Rassismus
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Warum ein toter Rassist beim Schweizer Alpen-Club als «Ehrenmitglied» verewigt bleibt

Der Naturforscher Louis Agassiz (✝1873) lehnte Darwins Evolutionstheorie ab und meinte, die weisse Rasse sei den «Negern» überlegen. Noch immer ist ein Berg nach ihm benannt. Und der SAC will Agassiz nicht von der Liste seiner Ehrenmitglieder streichen.



«Von einem hohen moralischen Standpunkt aus gesehen, ist die Erzeugung von Mischlingen eine ebensolche Sünde wider die Natur, wie der Inzest in einer zivilisierten Gemeinschaft eine Sünde wider die Reinheit des Charakters ist.»

Rassentheoretiker Louis Agassiz quelle: sac

Der Schweizer Alpen-Club (SAC) will den Glaziologen Louis Agassiz auf seiner Liste der Ehrenmitglieder belassen. Das hat der Zentralvorstand entschieden.

Das Problem: Der schweizerisch-amerikanische Harvard-Professor machte sich im 19. Jahrhundert nicht nur um die Gletscherforschung verdient («Eiszeittheorie»), er war auch überzeugter Rassist.

Auf der SAC-Website veröffentlichte der Zentralvorstand letzte Woche eine Stellungnahme und begründete den Entscheid.

Bild

screenshot: sac-cas.ch

Die Vertreter der einflussreichen Alpinisten-Vereinigung führen formaljuristische Gründe ins Feld:

Und von der Liste der ehemaligen Ehrenmitglieder will man den Rassisten nicht streichen.

Begründung des SAC-Zentralvorstands:

Bild

Louis Agassiz um 1870. bild: wikipedia.org

Was steckt dahinter?

Warum muss sich der SAC-Zentralvorstand überhaupt mit dem vor bald 150 Jahren gestorbenen Mann befassen?

Dafür verantwortlich sind die Leute, die hinter der im Frühjahr lancierten Kampagne «Démonter Louis Agassiz» stehen. Eine Gruppe unter der Leitung des Schweizer Historikers Hans Fässler will den Namen des Rassisten von den Landkarten tilgen lassen. Denn bis heute sind diverse Orte nach ihm benannt.

Hierzulande sorgte das Agassizhorn im Berner Oberland für Schlagzeilen. Bund, Kanton und Gemeinde-Vertreter lehnten es ab, dem Berggipfel stattdessen den Namen jenes Sklaven zu geben, den der Naturforscher fotografieren liess, um die Minderwertigkeit von Schwarzen «wissenschaftlich» zu belegen.

Der weltberühmte Südtiroler Alpinist Reinhold Messner ist übrigens anderer Meinung als die Schweizer. Die SAC-Ehrenmitgliedschaft von Agassiz sei «untragbar», sagte er laut einem Bericht der «Jungfrau Zeitung» (hier online verfügbar).

Vorher war der Vorschlag von Agassiz-Gegner Fässler von der SAC-Sektion St.Gallen mehrmals abgewiesen worden.

Fässler dürfte geahnt haben, dass Agassiz nicht von der Liste der (ehemaligen) SAC-Ehrenmitglieder gestrichen wird.

Ein Jahr zuvor hatte er sich in einem lesenswerten Beitrag bei swissinfo.org zum Thema Vergangenheitsbewältigung bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit geäussert.

Bild

screenshot: swissinfo.ch

Angesichts der rassistischen Gewalt in den USA und dem hasserfüllten Kampf gegen Nicht-Weisse erhalten Fässlers Ausführungen zu Agassiz neue Brisanz. Er schreibt, Agassiz habe das Denken des faschistischen Dichters und Mussolini-Verehrers Ezra Pound entscheidend beeinflusst, wie auch das Handeln von John Kasper, Ku-Klux-Klan-Mitglied und militanter Rassist im Kampf gegen das Civil Rights Movement.

Während es eine Primarschule in Cambridge, Massachusetts, schon 2002 schaffte, die «Agassiz School» umzubenennen, wird uns der als einer der «einflussreichsten wissenschaftlichen Rassisten des 19. Jahrhunderts» bezeichnete Mann wohl noch lange erhalten bleiben. Auf der Landkarte, und beim SAC.

«Im SAC ist jeder willkommen, unabhängig von Herkunft, Religion, Muttersprache und Geschlecht.» – «Für Rassismus gibt es keinen Platz.»

Aussage der SAC-Zentralpräsidentin Françoise Jaquet, 2016, ein Jahr vor dem Entscheid. quelle: sac-mitglieder-zeitschrift «alpen»

Umfrage

Soll Agassiz von der Liste der ehemaligen SAC-Ehrenmitglieder gestrichen werden?

  • Abstimmen

1,218

  • Streichen, aber nicht löschen.32%
  • Löschen.19%
  • Nicht löschen.42%
  • Weiss nicht.5%

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • NiemandVonNirgendwo 30.08.2017 06:52
    Highlight Highlight Ich finde man sollte den Status Quo erhalten. Der Grund dazu ist simple. Die Geschichte muss nicht perfekt sein. Die Geschichte soll vorallem wahrheitsgetreu sein. Der Mensch soll wissen was für Fehler frühere Generationen gemacht haben.

    Henry Ford sagte einst:
    "Unsere Fehlschläge sind oft erfolgreicher als unsere Erfolge."

    Wir wissen heute, dass diese Ansicht falsch ist!
  • pachnota 29.08.2017 20:49
    Highlight Highlight Der Titel der Story ist irreführend.
    Agassi ist schon seit seinem Tot kein Ehrenmitglied mehr. Auch ist seine Vereinszugehörigkeit automatisch erloschen.
    Was nun der SPler Sommaruga fordert, ist die Löschung des Namens, aus der Liste, aller ehemaligen Mitglieder.
    über die Motive von C. Sommaruga darf natürlich spekuliert werden.

    Die völlige Tilgung der schieren Existenz dieses Forschers ist aus meiner Sicht, nicht nur Schildbürgertum, sondern auch gefährlich.
  • lilie 29.08.2017 14:15
    Highlight Highlight Ich finde es sehr löblich, dass der SAC sich so viele Gedanken darüber gemacht hat.

    Trotzdem bin ich nicht glücklich mit dem Entscheid. Es handelt sich ja bei Agassiz nicht um einen "Stammtisch-Polteri", dem man zugute halten könnte, dass vermutlich die meisten seiner Zeitgenossen ähnlich dachten, sondern um einen international bedeutenden Wegbereiter der Rassenlehre, deren Auswirkungen wir alle kennen.

    Ihn kommentarlos als Ehrenmitglied aufzuführen, halte ich daher für falsch. Am besten fände ich, sein Name würde sichtbar gestrichen und mit einer erklärenden Fussote versehen.
  • Mutzli 29.08.2017 10:51
    Highlight Highlight (2/2) und vieles mehr umbenannt, das ist nicht "Geschichtsvernichtung". Sondern der ganz normale Lauf der Dinge, ansonsten dürfte man ja rein gar nichts mehr ändern, aus der Angst etwas Historisches zu vernichten. Interessanterweise fehlt diese Empörung aber oftmals bei tatsächlich historisch relevanten Objekten vom Denkmalschutz oder bei archäologischen Schutzzonen... Der Rassismus von Agassiz war i.Ü. auch nicht der Standard der Zeit, sonder er war, wie im Artikel erwähnt wird, einer der Begründer und Propagandisten der "Rassenlehre" des 19 Jhr. welche so viel Leid verursacht hat.
  • Mutzli 29.08.2017 10:46
    Highlight Highlight Als Historiker und Geschichtsliebhaber generell, macht das Argument der "Geschichtsklitterung" wirklich keinen Sinn. Die für die heutige Entscheidung relevanten Informationen werden ja nicht unterdrückt und dass es im 19 Jhr. leider sehr viele Rassisten gab, wird auch an anderen Orten dokumentiert. Es geht viel mehr darum, was wir heute als Gesellschaft i.O. finden als Teil des Landschaftsbildes, jedes Jahr in dem solche Monumente des Rassismus nicht geändert werden, ist ein weiteres Jahr, in dem wir sagen es sei schon i.O. so. Es werden und wurden überall x-fach Berge und Strassen (1/2)
    • Rotbeisser 29.08.2017 13:54
      Highlight Highlight Das Agassizhorn erinnert an einen bedeutenden Wissenschafter für seine Verdienste in der Erforschung der Gletscher, und insbesondere der Eiszeit, aber auch in der Ichthyologie.
      Damit wird eine gute Sache geehrt.
      Daran ist rein gar nichts falsches.
      Dass Agassiz den damals ganz üblichen, allseits annerkannten Rassismus nicht bekämpfte, tut hier nichts zur Sache.
      Das Agassizhorn würde erst zum "Monument des Rassismus " wenn es umbenannt würde zu dem von Agassiz porträtierten Sklaven.
    • Mutzli 29.08.2017 16:49
      Highlight Highlight Agassiz hat nicht nur "den damals ganz üblichen, allseits annerkannten Rassismus nicht bekämpft", sondern in unterstützt und weiterverbreitet, was ein wesentlicher Unterschied ist. Die Benennung des Horns ehrt ihn ja nicht als "Eiszeittheoriebegründer Agassizhorn" sondern als Gesamtperson, wobei auch seine unschönen Seiten dazugehören. Rentyhorn fände ich auch nicht super, da es wohl nicht der Name, des von A. als Studienobjekt missbrauchten Sklaven war. Es gibt auch sonst sehr viele verdienende Personen, seien es Anti-Rassisten oder Schweizer WissenschaftlerInnen ohne solche Leiche im Keller.
    • TheMan 29.08.2017 19:04
      Highlight Highlight @Mutzli da würdest du den Berg lieber nach einem Antirassisten benennen? Dann lieber den Berg nach dem Ort benennen.
      Zu Bergen gehört kein Menschenname. Ob rassistisch oder nicht. Und wen man die Zeit anschaut, als Agassiz lebte, denke ich waren 80% der Menschheit (ich rede von den Weissen Menschheit) rassistisch. Es war zu dieser Zeit normal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 29.08.2017 10:10
    Highlight Highlight Den Berg umzubenennen kann ich befürworten. Die Hitler-Strassen und -Schulen hat man auch umbenannt.

    Agassiz wurde von den damaligen Vereinsmitgliedern zum Ehrenmitglied ernannt. Da seine Ehrenmitgliedschaft erloschen ist, kann man sie nicht mehr entziehen. Ihn von der Liste der ehemaligen Mitglieder zu streichen, halte ich für falsch.

    Wo soll das enden? Pro Juventute bei der Zewo streichen wegen Alfred Siegfried? Das Denkmal von Alfred Escher entfernen? Früher waren die Wertvorstellungen anders. Dies muss man aufarbeiten, nicht streichen. Dafür ist die Geschichte da.
    • freakykratos 29.08.2017 18:16
      Highlight Highlight In der Schweiz wird es normalerweise vermieden, irgend etwas aufzuarbeiten. Man wischt lieber alles unter den Teppich und hofft, dass niemand darüber stolpert.
  • Ohniznachtisbett 29.08.2017 10:07
    Highlight Highlight Menschen sind vielschichtig und vielseitig. Dieser Mann war offensichtlich ein begnadeter Wissenschaftler auf dem Feld der Glaziologie. Daran gibts nichts zu rütteln. Auf der anderen Seite war er ein übler Rassist. Wir neigen heute dazu, den historischen Zusammenhang nicht zu sehen. Die USA im 19. Jahrhundert waren ein rassistisches Land. Agassiz Meinung entsprach einer Mehrheit der weissen Bevölkerung. Denn selbst der nicht Sklaven haltende Norden war rassistisch. Keine Ausrede, aber eine Einordnung! Wir schliessen ja auch nicht den Zoo, weil dort mal Afrikaner gezeigt wurden...
  • Raudrhar 29.08.2017 10:04
    Highlight Highlight Ich schliesse mich den meisten Kommentatoren an: Ja er war ein Rassist. Aber das waren auch Wagner (Antisemit), Rudolf Steiner, Hagenbeck jun. ...

    Ach Feth, wir können bei den Römern anfangen, die die hochstehende keltische Kultur als durch die Bank barbarisch ansahen.

    Agassiz wurde für seine Werke als Glaziologe geehrt. Diese Ehre hat er sich auch verdient. Dass er Rassist war, ist unschön und darf nicht vergessen werden. Dennoch: Aus heutiger Zeit jemanden einfach zu verurteilen, ohne den gesellschaftlichen Kontext zu betrachten, ist sehr heikel.
    • @schurt3r 29.08.2017 10:59
      Highlight Highlight Agassiz gehörte zu den intellektuellen Wegbereitern der Nazi-Rassenhygiene. Das ist (mit) das Problem.
    • Raudrhar 29.08.2017 12:54
      Highlight Highlight Aye, zugegeben. Meiner Meinung nach stellt sich unter dem Strich folgende Frage:

      Ist die Waagschale stark genug zugunsten seiner Leistungen in der Glaziologie gegenüber seiner Taten als Rassist (im historisch- gesellschaftlichen Kontext). Ich persönlich finde, ja.

      Oder drastischer formuliert: Auch wenn Stalin aus einem rückständigen Agrarland eine moderne Industrienation geformt hat, geschah dies mit dem Blut von Millionen Menschen. So etwas kann unter keinen Umständen aufgewogen werden. Und deswegen hat er auch keine Denkmäler verdient.

    • Raudrhar 29.08.2017 12:54
      Highlight Highlight Ebenso würde aber ich auch dem besten Wissenschaftler aller Zeiten jegliche Anerkennung verweigern, sollte er in der heutigen Zeit (als lebendige Person) eine Haltung wie Agassiz an den Tag legen. Mit dem Wissen und den Überzeugungen die wir in der heutigen Welt haben ist das unmöglich zu vereinbaren.

      Auf welcher Seite nun die Waagschale in Agassiz Fall liegt, müssen Personen diskutieren, die mehr über ihn wissen als ich. :)
  • Tribesman 29.08.2017 09:55
    Highlight Highlight Das TV-Format Schweiz Aktuell griff dieses Thema ungefähr vor zehn Jahren mal auf. Es kamen dort die drei Gemeindeammanne der angrenzenden Gemeinden zu Wort. Der letzte war der parteilose Herr aus Guttannen. Sein Votum mit dem N-Wort liess erblicken, dass Agassiz-Geist auch noch im 21. Jahrhundert herumgeistert.
  • ohjaja! 29.08.2017 09:32
    Highlight Highlight Die Geschichte zu verändern ist ein absolut heikles Thema und brandgefährlich!
    • @schurt3r 29.08.2017 09:59
      Highlight Highlight Du zielst am Thema vorbei.
      Es geht nicht darum, die Geschichtsschreibung zu ändern. Es geht um die Frage, ob ein übler Rassist als Namensgeber für Berge etc. taugt.

      Und ob man ihn auf einer Liste der Vereins-Ehrenmitglieder lässt. Als SAC-Mitglied bin ich klar dagegen. Mein Wunsch: Von der Ehren-Liste streichen und diesen Schritt für spätere Generationen festhalten.
    • pachnota 29.08.2017 11:19
      Highlight Highlight Ganz schlimm!
      Wir dürfen nicht unsere moralischen Vorstellungen von heute auf die Vergangenheit projizieren.
      Dies währe eine Verfälschung der Geschichte.

      Agassiz war natürlich KEIN Rassist!
      Weil es aus damaliger Sicht keinen Rassismus gab.

      Der Rassismus würde erst später entdeckt.

      Eines können wir mit Sicherheit sagen:
      wäre der selbe Agassiz heute am Forschen, würde er solche Aussagen mit wohl 100% Sicherheit nicht einmal denken.
      Und wir alle, auch der Autor dieses Artikels, würden, hätten wir vor 150 Jahren gelebt, ähnlich gedacht haben, wie Agassiz.

      Also bescheiden bleiben.
    • @schurt3r 29.08.2017 11:58
      Highlight Highlight @pachnota:
      Tschuldigung, aber das ist so was von Bu... falsch!
      Er war Rassist. Punkt. Und den Rassismus-Begriff solltest du dringend bei Wikipedia nachlesen:

      «Rassismus als soziales und psychisches Phänomen existiert unabhängig von Rassentheorien, als rassistisch zu beschreibende Gruppenkonflikte lassen sich bis in die frühe Menschheitsgeschichte nachweisen»...

      http://bit.ly/2cMRsaY
    Weitere Antworten anzeigen
  • Normi 29.08.2017 09:24
    Highlight Highlight Wer die Vergangenheit löscht, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
    • Wilhelm Dingo 29.08.2017 09:36
      Highlight Highlight Sehr wahr!
    • @schurt3r 29.08.2017 10:01
      Highlight Highlight Es will doch niemand «die Vergangenheit löschen», im Gegenteil. Wichtig ist die öffentliche Diskussion, wie mit berühmten Rassisten umzugehen ist.
    • Normi 29.08.2017 11:13
      Highlight Highlight Sachen entfernen lassen und Dinge umbenennen bedeutet für mich die Vergangenheit leugnen, es sollten nur die Schilder angepasst werden, damit jeder auch die dunkle Seite der Vergangenheit kennt.
  • Anded 29.08.2017 09:11
    Highlight Highlight Ah, wusste nicht, dass das so einfach geht. Warum hat man dann Hitler noch nicht von der Liste der ehemaligen Reichskanzler gestrichen?
    • ujay 29.08.2017 10:00
      Highlight Highlight Naja, eine Ehrenmitgliedschaft und die Tatsache, dass jemand Reichskanzler war, ist eine grosse Differenz. Ersteres hat mit Glorifizierung eines Rassisten zu tun, Zweites ist politische Geschichte eines Staates.
    • mitoffenenaugenniessengehtdoch 29.08.2017 10:52
      Highlight Highlight anded: ich hoffe du meinst das nicht ernst und dein beitrag ist ironisch zu verstehen.
      indem du agassiz (einen rassisten) mit hitler (dem wohl grössten massenmörder der geschichte) vergleichst, stellst du den holocaust und die verbrechen der nazis auf die selbe stufe wie die dummen aussagen eines rassisten. diese sind keinesfalls vergleichbar... du verletzt mit solchen ,hitlervergleichen' die opfer des ns-regimes und deren angehörige.
    • Sebastian Wendelspiess 29.08.2017 11:00
      Highlight Highlight Ähm das macht man doch dauernd mit Trump, Putin, Assad usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • amIsanta 29.08.2017 08:58
    Highlight Highlight Gebe dem SAC recht. So kann sein Horn im besten Fall sogar ein Mahnmal sein.
  • pun 29.08.2017 08:52
    Highlight Highlight Ich finde Aussagen des SAC nicht schlecht, wenn sie keine Ausreden sind, um keinen Diskurs führen zu müssen.

    Auf den Landkarten hat der üble Rassist aber wirklich nichts zu suchen. Mit Bergspitzen schafft man ihm ein Andenken, die Liste der ehemaligen Ehrenmitglieder des SAC wird wohl kaum jemand einfach so mal zufällig durchforsten.

Kommentar

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