde es grundsätzlich fahrlässig über 6h am Stück zu fahren. Lieber eine Pause einlegen, die Batterien des Autos und die eigenen laden und dann gehts frisch weiter.
      Wer keine Zeit verlieren will nimmt das Flugzeug, die Bahn oder von mir aus in der Zukunft den Hyperloop.
      6 0 Melden
    • EvilBetty 18.07.2017 23:06
      Highlight Kann sich halt nicht jeder ein 30k –100k CHF Auto leisten.
      0 0 Melden
    600

Ein merkwürdiger «Tagi»-Artikel ändert nichts daran: Der Tesla ist eine gute Sache

Tesla zwingt endlich die Autoindustrie zum Handeln – und ist ein wichtiger Katalysator für den Aufbau eines nachhaltigen, dezentralen Stromnetzes in der Schweiz.

Unter der Schlagzeile «Der Tesla-Mythos» versuchen die beiden TA-Journalisten Stefan Häne und Michael Soukup das Elektroauto zu dekonstruieren. Ihre Argumente lassen sich wie folgt zusammenfassen: Wenn der Strom für den Tesla aus einem dreckigen Kohlekraftwerk stammt, dann ändert sich an der Ökobilanz rein gar nichts. Der Bau eines Teslas verschlingt viel graue Energie, vor allem die Batterien, die zudem das Auto schwer und damit wenig energieeffizient machen. Und schliesslich ist der …

Artikel lesen