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Grosse Star-Parade: Roger Federer (links) und seine Kollegen bei einem Benefiz-Anlass in der Rod Laver Arena.
Grosse Star-Parade: Roger Federer (links) und seine Kollegen bei einem Benefiz-Anlass in der Rod Laver Arena.
Bild: EPA

Galgenhumor am Australian Open und die Spenden-Show von Federer und Co.

Am zweiten Tag in Folge machte die schlechte Luftqualität nach den Buschbränden am Australian Open in Melbourne Sorgen. Experten fordern Richtlinien, wie damit umgegangen werden soll. Die Topstars um Roger Federer sammelten derweil viel Geld.
15.01.2020, 11:0715.01.2020, 14:51

Manchmal bleibt einem nur der Galgenhumor. Nicolas Mahut, die Nummer 3 der Doppel-Weltrangliste aus Frankreich, postete ein Bild von sich mit Mundschutz und schrieb dazu: «Ich bin bereit für die 1. Runde der Australian Open

Auch am Mittwoch wurde in Melbourne der Start zu den Qualifikationspartien verschoben. Nach dem Mittag wurde begonnen, weil die Luftwerte dann Tennis zuliessen. Die Verschmutzung war auf unter 150 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gesunken.

Man habe Messgeräte auf den Courts installiert, beschieden die Verantwortlichen, diese hätten grünes Licht gegeben. Sowohl die ATP wie auch die WTA hätten sie bei diesem Entscheid unterstützt, sagte Turnierdirektor Craig Tiley zur Zeitung «The Age». Er sprach von einer «neuen Situation für uns alle. Wir müssen den Experten vertrauen, die uns sagen, wie wir am besten weitermachen.»

Getrübter Blick: Die Tennis-Anlagen am Ufer des Yarra River am Mittwoch.
Getrübter Blick: Die Tennis-Anlagen am Ufer des Yarra River am Mittwoch.
Bild: EPA

Zu diesen Fachleuten gehört Dr. Brett Sutton. Der Chef der Gesundheitsbehörden des australischen Bundesstaats Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, verlangte vom Turnier eine «air quality policy». Die Szenen, die sich am Dienstag beispielsweise bei der Aufgabe von Dalila Jakupovic abgespielt hätten, seien schrecklich gewesen, sagte Sutton.

Die Tennisspieler müssten besser vor der schlechten Luft geschützt werden. «Ich bin gerne zur Zusammenarbeit bereit», sagte Sutton. Wie hoch einzelne Grenzwerte für Feinstaub und andere Schadstoffe sein könnten, könne er nicht sagen, das sei von mehreren Faktoren abhängig.

Auch der frühere ATP-Spitzenfunktionär Richard Ings fordert die Turnierleitung auf, zu handeln. Man müsse nun rasch Richtlinien ausarbeiten und mitteilen, wie man bei verschiedenen Luftqualitäten vorgehe. «Das kann nicht so schwierig sein», glaubt Ings.

Bis zum Start des Hauptturniers am Montag könnte sich die Situation entspannen. Heftige Gewitter mit viel Regen sorgten dafür, dass die Luft gesäubert wurde. Auch für morgen Donnerstag ist Niederschlag angesagt, zudem wird es kühler. Dadurch sinkt das Risiko weiterer Buschbrände. Seit Monaten wüten vor allem im Südosten Australiens Feuer. Sie forderten nach Behördenangaben mindestens 28 Menschenleben.

#Rally4Relief

In der Rod Laver Arena fand am Abend (australischer Zeit) eine grosse Benefiz-Veranstaltung statt. Die grössten Stars der Szene wie Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic oder Serena Williams unterhielten das Publikum an einem Anlass, bei dem der Spass nicht zu kurz kam, wie diese Videos zeigen.

Bisher kamen mehr als drei Millionen Franken zusammen. «Es ging heute nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern darum, Geld zu sammeln und den Leuten zu zeigen, dass man weiterhin nach Australien reisen kann», sagte Federer. «Ich bin glücklich, wenn ich mit meiner Zeit und meinem Geld helfen kann.»

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Bilder der Buschbrände in Australien

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