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Zum Sieg gerutscht: Die Schweizer Nati bleibt auf Kurs. Bild: KEYSTONE

Auch Wasserball hilft

Der Himmel weinte. Stundenlang schon. Und immer weiter. Immer mehr Wasser in St.Gallen. Und da sollte tatsächlich ein Fussballspiel stattfinden? Es fand statt.

01.09.17, 10:01 01.09.17, 15:19

etienne wuillemin / aargauerzeitung

Aber mit Fussball hatte das Geschehen rein gar nichts zu tun. Schweiz gegen Andorra, das war eine einzige Wasserschlacht. Eigentlich irregulär. Warum auch immer der norwegische Schiedsrichter Tore Hansen die Partie weiterlaufen liess, es blieb sein Geheimnis. Vielleicht, weil auch er wenig Lust darauf verspürte, am Freitagmittag um 12 Uhr noch einmal im St.Galler Stadion aufzulaufen.

Die besten Bilder der Wasserschlacht der Nati gegen Andorra

Ein Fazit des Abends lautet somit: Der grösste Applaus gehörte den vom Stadionspeaker frenetisch angekündigten «Wasserschiebern», die irgendwie versuchten, die Rutschbahn ein bisschen weniger seifig zu machen. Sogar ein Staubsauger wurde herbeigeschafft. Es blieb trotzdem beim Wasserball. Erst ganz gegen Ende wurde das Terrain leicht besser.

Zur wichtigsten Frage dieses ziemlich flüssigen Abends: jener nach dem Resultat. Die Schweiz gewann 3:0. Was am Anfang nach einer Zitterpartie aussah, wurde dann doch ziemlich schnell zu einer souveränen Angelegenheit. Es wäre auch ziemlich ärgerlich gewesen, hätte die Schweiz hinterher einen mutmasslich entscheidenden Punktverlust beklagen müssen wegen erschwerenden, eigentlich irregulären Umständen.

Admir Mehmedi: Die WM im Blick. Bild: KEYSTONE

Seferovic traf zweimal. Er war neben Shaqiri und Captain Lichtsteiner (Torschütze zum 3:0, inklusive sofortigem Sprint mit Ball zum Mittelkreis) der Mann des Abends. Seferovic bestätigte damit seine tolle Frühform. Letztmals traf er für die Schweiz zuvor im Oktober 2016 gegen Ungarn.

Noch fünf Punkte bis zur Qualifikation für die WM

Der Sieg zählte. Nur der. Dass die Schweiz ihre Rekordserie auf acht Siege ausbauen konnte, ist ein schönes Supplement. Wichtig ist aber vor allem, dass sie verlustpunktlos an der Tabellenspitze der Gruppe B in der WMQualifikation bleibt. Drei Punkte vor Portugal. Noch verbleiben drei Spiele. Und langsam rückt die Endrunde in Russland zumindest in den Horizont.

An der Ausgangslage hat sich wegen des souveränen 5:1 von Portugal gegen die Färöer Inseln nichts verändert. Die Rechnung ist einfach. Wenn die Schweiz gegen Lettland, Ungarn und Portugal fünf Punkte holt, dann ist sie in jedem Fall für die WM qualifiziert.

Nächster Sieg für Vladimir Petkovic. Bild: KEYSTONE

Sollte Portugal am Sonntag wider Erwarten in Ungarn straucheln (= kein Sieg), reichen bereits zwei Siege gegen Lettland und Ungarn. Aber momentan spricht alles dafür, dass es am 10. Oktober in Lissabon zum grossen Showdown Portugal gegen die Schweiz kommt. Und wenn Portugal bis dahin seine Partien gewinnt, dürfte die Schweiz diesen nicht verlieren. Sonst muss sie in die Barrage.

Generationenwechsel wäre zu früh

Andorra gehört weiterhin zu den Fussball-Zwergen Europas. Daran ändert auch der überraschende Sieg gegen Ungarn nichts. Aber soll man nun darüber befinden, wie dieses 3:0 zu werten ist? Diese Diskussionen kann man getrost ertränken. Ob 1:0, 3:0 oder 6:0 – wichtig ist einzig, was Nationaltrainer Vladimir Petkovic schon vor dem Spiel festgehalten hat: «Wir haben drei Punkte mehr als Portugal.» Darum gilt: Auch Wasserball hilft.

Manuel Akanji (2.v.l.) dürfte in den nächsten Jahren eine prägende Rolle spielen.  Bild: KEYSTONE

Der Nationaltrainer darf in der Woche seiner Vertragsverlängerung bis Ende 2019 zufrieden sein mit seinem Team. Es hat die Pflichtaufgabe wie gefordert seriös und konzentriert angetreten. An der Effizienz kann die Schweiz zwar weiterhin arbeiten (auch darum der deutliche Rückstand im Torverhältnis-Vergleich mit Portugal).

Am Ende spielte eine ziemlich junge Mannschaft. Dzemaili und Behrami wurden zwecks Schonung gar nicht erst eingesetzt. Mit Freuler, Zuber, Akanji, Zakaria und Edimilson Fernandes standen am Schluss fünf Spieler auf dem Platz, die zuvor zusammen erst zwölf Länderspieleinsätze totalisierten. Nun bereits einen Generationenwechsel zu erahnen, wäre aber verfrüht. Eine prägende Rolle wird von diesen fünf Spielern in nächster Zeit vor allem einer einnehmen: der hochtalentierte FCB-Verteidiger Manuel Akanji.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • dave1771 01.09.2017 11:14
    Highlight nicht nur Akanji, sondern auch Zakaria!
    19 1 Melden
  • dave1771 01.09.2017 11:11
    Highlight Der Sprint von Lichtsteiner ist mir auch aufgefallen. Absolut richtiges Zeichen von einem Käpt'n, dass man sich nicht mit 3:0 zufrieden geben will!
    31 0 Melden
  • Grigor 01.09.2017 10:38
    Highlight Verstehe es nicht. Wir brauchen 5 Punkte in drei Spielen, aber wenn Portugal verliert, sollen schon zwei Siege (6 Punkt) reichen? Sind wohl eher 7 Punkte welche für die drei Spiele reichen, oder?
    51 4 Melden
    • Ketchum 01.09.2017 10:48
      Highlight Genau 5 Punkte in diesen drei Spielen reichen, aber 6 Punkte gegen Lettland und Ungarn reichen vielleicht nicht. Das ist so, weil genau 5 Punkte nur mit mindestens einem Zähler gegen Portugal möglich sind ...
      31 0 Melden
    • Gorna27 01.09.2017 10:59
      Highlight 5 Punkte würden reichen, wenn man gegen Portugal im letzten Spiel nicht verliert. Dann kann sich die Schweiz entweder gegen Ungarn oder Lettland ein Unentschieden leisten und wäre trotzdem weiter.

      Wenn die Portugiesen Punkte verlieren, bevor sie auf die Schweizer treffen, reichen der Schweiz je ein Sieg gegen Ungarn und Lettland und man wäre schon vor dem letzten Spiel direkt qualifiziert.
      12 0 Melden
    • Lavaro 01.09.2017 11:01
      Highlight Ich verstehe das so, dass die Schweiz gegen Ungarn und Lettland ein Sieg und ein Unentschieden braucht (sprich 4 Punkte) und dann noch mind. einen gegen den direkten Konkurrenten Portugal (macht Total 5 Punkte)
      15 1 Melden
    • Grigor 01.09.2017 11:43
      Highlight Das ist aber mehr als irreführend. Diesen zusätzlichen Satz hätte sich der Journalist aber noch geben können. Steht ja sogar im Titel das 5 Punkte reichen und es ist ohne den Zusatz mit Portugal halt einfach falsch.
      16 2 Melden
    • Pigeldi 01.09.2017 12:23
      Highlight Langer Rede kurzer Sinn: es braucht eben noch 7 Punkte aus den letzten Spielen, dann reichts erst.
      6 5 Melden
    • satyros 01.09.2017 15:49
      Highlight Fünf Punkte reichen. Sechs vielleicht nicht.
      1 0 Melden

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