Sport

Zum ersten Mal in diesem Final waren nach dem Spiel enttäuschte Berner zu sehen. Bild: KEYSTONE

Berns riskante Gratwanderung zwischen Arroganz und Selbstvertrauen

SCB-General Kari Jalonen lässt seine offensive Reiterei absatteln und als defensives Fussvolk kämpfen. Er verschenkt so den sicheren Sieg. Bloss ein Zwischenstopp auf der Triumphfahrt zur Titelverteidigung oder die Wende?

12.04.17, 07:41 12.04.17, 08:31

Kari Jalonens Männer blickten vom Feldherrenhügel des Selbstvertrauens weit ins gelobte Land der Meisterfeier hinein. Das erste und das zweite Finalspiel hatten sie bereits gewonnen und nun führten sie im Schlussdrittel der dritten Partie gegen Zug 1:0.

Ein weiterer Sieg und damit die Vorentscheidung im Finale 2017 war nahe. Zum Greifen nahe. Was sollte noch schiefgehen? Zug schien zum dritten Mal besiegt. Noch 4 Minuten und 51 Sekunden. Kein Problem. Schliesslich hatten die Berner in diesem Finale bei numerischem Gleichstand noch keinen einzigen Treffer kassiert. Die Zuger gaben zwar nicht auf, aber sie fanden einfach keinen Weg durch diese SCB-Abwehr. Wieder einmal schien sich zu bestätigen: Playoffhockey 2017 ist, wenn am Ende doch der SCB gewinnt.

Bern spielt, der Gegner ist am Boden. So hat es in den Playoffs bisher immer ausgesehen. Bild: KEYSTONE

Lino Martschini wie Winkelried

Aber der SCB hat diese dritte Partie nicht gewonnen. 4 Minuten und 51 Sekunden vor Schluss trifft Lino Martschini zum 1:1 – und in der Verlängerung fädelt er nach 4 Minuten und 15 Sekunden das 2:1 von Reto Suri ein.

Das 1:1 durch Lino Martschini. Video: streamable

Es war, als sei der Geist von Arnold von Winkelried, der mythischen Gestalt der helvetischen Geschichte, in Lino Martschini gefahren.

So wie die alten Eidgenossen zu Sempach keinen Weg durch die dichten Reihen der Habsburger fanden und verzweifelten und sich schliesslich Arnold von Winkelried ein Herz fasste und die gegnerischen Reihen durchbrach, so überwindet Zugs offensiver Zauberzwerg nun das Bollwerk der Berner.

Der Siegestreffer in der Verlängerung von Suri. Video: streamable

Sein Schuss fährt nach 55 Minuten und 9 Sekunden wie ein Blitz aus heiterem Himmel unhaltbar zum 1:1 ins SCB-Netz. Weil er die Scheibe nicht richtig getroffen hat, springt sie, von ihrer Rotationsenergie angetrieben, Leonardo Genoni aus dem Fanghandschuh. Lino Martschinis erster Treffer in diesen Playoffs. Sein erstes Tor nach 1030 Minuten.

Der «Ketchup-Effekt»

Für Lino Martschini ist es der «Ketchup-Effekt»: Man kann an der Flasche rütteln und rütteln und rütteln und die Tomatensauce will nicht herauskommen. Aber auf einmal flutscht der Inhalt doch auf den Teller.

Eine von vielen guten Paraden Tobias Stephans. Video: streamable

Er hat es versucht und versucht und versucht, nie den Mut verloren und nun hat er gleich eine Lawine losgetreten: das Spiel mit seinem Treffer ausgeglichen (1:1) und den Siegestreffer eingefädelt. Und Tobias Stephan hielt in diesem Finale erstmals nicht bloss wie ein sehr, sehr guter, sondern wie ein grosser, wie ein Meistergoalie.

Der SCB ist mit dieser Niederlage für das Spiel mit dem taktischen Feuer, für das – aus neutraler und nichtbernischer Sicht – unsäglich langweilige Resultathockey bestraft worden. Nach dem 1:1 gelingt es den Bernern nicht mehr richtig, das Spiel wieder zu beschleunigen, noch einmal aufs Gaspedal zu drücken. Sie gehen in der Verlängerung stehend unter.

Topskorer Mark Arcobello und Martin Plüss wurden für ihr Defensiv-Hockey bestraft. Bild: PPR

Die SCB-Niederlage ist allerdings nicht ganz aus heiterem Himmel gekommen. Wer wollte, konnte die Vorboten nach dem zweiten Spiel, nach dem samstäglichen 4:2 der Berner in Zug erkennen.

Zug schien nach diesem 2:4 auf eigenem Eis besiegt. Der Final entschieden. Aber Trainer Harold Kreis sagte, man müsse nur so weitermachen wie bisher und brauche bloss ein bisschen Glück im Abschluss.

Verteidiger-Haudegen Timo Helbling war auch nach der zweiten Niederlage zuversichtlich und ging davon aus, dass seine Mannschaft bei gleicher Leistung die nächste, die dritte Partie gewinnen wird. Und er sagte, der SCB spiele mit seinem destruktiven Defensivhockey mit dem taktischen Feuer.

Umfrage

Dreht der EVZ jetzt diese Serie?

  • Abstimmen

1,477 Votes zu: Dreht der EVZ jetzt diese Serie?

  • 35%Nein, das bleibt der einzige Sieg der Zuger in dieser Serie.
  • 23%Nein, es wird nochmals knapp aber Bern wird Meister.
  • 37%Ja, sie haben das Momentum jetzt auf ihrer Seite.
  • 4%Ich will nur das Resultat sehen.

Es war offensichtlich: Die Zuger hatten das zweite Finalspiel, aber noch lange nicht den Mut, verloren. Der Chronist dachte allerdings: Es sind die Sprüche, die ein Verlierer in Zeiten der Playoffs halt machen muss.

Die Zweifel des Chronisten

Zweifel an der scheinbar klaren Ausgangslage kommen ihm erst, als er vor dem Spiel in Bern Dr. Saul Miller, den grossen Hexenmeister der Sportpsychologie trifft. Der Seelendoktor aus Amerika hatte letzte Saison den SCB auf dem Weg zum sensationellen Titel begleitet. Jetzt arbeitet er für Zug. Er gilt als bester Sportpsychologe der Welt.

Sportpsychologe Saul Miller. screenshot: srf.ch

Saul Miller personifiziert vor dem Spiel in Bern Zuversicht und Gelassenheit. Er sagt, er habe in den letzten zwei Tagen in aller Ruhe mit Lino Martschini und Tobias Stephan gesprochen. Und am Vormittag noch einmal zur ganzen Mannschaft. Eine gute Mischung aus Voodoo und Zuversichts-Yoga. «Meine Botschaft ist ganz einfach: Alles vergessen, was war und Spiel für Spiel nehmen.» Vor dem Spiel und in den Pausen spreche er nicht mehr mit den Spielern. «Die Kabine gehört dem Coach.»

Harold Kreis, Timo Helbling und Doktor Miller haben Recht bekommen. Zug ist unter dramatischen Umständen ins Finale zurückgekehrt. Statt 3:0 steht es nur noch 2:1 für den SCB.

Jalonen riskiert nicht

Der SCB hätte es wagen können, die Zuger mit einem offensiven Feuerwerk den Atem, die Hoffnung, die Zuversicht, den Sauerstoff und den Sieg zu nehmen. Aber der grosse Bandengeneral Kari Jalonen scheut das Risiko. Er will wieder Hockey-Schach spielen. Er lässt seine offensive Reiterei absatteln, als defensives Fussvolk kämpfen.

Warum auch nicht? Gegen Biel und gegen Lugano ist dieses Spiel mit dem defensiven taktischen Feuer aufgegangen. Heisst es denn nicht, in den Playoffs triumphiere die Defensive immer über die Offensive?

Trägt Kari Jalonen die Schuld an der Berner Niederlage? Bild: KEYSTONE

Alles scheint erneut für den SCB zu laufen. Zugs Jarkko Immonen rumpelt David Jobin hinter dem SCB-Tor in die Bande. Der SCB-Verteidiger bleibt liegen. Der Pfleger eilt aufs Eis. Der 35-Jährige wankt scheinbar schwer verletzt vom Eis. Ist das sein Karriereende? Empörung im Stadion. Jarkko Immonen wird unter die Dusche geschickt. Elf Sekunden vor Ablauf der Fünfminuten-Strafzeit trifft Andrew Ebbett zum 1:0. Dieser Treffer scheint bereits die Entscheidung zu sein. Die Zuger haben ihren wichtigsten Zweiweg-Center verloren. David Jobin kehrt im Mitteldrittel ins Spiel zurück. Frisch und munter. 17'031 Zuschauer werden Zeugen einer Wunderheilung.

Aber dieses 1:0 wird dem SCB zum Verhängnis. Die Berner stürzen auf der Gratwanderung zwischen Selbstsicherheit und Arroganz ab. Bei den Zugern regt sich der «heilige Zorn», jene Leidenschaft, die nur erwacht, wenn alles verloren scheint.

Hätte der SCB gewonnen, dann wären hier Weisheits-, Lob- und Königspsalmen über den grossen Bandengeneral Kari Jalonen zu lesen. Seine taktische Schlauheit würde in höchsten Tönen gerühmt.

Berner Zuversicht bleibt

Aber Eishockey bleibt auch für die Grossen ein unberechenbares Spiel auf einer rutschigen Unterlage. Nun ist der grosse finnische Bandengeneral vorerst ins Niemandsland zwischen Aki Kaurismäki und Hollywood geraten.

Hollywood steht für den grossen, mächtigen charismatischen, glamourösen, meisterlichen SC Bern, der mit einem grandiosen offensiven Schauspiel seine Gegner vom Eis zu fegen vermag. Wie wir das im ersten Finalspiel (5:0) erlebt haben.

Auch Aki Kaurismäki weiss: Zur finnischen Hockeykultur gehören auch dramatische Niederlagen. Bild: EPA/EFE

Aki Kaurismäki ist der kauzige finnische Kultregisseur, dessen Verlierer-Filme uns in die Abgründe der Selbstzweifel blicken lassen. Zur finnischen Hockeykultur gehören ja nicht nur grandiose Siege (wie die WM Titel von 1995 oder 2011), sondern auch krachende, traumatische Niederlagen, die landesweite Depressionen ausgelöst haben. Wie der WM-Viertelfinal von 2003 in Helsinki. Die Finnen führten gegen Schweden 5:1 – und verloren 5:6.

Ungefähr so wie dieses traumatische 5:6 von 2003 wäre für die Berner ein Untergang in diesem Finale gegen Zug. Kari Jalonen könnte dann mit seinem kantigen, trockenen Humor die Hauptrolle in einem Kaurismäki-Hockeyfilm übernehmen.

Doch die Zuversicht in Bern ist nach wie vor (zu?) gross. Der SCB gilt noch immer als 80:20-Favorit. Aber das war er auch 2012 nach einer 3:1-Führung im Finale gegen die ZSC Lions. Es schien damals unmöglich, diesen Vorsprung noch zu vergeigen. Der SCB hatte drei Matchpucks und zwei davon auf eigenem Eis. Dann verloren die Berner dreimal hintereinander, das 7. und letzte Spiel durch einen Gegentreffer zwei Sekunden vor Schluss und die ZSC Lions wurden Meister.

Die SCB-Meisterfeier 2017 findet frühestens am Samstag statt.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

Unvergessene Eishockey-Geschichten

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

02.05.2000: In St. Petersburg schreibt ein SMS Hockeygeschichte

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
61Alle Kommentare anzeigen
61
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • eatsleepplayhockey 13.04.2017 20:37
    Highlight ich frage mich immer wieder wiso der chronist für den sport und nicht die comedyabteilung schreibt. ich bin sicher, dass er der einzige ist welcher über seine vergleiche lacht. ich würde zu gern mal zuschauen wenn kz so in die bande gecheckt wird wie jobin. vielleicht gäbe es ja auch eine wunderheilung und er käme endlich von seinem hohen pferd heruntr. fertig.
    0 3 Melden
    600
  • Eingestein 12.04.2017 21:48
    Highlight Den Reaktionen nach, hat es gestern die Niederlage manch Bärli auf die Nierchen geschlagen. wenn es nur keine längere Entzündung gibt.
    https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTiY84U0UXA-5ddThFDlwQ6xrB1b6zygwiRy3DaADIEI6Tv7aYycw
    2 4 Melden
    600
  • pedronja 12.04.2017 17:39
    Highlight Zum Ausgang des gestrigen Spiel passt, dass Suri nach seinem Bandencheck in den Startminuten schon längst nicht mehr mit von der Partie sein sollte. Oder hätte dann Immonen das Spiel in der Overtime entschieden?
    7 13 Melden
    600
  • Wakawakawaka 12.04.2017 10:13
    Highlight "Unhaltbarer Schuss"
    65 1 Melden
    • Hempoli 12.04.2017 10:30
      Highlight Den find ich witzig ^^ ...und bin Bern Fan
      24 3 Melden
    • Rock'n'Rohrbi 12.04.2017 11:21
      Highlight Finde ich auch lustig und schade hat es kein Strampelbildli von Stephan am Dienstag abgesetzt... 😄😄 aber sagt liebe Zuger; ist das der Ferienstrandball von Zug, welcher seit der Freilos Saga euch angedichtet wurde? Demfall leimt ihr die ganze Liga!!! 👍🏻
      16 8 Melden
    • Wakawakawaka 12.04.2017 12:21
      Highlight @Rock'n'Rohrbi:
      Meinst du so etwas ? Bin zwar Zuger, fand die Idee aber lustig !
      23 0 Melden
    • Rock'n'Rohrbi 12.04.2017 12:29
      Highlight 😂😂😂 Hammer ...Kindergeburi im PO Final - so geilo!
      11 0 Melden
    600
  • RoJo 12.04.2017 09:52
    Highlight Habe gar nicht mehr fertig gelesen, Chlöisu! Wir haben definitiv nicht das gleiche Spiel verfolgt. Der SCB hat Zug offensiv (aus einer guten Defensive) im letzten Drittel an die Wand gefahren! Mit 3 Pfostenschüssen lief der Puck einfach nicht für sie! Zug hatte Glück! Am Donnerstag gehts weiter. Zug wird keine weitere drei Male solches Glück beanspruchen können! Noch 2 bis🏆
    34 52 Melden
    • zsalizäme 12.04.2017 11:34
      Highlight @RoJo
      Und was ist mit dem 3:2 vom Samstag? War das etwa kein Glück? Glück gehört im Sport dazu.
      26 3 Melden
    • MARC AUREL 12.04.2017 12:27
      Highlight Am Samstag war Bern aber auch nicht unterlegen wie gestern Zug mein Lieber...
      10 27 Melden
    • @michelstef 12.04.2017 13:09
      Highlight Glück bei 50 Qualispielen,gegen Servette, gegen Davos, gestern Abend.... Wahnsinn!

      (oder der EVZ spielt Hockey um zu gewinnen)
      18 5 Melden
    • zsalizäme 12.04.2017 13:51
      Highlight @Marc Aurel

      Shots on Goal gestern:
      SCB 41 / EVZ 43

      Shots on Goal in der OT:
      SCB 2 / EVZ 4

      So unterlegen war der EVZ gestern auch nicht. Aber bleibt ihr Berner doch einfach bei der Ansicht, dass wenn der SCB gewinnt, dies sowieso gerechtfertigt ist und wenn sie verlieren, dann IMMER, obwohl sie eigentlich besser waren.
      21 8 Melden
    • MARC AUREL 12.04.2017 15:32
      Highlight Die Torschüsse sind nicht umbedingt aussagekräftig. Bern hatte die klar bessere Torchancen qualitativ! Aber mir kann es egal sein den so werden die Zuger garantiert nicht Meister.
      9 12 Melden
    • pedronja 12.04.2017 17:21
      Highlight @zsalizäme: ist die Schussstatistik deine ganze Wahrheit ob ein Team überlegen war? Du widersprichst dir ja bei der ersten Aussage "Glück gehört dazu" gleich selber....
      9 5 Melden
    • zsalizäme 13.04.2017 07:56
      Highlight @pedronja
      Ich habe nirgends geschrieben, dass der EVZ überlegen war. Aber Zug war eben auch nicht so klar unterlegen, wie einige es hier darstellen.
      2 3 Melden
    600
  • Boniek 12.04.2017 09:50
    Highlight Sie haben den "Ketchup-Effekt" offensichtlich nicht ganz verstanden, Herr Zaugg. Dieser bedeutet, dass zuerst lange gar nichts kommt und dann plötzlich alles auf einmal. Im gestrigen Spiel hätte Martschini also noch zwei, drei Male treffen müssen, damit man vom Ketchup-Effekt sprechen könnte. Ein Tor reicht da definitiv nicht.
    39 9 Melden
    • Socceroo04 12.04.2017 13:06
      Highlight Hat er sich auf Donnerstag aufgespart 🏒
      15 5 Melden
    600
  • Ovest S 12.04.2017 09:26
    Highlight Stimme dem Eismeister aus Bern zu, war über lange Strecken ein eher unterdurchschnittliches PO Spiel… einem Final nicht wirklich würdig. Für die Dynamik wäre ein früherer Ausgleich sicher zuträglich gewesen… zu diesem Baldrian-Hockey passte auch die Entscheidung die mehr zufällig (aus Sicht von beiden Seiten) als gewollt zustande kam… Pfostenschüsse, Puck bleibt auf der Linie stehen (!!!) Rotationspuck😎. Unter dem Strich wäre Bern der richtige Sieger gewesen, daraus kann man nun eine riesen Story machen – ist aber nicht zwingend… #UFB
    28 46 Melden
    • @michelstef 12.04.2017 13:28
      Highlight "richtige Sieger"? Was ist das? Ein Casting oder ein Hockeymatch?
      12 8 Melden
    600
  • zsalizäme 12.04.2017 09:09
    Highlight Zug hat gestern gewonnen, weil das Glück dieses mal auf der Seite der Zuger waren und weil Stephan gestern besser war als Genoni. Nun steht es 2:1. Zug muss morgen unbedingt Nachlegen. Wenn dies gelingt, ist die Serie neu lanciert.
    63 4 Melden
    600
  • Bruno Wüthrich 12.04.2017 08:59
    Highlight Leonardo Genoni ist ein grosser Torhüter. Und zu einem grossen Torhüter gehört, dass der Chronist einen Schuss für unhaltbar erklärt, den mancher Viertliga-Goali mühelos gehalten hätte.

    Gleich kritisch beurteilt wie sein Gegenüber Tobias Stephan hätte der Chronist schreiben müssen: Genoni war an diesem Abend ein sehr, sehr guter, aber leider eben kein grosser Goalie.

    Mit dem Rest der Analyse hat KZ jedoch trotz der vier SCB-Pfostenschüsse recht. Es sind eben nicht die Pfostenschüsse die zählen. Auch nicht die Spielanteile, die gelaufenen Kilometer oder die Torchancen. Es sind die Tore!
    82 7 Melden
    • Danyboy 12.04.2017 09:32
      Highlight Ich glaube, man muss auch sagen, dass der EVZ gestern nicht sooo schlecht gespielt hat. Der SCB-Fan S. Büret des SRF sah das nicht so ganz, aber die Analysen von Billeter und Rottaris sind da immer eine Wohltat und sehr kompetent und treffend.
      43 9 Melden
    • birdiee 12.04.2017 10:50
      Highlight Die doch sehr parteiischen Kommentatoren vom SRF stören mich seit längerem. Eigentlich nicht schlecht kommentiert, aber einfach alles was Bern (oder der HCD) macht, ist toll. Bei Zug hingegen wars dann Glück oder nicht erwähnenswert...
      29 13 Melden
    • pedronja 12.04.2017 17:28
      Highlight #danyboy und birdie. Mein Eindruck der Kommentatoren war gestern eher, dass die ganze Zeit nur über Zug diskutiert wurde. Bern war kaum ein Kommentar wert. Und Bührer als SCB-Fan zu bezeichnen kann auch nur mit einer Zuger Brille Sinn machen. Seit mehreren Saisons habe ich eine gegenteilige Ansicht zu Bührers bevorzugten Klubs.
      @brunoWüthrich. KZ nennt den zweiten Treffer unhaltbar und da zweifle ich ihre Theorie mit dem 4. Liga Goalie definitiv an.
      #
      6 2 Melden
    • birdiee 12.04.2017 19:51
      Highlight gegen den HCD war Zug immer böse und sowieso würden die Davoser das Ding noch drehen...
      Gegen Bern ist dieser Eindruck weiterhin da aus meiner Sicht.
      3 3 Melden
    600
  • Papa la Papp 12.04.2017 08:56
    Highlight Gestern hat der SCB alles richtig gemacht und trotzdem verloren - auch das gibts im Hockey. Bern hatte beim Stand von 1:0 drei Postentreffer und einmal blieb der Puck auf der Linie kleben und einmal hat Stephan die Scheibe mirakulös mit dem Stock an den Pfosten gelenkt uvm. Zu diesem Zeitpunkt war der EVZ inezistent....
    Kurz vor Schluss dann der Treffer zum 1:1: freie Sicht für Genoni, aber trotzdem drin, klarer Goalie Fehler. Was solls, kann's geben.
    Ich bleibe dabei: der SCB kann sich nur selber schlagen, alles andere ist hoffnungsloses Psalmen beten von träumenden EVZ Fans.
    51 46 Melden
    • Danyboy 12.04.2017 09:44
      Highlight Sollte die Serie über mehr als 5 Spiele gehen, wäre das eine kleine Sensation. Ich freue mich auf morgen 👍🏻😉
      11 17 Melden
    • Bruno Wüthrich 12.04.2017 10:46
      Highlight Der Verlierer hat nie, - aber wirklich gar nie alles richtig gemacht. In der Kernkompetenz des Toreschiessens war gestern der EVZ um genau ein Tor besser. Natürlich auch wegen der grosszügigen Hilfe von Leonardo Genoni.
      25 3 Melden
    600
  • BennyG 12.04.2017 08:44
    Highlight Lottergolie :D
    56 5 Melden
    600
  • Spocki88 12.04.2017 08:42
    Highlight KZ könnte man auch als Schiri hin stellen... Keine Linie von Bericht zu Bericht....
    Und so was von einem selbst ernannten Chronist....
    Die Zuger haben gestern ab den verlauf des 2.Drittel mehr fürs Spiel gemacht. Der Sieg ist definitiv nicht gestohlen.
    Aber jetzt deswegen in eine allgemeine Polemik auszubrechen ist noch ein bisschen verfrüht. Abwarten was morgen kommt.
    59 10 Melden
    600
  • Tikkanen 12.04.2017 08:41
    Highlight ...wahre Worte, Chlöisu👍🏻Allerdings dürften sich deine Zweifel bereits am Donnerstag zerstreuen. Der gestrige Ausrutscher gründete in einer üblen Chancenauswertung seitens der Berner Hockeymaschine sowie im Glück der Zuger Opportunisten.Der Flatter-Treffer vom Lino🐒schien auch mir sehr schwierig zu halten😳Allerdings wird sich die Dominanz und Erfahrung des SCB am Ende des Tages trotz des gestrigen Betriebunfalles am Samstag in der hochverdienten Pokalübergabe vor heimischem Anhang manifestieren🤗und der EVZ kann dank dem überraschenden Sieg wohlgelaunt die Bühne verlassen.
    Noch 2 bis🐻🏆😎
    39 87 Melden
    • Danyboy 12.04.2017 09:43
      Highlight Dann sind ja alle zufrieden, Tikkanen😈😉
      5 15 Melden
    • Antiklaus 12.04.2017 10:19
      Highlight @Tikkanen: Hast noch vergessen zu erwähnen. dass Dein SCB absichtlich verloren hat um den Meistertitel zu Hause feiern können.
      56 3 Melden
    • schwiizermeischterevz 12.04.2017 12:01
      Highlight hahahaha!!! habe kürzlich eine doku über neandertaler auf national geographic gesehen. der gestrige abend hat mich doch stark daran erinnert. wie da ein paar einzeller (u.a. isolde) wie die wilden auf den kobold einschlugen und kein scheunentor trafen hatte schon fast etwas rührendes. wie ein neandertaler eben der ein erstes mal ein werkzeug benutzt. wie die grännihalle plötzlich still war nach suris heroischem akt (der pass kam übrigens von unserem "einzeller"!) - unbezahlbar!
      also chlöisu den artikel hättest du dir sparen können, denn in der einleitung ist ja schon alles gesagt: Die Wende!
      20 19 Melden
    • Bobo B. 12.04.2017 12:29
      Highlight Irgendwie befremdend, dass ausgerechnet der "schwiizermeischterevz" über Neadertaler referiert. Das Thema scheint im sehr nahe zu gehen oder liegt es gar in der Familie...
      14 19 Melden
    • Danyboy 12.04.2017 13:08
      Highlight Bobo: Lahme Replik😴
      11 5 Melden
    • Bobo B. 12.04.2017 13:38
      Highlight @Danyboy: Nein ist es nicht. Vor allem dann nicht, wenn ich mir vor Augen führe, was aus dieser Ecke in den vergangenen Tagen sonst noch so alles abgesondert wurde...
      7 7 Melden
    • Danyboy 12.04.2017 14:13
      Highlight Bobo: Ganz ehrlich, nach allem was von den ach so "lustigen" Bernern kam, dürfen auch mal Zuger hier "lustig" sein...
      10 8 Melden
    • Nashville98 12.04.2017 17:29
      Highlight Komisch ich dachte mal es würde wieder einen Sweep geben
      Wie auch zuvor schon gegen Biel und Lugano angekündigt ^^

      Jaja so schnell kanns gehen.

      Hochmut kommt eben immer noch vor dem Fall. In dem Sinn Hopp Zug !

      5 7 Melden
    600
  • Rihanna is Evil 12.04.2017 08:31
    Highlight "Die SCB-Meisterfeier 2017 findet frühestens am Samstag statt." #Ironieoff
    14 18 Melden
    600
  • zsalizäme 12.04.2017 08:25
    Highlight Naja, unhaltbar ist anders.
    55 3 Melden
    600
  • BeatBox 12.04.2017 08:25
    Highlight Ich finde es durchaus peinlich, einem Jobin hier durch die Blume ein Simulieren unterstellen zu wollen!

    Der SCB war gestern einfach nich effizient genug, 4 Pfostenschüsse im letzten Drittel sind halt einfach zuviel.

    Ich warnte schon nach dem Mittwldrittel, man lasse Martschini zu nahe und zu viel schiessen, aber ich wurde leider nicht erhört. Sonst war Zug eigentlich wieder relativ harmlos, die Berner Offensive leider auch. Das wird sich am Donnerstag wieder ändern ;-)
    43 46 Melden
    600
  • Tomsen2 12.04.2017 08:20
    Highlight Ich kann diesen Winkelried, Gotthelf und so weiter Mist nicht lesen.
    43 25 Melden
    • BennyG 12.04.2017 08:41
      Highlight Dann probiers mal mit dem Buch der Bücher :)
      23 10 Melden
    • Hockrates 12.04.2017 09:30
      Highlight Dann kommentiere den Bericht nicht. Im Internet strafen, heisst nicht beachten.
      21 2 Melden
    600
  • MaxHeiri 12.04.2017 08:13
    Highlight Mit 4 Pfostentreffer könnte man auch einfach davon sprechen, dass das Glück einmal nicht auf der Seite der Berner war.
    53 8 Melden
    600
  • offspring 12.04.2017 08:12
    Highlight Fliegt der Puck beim Ausgleich nicht vom Handgelenkschutz der Fanghand (oder wie dieses Teil auch immer heisst ;) ) ins Tor und nicht aus der Fanghand? Niederreiter hat an der Silber WM auch mit einem Schuss an dieses Teil gegen die USA das Score eröffnet...

    Aber ja unhaltbar für den besten Goalie der Playoffs definitiv! *Ironie off*
    43 4 Melden
    600
  • Amboss 12.04.2017 08:08
    Highlight Ich habe vor dem Spiel zu meinem Kollegen gesagt: "Wer dieses Spiel gewinnt, wird Meister."
    Gut möglich, dass es so kommt.

    Hätte Bern gewonnen wäre der Mist geführt gewesen.
    Zug hat jetzt alle Vorteile: Am Do Heimspiel, welches sie gewinnen werden.
    Dann steht es 2:2, aber Bern hat seit zwei Spielen nicht gewonnen...

    Ist aber natürlich auch gut möglich, dass Bern am Donnerstag böser, bissiger, gewillter als je aus der Kabine kommt und aus dem EVZ "Döner Box" macht.

    44 12 Melden
    • Apfel Birne 12.04.2017 12:12
      Highlight Zug soll zuerst mal zuhause gewinnen, dann reden wir weiter... Wohl schon vergessen, dass der SCB Auswärts seit Ewigkeiten nicht mehr verloren hat?
      10 12 Melden
    600
  • DerHans 12.04.2017 08:07
    Highlight Aber aber, bekommt der Eismeister wegen eines Freiloses kalte Füsse?
    50 6 Melden
    600
  • Der müde Joe 12.04.2017 07:51
    Highlight Das 1:1 von Martschini unhaltbar?😳 wirklich Klaus? Wirklich?😂
    102 4 Melden
    • DerHans 12.04.2017 07:59
      Highlight Ganz nach Pipi Langstrumpf: Ich mach mir die Welt wie sie, wie sie, wie sie mir gefällt.
      66 4 Melden
    • Mia_san_mia 12.04.2017 08:22
      Highlight Wenn er es sagt, ist es so 😉
      49 1 Melden
    • Martin Schelldorfer 12.04.2017 08:26
      Highlight "Stephan ... wie ein grosser, wie ein Meistergoalie." Ich traue meinen Augen nicht!
      "Scheibe ... springt, von ihrer Rotationsenergie angetrieben, Leonardo Genoni aus dem Fanghandschuh."
      Mir fehlt der Begriff Lottergoalie! Ah sorry, es geht um Genoni, den Meistergoalie und er kann hier nichts dafür, dass der Puck aus dem Fanghandschuh springt. Aber hockeytechnisch gut erklärt, Herr Zaugg.
      55 2 Melden
    • Amboss 12.04.2017 08:50
      Highlight Haha, ja da musste ich auch lachen. Natürlich war der haltbar, und wie. Ein richtig dickes faules Ei.

      Aber man kann ja nicht dem Leonardo Genoni, den man jetzt eine Saison lang und mehr grossgeschrieben hat, die Schuld für diese Niederlage (und womöglich für die verlorene Finalserie) geben...

      Wie dem auch sei: Diese Aktion zeigt für mich mal wieder, weshalb ich von Genoni nicht so viel halte.
      19 33 Melden
    • zwan33 12.04.2017 10:08
      Highlight @ Amboss: die Schuld für die Niederlage läge tatsächlich nicht bei Genoni. 1 Gegentor in 60 Minuten müsste locker für den Sieg reichen.

      Das Problem war, dass die Eismeister des SCB im 3. Drittel auf der Zuger Seite ein zu kleines Tor verankert haben!!!
      23 2 Melden
    • Antiklaus 12.04.2017 10:28
      Highlight Armes Kläuslein, musste noch ganz schnell den vorbereiteten Text umschreiben, dabei hat er vergessen Genoni zum grossen aber nicht Meister Torhüter zu bezeichnen.))
      13 3 Melden
    • Amboss 12.04.2017 11:24
      Highlight @zwan: Völlig richtig, Bern hätte es in der Hand gehabt, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
      Aber es gibt Spiele, da will und will der Puck einfach nicht über die Linie kullern.

      Und genau bei solchen Spielen sind dann Extra-Fähigkeiten des Torhüters verlangt.
      9 2 Melden
    • Mighty 12.04.2017 12:14
      Highlight @Amboss verlorene Final-Serie? Das hättest du wohl gerne 😂 Bern wird das Ding gewinnen auch wenn es dir überhaupt nicht passt 😉
      12 7 Melden
    • Amboss 12.04.2017 12:31
      Highlight @Mighty: Bern ist immer noch der grosse Favorit, richtig.
      Aber wenn Zug am Do gewinnt (so ein Spiel MUSS man gewinnen, wenn man Meister werden will, dann steht es 2:2 und alles ist wieder offen.

      Sollte Zug also die Wende noch gelingen - es wird immer diese eine Szene sein, die den Final entschieden hat.
      9 3 Melden
    600

Eine der grössten Hockey-Karrieren ist zu Ende: Martin Gerber hört auf

Stell dir vor, einer der grössten Schweizer Spieler aller Zeiten beendet seine Karriere und niemand merkt es. Genau das ist passiert. Martin Gerber verlässt Kloten definitiv und beendet seine Karriere.

Er quält sich gerade durch einen Verkehrsstau in der Stadt Zürich und sagt, er rufe zurück, wenn er da endlich rausgekommen sei. Eine Momentaufnahme mit Symbolcharakter. Martin Gerber verlässt Kloten, verlässt den Grossraum Zürich. Der Hockey-Weltreisende hat genug vom Verkehrsdichte-Stress.

Er gibt auch seinen Zweitwohnsitz in Zug auf zieht sich in seine Heimat Langnau zurück. Dort hat er an bester Lage beim idyllischen «Äntelipark» (Park der Enten) im Dorf längst ein wunderbares altes …

Artikel lesen