Bitcoin
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Harrison Ford als legendärer Indiana Jones. Im Cyberspace müsste er sich nicht mit Kobras herumschlagen.

Die Jäger des verlorenen 25-Milliarden-Dollar-Kryptowährungs-Schatzes

3,7 Millionen Bitcoins gelten als verschwunden, heute ein gewaltiges Vermögen. Deshalb gibt es neuerdings Kryptowährungs-Jäger.



Der englische Begriff «Coin» bedeutet zwar Münze, doch Bitcoins kann man bekanntlich nicht anfassen. Sie sind ein Software-Code. Am besten vergleicht man Bitcoins mit einer Steinwährung, welche die Bewohner der Südseeinsel Yap seit Urzeiten benutzten.

«Dies funktioniert, indem ein Insulaner nach einem Bezahlvorgang alle anderen auf der Insel informierte, wem er gerade einen Rai-Stein gegeben hatte», stellt Julian Hosp in seinem soeben erschienen Buch «Kryptowährungen» fest. «Es wurde also NICHT der Stein weitergegeben, sondern das Wissen darüber, wer einen Stein besass. Der Stein selbst blieb immer am selben Platz.»

epa06785821 A bitcoin logo is seen next to computer fans during the Computex 2018 in Taipei, Taiwan, 05 June 2018. The Computex 2018 event will run from 05 June to 09 June 2018 and will exhibit innovations from various computer designers.  EPA/RITCHIE B. TONGO

Der Schein trügt: Bitcoins gibt es nur virtuell. Bild: EPA/EPA

Das gleiche Prinzip gilt auch für die Kryptowährungen. Das Wissen, nicht der physische Besitz zählt, und wer dieses Wissen darüber verliert, verliert auch sein Vermögen. Denn die Coins sind nicht physisch wie etwa Goldbarren in einem Banksafe gelagert, sondern in einem sogenannten virtuellen Wallet.

Dieses persönliche Wallet ist mit einem Passwort gesichert. Wer dieses Passwort vergisst, der kann es nicht einfach zurücksetzen lassen, denn es handelt sich um einen einmaligen, verschlüsselten Code.

Passwörter werden bekanntlich oft vergessen, auch bei Kryptowährungs-Wallets. Die auf Blockchain spezialisierte Beratungsfirma Chainalysis hat errechnet, dass derzeit Bitcoins im Wert von rund 25 Milliarden Dollar verloren sind. Konkret seien rund 3,7 Millionen der Münzen nicht mehr lokalisierbar, schreibt Hannah Murphy dazu in der «Financial Times».

Was macht Nakamoto mit seinen Coins?

Der grösste Teil der verschwundenen Bitcoins – rund 2 Millionen –, wird Sathosi Nakamoto, dem mysteriösen Erfinder der Kryptowährung, zugeschlagen. Doch auch beim verbliebenen Rest handelt es sich noch um einen zweistelligen Milliarden-Dollar-Betrag. Sie gehen in der Regel auf das Konto derer, die Bitcoins zum Spass erwarben, als diese noch kaum etwas wert waren.

Die Passwörter zu ihren Wallets haben diese Bitcoinbesitzer vor Jahren irgendwo verlegt und können sie nun nicht mehr finden. Daher treten vermehrt Jäger des Kryptowährungsschatzes auf den Plan. «Es gibt zahlreiche Webseiten, die anbieten, mit nackter Gewalt in die Wallets einzudringen», meldet die «Financial Times». «Sie benützen dabei Supercomputer, die endlose Passwort-Kombinationen durchrechnen.»

Nackte Gewalt führt jedoch kaum je zum Erfolg. Bitcoins sind extrem gut verschlüsselt. «Aus heutiger Sicht kann ein solcher Hack komplett ausgeschlossen werden», stellt denn auch Julian Hosp fest. Daher gibt es auch so genannte «Krypto-Hypnotiseure».

Teuere Krypto-Hypntiseuere

Sie versprechen, das unbewusste Wissen eines Menschen anzuzapfen und so das vergessene Passwort wieder in Erinnerung zu rufen. Ein gewisser Jason Miller im US-Bundesstaat South Carolina bietet diese Dienste via Skype an. Er verlangt allerdings einen happigen Preis dafür: Einen halben Bitocoin als Anzahlung – das sind gegenwärtig mehr als 3000 Franken – und 5 Prozent des Wertes der wiedergefundenen Coins.

Angesichts der Gewinn-Explosion der Kryptowährungen treten neuerdings auch Dienste auf, welche versprechen, die Coins sicher aufzubewahren. Verschieden Krypto-Wechselstuben bieten einen solchen Service an. Aber Vorsicht: Diese Dienste sind weniger sicher als ein privates Wallet und daher bevorzugte Ziele von Hackern.

Sicher sind nur Papier und Bleistift

Wer auf Nummer sicher gehen will, muss daher ein eher mühsames Prozedere wählen: das Paper Wallet. Man notiert sein Passwort auf verschiedene Zettel – mit Bleistift, nicht mit Kugelschreiber, denn Tinte verbleicht – und deponiert sie an verschiedenen Orten. «Paper Wallets sind heute noch gängig und gelten als eine der sichersten Möglichkeiten, den Private Key zu speichern», so Hosp.

Die Passwortfrage bleibt die Achilles-Ferse der Kryptowährungen, zumal wir in einer Gesellschaft leben, in der die Menschen immer älter werden. Alzheimer lässt grüssen. «Ohne einen einfacheren Weg, Krypto-Vermögen sicher und einfach aufzubewahren, werden es die digitalen Währungen es schwer haben, sich im Alltag durchzusetzen», stellt Hannah Murphy fest.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 22.07.2018 10:43
    Highlight Highlight Krypto-Hypnotiseure 😄😄😄
    Und die dummen Leute springen drauf an.
    Geht zu einem normalen Hypnotiseur, das spart Abzocke.
  • Benizzel 22.07.2018 08:17
    Highlight Highlight Paper Wallet mag aktuell die sicherste Form sein. Aber nur für die Sicherheit, das Passwort nicht zu vergessen. Werde den Gedanken nicht los, dass es sich dabei eigentlich um da altbekannteGeld unter der Matratze handelt. Mal schauen, wann Einbrecherbanden auf die Idee kommen, gezielt nach solchen Papierschnippsel ausschau zu halten. Dann lieber ein vertauenswürdiges Passworttool.
  • Don Sinner 21.07.2018 22:51
    Highlight Highlight De Bescht sind die Hypnotiseure. LOL. Noch ein paar schlitzohrige Trittbrettfahrer, die in diesem undurchsichtigen Spiel ihren Anteil absaugen wollen. What a gyp.
  • TheGoon 21.07.2018 22:26
    Highlight Highlight Der Privatekey ist nicht ein Passwort sondern eher die Koordinaten des Rai-Steins. Du kannst dein PKey (z.B.Bip38) mit einem Passwort verschlüsseln dieses Passwort könnte allenfalls mit Bruteforce geknackt werden. Die Hypnose dürfte sich auf eine 24 Wort Umsetzung deines Privatekeys beziehen (mnemonic).

  • Dual 21.07.2018 22:19
    Highlight Highlight Zwar offtopic aber soll wieder mal gesagt sein: der Betrieb der Serverfarmen erfordert imense Energie! Somit werden grosse Mengen von CO2 in die Umwelt geblasen, da der Grossteil an Elektrzität aus fossilen Kraftwerken stammt. Es braucht global eine Steuer auf fossile Energieträger!
    • Sir_Nik 21.07.2018 23:13
      Highlight Highlight Offtopic, 1! Setzen 😁
    • sambeat 22.07.2018 00:31
      Highlight Highlight Dass ist allgemein bekannt, und es wird ja auch immer wieder heiss darüber diskutiert. Meist wird der Inhalt Deines Einwurfes im Kanon gesungen! Aber dann zeigt sich halt immer wieder das menschliche Wesen: Wenn ich davon profitieren kann, ist es ja nicht so schlimm...
      PS: Fossile Kraftwerke gibt es glücklicherweise nicht, nicht erneuerbare Energie jedoch schon 😉
    • Die Redaktion 22.07.2018 09:00
      Highlight Highlight In einer Zeit in der wir eine Energiewende anstreben verrösten wir für die instabilste "Währung" so viel energie pro Jahr wie auch Chile pro Jahr benötigt. Wir sind sowas von bescheuert.

      https://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption
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  • Roman Stanger 21.07.2018 20:03
    Highlight Highlight Die Übersetzung von "brute force" ist "brute force" und nicht "nackte Gewalt". Das ist in diesem Zusammenhang ein fester Begriff, auch im Deutschen.
    • Oh Dae-su 21.07.2018 20:35
      Highlight Highlight Da merkt man, dass der Löpfe schon ein etwas älteres Kaliber ist ^^
    • Panna cotta 21.07.2018 21:38
      Highlight Highlight @Oh Dea-su
      Von Brute-Force-Algorithmen sprach man schon vor vierzig Jahren. Damals war Löpfe noch jung, und von dir gab es vermutlich noch nicht mal ein Ultraschallbild. 🙂
    • Miikee 21.07.2018 22:13
      Highlight Highlight Haha und ich dachte zuerst:
      "WTF. Waaass tun die genau 🙈".

      Danke für die Übersetzung😂
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