Schweiz

Zürcher Gammel-Vermieter bunkerte 1,5 Millionen im Safe

An der Neufrankengasse schliessen zwei Problemhäuser, die bereits im Jahr 2015 aufgrund ihrer katastrophalen Zustände Bekanntheit erlangten. Die Mieter erhalten auf Ende Jahr die Kündigung. Der Prozess gegen den Hauseigentümer Peter Sander steht noch aus.

Publiziert: 11.10.16, 15:57 Aktualisiert: 12.10.16, 01:28

In diesen zwei Häusern an der Neufrankengasse 6 und 14 fand eine Razzia statt. bild: watson

Während eines Grosseinsatzes im Oktober 2015 nahm die Stadtpolizei den Immobilienunternehmer Peter Sander und drei seiner Mitarbeiter fest. Seine Liegenschaften an der Magnusstrasse und Neufrankengasse wiesen katastrophale Mängel- und Hygienezustände auf, davon betroffen waren rund 120 Mieter.

Der Multimillionär hatte seine Häuser nicht nur stark vernachlässigt, sondern auch überrissene Preise verlangt, trotz der Umstände, dass ein beträchtlicher Anteil seiner Mieter Sozialhilfe bezog – ihm wird nun Mietzinswucher vorgeworfen. 

Die Wohnungen der Verhafteten wurden untersucht und dabei stellte die Stadtpolizei beträchtliche Vermögenswerte sicher, wie damals die Oberstaatsanwaltschaft bestätigte. 

Razzia wegen Mietwucher

Wie der Tagesanzeiger schreibt, ist nun bekannt, um wie viel Geld es sich handelte: Die Polizei stiess in Sanders Banksafe auf 1,5 Millionen Franken Bargeld, wie aus dem Geschäftsbericht 2015 der Kantonspolizei hervorgeht. 

Der Start des Prozesses ist laut Oberstaatsanwaltschaft noch offen. Danach wird das Haus verbarrikadiert, um Besetzungen zu verhindern. Was mit den Häusern weiter passiert, ist noch nicht bekannt, dazu nahm Weidmann keine Stellung.

Die Schliessung des Hauses an der Magnusstrasse diesen Sommer hatte zur Folge, dass sich die Zustände der Problemhäuser an der Neufrankenstrasse allgemein verschlechterten.

Die Liegenschaften wurden von Drögelern und Obdachlosen aufgesucht, zudem stank es im Hauseingang oft nach Urin und Kot. Dem wird bald ein Ende gesetzt: Laut Liegenschaftsverwalter Sherry Ch. Weidmann ist den Mietern auf Ende Jahr gekündigt worden. 

(aargauerzeitung.ch)

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schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
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14 Kommentare anzeigen
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  • Pupsi 11.10.2016 22:43
    Highlight Für mich ist das ein klassisches Beispiel, von nennen wir es mal gewollter ghettoisierung......
    10 1 Melden
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  • SJ_California 11.10.2016 20:48
    Highlight Von Aussen sehen die Häuser relativ neu aus oder zumindest frisch gestrichen. Auch die Wohnungen selbst sehen nicht allzu schlecht aus. Allerdings sollte man weniger bezahlen müssen wenn es nur Etagentoiletten und -duschen gibt...
    5 17 Melden
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  • Luis Cypher 11.10.2016 20:17
    Highlight Irgendwo, in irgendeinem kleinen Büro hatte irgendein Angestellter der Steuerverwaltung kürzlich einen wirklich tollen Tag.
    17 1 Melden
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  • stadtzuercher 11.10.2016 19:48
    Highlight Da staunt der Laie bloss und fragt sich: Schwarzgeld?
    15 1 Melden
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  • lilie 11.10.2016 17:44
    Highlight Ich finde es nicht schlimm, wenn nicht jedes Mietshaus auf dem allerneusten Stand ist.

    Funktionierende Sanitäranlagen finde ich allerdings Pflicht.

    Und selbstverständlich sollten Wohnungen mit einem solch bescheidenen Standard auch zu einem fairen Preis vermietet werden.

    Viele wären dankbar für eine einfache, dafür günstige Wohnung in der Stadt!
    54 6 Melden
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  • Nightghost 11.10.2016 17:36
    Highlight Ist sicher nicht alles ganz korrekt Seitens Vermieters. Doch warum soll ein Vermieter viel Geld in eine Wohnug sfecken, wenn innert Kürze die Wohnung wieder im selben missarbken Zustand aussieht. Es ist auch Pflicht des Mieters Sorge zu tragen. Und ganz ehrlich, in diesem Quartier wo zumindest eines dieser Häuser steht habe ich Zweifel daran ob dies auch so getan wird. Kaum wird ein neues Lavabo installiert, ist es innert Woche wieder defekt oder völlig verschmutzt.
    28 78 Melden
    • mrmikech 11.10.2016 18:05
      Highlight In dieses Quartier baut auch SBB (nebenan) und gibt es viele luxuswohnungen, also bitte nicht pauschal ignorant sein. Danke.
      45 8 Melden
    • Echo der Zeit 11.10.2016 19:50
      Highlight Kaum wird ein neues Lavabo installiert, ist es innert Woche wieder defekt oder völlig verschmutzt - hast du selber dort gewohnt ?
      25 6 Melden
    • Nightghost 11.10.2016 20:29
      Highlight Urinspuren, Zigarettenstummeln und auch Drogenutesilien im Treppenhaus. Wer ist der Verursacher?
      18 5 Melden
    • Echo der Zeit 11.10.2016 21:28
      Highlight Urinspuren, Zigarettenstummeln - kann in jedem Mietshausvorkommen, Drogenutesilien im Treppenhaus - in dieser Gegend - kommt durchaus vor. Ein Abwart der seinen verpflichtungen nicht nachkommt und Mieter Erpresst - Nee - Ein Hauseigentümmer der sein Eigentum so Verlottern lässt und zu Hause 1,5 mio Bunkert - aber zu Faul ist mal die Leitungen Spülen zu lassen und dafür noch überrissene Mieten verlangt - Nee.
      16 6 Melden
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  • Pasch 11.10.2016 17:30
    Highlight Muss es den erst so zu und hergehn, bis etwas unternommen wird?
    38 1 Melden
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  • dave1771 11.10.2016 17:22
    Highlight Für uns ist das sehr schlimm... leider leben viele Menschen nicht einmal mit diesem "Luxus". Hat mich gerade an Wohnungen in Osteuropa erinnert.
    16 4 Melden
    • Echo der Zeit 11.10.2016 19:51
      Highlight Wo waren sie denn in "Osteuropa"?
      7 12 Melden
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  • Caturix 11.10.2016 16:41
    Highlight Wenn man die Fotos ansieht sind die Mieter die Schweine. Klar hat es auch Mängel aber das rechtfertigt die ganze Sauerei nicht.
    92 36 Melden
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