Wirtschaft

Emmanuel Macron bei einer Wahlveranstaltung in Lille. Bild: THIBAULT VANDERMERSCH/EPA/KEYSTONE

Emmanuel Macron – vor Frankreichs neuer «Sensation» zittern Le Pen und Fillon

Der ehemalige Wirtschaftsminister kandidiert als Unabhängiger. Seine Popularität wächst täglich.

19.01.17, 15:32 20.01.17, 06:49

Emmanuel Macron passt in keine Schublade: Er ist jung (39), er war ein erfolgreicher Investmentbanker bei Rothschild und danach Wirtschaftsminister in einer sozialistischen Regierung. Er ist mit Brigitte Trogneux verheiratet, einer Frau, die 24 Jahre älter ist als er – und er ist die grösste Hoffnung, dass Frankreich nicht bald von einem knallharten Neoliberalen (François Fillon) oder einer faschistoiden Populistin (Marine Le Pen) regiert wird.  

Das Ehepaar Trogneux/Macron. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Dabei schien das Rennen schon gelaufen zu sein. Der scheidende Präsident François Hollande hat eingesehen, dass eine erneute Kandidatur absolut chancenlos wäre und verzichtet daher. Die Sozialisten sind zerstritten. Es schien somit klar, dass im entscheidenden zweiten Wahlgang der Thatcher-Bewunderer Fillon und Marine Le Pen das Rennen unter sich ausmachen würden.  

«Es gibt eine Macron-Sensation, es ist mehr als ein Strohfeuer.»

Laurent Bouvet

In jüngsten Umfragen jedoch hat Fillon stark verloren und Macron massiv zugelegt. Der ehemalige Wirtschaftsminister der Sozialisten hat im April 2016 seine eigene Partei «En Marche» (Vorwärts) gegründet, die bereits 120'000 Mitglieder zählt.

Dazu kommt, dass führende Sozialisten wie Gérard Collomb, Bürgermeister von Lyon, und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal sich hinter ihn stellen. Macron wird zunehmend zu einer Alternative für alle, die nicht wollen, dass Frankreich die EU sprengt (Le Pen), und die keine Lust auf eine katholisch verbrämte Austeritätspolitik (Fillon) haben.  

Will einen Frexit: Marine Le Pen. Bild: CHARLES PLATIAU/REUTERS

Und das werden immer mehr: Im Dezember eilten 12'000 Menschen zu einer Veranstaltung mit Macron. Selbst in dem von hoher Arbeitslosigkeit gebeutelten Nordfrankreich kommt er gut an. «Es gibt eine Macron-Sensation, es ist mehr als ein Strohfeuer», sagt Laurent Bouvet, Politologieprofessor an der Universität von Versailles, in der «Financial Times».  

Eigentlich ein typischer Vertreter der Elite

Dabei ist Macron ein typischer Vertreter der neuerdings so geschmähten Elite: Er ist ein Absolvent der französischen Top-Schule Ena, hat für das Haus Rothschild gearbeitet und dabei einen wichtigen Deal zwischen Nestlé und Pfizer abgewickelt. Gleichzeitig sammelt er beim linksliberalen Bürgertum Punkte, weil er sich nicht scheut, die heiligen Kühe der Gewerkschaften in Frage zu stellen: So hat er sich gegen die 35-Stunden-Woche und die Reichtumssteuer ausgesprochen.  

Bewundert Margaret Thatcher: François Fillon. Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Macron greift jedoch auch die alte Elite an und wirft ihr Vetternwirtschaft vor. Er will die EU reformieren, aber nicht zerstören und lobt Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik. Damit ist er auch eine klare Alternative zu Marine Le Pen. Die Chefin des Front National spricht von einem «Frexit».    

Ein Wahlsieg Le Pens wäre wohl das Ende der EU und der Beginn eines Chaos in Europa mit unabsehbaren Konsequenzen. So gesehen ist Macron nicht nur für die Franzosen zu einem Hoffnungsträger geworden.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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96
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  • Kommt schon gut 02.03.2017 14:24
    Highlight Neulich in einer kleinen Bar in Frankreich:
    @ich: welchen kommenden Louis XIV wünscht Ihr Euch?
    @viele: ?
    @ich: warum nicht DSK?
    @viele: warum nicht?
    @ich: im Ernst?
    @viele: spielt doch keine Rolle.

    Vive la France!


    0 0 Melden
  • pun 20.01.2017 08:30
    Highlight Seltsame zeiten, in denen ein netter Neoliberaler als DER Hoffnungsträger der fortschrittlichen Kräfte eines Landes gilt.
    29 3 Melden
  • rodolofo 19.01.2017 23:02
    Highlight Das kommt mir ein wenig so vor, wie die "Libero-Bewegung" der Zivilgesellschaft bei uns.
    23 3 Melden
  • Silas Murer 19.01.2017 22:34
    Highlight Hm also soo neu ist die Popularität von Macron auch wieder nicht. Aber m. M. n. ist er wirklich der Favorit. War er eigentlich früher bei der PS?
    2 0 Melden
  • sebi25 19.01.2017 21:16
    Highlight Jetzt wäre noch kann schön zu wissen welche politische Meinung er vertritt ':D
    33 1 Melden
  • John Mircovic 19.01.2017 20:35
    Highlight Bin verwirrt...

    Ich hab mir alle Kommentare angeschaut aber kein sinnloses SVP-Bashing gefunden?!?

    Und das unter einem Politischen Artikel. Leute was ist los?

    Ironie. Ende.



    14 41 Melden
    • Sophia 19.01.2017 22:16
      Highlight Bist wohl süchtig danach? An anderer Stelle gerne wieder!
      21 5 Melden
    • Sophia 19.01.2017 22:26
      Highlight Darum sollte die Konfession kein Kriterium für einen Politiker sein, Wählen wir die besten und die finden in sich fast in allen Fällen eher links als rechts!
      10 7 Melden
    • malu 64 19.01.2017 23:05
      Highlight Die SVP ist gegenüber Marie Le Pen ein
      Waisenkind. Waisenkinder kritisiert man nicht!
      17 5 Melden
  • MaskedGaijin 19.01.2017 19:53
    Highlight Ein Neoliberaler im Schafspelz. Der perfekte Kandidat für die Pariser Bobos.
    23 8 Melden
  • Richu 19.01.2017 19:47
    Highlight Marine Le Pen hat absolut kein Chancen, Präsidentin von Frankreich zu werden. Wenn Frau Le Pen es schafft, in die Stichwahl (die 2 Kandidaten mit den meisten Stimmen im 1. Wahlgang "kämpfen" im 2. Wahlgang um das Präsidentenamt) zu kommen, wird sie im "Finale" gemäss allen Umfragen in Frankreich ganz klar verlieren! Bin überrascht, wie schlechte Kenntnisse der Journalist dieses Artikels über die Details der französischen Präsidentschaftswahlen hat.
    13 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 21:39
      Highlight umfragen...hahaha.genauuu.
      31 5 Melden
    • Sophia 20.01.2017 00:07
      Highlight chonas@ Der Esel macht iha iha iha, ein Esel mit Sprachfehler hahahah!
      Wenn du keine Meinung hast, dann behalte auch Rest für dich!
      4 24 Melden
    • l. a. stalder 20.01.2017 09:30
      Highlight @Sophia Laut Umfragen war die Kandidatur eines gewissen Donald J. Trump absolut chacenlos.
      Ah und einen Brexit hätte es Umfragen zufolge auch niemals geben dürfen.....
      Merken Sie was??
      25 5 Melden
    • zsalizäme 20.01.2017 09:55
      Highlight ... hat absolut keine Chancen, Präsident/in von ... zu werden.

      Das hatten wir letztes Jahr doch schon mal....
      14 3 Melden
    • Sophia 20.01.2017 10:52
      Highlight stalder@ Was bitte sollte ich merken, was nicht schon durch alle Gazetten und Foren ging und von allen Seiten beschwatzt wurde?? Hoffst du wirklich eine Pennerin würde franz. Staatspräsidentin, nur weil so manche Umfrage bisher daneben lag?? Das ist ein auch Trugschluss deinerseits! Beim Trumpeter waren die Umfragen ja gerichtig, die Clinton hatte mehr Stimmen (3 Millione!) als der Trumpeter, oder? Und der Bexit, falls er denn kommt, war so knapp, dass er im Rahmen der Standardabweichungen von Prognosen lag. Immer irren die Auguren nicht, das ist auch eine statistische Regelmässigkeit.
      8 13 Melden
  • Thinktank 19.01.2017 19:39
    Highlight Ihr wollt keine Frau, liebe Sozis?
    11 44 Melden
    • Juliet Bravo 19.01.2017 21:08
      Highlight Nein. Bei uns Linken kann eine Faschistin auch mit ihrem Geschlecht nichts wett machen.
      70 7 Melden
    • JaneSoda 19.01.2017 22:57
      Highlight Fuck the gender - ich will einfach keinen faschoiden Menschen an der Macht!
      28 5 Melden
    • Sophia 20.01.2017 00:12
      Highlight Schon, wenn sie Angela Merkel heisst, sind wir zu Kompromissen bereit. Ja, und mich selbst würde ich auch wählen! Damit ist wohl wieder einmal eine überflüssige Frage vollumfänglich beantwortet.
      12 7 Melden
    • Fabio74 20.01.2017 14:19
      Highlight Steht denn eine Frau zur Wahl?
      5 2 Melden
    • Majoras Maske 20.01.2017 15:19
      Highlight Fabio: Gräfin Dracula klettert aus ihrem braunen Sarg und stellt sich doch zur Wahl?

      Aber leider fällt sie mit dem Geschlechterargument durch, denn niemand will eine "faschistische Quoten-Führerin".
      4 4 Melden
  • hansdieter 19.01.2017 19:37
    Highlight "Mit einer Frau verheiratet die 24 Jahre älter ist" weiter muss man nicht lesen, der Mann ist ein Loser.
    13 87 Melden
    • Juliet Bravo 19.01.2017 21:55
      Highlight Wieso ein Loser? Gewisse bevorzugen halt Ältere. Nicht Mädchen.
      26 4 Melden
    • _kokolorix 20.01.2017 07:47
      Highlight Das ist ein Mann mit Mut und Charakter! Männer mit wenig Selbstvertrauen wählen junge Mädchen, die sie dann mit ihrer Lebenserfahrung beeindrucken können, neben einer erfahrenen Frau zu bestehen ist ungleich schwieriger
      13 7 Melden
    • SanchoPanza 20.01.2017 08:26
      Highlight dir ist schon klar das wohl deutlich anspruchsvoller ist eine ältere Frau zufriedenzustellen als eine junge? (nix gegen junge, meine ist auch jünger - aber die erste nach einer reihe von älteren).
      12 3 Melden
    • JoeyOnewood 20.01.2017 08:43
      Highlight hansdieter, da kann man nur den Kopf schütteln. Meine Fresse wie oberflächlich und dämlich kann man sein.
      15 5 Melden
    • Der Beukelark 20.01.2017 09:02
      Highlight vermittelt doch eher das gefühl von reife und, dass die beziehung wohl einiges an substanz hat, wenn er öffentlich dazu steht. es braucht bestimmt einiges um mit einer älteren frau mithalten zu können. da halte ich alte säcke die auf 18-jährige scharf sind für grössere menschliche loser.
      17 3 Melden
    • zsalizäme 20.01.2017 09:57
      Highlight Melania Trump ist 24 Jahre jünger als Donald Trump. Was für ein Gewinnertyp.
      15 3 Melden
    • hansdieter 20.01.2017 12:55
      Highlight Zsalizäme genau so ist es :)
      2 8 Melden
  • Juliet Bravo 19.01.2017 18:29
    Highlight Wer Macron mal reden gehört hat, weiss: der kann was!
    38 16 Melden
    • sowhatopinion 19.01.2017 19:01
      Highlight Obamas Reden waren ja auch brilliant
      41 10 Melden
    • RobinBurn 19.01.2017 20:43
      Highlight @sowhatopinion: Ja, eben
      29 4 Melden
  • Liselote Meier 19.01.2017 18:22
    Highlight Da gibt es schon eine Schublade. Würde ihn als den französischen Philipp Rösler betitteln. Wahlpontential 5% rein nach Programmpunkten.
    22 14 Melden
    • SanchoPanza 20.01.2017 08:27
      Highlight ... aus der Rosenstrasse 8... (sorry musste sein)
      1 1 Melden
    • JaneSoda 21.01.2017 14:57
      Highlight Yeah - ein Wink mit dem ZaunPhal :D
      0 0 Melden
    • JaneSoda 21.01.2017 15:29
      Highlight Huch - ZaunPfahl natürlich!
      0 0 Melden
  • Herbert Anneler 19.01.2017 17:36
    Highlight Macron macht vielen Hoffnung, weil er nicht die Klaviatur des LePen-Faschismus spielt und auch nicht die des Fillon-Neoliberalismus. Er ist ein freier Geist, der nicht wie die andern beiden Probleme bewirschaftet, um Angst und / oder Hass zu schüren, sondern konstruktive Lösungen anbietet und den Menschen Hoffnung auf ihre Zukunft gibt. Das ist so erfolgreich, weil er den Franzosen Mut macht, sich auf ihre Fähigkeiten und Stärken zu besinnen. Mehr braucht es nicht. Ich hoffe sehr auf ihn und für Frankreich. Es wird eine Schicksalswahl für ein starkes Europa anstelle schwacher Einzelstaaten.
    81 17 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 17:23
    Highlight Würde mir das auch einreden bis zur Wahl Sozis :D haha!
    27 129 Melden
    • Fabio74 19.01.2017 17:46
      Highlight Du redest ja noch nur nach was dein Guru vorplappert
      89 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.01.2017 09:42
      Highlight Mimimi
      3 17 Melden
  • Luca Brasi 19.01.2017 17:16
    Highlight Aha, katholische Austeritätspolitik...Wirklich, Herr Löpfe? Haben Sie etwas gegen Katholiken? Denn wenn ich an Austerität denke, kommen mir eher die biederen Protestanten in den Sinn (überspitzt formuliert). Schauen Sie sich doch mal den Steckbrief dieses Herren an:
    http://www.wolfgang-schaeuble.de

    Ich lese evangelisch, Sie nicht?
    25 58 Melden
    • Philipp Löpfe 19.01.2017 17:30
      Highlight Fillon ist nun mal sehr katholisch, ich kann es nicht ändern.
      83 18 Melden
    • Luca Brasi 19.01.2017 17:35
      Highlight Und Mr. Austeritätspolitik Schäuble sehr evangelisch. Kann ich auch nicht ändern. Vielleicht hat ja das Ganze gar nichts mit Konfession zu tun, sondern schlicht mit dem Charakter eines Menschen, unabhängig von Konfession. Im katholischen Italien wären übrigens viele froh, wenn diese Politik geändert würde.
      37 17 Melden
    • Philipp Löpfe 19.01.2017 17:38
      Highlight Gemäss Max Weber hat es schon mit der Konfession zu tun, aber das war vor langer Zeit...
      39 19 Melden
    • Bonifatius 19.01.2017 18:35
      Highlight Nanana, Weber behauptete aber nicht, dass Katholiken eine Austeritätspolitik betreiben, sondern dass die protestantische Ethik den Kapitalismus vorantrieb (Akkumulation und Reinvestment). Im Gegenteil - die eigene bescheidene Lebensweise (Asketismus) ist laut Weber ein typisch protestantisches bzw. calvinistisches Merkmal, so wie das harte Arbeiten. U.a. sieht man das heute übrigens an den wenigen Feiertagen in den reformierten Kantonen (ich bin selbst als Opfer betroffen :)
      28 0 Melden
    • Luca Brasi 19.01.2017 19:17
      Highlight Mäxchen Weber ist aber auch nicht ganz so taufrisch und er sagt ja meines Wissens, dass Protestanten in der Wirtschaft schneller aufsteigen.
      Katholiken sind die lustvolleren Menschen (man muss nur die biederen Kirchen der Protestanten mit katholischen vergleichen). Protestanten diejenigen, die Geld ausgeben als Sünde betrachten. Finanzielle Disziplinierung, etc. tönen eher nach Calvin als z.B. den Borgias.
      4 1 Melden
    • Wehrli 19.01.2017 20:40
      Highlight Luca Brasi hat in diesem Punkt recht, auch wenn die Katholiken weinsaufende Wasserprediger in purpurn Strumpfhosen sind ...
      9 1 Melden
    • Sophia 19.01.2017 22:14
      Highlight Wehrli@ Purpur und Wein machen auch Umsatz! Protestantische Askese eher weniger. Die Prädestinationslehre Calvins lässt die Protestanten sparen, denn am Wohlstand und Sparsamkeit zeigt sich die Gnade Gottes. Die Katholiken machen Umsatz (und die Prostestanten reich). Ihre Sünden werden ihnen ja vergeben und sie können sich das Paradies verdienen, während die Prostestanten entweder erwählt sind oder verdammt, daran können sie nichts ändern. Was sieht man daran? Gottes Plan ist schwer zu erraten und Religionen sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
      3 0 Melden
    • Philipp Löpfe 19.01.2017 22:41
      Highlight Ich halte das Gerede von den hedonistischen Katholiken für die grösste Lüge aller Zeiten
      8 1 Melden
    • Wehrli 20.01.2017 07:28
      Highlight Die Zweitgrösste. Die Grösste: der Sozialismus: Von aussen oktroyierte Güte. Madonna mia.
      2 8 Melden
    • Luca Brasi 20.01.2017 09:09
      Highlight @Herr Löpfe: Tönt ein wenig nach Gefühl und weniger auf Fakten basiert. Postfaktisch?
      😉
      2 2 Melden
    • Philipp Löpfe 20.01.2017 09:18
      Highlight Die andere grosse Lüge lautet: Die NZZ ist ein liberales Weltblatt. So, jetzt bin ich beides losgeworden.
      9 3 Melden
    • Sophia 20.01.2017 10:36
      Highlight Lieber Philipp, Ich habe die strengste katholische Erziehung genossen, die man sich vorstellen kann. Die Freude am Leben aber ist wirklich grösser, wenn man weiss, dass man nicht prädestiniert ist und der Himmel nicht ausgelost ist sondern verdienbar bleibt! Inwischen bin ich zur Religionskritikerin geworden und sog. Dissentin, unter anderem wegen dieser einfältigen Theologie :-)
      2 1 Melden
    • Sophia 20.01.2017 10:39
      Highlight Wehrli@ Im Sozialismus schon, nicht aber in einer Sozialdemokratie! Da kannst du auf die Hilfe freiwillig verzichten. Überweise mir bitte monatlich deine AHV! Einfach sobald du Anspruch darauf hast. Vielen Dank! Sehr sozial von dir!
      6 1 Melden
    • Wehrli 20.01.2017 15:33
      Highlight Meine AHV? Die, welche ich 4 fach einbezahle und nie sehen werde? @ Löpfe, nur weil die alte Tante abgewiesen hat, so zornig ... ach, ach
      4 2 Melden
    • Sophia 20.01.2017 16:10
      Highlight Lieber Wehrli, dass du deine AHV nie wirst beziehen können, tut mir wirklich leid. Geht mir aber ebenso, mir macht das aber nichts aus, bin gerne bereit, etwas zum Sozialwesen unseres Staates beitragen zu können und bin sogar etwas stolz darauf. Ich wünsche dir von Herzen gute Gesundheit und langes Leben!
      4 2 Melden
  • Griffin 19.01.2017 17:14
    Highlight " Gleichzeitig sammelt er beim linksliberalen Bürgertum Punkte, weil er sich nicht scheut, die heiligen Kühe der Gewerkschaften in Frage zu stellen: "

    Soso, mit Politik gegen links und gegen Arbeitnehmer holt mensch sich Sympathien im 'links'-liberalen Milieu. Was für eine verlogene Bezeichnung, neoliberal oder liberal ohne weitere Spezifizierung wäre ehrlicher.
    29 13 Melden
    • gecko25 19.01.2017 19:17
      Highlight also wenn man die feudalen Arbeitnehmerrechte in Frankreich kennt, muss man der Ansicht sein, dass man über diese zumindest reden darf. Und das sag ich als ultralinker
      19 4 Melden
    • Wehrli 19.01.2017 20:42
      Highlight Sie möchten also die "heiligen Kühe der Gerwerkschaften " verteidigen? Himmel hilf, ich weiss jeweils nicht ob mich die SVP mit blocherscher Prägung oder die Gewerkschaftergangster mehr ankotzen ...
      6 10 Melden
    • Griffin 19.01.2017 22:36
      Highlight Sie haben recht, in Frankreich gelten noch sehr gute Gesetze aus Sicht der Lohnabhängigen. Auch wenn es letztes Jahr mit dem loi El Khomri Verschlechterungen gab. Ich, als linker, finde diese Rechte müssen auf jeden Fall verteidigt werden (&vorzugsweise erweitert werden) und nicht liberalem Abbau geopfert werden.

      @Wehrli Ich habe den Text nicht geschrieben und würde die 35 Stunden Woche und eine Reichtumssteuer nicht so bezeichnen, aber halte beides für positive Errungenschaften, die ich mir für die Schweiz wünschen würde (bzw. eine Erhöhung der Vermögenssteuer) und natürlich verteidige.
      7 2 Melden
    • Sophia 20.01.2017 20:21
      Highlight Wehrli@ Kennst du das Lied vom Hansdampf im Schneggeloche? Was könnte dich schon zufriedenstellen? Versuchs doch mal so: Du züchtest dir eine eierlegende Wollmilchsau oder einen Rechtslinkennazikatholischprotestantischenmoslemhindukommunisten! Und dann suhlst du dich in dessen Ausscheidungen wie einer Fangomasse bis du gesund wirst.
      Das Leben ist nichts, als ein einziger Kompromiss, das wird dir sicher auch noch bewusst!
      3 0 Melden
  • keplan 19.01.2017 16:48
    Highlight Ich erkenne nicht aus dem Artikel wieso der so an Beliebtheit gewinnt, Abschaffung der 35h und Auflösung einer Reichensteuer werden kaum einen Grund für die Mehrheit sein ihn zu wählen (eher das Gegenteil), Pro EU kenne ich die Stimmung in Frankreich zu wenig ums zu beurteilen. Könnten sie uns aufzeigen, was er mit seiner neuen Partei ändern will?
    38 5 Melden
    • Froggr 19.01.2017 20:22
      Highlight Naja, langsam merken auch die Franzosen (ja unglaublich), dass eine 35 Stunden Woche vielleicht für die Wirtschaft des Landes nicht optimal ist. Und zum Thema Reichensteuer: Das ist eben genau das Problem. Das interessiert doch den Grossteilteil der Bevölkerung nicht, wieviel Steuern die Reichen bezahlen. Das "gemeine Fussvolk" will einfach genug gut leben können. Herr Keplan, sie werden mir das natürlich nicht glauben, da es für sie das schlimmste ist, wenn die pösen Reichen zu wenig Steuern bezahlen. Aber es wird am Volk vorbeipolitisiert.
      3 3 Melden
    • keplan 19.01.2017 21:54
      Highlight Wenn es nach mir ginge würde einfach jeder Prozentual gesehen, genau gleich viel bezahlen, das wäre Fairness (aber ist jetzt nicht das Thema). Ich nehme an, seine neue Partei, hat ein Programm welches sich zu den anderen Unterscheidet wird (besonders in Bezug auf die Sozialisten), oder sind es nur diese Punkte die anders sind? Kann mir nicht vorstellen, dass sich seine steigende Popularität nur auf diese zwei Punkte bezieht und andere werden nicht erwähnt, ausser sein Auftreten.
      1 0 Melden
  • satyros 19.01.2017 16:48
    Highlight Ausser dass er nicht Fillon oder Le Pen ist, überzeugt mich nichts in diesem Portait. Ich hoffe, die Linke findet noch einen Kandidaten, der bereit ist, die sozialen Errungenschaften Frankreichs zu verteidigen. Denn waren es am Schluss nicht genau diese "Reformen", die die Leute zu hunderttausenden auf die Strasse und Hollande letztlich um die Macht gebracht haben?
    29 10 Melden
    • JoeyOnewood 20.01.2017 09:13
      Highlight die wählen jetzt aber lieber FN - die hat innenpolitisch (natütlich nur gegenüber Franzosen) durchaus sozialistische Züge
      1 0 Melden
  • Asmodeus 19.01.2017 16:46
    Highlight Hoffen wir, dass seine Kandidatur nicht einen Johnson-Effekt auslöst und wegen ihm plötzlich LePen gewinnt.
    33 11 Melden
  • Sophia 19.01.2017 16:46
    Highlight (Fast) Alles ist besser als Le Pen!
    69 20 Melden
    • John Carter 19.01.2017 17:30
      Highlight Warum?
      18 60 Melden
    • Sophia 19.01.2017 21:58
      Highlight Darum!
      10 2 Melden
    • Fabio74 20.01.2017 14:24
      Highlight @Carter Weil Nazis NIE eine Wahl sind
      6 1 Melden
    • stan1993 21.01.2017 08:36
      Highlight Wow die Argumentationen wieso nicht, sind in der Sachlichkeit wieder mal hervorragend!
      1 5 Melden
  • Gähn on the rocks 19.01.2017 16:30
    Highlight Er hat keine Angst vor starken Frauen. Das ist positiv.
    45 15 Melden
  • Raphael Stein 19.01.2017 16:23
    Highlight ...erfolgreicher Investmentbanker bei Rothschild und danach Wirtschaftsminister in einer sozialistischen Regierung....

    eine üble Mischung. Für jedes Land. Ein Trojaner ist man versucht zu sagen. Nur leise aber.
    Wollen ja die Kommentatoren noch ein wenig weiter phantasieren lassen.
    40 56 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 16:48
      Highlight Welche Bank war eigentlich erst kürzlich in Strafverfahren verstrickt?
      Nein bestimmt nicht die Rothschildbank, die würden nie was kriminelles tun.
      Und auch Investmentbanker sind beinahe schon Jesus, darum haben sie auch den Job ausgesucht...
      Aber das Löpfe wieder eine Auftragsarbeit abliefert passt da ins Bild.
      22 48 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 16:53
      Highlight Man vergleiche auch die Anhimmelung dieses Investmentbankers als künftigen Präsi und das rumgeheule, wenn Trump einen Investmentbanker ins Kabinett beruft...
      33 39 Melden
    • bibaboo 19.01.2017 17:20
      Highlight Was ist "das Löpfe"?
      22 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 17:33
      Highlight @bibabo: Kaufe mir ein zusätzliches s ;)
      10 7 Melden
    • Fabio74 19.01.2017 17:48
      Highlight @das Auge: der Unterschied ist, dass Trump als Anti-Establishment verkauft hat was er nie war und sich nun mit dem gesamten Establishment umgibt.
      25 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 18:09
      Highlight @Fabio: Wieviele Goldmansachs-Typen waren denn eigentlich in Obamas Kabinett? Na, weisst dus?
      9 15 Melden
    • Aged 19.01.2017 20:17
      Highlight @dasauge: 😭😭😭
      3 1 Melden
    • Fabio74 20.01.2017 14:30
      Highlight @das Auge Irrelevant weil ihr Trump als Anti-Establishment bezeichnet, Obama ja angeblich zum Establishment.
      3 1 Melden
    • Sophia 21.01.2017 10:02
      Highlight Weshalb kann der Stein einfach nicht begreifen, dass ein Investbanker oder auch ein Rothschild-Arbeitnehmer kein Sozialdemokrat sein kann? Dabei könnte er doch beruhigt sein, dass der wenigstens den Kapitalismus nicht abschaffen wird.
      Begreif' es doch endlich und mach die Augen auf: Den Sozialdemokraten geht es nicht darum, arm zu bleiben sondern dass alle wohlhabend werden und keiner arm sein muss! Reich, also "stein"reich braucht niemand zu sein. Wem nützt das auch?
      2 0 Melden
    • Raphael Stein 21.01.2017 14:54
      Highlight @SOPHIA
      ....help
      0 1 Melden
    • Sophia 21.01.2017 17:36
      Highlight Stein@ Hab ich doch gerade!
      0 0 Melden
  • LeChef 19.01.2017 15:50
    Highlight In ökonomischer Hinsicht unterscheiden sich die Programme von Macron, Fillon und Valls höchstens in Nuancen. Bei Fillon kommt einfach noch der wertkonservative Einschlag dazu. Aber wer Fillon als "neoliberalen Hardliner" (Juhu, Buzzwords!) sieht, für den dürften auch die beiden Sozialisten unwählbar sein. Am liebsten wäre mir, für die Sozialisten würde Montebourg kandidieren, damit wäre Macron praktisch schon sicher im zweiten Wahlgang.
    25 9 Melden
  • Majoras Maske 19.01.2017 15:45
    Highlight Le Pen wird nicht gewählt. Schon ihr Vater kam in die zweite Runde und blieb dort chancenlos.
    Und wenn sich zwei im rechten Lager streiten und die Linken desolat zerstritten sind, könnte Macron wirklich der lachende Dritte sein.
    52 14 Melden
    • FrancoL 19.01.2017 15:56
      Highlight Ja das kann durchaus so laufen, allerdings sind die Würfel noch am Fallen und die zeitnahe Entwicklung in der EU und im Flüchtlingsbereich können da noch das Zünglein an der Waage sein.
      27 8 Melden
    • Majoras Maske 19.01.2017 16:36
      Highlight Ich glaube eher, dass Wirtschaftsfragen für die Franzosen wichtiger sein werden als Flüchtlinge. Und Macron macht, was beim aktuellen Klima schon recht mutig ist, eine betont pro-europäische Kampagne.
      23 5 Melden
    • Knuddel 19.01.2017 16:46
      Highlight Dein Wort in Gottes Ohr, Majoras! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
      15 10 Melden
    • FrancoL 19.01.2017 17:25
      Highlight Natürlich werden die wirtschaftlichen Fragen und die Haltung Pro-EU wichtiger sein als die Flüchtlinge. Ich erwähne beide und hoffe dass bei beiden Themen sich nichts Aussergewöhnliches ereignet, denn es braucht nicht viel um einen Teil der Wähler in eine Ecke zu drängen.
      Ich schliesse mich Knuddel an und hoffe dass die Hoffnung wirklich nicht stirbt.
      12 6 Melden
    • Froggr 19.01.2017 20:24
      Highlight Das sind natürlich eure Hoffnungen. Vielmehr denke ich, dass Lepen gewinnen wird. Nichts gelernt aus Trump??
      5 5 Melden
    • Fabio74 20.01.2017 14:33
      Highlight @Froggr Was bietet die braune Le Pen?
      6 1 Melden
    • Froggr 20.01.2017 18:21
      Highlight Fabio74: ja genau, die braune, rassistische, schlechte, dumme lepen. Deshalb ist sie ja soweit gekommen.
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  • Rendel 19.01.2017 15:39
    Highlight Ein Lichtstreifen am Horizont.
    47 22 Melden

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