Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

In der Schweiz seien geeignete Analyse- und Abwehrmassnahmen gegen Cyberangriffe nur bedingt vorhanden, kritisiert ein Unternehmer. Bild: shutterstock

«Schweiz hinkt Realität hinterher»: Es steht angeblich schlecht um unsere IT-Sicherheit 

Politiker und Unternehmer warnen laut «Tages-Anzeiger», dass der Bund bei Datenklau wie in Deutschland nicht gerüstet sei.



Letzte Woche wurde bekannt, dass in Deutschland grosse Mengen an privaten Daten von Politikern und Prominenten gestohlen wurden. Betroffen sind auch Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Unbekannte haben Handynummern, private Videos und Chat-Protokolle über Twitter veröffentlicht. Gegenwärtig laufen die Ermittlungen – zu den Tätern ist noch nichts bekannt.

Der Bund hinkt angeblich hinterher

Nun stellt sich die Frage, wie es um die Cybersicherheit in der Schweiz steht. Laut dem IT-Sicherheitsunternehmer Markus Mock ist die Situation hierzulande besorgniserregend. Gegen einen vergleichbaren grossen Datenklau sei man nicht gewappnet, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Laut Mock hinkt der Bund in puncto Sicherheitsmassnahmen gegen Cyber-Kriminalität «um Jahre der Realität hinterher». Bei Angriffen könne nur bedingt auf geeignete Analyse- und Abwehrmassnahmen zurückgegriffen werden. Ebenso finde kein Wissensaustausch zwischen Behörden und Privaten statt.

EVP-Nationalrat Nik Gugger bemängelt die nicht vorhandene Infrastruktur auf Bundesebene. So gebe es keine departementsübergreifende Führungsplattform, die zwischen kantonalen und lokalen Experten koordiniere.

Der Zuercher EVP Regierungsratkandidat Nik Gugger an einem Wahlpodium zu den kommenden Regierungsratswahlen in Zuerich am Mittwoch, 4. Maerz 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Valeriano Di Domenico)

Nik Gugger Bild: KEYSTONE

Bundesrat bislang zurückhaltend

Gugger, der selber Opfer einer Cyber-Attacke wurde, hat deshalb in der vergangenen Wintersession eine Motion eingereicht – Unterstützung erhält er aus allen Fraktionen. Darin fordert er die Errichtung eines Cyberkompetenzzentrums. 

Unter anderem soll dieses «Erstehilfe»-Dienstleistung für betroffene Personen und Organisationen anbieten. Durch professionelle Unterstützung könne der «wirtschaftliche oder persönliche Schaden in Grenzen» gehalten werden.

Die Schweizer Regierung unternehme bislang viel zu wenig gegen Cyberkriminalität. Der Bundesrat sei der Forderung des Parlaments für die Errichtung einer entsprechenden Einrichtung im Sommer 2017 nicht gefolgt.

Stattdessen soll im Finanzdepartement eine verantwortliche Person angesiedelt werden, schreibt der «Tages-Anzeiger». Für Gugger ist dieses Vorhaben nicht nachvollziehbar. Er fordert, dass ein umfassendes Kompetenzzentrum im Verteidigungsdepartement geschaffen wird.

(vom)

Betrüger kopieren Facebook-Accounts und kassieren ab

abspielen

Video: srf

Mehr zu Sicherheitslücken und Malware

Neue Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren bedroht Windows-Geräte

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

«GermanWiper»: Deutschland warnt vor zerstörerischem Trojaner, der alle Daten löscht

Link zum Artikel

Kantonspolizei Zürich warnt vor Erpressungssoftware

Link zum Artikel

Windows 7 nähert sich Support-Ende – ab 2020 wirds gefährlich

Link zum Artikel

Wer eine dieser 13 Apps installiert hat, hat ein Malware-Problem!

Link zum Artikel

Neue Malware-Welle erreicht die Schweiz – so wollen dich die Hacker übers Ohr hauen

Link zum Artikel

Swisscom warnt vor Fake-Rechnungen – es lauert ein Windows-Trojaner

Link zum Artikel

Porndroid: Diese Trojaner-App erpresst Android-Nutzer mit Kinderpornos

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Immer mehr Jugendliche erhalten sexuelle Avancen im Netz:

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

30
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Freiheit und Toleranz 08.01.2019 11:36
    Highlight Highlight Man sollte generell sicherer Infrastrukturen aufbauen um so die Fläche und Einfachheit für Angriffe zu reduzieren.

    Konsequente Verschlüsselung von Inhalten, rigide Zugriffsprüfung und regelmässige Beobachtung/Überwachung/Prüfung hin auf Anomalien wären angesagt.

    So wie wir dies ja auch bei eigenen materiellen Gütern (z.B. Haus, Auto) seit langem bereits machen.

    Doch wir haben ja alle nichts zu verstecken und der Staat muss/will bei seinen Bürgern überall mithören/mitlesen. Wieso also so ein Aufschrei ?

    :: Zynik off
  • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 08.01.2019 10:03
    Highlight Highlight Aktuell hinkt jede Regierung der Realität nicht Jahre, - sondern Lichtjahre hinterher. Siehe Deutschland, USA, Russland, Englang uvm.

    Wieso also bloss die Schweiz schlecht reden wenn alle gehack twerden?
  • Linus Luchs 08.01.2019 08:08
    Highlight Highlight Wenn der Bund betreffend Sicherheitsmassnahmen gegen Cyber-Kriminalität der Realität um Jahre hinterherhinkt, dann sollte klar sein, dass eVoting bis auf weiteres keine Option sein darf. Ansonsten können wir die Wahl- und Abstimmungszettel auch gleich ohne Couvert in den Briefkasten werfen.
  • dracului 08.01.2019 07:48
    Highlight Highlight Die gesamte Führung der Departemente hat keine solide ICT-Grundbildung und sieht ICT immer noch als separates Hilfsmittel und nicht als grundlegende Infrastruktur, wie Strassen, Schienen, Landesgrenzen. Kommt dazu, dass die ICT-Verantwortlichen noch alte “Polizeifunktionen” verfolgen und den Wandel nicht verstanden haben. Ein Problem in der ganzen CH ist zudem, dass bei den Mitarbeitenden und Bürgern digitale Kompetenzen fehlen und viele Risiken nicht abgedeckt sind. Geld wird genug ausgegeben, aber falsch investiert. Permanente Aus- und Weiterbildung, einst stolzes Kapital der CH, fehlt!
  • AlienTechnologie 08.01.2019 07:35
    Highlight Highlight Was versteht man denn unter "erste Hilfe"? Würd mich mal wunder nehmen, was die *nach* einem Datenklau tun sollen🤔 Klar Schwachstellen finden, Spuren verfolgen und sowas ist wichtig, das ist aber keine erste Hilfe, sondern die gewöhnliche Reaktion.

    Zudem ist es Schwachsinn, dies dem Militär anzugliedern. Meistens sind solche Angriffe von zivilen auf zivile, also soll sich eine zivile Behörde drum kümmern.
  • Menel 08.01.2019 07:17
    Highlight Highlight Sage ich schon seit Jahren, aber lieber noch mehr Geld in Munition und fancy Flugi investieren, yeaaahhh! 🙌🏻🤦🏻‍♀️
    • Eine_win_ig 08.01.2019 07:30
      Highlight Highlight Ich schreibe meine drei Kommentare nicht nochmals. Als Antwort bitte unter Alice's Kommentar schauen.
    • DerTaran 08.01.2019 08:40
      Highlight Highlight Ganz ehrlich, auch bei der Armee investieren wir zu wenig. Im Prinzip sind wir sowohl Real als auch im Cyberspace unterverteidigt.
      Genau wie beim Militär gilt die Einstellung: «Wir sind die liebe, kleine Schweiz, wer will uns schon was Böses.»
      Also warum regst du dich dann auf? Du gehst ja scheinbar davon aus, dass die Schweiz keine Feinde hat.
    • Bowell 08.01.2019 08:43
      Highlight Highlight Naja, es ist ja leider nicht so, dass IT Projekte des Bundes günstig wären oder so. Viel Geld zu investieren ist noch lange kein Garant für einen eefolgreichen Ausgang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • für alle 08.01.2019 07:03
    Highlight Highlight Das Schlimme ist, wir wissen ja nicht einmal, ob wir schon beklaut werden. Nur weil wir nicht erpresst werden, heisst das nicht, dass über uns keine Daten gesammelt und ggf. missbraucht werden. Datenklau kann unsichtbar sein.

    Schweiz aufwachen.
  • Chivay 08.01.2019 06:53
    Highlight Highlight Wenn man auf der arbeit von security spricht, ist das meist reines marketing. Die richtige security ist nähmlich sauteuer und kommt deshalb selten zum einsatz ;)
  • b4n4n4j03 08.01.2019 06:47
    Highlight Highlight Im Finanzdepartment soll EINE Person angesiedelt werden... 😂

    Der Macgyver der Hackerwelt oder was? 😂
  • MaskedGaijin 08.01.2019 06:45
    Highlight Highlight Ist halt für alle noch Neuland.
    • für alle 08.01.2019 07:05
      Highlight Highlight Leider nicht für alle. Dort liegt das Problem.
    • DerTaran 08.01.2019 08:50
      Highlight Highlight @MaskedGaijin, nur IT Ignoranten lachen über das Merkel Zitat, Experten wissen, dass sie recht hat.
  • Alice36 08.01.2019 06:26
    Highlight Highlight Hauptsache die Milliardenwerden für Flugi und Raketen rausgeschmissen den Putin kann schon Morgen vor der Tür stehen. Übrigens, wie der mittlerweile Krieg führt kann seit ein par Jahren Live erlebt werden wenn man nicht die Augen verschliesst. Ist wesentlich billiger und die Wirkung ist überwältigend und grossartig.
    • Eine_win_ig 08.01.2019 06:45
      Highlight Highlight Schauen Sie doch bitte mal die Cyberstrategie des Bundes an. Die Departemente wollten explizit NICHT den Cyberbereich im VBS ansiedeln. Zudem könnte die Armee alleine nicht die gesamte Bundesinfrastruktur schützen. Schon rein personnel nicht.
      Stattdessen hat man sich dafür entschieden, im EFD - dort wo bereits MELANI angesiedelt ist - eine/n "Mr./Mrs. Cyber" anzusiedeln. Zudem werden drei Departemente zur Sicherheit beitragen.
      Eine ein-Departemente-Lösung wäre in der Politik nicht tragfähig gewesen.
    • Eine_win_ig 08.01.2019 06:50
      Highlight Highlight Das VBS hat übrigens als erstes Departement reagiert. Mit der Einführung der Rekrutenschule für Cyberspezialisten, welche in den Bereichen Cyber Emergency Response Team (CERT), Cyberdefence (CYD) und Network Operations (CNO) ausgebildet werden, hat man in kürzester Zeit mit der Wirtschaft in der Schweiz einen Kurs aufgestellt, welcher den Absolventen eine zukübftige Anstellung im Cybersecurity-Bereich ermöglicht, da die Ausbildung in der RS (40 Wochen) zu einem EFZ führen wird.

      MELANI setzt vor allem auf die bewährten, internationalen Standards. Neues Personal anstellen dauert leider.
    • Eine_win_ig 08.01.2019 06:51
      Highlight Highlight Die Fachkräfte sind auf dem Markt rar und der Bund kann nicht mit den Löhnen der besten Privatunternehmen konkurieren. Somit wird vor allem auch auf Public-Private-Partnerships (z.B. mit UBS und CS) gesetzt. Alle Infos sind online verfügbar. Aber hauptsache gegen die Armee gewettert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Purscht 08.01.2019 06:10
    Highlight Highlight Eine der grössten Gefahren der Gegenwart und der Bundesrat hält es nicht für nötig, auch nur den kleinsten Schutz aufzubauen. Dabei ist es warscheindlich schon zu spät, um überhaupt noch zu reagieren. Auch wenn jetzt reagiert wird, wird es mochmals Jahre dauern.

So werden Smartphone-Nutzer in die FaceApp-Falle gelockt

Mit FaceApp altern Menschen auf Knopfdruck. Weit über hundert Millionen Mal wurde die Foto-App für Android und das iPhone schon heruntergeladen – und bereits missbrauchen Kriminelle den Hype.

Sicherheitsforscher warnen derzeit vor Betrug um die App FaceApp: Kriminelle missbrauchen den Wirbel um die App, die zum Beispiel Filter zur künstlichen Alterung des eigenen Gesichts bietet, um Smartphone-Nutzer in Werbefallen zu locken. Das berichtet der Anti-Viren-Konzern Eset.

FaceApp ist grundsätzlich kostenlos, allerdings lassen sich einzelne «Pro»-Funktionen kostenpflichtig freischalten. Diese können bis zu 40 Franken kosten. Laut den Forschern finden sich derzeit vor allem zwei …

Artikel lesen
Link zum Artikel