Coronavirus
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Les chauffeurs de taxis genevois attendent le depart de leur defile contre Uber dans les rues genevoises, ce mardi 28 juin 2016 a Geneve. A Geneve, une centaine de taxis ont defile contre Uber mardi apres-midi. Roulant normalement, les vehicules ont forme un cortege allant de Meyrin, sur la rive droite, au Rond-Point de Rive, sur la rive gauche, via le centre-ville. Ils etaient 122 au depart du cortege a Meyrin, selon un porte-parole de la police qui precise que les taxis respectaient la loi sur la circulation routiere dans le cadre de cette manifestation. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)....Around a hundred Swiss taxi drivers protest against Uber, in Geneva, Switzerland, 28 June 2016. The national taxi driver's union gathered to demand an immediate intervention against the ride-share company Uber. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Taxifahrer sind zwar nicht vom Berufsverbot betroffen, haben zurzeit aber beträchtliche Umsatzeinbussen. Bild: KEYSTONE

Nicht alle bekommen Hilfe vom Bund – warum diese Menschen hängen gelassen werden

Für Selbstständige, die ihr Geschäft schliessen mussten, wurde eine Lösung gefunden. Es gibt aber auch solche, die durchs Netz fallen und noch keine Unterstützungsleistungen kriegen. Ihnen droht der Gang zum Sozialamt.



«Wir lassen euch nicht im Stich», mit diesem Versprechen versuchte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga Mitte März die Arbeitnehmer, Unternehmer und Freischaffenden zu beruhigen. Danach präsentierte der Bundesrat das grösste Hilfspaket der Schweizer Geschichte. Mit insgesamt 42 Milliarden will man die wirtschaftlichen Folgen abfedern. Darin enthalten sind Kredite, Kurzarbeit, Erwerbsausfälle für Selbstständige und Angestellte und die Unterstützung des Sport- und Kulturbereichs.

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Es scheint, als würde den Betroffenen geholfen: Inhaber eines Geschäfts können für ihre Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragen, Selbstständige bekommen Corona-Erwerbsersatzentschädigung und alle Unternehmen, die wegen der Corona-Krise «wirtschaftlich erheblich beeinträchtigt sind», dürfen einen Kredit beantragen.

Doch der Schein trügt. Denn die Hilfestellungen gelten nur für Berufstätige, die wegen den Massnahmen des Bundes nicht mehr oder eingeschränkt arbeiten können.

Nicht alle Geschäftsinhaber mussten ihre Türen am 16. März schliessen oder ihre Tätigkeit einstellen. Neben Lebensmittelläden sind auch Hotels, Take-Aways, Werkstätten oder Gesundheitseinrichtungen nicht vom Berufsverbot betroffen. Physiotherapeuten, Taxifahrer, Podologen, Gärtner, Weinhändler, Grafiker, Zahnärzte – sie alle dürfen im Prinzip noch weiterarbeiten. Doch in Realität brechen ihre Umsätze beträchtlich ein: Bis zu 100 Prozent, wie Betroffene bei SRF-«Kassensturz» berichten.

Sie können jedoch weder Kurzarbeit (weil selbstständig) noch Erwerbsentschädigung (weil nicht vom Berufsverbot betroffen) beantragen. Das sind aktuell ihre Möglichkeiten:

Kantone reagieren

Bei der Stadt Zürich gingen deshalb in den vergangenen Wochen dreieinhalb Mal so viele Anträge auf Sozialhilfe ein. Die Stadt hat nun reagiert und hat am Freitag beschlossen, Kleinstunternehmer mit einer raschen Nothilfe zu unterstützen. Pro Gesuch erhalten geschäftsführende Inhaberinnen und Inhaber von Kleinstunternehmen mit maximal zwei Vollzeitstellenwerten eine Pauschale von 2500 Franken. Erste Auszahlungen sind gemäss Mitteilung bereits ab Mitte dieser Woche möglich.

«Allein am Montag sind 50 Unterstützungsgesuche eingereicht worden. Sonst sind es etwa 180 Gesuche pro Monat.»

Felix Wolffers, Leiter Sozialamt der Stadt Bern

Auch in der Stadt Bern müssen viele Personen auf die Sozialhilfe zurückgreifen. «Allein am Montag sind 50 Unterstützungsgesuche eingereicht worden. Sonst sind es etwa 180 Gesuche pro Monat», sagt Felix Wolffers, Leiter Sozialamt der Stadt Bern gegenüber Nau.ch. Auch bei der Sozialhilfe-Stelle der Stadt Luzern verzeichnet man eine Zunahme der Anmeldungen, wie die Stabsführung auf Anfrage mitteilt.

Bereits über 40'000 Personen haben die Online-Petition unterzeichnet, die die Gleichbehandlung von allen Berufsgruppen fordert. Mit der Voraussetzung, dass sie einen Erwerbsausfall mit dem Coronavirus in Verbindung bringen können, sollen auch solche, die nicht vom Berufsverbot betroffen sind, Erwerbsersatzentschädigung mit 80 Prozent des Bruttoerwerbeinkommens erhalten.

Die Politik will jetzt reagieren

Bisher stand diese Berufsgruppe nicht im Fokus. Das stellte auch die Vizedirektorin des Bundesamts für Sozialversicherungen in der Sendung von SRF-«Kassensturz» fest. Auf die Frage, warum keine Massnahmen für die anderen Berufsgruppen getroffen werden, sagte sie: «Der Bundesrat musste gezielt Härtemassnahmen treffen.» Er würde nun die Situation aufmerksam beobachten. «Die ausfallenden Einnahmen hängen auch davon ab, wie lange die Krise noch andauern wird», so Nova.

«Diese Fragen sind auf dem Radar. Die Kollegen von der Direktion für Arbeit sind da dran.»

Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung

An der Pressekonferenz am Montag bestätigt Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung, dass die Selbstständigerwerbenden, die nur sekundär von den Massnahmen des Bundes betroffen sind, aktuell noch keine Unterstützungsleistungen erhalten. «Diese Fragen sind aber auf dem Radar, sie stehen zur Diskussion. Sie können versichert sein, dass der Bundesrat zu gegebener Zeit auf diese Fragen eingehen wird.» Es sei jedoch schwierig, für so viele individuelle Fälle eine «saubere» Lösung zu finden. «Die Kollegen von der Direktion für Arbeit sind da aber dran», sagt Jakob.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 31.03.2020 19:30
    Highlight Highlight Es gibt viele die wirklich existenzielle Ängste haben. Daneben gibt es viele Profiteure welche die Situation ausnutzen wollen: Namentlich die Gastro/ Ausgangszene, welche viel Geld kassiert ohne Quittungen auszustellen - kein wunder können die in den Sommer- und Winterferien schliessen. Und jetzt wollen die noch mietfrei. Das ist ein Afront für die Quartierbeiz!
  • Beat-Galli 31.03.2020 19:00
    Highlight Highlight Ich versuche jedem selbstständigen zu Raten, dass doch minimum eine Gmbh Sinn macht.

    Niemand der es versteht und sich damit auseinandersetzt, wird die Vorteile verneinen.

    Aber leider sind diese dann wieder am jammern, wenn sie von den Nachteilen eingeholt wurden.

    Mein Mitleid in diesem Punkt ist eher gering.



    • heureka 01.04.2020 05:17
      Highlight Highlight Die Einzellfirma, ist Die Ehrlichste Form des Geschäftens. UND Ehrensache. Nicht Umsonst heisst es Panzerknacker GMBH. Der Beweis, Die Konkurse von GMBH`s jedes Jahr. Viele davon betrügerisch. Zürcher Parlament hat letztes Jahr von 200 Mio. verlorenem Steuersubstrat gesprochen. Wegen der GMBH`S . Ich mache Keine Geschäfte mit GMBH`S. Aus Prinzip NICHT.
  • Pascal1985 31.03.2020 17:51
    Highlight Highlight Es ist Zeit für das Grundeinkommen!
    • Hierundjetzt 01.04.2020 17:20
      Highlight Highlight wir haben darüber abgestimmt.

      Auch für Dich gilt: Akzeptiere endlich Volksentscheide.

      Merci
  • Kojak 31.03.2020 16:53
    Highlight Highlight Bei allem Verständnis. Als Angestellter habe ich das Risiko, meinen Job zu verlieren, zu wenig zu verdienen für meine Arbeit, meine Ferien nicht dann nehmen zu können wann ich will, Investitionen nicht abziehen zu können. Die Lösung ist doch, selbständig zu sein. Aber das hat eben auch seien Schattenseite! Man muss doch ein zwei Monate mit null Aufträgen überleben können. Das gehört doch zu den Hausaufgaben VOR der Selbständigkeit. Sonst würden das noch viel viel mehr Leute machen.
    • Satan Claws 31.03.2020 22:30
      Highlight Highlight Wer den Schritt in die Selbstständigkeit in diesem Januar gewagt hat, steht vor dem Ruin, ohne je etwas falsch gemacht zu haben.
  • Satan Claws 31.03.2020 16:52
    Highlight Highlight "Physiotherapeuten, Taxifahrer, Podologen, Gärtner, Weinhändler, Grafiker, Zahnärzte"

    Dass Gärtner noch arbeiten können verstehe ich. Wie jedoch sollen Physiotherapeuten, Taxifahrer, Podologen oder Zahnärzte zwei Meter Abstand halten? Wem soll ein Weinhändler etwas verkaufen? Den Geschlossenen Restaurants oder den nicht besetzten Hotels? Grafiker werden wohl auch nicht von geschlossen Geschäften engagiert.


    Achtung unpopulär:
    Alle loben den Bundesrat unetwegt nur weil sie das absolute Minimum machen.

    Diese kleinen Betriebe sind der Motor unserer Gesellschaft, lasst sie nicht verkommen.
  • Locutus70 31.03.2020 15:52
    Highlight Highlight Die Finanzkrise 2008 war ein Mückenschiss gegenüber dem, was uns nun erwartet.
  • elco 31.03.2020 15:46
    Highlight Highlight Es muss aufhören. Wir fahren ungebremst gegen die Wand...
    • WeissNixSagNixMachtNix 31.03.2020 18:51
      Highlight Highlight was genau muss aufhören ? lies mal die statistik, 10% der infizierten muss ins spital. von diesen müssen 1/4 künstlich beamtet werden. aufhören muss, dass sich der virus weiter ausbreitet. die österreicher machen es vor und bei uns gehen die kleingärtner auf die barrikaden.
      watson:
      Zurzeit sind 1960 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden. 197 Infizierte liegen im Spital, davon werden 51 künstlich beatmet. 25 Personen starben bisher an den Folgen der Corona-Infektion. Die Verstorbenen waren zwischen 65 und 97 Jahre alt.
  • wasserstoffblond 31.03.2020 15:31
    Highlight Highlight Ich könnte jetzt ein Buch schreiben darüber. Platz reicht leider hier nicht aus. Die Taxibranche ist auch in "Friedenszeiten" eine geduldete, jedoch kaum geliebte! Auch und vor allem seitens Behörden. Man ist geduldet, weil man sozusagen, "die letzte Stufe vor dem Sozialfall ist". Das ist seit Jahren schon so und ja, die Täxeler haben sich das auch teilweise selbst zuzuschreiben. Trotzdem: Fahrlehrer haben Verbot - Taxis nicht. Passt genau! Und hat System! All die Banker und Ueli Maurer sind keine Unwissenden. Dass gewisse "Selbständige" auf die lange Bank geschoben werden, ist Strategie.
    • Hamster X 31.03.2020 16:02
      Highlight Highlight Vor dem Kommentieren empfiehlt es sich den ganzen Bericht zu lesen.
    • wasserstoffblond 31.03.2020 17:49
      Highlight Highlight Beim Kommentieren von Kommentaren, empfiehl es sich, zu sagen was man meint.
    • Hamster X 01.04.2020 12:32
      Highlight Highlight zb dass gewisse selbsständige auf die lange bank geschoben werden? Ist so nicht korekkt gemäss aussage bundesrat und auch im bericht wird dies Nochmals ausführlich zitiert. 😊
  • mrgoku 31.03.2020 15:21
    Highlight Highlight Das man nicht die ganze Welt retten kann müsste schon allen bewusst sein...und welche Risiken Selbständigkeit mitsich bringt, wenn man sich nicht in irgend einer Form gut versichert... klar ist es richtig "gaggi" für alle welche nun 0.- Einkommen haben...

    Da sieht man wie schnell es gehen kann... ohne das jemand irgendwas dafür kann...

    Selbständig oder nicht... Wenn "höhere" Mächte den Finger reinhalten ist JEDER angewiesen...
  • elco 31.03.2020 14:46
    Highlight Highlight Wir müssen jetzt aufs Pflegepersonal Rücksicht nehmen. Darum machen wir die Übung ja. Und wenn wir alle Konkurs sind haben wir auch mehr Zeit um auf dem Balkon zu klatschen. Win-Win.
  • Ricardo Tubbs 31.03.2020 14:38
    Highlight Highlight da der bund keine ausgangssperre verhängen will und somit direkt verantwortlich für jeden corona toten ist, sollte der bund alle kosten übernehmen. man brüstet sich ja schon seit eh und je mit dem titel reichstes land der welt...jetzt kann man denen was zurückgeben, die dieses land reich gemacht haben!
    • Kojak 31.03.2020 17:04
      Highlight Highlight Du meinst den ausländischen Investoren?
  • pamayer 31.03.2020 14:30
    Highlight Highlight Corona Virus

    Ziemlich alles ausser Lebensmittel, Medizin. Verkehr zu.

    Home Office. Easy.

    Was, wenn jetzt Computer, Netzwerk, Internet nicht tut?

    Oder:
    Brille geschrottet. Bin quasi arbeitsunfähig ohne.

    Oder:
    Gummidichtung von Kaffeemaschine futsch.

    Wo gäbe es, wenn überhaupt, genau dafür Support, Ersarzteile, etc?
    • aglio e olio 31.03.2020 20:25
      Highlight Highlight Internet, ruf deinen Provider an.
      Computer/Netzwerk, selbst ist die Frau. Mann übrigens auch.
      Bei defekter Hardware, Onlineshop.
      Wenn man auf eine Brille angewiesen ist, so wie ich auch, ist es vorausschauend eine Ersatzbrille zu haben.
      Kaffeemaschine, mach' den McGyver oder brühe ihn in der Tasse.
      Noch Fragen? ;)
  • Lilamanta 31.03.2020 13:49
    Highlight Highlight Und hoffentlich stehen all diese neuen Sozialhilfebezüger auf und prangern all die Ungerechtigkeiten und die viel zu tiefen Leistungen an. Sie haben noch die Kraft, sich zu wehren - anders als all die anderen, die schon seit Jahren in dieser Maschinerie stecken.
    • Kojak 31.03.2020 17:08
      Highlight Highlight Nun ja. Ich kenn auch ein Pärchen das zusammen Sh bezieht und damit ganz gut leben kann. Jedenfalls besser als ein Täxeler. Schon länger. Solche Ungerechtigkeiten gehörten dann auch ausgemerzt. Zudem würde mich noch Wunder nehmen auf welcher Auslastung sich diese bei eine/r/m Selbständigen beziehen soll. Vollauslastung??
  • Borki 31.03.2020 13:45
    Highlight Highlight Ganz ehrlich: Mich stört etwas die Vollkasko-Mentalität, die hinter solchen Forderungen steht.
    Es ist doch ganz klar ein Unterschied, ob jemand auf Anweisung der Behörden nicht mehr arbeiten darf oder ob ihm in Folge der Krise einfach die Aufträge ausgehen.

    Selbstständig zu sein hat einige Vorteile. Aber es ist halt auch ein Risiko dabei.
    • MartinZH 31.03.2020 14:11
      Highlight Highlight @Borki: Das hat nichts mit "Vollkasko-Mentalität" zu tun, sondern mit einem bundesrätlichen Versprechen und mit Solidarität.

      Weisst Du, es gibt ein paar Fehler in unserem System, die sich erst dann zeigen, wenn es eine Krise wie jetzt gibt:

      Unternehmer bezahlen laufend in die AL-Kasse ein. Und dies nicht zu knapp. An dem hat sich ja bis anhin nie jemand gestört. Aber hast Du gewusst, dass dieselben Unternehmer keinen Rappen Leistungen beanspruchen können? Findest Du das gerecht?

      In der Regel sind Unternehmer nicht darauf angewiesen. Aber in dieser Lage benötigen auch diese z.T. eine Hilfe.
    • Thömbé 31.03.2020 14:47
      Highlight Highlight @MartinZH
      Nicht ganz richtig - Selbständigerwerbende zahlen nicht in die AL-Kasse ein. Was leider dazu führt, dass sie aus dieser Kasse auch keine Leistungen beantragen können. Ob ich das jetzt fair finde steht wo anders geschrieben...
    • baumi92 31.03.2020 15:46
      Highlight Highlight @MartinZH: Selbstständige bezahlen KEINE ALV Beiträge, sondern den doppelten AHV/IV Beitrag (weil Arbeitnehmer- und Arbeitgeber Beitrag).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Senape 31.03.2020 13:29
    Highlight Highlight Auch von denen, die schliessen mussten, fallen einige durch die Maschen: z.B die, die erst kürzlich eröffnet haben und noch keinen Lohn ausweisen können, weil sie derzeit alle Einnahmen ins Geschäft und die Fixkosten steckten. Die bezahlen diese Fixkosten jetzt aus dem privat ersparten Geld oder müssen Schulden machen. Überhaupt die mit hohen Fixkosten (so eine Ladenmiete kostet heutzutage ganz schön was!).
  • einhund 31.03.2020 13:14
    Highlight Highlight Titel: «...warum diese Menschen hängen gelassen werden», vs. letzter Satz: «Die Kollegen von der Direktion für Arbeit sind da aber dran», sagt Jakob. Es ist ja wohl klar, dass nicht alle Probleme auf einmal gelöst werden können...
  • Thom Mulder 31.03.2020 12:52
    Highlight Highlight "individuelle Fälle"? Das betrifft alle selbständigen Dienstleister ohne Ladengeschäft. Das ist kaum individuell sondern eine grosse Anzahl. Texter, Berater, Treuhänder, Buchhalter, Informatiker, Designer aller Arten, die Liste ist sehr lang!
    • ands 31.03.2020 13:09
      Highlight Highlight Weshalb sollten Texter, Berater, Treuhänder, Buchhalter, Informatiker oder Designer aller Arten Ausfälle aufgrund des Corona-Virus haben? Die Welt steht doch nicht still. Die meisten Firmen arbeiten weiterhin. Allenfalls (wenn möglich) im Homeoffice. Aber deshalb sind die genannten Berufsgruppen doch nicht plötzlich ohne Arbeit!
    • philosophund 31.03.2020 13:26
      Highlight Highlight Weil vielleicht zB der Informatiker oder Designer für die Coiffeuse keine DL mehr erbringen kann?!
    • natalie74 31.03.2020 13:27
      Highlight Highlight @ands: doch, sind sie. Grafiker erhalten keine Aufträge mehr, schaltet ja keiner mehr Werbung, es gibt keine Anlässe mehr, für die geworben werden muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 31.03.2020 12:47
    Highlight Highlight Wäre ich der Taxi-Fahrer auf dem Foto und ich hätte bald kein Geld mehr, dann würde ich die Auto-Nummer "GE 36" zur Versteigerung freigeben. 😉👍

    "BE 69" erzielte 25'000 Franken, "AG 25" brachte 70'000 Franken und "TI 10" wechselte für 135'000 den Besitzer.

    Ich denke, dass der mögliche Betrag für "GE 36" reichen sollte, um ein Jahr lang die nötigsten Kosten (Miete, KK, ...) zu decken. 🙄
    • Rundlauf 31.03.2020 13:42
      Highlight Highlight Warum sollte er seinen persönlichen Besitz verscherbeln müssen, während andere Gelder vom Staat erhalten, für die genau gleiche Situation?

      Von offizieller Seite her hat man kommuniziert, dass man nun ganz viele Ausnahmesituationen prüfen und regeln muss. Weshalb hat man's denn so festgesetzt?

      Hätte noch viel unbürokratischer sein können: Abrechnung Vormonat zeigen; jeder, der eine Differenz zum letzten Vorkrisen-Monat hat, kriegt diese erstattet.

      Die Massnahmen betreffen Alle, gestützt werden aber nicht Alle. Der Staat lässt das eigene Volk hängen, während die Flüchtlingshilfe weiterläuft.
    • Beat_ 31.03.2020 13:47
      Highlight Highlight Da das Kontrollschild dem Kanton gehört, kannst Du dieses auch nicht versteigern.
      Und das ist auch gut so.
    • Tu was 31.03.2020 13:57
      Highlight Highlight Stimmt... das könnten ja alle Taxifahrer machen... Sollen sich nicht beklagen 😖
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vintage 31.03.2020 12:46
    Highlight Highlight Die Aussendienstler im Weinhandel sind sehr wohl auf Kurzarbeit. Da ja alle Restaurants geschlossen sind.
  • Joe924 31.03.2020 12:38
    Highlight Highlight Meine Firma lebt von IT Projekten, die wurden praktisch alle von heute auf morgen gestoppt, teilweise ist die Ware aufgrund langer oder unpräziser Liefertermine bereits bestellt und an Lager.
    Die wenigen Projekte welche noch weiterlaufen werden bestenfalls erst nach der Situation bezahlt oder gar nicht wenns den Kunden lüpft.
    Den kürzlich angestellten Mitarbeiter musste ich wieder freistellen. In der Lage werden sich einige Andere auch befinden, der Notkredit hilft leider nicht lange.
    Ich hoffe hier wird eine annehmbare Lösung gefunden und nicht das Rückgrat der Schweiz (KMU) gebrochen.
  • Hierundjetzt 31.03.2020 12:33
    Highlight Highlight Ja wir sind in der grössten Wirtschaftskrise seit Staatsgründung

    Ja wir haben das Geld, damit allen geholfen werden kann

    Ja wir sind solidarisch

    Ja das SECO schaut für alle ausnahmen

    Nein es geht nicht ruck zuck, da es einfach zuviele sind
  • Thomas G. 31.03.2020 12:30
    Highlight Highlight Man hat eben nur die Banken und Vermieter gerettet, nicht die Menschen. Also wie immer. Wers nicht glaubt soll mal die Kreditbestimmungen des Notkredits lesen. Da steht schwarz auf weiss dass man Bankkredite zurückzahlen darf, Mieten zahlen, aber sonst nichts. Nicht einmal Löhne darf man damit zahlen!
    • fidget 31.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Erzähl keinen Unsinn. Die Überbrückungskredite des Bundes dienen ausschliesslich der Sicherung der Liquiditätsbedürfnisse. Dass davon Löhne ausgenommen sind, steht nicht. Investitionen oder Dividendenausschüttungen sind mit diesem Kredit beispielsweise nicht zulässig. Und dass der Kredit zurückbezahlt werden muss, liegt in der Natur des Kredits.
    • Locutus70 31.03.2020 16:07
      Highlight Highlight @Thomas G. - Das ist ja auch irgendwo logisch. Entweder du brauchst deine Mitarbeitenden, dann sind sie produktiv bzw. du zahlst das aus deinen Einnahmen. Oder du schickst sie eben in Kurzarbeit oder musst sie entlassen.
    • Thomas G. 31.03.2020 16:12
      Highlight Highlight Doch das steht da! Lies mal die Erläuterungen. Wer sich nicht daran hält muss mit Strafverfolgung rechnen (Veruntreuung, Urkundenfälschung). Sorry ich hab die Regeln nicht gemacht. Aber ich kann lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 31.03.2020 12:30
    Highlight Highlight Und dann noch:

    Der Referenzzinssatz sinkt - die Mieten nicht.

    Und jetzt eine neue Meldung: die Hypothekarzinsen steigen wegen der Krise. Der Referenzzinssatz wird folgen, die Mieten entsprechend automatisch erhöht.

    Viele erhalten keine Hilfe, während andere ihre Schäfchen ins trockene bringen.

    Weniger oder keine Einnahmen, dafür höhere Mieten, passt wie die Faust aufs Auge.

    Und weitere Preissteigerungen dürften folgen.

    In Krisenzeiten verlieren und gewinnen immer dieselben.
    • MasterPain 31.03.2020 13:38
      Highlight Highlight Also unsere Miete ist gesunken...
    • c_meier 31.03.2020 17:02
      Highlight Highlight einmalquer:
      mach einen Brief an deine Verwaltung mit den Gesuch um Mietreduktion wegen Hypothekarzins/Referenzzins... et voila 😉
    • einmalquer 31.03.2020 19:57
      Highlight Highlight das habe ich -
      nur machen das viele nicht und gemäss Mieterverband werden/wurden Milliarden an Miete zuviel bezahlt.

      Es wäre ein Zeichen des Bundesrates gewesen, wenn man die Senkung angeordnet hätte.

      Das Argument mit den Pensionskassen greift dabei nur bedingt. Die (ausgegliederte) Pensionskasse des Kantons SG zB senkt und erhöht die Mieten jeweils automatisch nach der Festlegung des Referenzzinssatzes.
  • Babuschka11 31.03.2020 12:24
    Highlight Highlight Ja - so geht es mir auch. Als Selbstständige im Bereich Coaching (auch von schwerkranken Menschen) und Seminare, habe ich zurzeit kein Anrecht auf Unterstützung. Doch würde ich ein Yogastudio und nicht u.a. Meditationen anbieten, dann wäre es keine Diskussion. NICHT NACHVOLLZIEHBAR. Man müsse explizit vom Bund angeschrieben werden, ansonsten sei die Geschäftsschliessung kein Thema. Ja soll ich jetzt weiterhin Seminare anbieten? In der Regel habe ich bis zu 30 Teilnehmer ...
    Meine horrenden Kosten für die Seminarraummiete ist fällig, und jetzt wären die umsatzreichsten Monate des Jahres ...
    • Locutus70 31.03.2020 16:45
      Highlight Highlight @Babuschka11 - Coaching kannst du doch auch online machen. Bei Bestandskunden über Videokonferenz. Für Neukunden über Youtube, da hast du dann auch eine größere Reichweite.
    • Babuschka11 01.04.2020 11:43
      Highlight Highlight Locutus70, das mache ich bereits - doch der Veranstaltungsbereich ist wesentlich grösser und der findet eben gänzlich nicht statt.
  • Heini Hemmi 31.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Deutschland macht’s besser. Dort sind für solche Fälle 50 Milliarden vorgesehen.
    • aglio e olio 31.03.2020 14:02
      Highlight Highlight Bei zehnfacher Bevölkerungszahl...
    • Heini Hemmi 31.03.2020 14:16
      Highlight Highlight @chnobli und Öl:

      Man rechne: 50:10 = 5 Milliarden = 5 Milliarden mehr als bei uns.
    • fidget 31.03.2020 14:24
      Highlight Highlight Das Hilfspaket vom Bundesrat ist mit 30 Mrd. veranschlagt. Ob es reicht, weiss ich nicht, aber es ist mehr als die Hälfte des deutschen Hilfspaketes bei 10x weniger Einwohnern. Nur so für die Relation.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tzhkuda7 31.03.2020 12:20
    Highlight Highlight Es ist ein Dilemma

    Allerdings können alle die durchs Netz fallen froh sein, nicht wie in den USA auf dem harten Boden der Tatsachen aufzuprallen, sondern man immerhin von einem zweiten, Sozialnetz aufgefangen wird. Wer nicht stempfeln gehen kann, muss Sozialgelder beantragen. Vielleicht versteht die ssVP ja spätestens jetzt den Nutzen von "Schmarotzer-Geld" wie sie immer gerne Sozialfälle verunglimpfen

    Die Selbständigen in Westeuropa werden von allen auf der Nordhalbkugel wohl am besten wegkommen, andere Länder haben weder Sozialsystem(e) noch die Mittel überhaupt der Wirtschaft zu helfen
  • MartinZH 31.03.2020 12:18
    Highlight Highlight Es wäre wirklich schön, wenn die bundesrätliche Beteuerung: «Wir lassen euch nicht im Stich», auch wirklich eingehalten werden könnte. Schliesslich leben wir in einem der reichsten Länder der Welt, so sollte das kein Problem sein.

    Einfach hunderte / tausende dem Sozialamt (Gemeinde statt Bund oder Kanton) zu überlassen, ist m.E. eben nicht "sozial", wenn die Landesregierung als "Retter in der Not" wahrgenommen werden will. Ansonsten kommen die vielen Milliarden des Bundes lediglich bei den Unternehmen und nicht direkt bei den steuerzahlenden Bürgern an. Eine Lösung des Bundes ist nun gefragt.
    • Hierundjetzt 31.03.2020 12:57
      Highlight Highlight - 400‘000 erhalten ALV (Kurzarbeit)
      - 42 Mrd Staatsbürgschaft für Kredite
      - 180‘000 neue Arbeitslose 70% des letzten Lohnes
      - Jeder Unternehmer erhält neu „Corona EO“

      Martin, nicht wild um dich schlagen. In der Schweiz geht niemand vergessen

      Aber ein Hotel mit 400 Familienväter (= 1200 Menschen) ist jetzt in Gottesnamen wichtiger als eine 21 jährige Grafikerin, die sich auf Menukartengestaltung spezialisiert hat und in einer WG wohnt.

      Auch die kriegt Geld, einfach später
    • MartinZH 31.03.2020 13:48
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Doch, es sind viele Berufsgruppen vergessen gegangen. Du musst Dich nur zuerst etwas kundig machen..!

      Es gibt sehr viele Solo-Selbstständige, die keine AG oder GmbH haben.

      Neben den Taxi-Fahrern, für die es noch immer keine Lösung gibt, arbeiten viele Leute selbstständig auf Honorar-/Mandats-Basis im Bereich Beratung und Coaching.

      Es gibt auch viele freischaffende Texter, Journalisten, Layouter, Grafiker, Fotografen, Wissenschaftler, etc. Viele haben keine Aufträge mehr.

      Für alle diese Berufsgruppen braucht es ebenfalls eine unbürokratische und nachhaltige Sofort-Massnahme.
    • Hierundjetzt 31.03.2020 14:32
      Highlight Highlight Dafür hat doch der Regierungsrat letzte Woche und der Kantonsrat gestern 500 Mio gesprochen?

      Auszahlungen noch diese Woche.

      Oder lieg ich jetzt so falsch?
      🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Berick 31.03.2020 12:18
    Highlight Highlight Meine Frau ist selbstständige Physiotherapeutin. Es gibt keine Kurzarbeit, kein Erwerbsersatz weil Sie theoretisch weiterarbeiten darf. Doch alle Patienten haben abgesagt.

    Sie ist nun zu Hause mit unserem Sohn. Die Kita hat offen und besteht auf die Zahlung der Kosten.

    Ich selbst habe Kurzarbeit.

    Es ist wirklich eine spannende Zeit....
    • aglio e olio 31.03.2020 14:06
      Highlight Highlight Glücklicherweise bin ich in dieser Hinsicht sehr privilegiert. Auf die jetzige Situation bezogen.
      Ich wünsche Euch alles Gute.
    • Ricardo Tubbs 31.03.2020 14:40
      Highlight Highlight eher "besch…" als spannend...wünsche auch alles gute!
  • manispedas 31.03.2020 12:17
    Highlight Highlight Vielen Dank, dass die Medien aktuell vermehrt über dieses dringende Thema berichten. Es sind +/- 100'000 Selbständige davon betroffen.
  • creaaktiver57 31.03.2020 12:14
    Highlight Highlight Vielleicht müsste man/frau in der aktuellen Situation über ein bedingungsloses Grundeinkommen nachdenken. Denn nach der Pandemie ist garantiert nicht mehr vor der Pandemie.
    Der BR scheint die Vernetzung sprich Abhängigkeiten noch zuwenig zu berücksichtigen, obwohl er grundsätzlich einen guten Job macht.
    • Ricardo Tubbs 31.03.2020 14:41
      Highlight Highlight wurde ja vom volk abgelehnt...man zahlt ja in der schweiz lieber für so unnützes wie billag.
  • Yogabaer 31.03.2020 12:09
    Highlight Highlight Ich bin selbstständig und Risikopatient (52). Die nächste Lungenentzündung wird mich töten, die letzte hatte ich im Herbst. Mein Mann ist angestellt, wurde nun aber zu meiner Sicherheit freigestellt ohne Lohn. Weder ich noch er bekommen eine Unterstützung. Da ich als Selbstständige verheiratet bin und mein Mann ja "freiwillig* in Quarantäne ist und so auf seinen Lohn verzichtet, damit er mich nicht ansteckt.
    • ands 31.03.2020 13:05
      Highlight Highlight Kannst du dich nicht von deinem Arzt krank schreiben lassen?
    • Qui-Gon 31.03.2020 13:19
      Highlight Highlight ands, bringt doch nicht bei Selbständigen. Aber die Situstion des Mannes wäre genauer zu prüfen. Riecht nach einem Fall fürs Gericht.
    • MartinZH 31.03.2020 14:02
      Highlight Highlight @ands: Sorry, Deine Frage zeigt genau, dass Du keine Ahnung von selbstständiger Erwerbsarbeit hast...

      Das ist weiter nicht schlimm, das Wissen kannst Du Dir ja noch aneignen.

      Schlimm finde ich aber, dass Du Dich mit saloppen und völlig unqualifizierten Kommentaren zum Thema äusserst, obwohl Du keine Ahnung hast. Das ist äusserst respektlos und arrogant den Betroffenen gegenüber!

      Übrigens, noch etwas mit auf den Weg zum Nachdenken: Hast Du gewusst, dass man als Unternehmer in die AL-Kasse einbezahlt (nicht zu knapp...), man aber keine Leistung erhält? Super 'sozial!, oder? Findest Du nicht?
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