DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Olympisches Eishockey-Turnier, Vorrunde
Schweiz – Tschechien 1:4 (1:1,0:0,0:3)
Deutschland – Norwegen 2:1 (0:0,1:0,0:1,0:0) n.P.
Die Hockey-Nati hält gegen Tschechien lange mit, Chancen auf den Sieg hatte sie aber nie.
Die Hockey-Nati hält gegen Tschechien lange mit, Chancen auf den Sieg hatte sie aber nie.
Bild: KEYSTONE

Nati-Trainer Fischer konsterniert: «Wir konnten unser Potenzial wieder nicht abrufen» 

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam der Männer verpasst am olympischen Turnier die direkte Qualifikation für die Viertelfinals. Im letzten Gruppenspiel verlieren die Schweizer gegen Tschechien 1:4.
18.02.2018, 11:32

Die Schweizer Hockey-Nati hat am olympischen Turnier die direkte Qualifikation für die Viertelfinals verpasst. Nach der 1:4-Niederlage gegen Tschechien beenden die Schweizer die Vorrunde auf Platz 3. Nun wartet im Achtelfinal das Duell mit Deutschland.

Um sich direkt für die Runde der letzten acht zu qualifizieren, hätte das Team von Patrick Fischer im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien einen Sieg nach 60 Minuten benötigt. Davon waren die Schweizer trotz des besseren Schussverhältnisses (29:28) letztlich weit entfernt. Zu überlegen und abgeklärt agierten die Tschechen.

Patrick Fischer:

«Wir hatten unsere Chancen im Powerplay, konnten diese aber nicht ausnützen. Die Tschechen waren defensiv sehr stark. Das Spiel war trotzdem auf Messers Schneide, am Ende bezahlten wir für die vielen Scheibenverluste in unserer eigenen Zone. Gewisse Spieler waren nicht auf der Höhe und machten Fehler, die sie sonst nicht machen. Wir konnten unser Potenzial wieder nicht abrufen, das regt mich am meisten auf. Jetzt müssen wir halt eine Extraschlaufe machen.»

Mit Dominik Kubalik und Roman Cervenka konnten sich beim Gegner ausgerechnet zwei Spieler aus der National League unter die Torschützen einreihen. Ambris Stürmer Kubalik sorgte mit dem 2:1 zu Beginn des Schlussabschnitts für die Vorentscheidung. In den Schlusssekunden machte Freiburgs Topskorer Cervenka nach einem Schweizer Scheibenverlust mit dem 3:1 ins leere Tor alles klar. Wenig später erhöhte Michal Repik nach einer ähnlichen Situation sogar noch auf 4:1.

Ambris Kubalik mit dem Game-Winning-Goal zum 2:1.
Video: streamable
Fribourgs Cervenka trifft zum 3:1 ins leere Tor.
Video: streamable
Repik macht mit dem 4:1 endgültig alles klar.
Video: streamable

Ramon Untersander:

«Ich glaube, die Effizienz hat heute den Unterschied ausgemacht. Vielleicht waren wir nach drei Spielen in vier Tagen auch etwas müde. Dass wir in den Achtelfinal müssen, ist nicht so schlimm. Diesen müssen wir nun einfach gewinnen, dann sind wir auch im Viertelfinal.»

Repik war es, der die Tschechen schon in der 6. Minute im Powerplay in Führung gebracht hatte. Der 29-jährige Stürmer wurde im Slot ziemlich alleine gelassen und bezwang Jonas Hiller mit einer Direktabnahme. Danach brachte Thomas Rüfenacht die Schweiz mit dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich nach 15 Minuten zurück ins Spiel.

Für den SCB-Stürmer war es bereits der zweite Treffer in diesem Turnier. Kurz zuvor hatte Denis Hollenstein im Powerplay nur den Pfosten getroffen.

Die frühe Führung der Tschechen durch Repik.
Video: streamable
Der einzige Treffer der Schweizer durch Rüfenacht.
Video: streamable

Thomas Rüfenacht

«Nachdem wir das zweite Drittel überstanden hatten, dachten wir, wir könnten jetzt aufs Gas drücken, aber dann bekommen wir gleich das 1:2. Das ist natürlich bitter. Wir waren zu oft einen Schritt zu langsam, jetzt müssen wir uns steigern, wenn wir in den Viertelfinal wollen.» 

Deutschland Gegner im Achtelfinal

Im Gegensatz zu den Tschechen, die nach dem dritten Sieg im dritten Spiel als Gruppensieger in die Viertelfinals einziehen, müssen die Schweizer den Umweg über die Achtelfinals nehmen. Nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel schliesst die Schweiz die Vorrunde in der Gruppe A auf Platz 3 ab.

Nun kommt es am Dienstag zum Duell mit Deutschland. Der Erzrivale feierte beim 2:1 nach Penaltyschiessen gegen Norwegen im dritten Gruppenspiel den ersten Sieg an Olympischen Spielen seit 16 Jahren.

Das Telegramm:

Tschechien - Schweiz 4:1 (1:1, 0:0, 2:0)
6137 Zuschauer. - SR Iverson/Olennin (CAN/RUS), Ritter/Vanoosten (USA/CAN).
Tore: 8. Repik (Erat, Horak/Ausschluss Corvi) 1:0. 15. Ruefenacht (Ambühl, Suter) 1:1. 44. Kubalik (Kovar, Kolar) 2:1. 59. Cervenka (Kolar) 3:1 (ins leere Tor). 60. (59:11) Repik (Birner, Nakladal) 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Tschechien, 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Tschechien: Francouz; Nakladal, Polasek; Mozik, Kolar; Kundratek, Jordan; Nemec; Erat, Kovar, Kubalik; Mertl, Ruzicka, Cervenka; Radil, Sekac, Koukal; Repik, Horak, Birner; Zohorna.
Schweiz: Hiller; Blum, Untersander; Geering, Diaz; Furrer, Loeffel; Du Bois, Schlumpf; Praplan, Haas, Hollenstein; Moser, Suter, Ambühl; Hofmann, Corvi, Scherwey; Almond, Schäppi, Ruefenacht.
Bemerkungen: Schweiz ohne Genoni (Ersatztorhüter), Stephan, Herzog und Bodenmann (alle überzählig). - Pfostenschüsse: Radil (39.); Hollenstein (14.). - Schüsse: Tschechien 28 (8-11-9); Schweiz 28 (14-7-7). - Powerplay-Ausbeute: Tschechien 1/1; Schweiz 0/5. 

Die Tabelle der Gruppe A:

bild: screenshot wikipedia

Alle Olympiasieger von Pyeongchang 2018

1 / 103
Alle Olympiasieger von Pyeongchang 2018
quelle: epa/epa / larry w. smith
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Zum ersten Mal mehr Verstand als Emotionen bei Gottéron

Eigentlich passt Christian Dubé mit seinem Doppelmandat Trainer/Sportchef nicht mehr in die Zeit. Aber Gottéron ist Tabellenführer. Der ewige Traum vom Meistertitel wird wieder farbig.

Er ist der Letzte seiner Art. Seit dem 4. Oktober 2019 führt Christian Dubé (44) Gottéron als Sportchef und als Cheftrainer. Er ist der Einzige mit diesem eigentlich antiquierten Doppelmandat. Sozusagen der letzte Saurier. Geht nicht! Unmöglich! Das Modell Sportchef und Trainer in Personalunion gilt als so überholt wie einst das Modell Spielertrainer.

Das ist die Meinung der Experten. SCB-Obersportchef Raëto Raffainer sagt beispielsweise: «Das Hockey-Geschäft von heute ist viel zu komplex. Es …

Artikel lesen
Link zum Artikel