Mosers Lightning drehen 4-Tore-Rückstand in NFL-Stadion – dabei jubelte Boston bereits
Tampa Bay – Boston 6:5 n. P.
Janis Moser (TB), 1 Schuss, 2 Blocks, 1 Check, 24:21 TOI
Es war ein verrücktes Spiel, dieses zweite Duell in der laufenden Saison im Stadion der Tampa Bay Buccaneers, dem NFL-Team aus der Stadt in Florida. Den ersten Vergleich hatten die Lightning Mitte Oktober in Boston 4:3 für sich entschieden. Es war im Frühest-Stadium der Saison für die Bruins nach drei Siegen die erste Niederlage, auf die fünf weitere verlorene Spiele hintereinander folgten.
Nun sahen sich die Bruins auf gutem Weg, sich für jene Niederlage zu revanchieren. Mitte des zweiten Drittels führten die Gäste 5:1. Die Lightning schienen in ihrem derzeitigen Hoch etwas eingebremst. Doch es sollte anders kommen, die Equipe aus Florida sollte etwas schaffen, was ihr in ihrer Geschichte noch nie gelungen war.
Noch im mittleren Abschnitt vermochte Tampa Bay mit drei Toren in Überzahl auf 4:5 zu verkürzen, Nikita Kutscherow, der Topskorer der Mannschaft, glich nach 52 Minuten aus. Der Russe hatte sich zuvor bereits als dreifacher Vorbereiter hervorgetan. In der Verlängerung jubelte dann Bostons David Pastrnak nach dem vermeintlichen Siegtreffer – doch die Schiedsrichter schickten ihn für ein zuvor begangenes Vergehen auf die Strafbank. Weshalb sie so lange warteten, bis sie das Spiel unterbrachen, ist unklar. «Ich habe noch nie so etwas gesehen», polterte Pastrnak danach, «für mich ist das ein Witz.»
David Pastrnak thought he won the game for Boston ... but ended up in the penalty box for slashing. pic.twitter.com/D4qXdk8fDy
— ESPN (@espn) February 2, 2026
Besser gelaunt war Pastrnak im Mitteldrittel, als es zum Kampf der Goalies Andrei Vasilevskiy und Jeremy Swayman kam. Wie wohl viele NHL-Fans freute er sich über die Auseinandersetzung.
We were all David Pastrnak during this 🤣
— NESN (@NESN) February 2, 2026
(via: @NHL on @espn) https://t.co/XAWJDhSM5d pic.twitter.com/o8YiefTcBB
Weil in der Verlängerung kein reguläres Tor fiel, ging die Partie ins Penaltyschiessen. Dort traf der Amerikaner Jake Guentzel als einziger der sechs Akteure. Der Seeländer Janis Moser, der an keinem der fünf Tore in der regulären Spielzeit beteiligt war, stand mit einer Einsatzzeit von gut 24 Minuten am zweitlängsten aller Verteidiger auf dem Eis.
Jake Guentzel slots home the winner
— Mr Matthew CFB (@MrMatthew_CFB) February 2, 2026
Tampa erases a 5-1 Boston lead and wins 6-5 in the shootout! pic.twitter.com/iE6TtrJyFe
Der Sieg gegen die ebenfalls formstarken Bruins, die zehn ihrer zwölf vorangegangenen Spiele gewonnen hatten, war der dritte in Folge der Lightning. Dank Erfolg Nummer 17 aus den letzten 19 Partien verteidigten sie ihre Führungsposition in der Rangliste der Eastern Conference erfolgreich.
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Das ist der Link zum aktuellen Programm.
Carolina – Los Angeles 3:2 n. V.
Kevin Fiala (LA), 1 Block, 1 Check, 18:14 TOI
Punktgleich mit den Lightning stehen, mit zwei Spielen mehr allerdings, die Carolina Hurricanes da. Das Team aus Raleigh, North Carolina, bezwang in der Nacht auf Montag die Los Angeles Kings mit Kevin Fiala im heimischen Stadion 3:2 nach Verlängerung. Die Kings hatten in den letzten sieben Minuten einen 0:2-Rückstand aufgeholt, in der Verlängerung sorgte Carolinas Sebastian Aho dann aber für die Entscheidung. Fiala blieb ohne Skorerpunkt. (nih/sda)
