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Gehören nicht in eine nachhaltige Welt: Rasenmäher.  bild: shutterstock/watson

Rasenmäher und Laubbläser-Verbot: So stellt sich ein Ökonom eine bessere Welt vor

Ein Leben ohne Autos und mit weniger persönlicher Freiheit wird furchtbar. Wirklich? Der britische Ökonom Graeme Maxton kommt zu einem anderen Schluss.

Graeme Maxton / ch media



In den letzten 70 Jahren hat sich unser Lebensstandard ungemein verbessert, das rasche Tempo der menschlichen Entwicklung hat die Natur allerdings viel gekostet. Immer mehr Arten sind verschwunden, die Ozeane sind ziemlich verschmutzt und der Klimawandel wurde zu einer existenziellen Bedrohung. Um diese Probleme langfristig zu lösen, müssen die Gesellschaften ihr Wirtschaftssystem überdenken.

Wie würde eine nachhaltige Wirtschaft aussehen?

Um wirklich nachhaltig zu sein, müsste eine Wirtschaftsform es mehreren Generationen ermöglichen, zu wachsen, und sie müsste die Regeln und Bedingungen der Natur einhalten. Sie müsste ein ökologisches Gleichgewicht einhalten, das mit den Bedürfnissen zukünftiger Generationen vereinbar ist, und auch die Bedürfnisse aller anderen Arten berücksichtigen, die jetzt schon leben.

Das Wirtschaftssystem müsste es möglich machen zu existieren mit sehr wenig Konsum. Die Umweltbelastung müsste zurückgefahren werden auf ein Mass, das die Natur problemlos absorbieren kann. Natürlich heisst das auch, dass die Weltbevölkerung aufmerksam kontrolliert werden muss, wobei das im Einklang mit den technologischen Möglichkeiten einer Gesellschaft geschehen kann.

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Der Brite Graeme Maxton ist Ökonom, Dozent und Autor. Von 2014 bis in diesem Jahr war er Generalsekretär des Club of Rome, der sich seit 1968 für eine nachhaltige Zukunft einsetzt. Der heutige Sitz ist Winterthur. Maxtons neustes Buch: «Change! Warum wir eine radikale Wende brauchen». Komplett Media.

Eine nachhaltige Wirtschaft dürfte kein exponentielles Wachstum an Gebrauchsgütern aufweisen, ausser solchen, die leicht ersetzbar sind. Ebenfalls müsste man eine Art Mechanismus haben, mit dem die Wirtschaft stabil gehalten werden kann, Boom- und Depressionsphasen verhindert werden können und das Risiko für menschliche Konflikte minimiert wird.

Auch andere Ursachen für Konflikte müssten aufmerksam kontrolliert werden, zum Beispiel die Waffenproduktion. Moderne Waffen brauchen nicht erneuerbare Ressourcen und Konflikte bergen Gefahr für lang andauernde Umweltschäden.

epa06831064 Indian children plays amidst left over eatables and plastic waste, near the Arabian Sea coast at Mahim beach in Mumbai, India, 22 June 2018. According to media reports, the government of the western Indian state of Maharashtra ban the use of many plastics. The prohibition will include plastic bags, and single-use items such as cups, plates and spoons.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Die Weltmeere versinken im Plastik.  Bild: EPA/EPA

Bauern müssten vorrangig ihr Land für die nächsten Generationen schützen. Nahrungsproduktion wird sekundär. Nicht erneuerbarer Dünger, der Landerosion oder Luftverschmutzung für mehrere Jahre produziert, darf nicht benutzt werden. Organische Abfälle ohne chemische Rückstände wären die einzigen Dünger.

Gutes Design für mehr Recycling

Die für die Produktion physischer Güter nötigen Ressourcen müssten eingeschränkt werden. Je länger die Gesellschaft oder die Zivilisation überdauern will, desto weniger nicht erneuerbare Ressourcen dürften verbraucht und desto weniger Verschmutzung dürfte toleriert werden. Die allermeisten Güter müssten mit rezykliertem oder erneuerbarem Material produziert werden, damit möglichst wenig Abfall entsteht.

Design wird wichtig, damit Güter wiederverwertet, rezykliert und repariert werden können, ohne dass nicht erneuerbare Ressourcen gebraucht werden. Überhaupt müssen Güter und Produktionseinrichtungen so lange wie möglich gebraucht werden. Das heisst auch, dass der Kapitalstock, der für die Güterproduktion eingesetzt wird, schrumpfen muss.

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In einer nachhaltigen Welt würde ein Liter Benzin 100 Franken kosten. Aber es gäbe mehr Freizeit und Kunst. 

Wenn die Produktion effizienter wird, müssen die Gewinne investiert werden, um die Kapazitäten zurückzubauen und nicht, um die Produktion auszuweiten, damit weniger Ressourcen verbraucht werden. Die Angestellten sollten Effizienzgewinne in Form von mehr Ferien ausbezahlt bekommen und nicht mehr arbeiten müssen.

Auch die Energie muss aus erneuerbaren Quellen kommen, aber auch hier muss es Einschränkungen geben. Das gegenwärtige Angebot an erneuerbaren Energien und ihre Speicherung braucht viele Ressourcen. Solar Panels, Windfarmen, Wasserkraft und Gezeitenkraftwerke brauchen viele nicht erneuerbare Ressourcen in der Herstellung, desgleichen auch die Batterietechnologie und die Verteilnetzwerke. Das wird nicht funktionieren.

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Geht es nach dem Ökonom, werden Laubbläser in Zukunft verboten werden.  bild: keystone

Verbot für Rasenmäher

Eine nachhaltige Welt wird komplett anders aussehen. Haushaltgeräte wie Rasenmäher, Laubbläser oder Schneefräsen werden verboten. Der Verkauf von Waschmaschinen muss zurückgehen, um Verschwendung, Energieverbrauch und Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Jede Maschine sollte gemeinsam benutzt werden.

Städte sollten nach Mitternacht keine leeren Strassen beleuchten. Die Benützung von Computern zur Erzeugung von Virtualgeld ist Energieverschwendung und sollte verboten werden. Videostreaming, Datenspeicherung online und E-Mail würden viel mehr kosten. Gratisaufladen für E-Mobile und elektronische Geräte gibt es nicht mehr.

Die Schiene wäre Haupttransportmittel für Passagiere und Fracht. Die Arbeit muss dezentralisiert werden. Das Abfallvolumen müsste drastisch schrumpfen. Kein Plastik mehr in den Supermärkten, auch keine Wegwerfbecher in Coffeeshops. 1 Liter Heizöl oder Benzin würde 100 Franken kosten. Das internationale Transportvolumen würde mit steigenden Preisen zurückgehen.

Die Bauern würden mehr Leute anstellen, um höhere Treibstoffkosten zu kompensieren, hätten dafür mehr für den lokalen Bedarf zu produzieren. Baumeister und Architekten müssten einen Ersatz finden für Beton, Stahl und Aluminium. Chemiefirmen, Autobauer, Airlines und Transportfirmen würden verschwinden.

Leute, welche bei der Entwicklung neuer Waffen dabei sind, müssten sich einen anderen Job suchen, diejenigen, die alle zwei Monaten neue Zahnbürsten, Lippenstifte und Rasierklingen entwerfen, auch.

Eine Gesellschaft auf Dauer müsste sich auf das Wohl aller konzentrieren, nicht das Bruttosozialprodukt steigern. Das würde heissen, dass man die persönliche Freiheit beschränkt, damit lokal und zur richtigen Zeit Arbeitskapazität zur Verfügung steht. Die Leute könnten nicht nach Wunsch Ressourcen verschwenden oder die Umwelt verschmutzen. Die Individuen wären genötigt, die sozialen Beschränkungen zu respektieren, die nötig sind, damit ein Gleichgewicht erreicht werden kann.

Gleichheit wäre nicht nötig für eine Moment-für-Moment-Wirtschaft. Es wäre nötiger, dafür zu sorgen, dass alle gleichermassen zur sozialen Entwicklung beitragen könnten und ihre Talente dafür verwenden könnten. Hat die nachhaltige Gesellschaft einmal alle Grundbedürfnisse der Bürger befriedigt, könnte sie immer noch individuelle Leistung belohnen, solange man die Kluft zwischen Arm und Reich nicht allzu gross werden lässt und diese Zusatzleistung gerecht beurteilt würde. Zu einem definierten minimalen Lebensstandard müsste man auch einen maximalen definieren.

Keine Rückkehr in die Steinzeit

Auf den ersten Blick kommt einem eine solche nachhaltige Wirtschaft sehr depressiv und wie eine Rückkehr in die Steinzeit vor. Ein solches Wirtschaftssystem ist mit Sicherheit nicht leicht zu managen und zu kontrollieren. Kreativität, Flexibilität und viel Selbst-Disziplin wären gefragt, und man müsste auch noch neue Fähigkeiten entwickeln.

Aber es müsste nicht so düster werden. Eine stabile Wirtschaft bedeutet nicht, dass sich die Gesellschaft nicht ändern kann. Humanität kann man immer entwickeln. Anstelle von materiellem Konsum gäbe es künstlerisches, kulturelles, intellektuelles und technologisches Wachstum.

Man könnte sich auf allgemeines Wohlbefinden, erfülltere Lebenserwartung, Gesundheit und Glück konzentrieren. Sport und Religion würden auch blühen, mehr Freizeit für alle gäbe es auch.

Man muss nur den Ressourcenkreislauf geschlossen halten, sodass die seltenen, nicht erneuerbaren Ressourcen geschont würden und die Beeinträchtigung der Umwelt die natürlichen Limiten nicht überschreitet. Es wäre eine viel bessere Welt – in mancherlei Hinsicht. (aargauerzeitung.ch)

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

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Video: watson/Angelina Graf

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Konterbier 17.12.2018 00:05
    Highlight Highlight Eine Welt ohne Laubbläser ist definitiv eine bessere Welt, nicht nur wegen dem gesparten Benzin.
  • geissenpetrov 16.12.2018 21:23
    Highlight Highlight Der renommierteste Ökonom und Vordenker auf diesem Gebiet heisst Prof. Niko Paech. „Befreiung vom Überfluss" lautet sein Handbuch für den Weg in die Postwachstumsökonomie.

    Play Icon
  • poks 16.12.2018 21:13
    Highlight Highlight So ein Rechen hat schon Stil.

    Aber ich befürchte, dass Maxtrons Traum ungeahnte Nebeneffekte haben würde, die dessen Nutzen aufheben und es in einem Albtraum endet.
  • nick11 16.12.2018 20:45
    Highlight Highlight Für mich die beste Idee aus dem ganzen Text: "Zu einem definierten minimalen Lebensstandard müsste man auch einen maximalen definieren."
    das würde wohl schon viele Probleme lösen. Aber wie bei vielrn anderen Dingen wird es daran scheitern, dass dies nur geht wenn die gesamte Welt mitmacht.
  • leu84 16.12.2018 19:52
    Highlight Highlight Haha. Wenn man energetisch grosses bewirken will, dann muss man bei den grossen Sachen beginnen.
  • Imnon 16.12.2018 18:57
    Highlight Highlight Ich wär dabei. Das meiste davon mach ich sowieso schon.
    Es ist jedoch unrealistisch anzunehmen, die Masse würde das ohne starke Motivatoren auch schaffen. Ein kaputter Planet ist für Kurzdenker nur als SF-Film denkbar. Zwar legt man zwar ein Konto für die Enkel an, aber dass die einen Planeten als Lebensraum brauchen? Zu kompliziert. Dazu kommt, dass Menschen sich die Welt schon seit jeher zurechtreden, um ein sauberes Gewissen zu behalten und sich nicht ändern zu müssen. Klassiker-Beispiel Sklaverei: "Das sind weniger wertvolle Menschen. Die müssen für unsere Führung dankbar sein." etc. etc.
  • Maya Eldorado 16.12.2018 18:37
    Highlight Highlight Als erstes sollte die destruktive geplante Obsoleszenz ein Ende finden.
  • Chrigi-B 16.12.2018 17:54
    Highlight Highlight Lächerlich! Neue Technologien sind das EINZIGE was uns je voran gebracht hat. Es gibt nur 1 Punkt wo Regierungen etwas beitragen können: Erneuerbare Energien/Technologien gleich oder mehr subventionieren als das alte Zeugs. Bestes Beispiel? Öl/Gas Subventionen in den USA. Ihr wollt den Wechsel zu 100% erneuerbaren auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung? Gelb Vesten olé
  • Turi 16.12.2018 17:38
    Highlight Highlight Dieses Sektierertum kommt mir vor wie die katholische Kirche im Mittelalter: Verzicht und Genügsamkeit predigen, aber selbst selbst völlern und im Luxus leben.

    Dieser Ökonom darf gerne mal seine Flugkilometer 2018 auflisten, und dann sehen wir, wie glaubwürdig - oder nicht - er ist.
  • malu 64 16.12.2018 17:21
    Highlight Highlight Das wird niemals umsetzbar sein! Die Menschen sind viel zu egoistisch und dumm. Bis zum bitteren Ende wird weitergewurstelt. Geld bestimmt die Zerstörung!
    • Raphael Conca 16.12.2018 17:36
      Highlight Highlight Leider war..
    • sleeper 16.12.2018 18:44
      Highlight Highlight Auch wenn ich dir im Kern nicht wiederspreche, denke ich doch, dass die Wortwahl zu radikal und subjektiv für eine konstruktive Diskussion ist. Die menschliche Natur ist nun mal wie sie ist. Anstatt sie zu kritisieren, müssen wir Wirtschafts- und Gesellschafts-Modelle finden, welche unsere Probleme angehen und die Eigenheiten unserer Natur mit einbeziehen (was das Model in diesem Artikel sicher nicht tut). Allerdings habe auch ich keinen umsetzbaren Lösungsvorschlag...
    • Roman h 16.12.2018 19:03
      Highlight Highlight Klar wird sich das nie umsetzen.
      Denn die Ideen sind auch nicht umsetzbar.
      Ich glaube nicht das Sie mit gutem Beispiel voran gehen und Ihr Handy, PC, TV ect wegwerfen.
      Ihre Heizung ausschalten und mit Holz heizen und ja dafür müssten wir sehr viele Bäume fällen.
      Sogar noch mehr wenn wir die Gebäude wieder wie im Mittelalter bauen, sprich keine Isolation mehr.
      Auch können dann die meisten ihren job aufgeben und Bauer werden, da es ja keine Transport Firmen mehr gibt.
      Anstatt 1 Bagger 20 Leute mit einer Schaufel.
      Nur kann man ohne Transportfirma nicht bauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Winzig 16.12.2018 17:11
    Highlight Highlight ich finde die meinung dieses typen bewegt sich ungefähr auf niveau 4. klasse. viel fantasie, viel illusion und keine lösungsansätze (einfach verbieten, ja ne is klar). ich finds problematisch dass heute auf dem level berichtet und teilweise auch politisiert wird.
    • wintergrün 16.12.2018 18:35
      Highlight Highlight Würde mir von Watson auch wünschen dass man jemanden lösungsorientierteren ausliesst...
      Zahlen und Priorisieren wäre auch noch gut - dann stellt sich schon heraus wie groß ein Problem das aufladen des iPhone tatsächlich ist.
  • Alsk 16.12.2018 17:01
    Highlight Highlight Ich habe es bis zur Hälfte des Artikels geschafft, danach konnte ich nicht mehr! Fern von jeglicher Realität...
    • Arthur Dent (a.k.a. Geralt) 16.12.2018 17:32
      Highlight Highlight Darum geht's ja genau... 😉
  • LeChef 16.12.2018 16:59
    Highlight Highlight Die Argumente im Text sind entweder trivial, oder grundlegend falsch. Maxton vernachlässigt den Preismechanismus. Nicht erneuerbare Ressourcen werden automatisch unerschwinglich, wenn sie so selten werden, dass sie auszugehen drohen. Dadurch erst werden Alternativen erschwinglich (relativ gesehen) und das Problem löst sich von selbst.

    Natürlich gilt das nicht für öffentliche Güter bzw. negative externe Effekte. Aber diese Einsicht ist schon sechzig Jahre alt und dass sie im politischen Prozess nicht immer eine Entsprechung findet, ist ein Problem ebendieser Prozesse.
    • Raphael Conca 16.12.2018 17:42
      Highlight Highlight Leider wird es dann wohl zu spät sein, wenn die Verknappung den Preis erhöht.
      Ich hoffe, dass diversifiziert wird und nicht schwarz = nichts tun oder weiss = alles umstellen zur Anwendung kommt.
      Wichtig scheint mir die gezielte Weiterentwicklung erneuerbaren Produkte um die Ressourcen zu schonen.
  • Zauggovia 16.12.2018 16:56
    Highlight Highlight Das Hauptproblem ist das ungeheure Bevölkerungswachstum. Das wird gar nicht angesprochen.
    • Arthur Dent (a.k.a. Geralt) 16.12.2018 17:19
      Highlight Highlight "Natürlich heisst das auch, dass die Weltbevölkerung aufmerksam kontrolliert werden muss"

      Genauer lesen, setzen, sechs! 😉😅
    • Raphael Conca 16.12.2018 17:43
      Highlight Highlight Wenn es allen besser geht schrumpft die Geburtenrate...
      Ich hoffe darauf.
    • Fabio74 16.12.2018 18:38
      Highlight Highlight Das Hauptproblem ist der Europäer und Noramerikander der zu viel Ressourcen verbraucht
  • LeChef 16.12.2018 16:46
    Highlight Highlight Graeme Maxton ist kein Ökonom. Es ist fast unmöglich, einen CV von ihm online zu finden, und ich weiss jetzt auch warum: Er hat einen BA in „Economics and Operations Research“ (also eigentlich BWL) und einen MBA von zwei no-name Business Schools in Dundee und London.

    Wenn der Typ Ökonom ist, dann bin ich diplomierter Chemiker, weil ich Chemie im Gymi hatte.
    • Xapillon 16.12.2018 18:01
      Highlight Highlight Als Ökonomen bezeichnet man jemanden der Wirtschaftswissenschaften studiert hat, also genau das, was er getan hat. Ich finde es jetzt auch nicht unbedingt gerechtfertig, dass Sie ihm alles Wissen absprechen, weil er an einer nach Ihner Meinung no-name Universität studiert hat. Es gibt sicher auch gute Ökonomen abseits der London Business School. Gegenüber seinen Ausführungen kann man natürlich skeptisch sein.
    • karl_e 16.12.2018 18:45
      Highlight Highlight Seit wann ist "Oekonom" ein geschützter Titel?
    • Pidemitspinat 16.12.2018 18:48
      Highlight Highlight Und trotzdem hat er gute oder zumindest erwägenswerte Ideen. Und soweit ich weiss, ist die Berufsbezeichnung "Ökonom" nicht geschützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albi Gabriel 16.12.2018 16:45
    Highlight Highlight Kurz zusammengefasst: Ein totalitärer, zentralistischer und planwirtschaftlicher Unrechtsstaat. Der feuchte Traum einiger Ökofundamentalisten auch bei uns...
    • Berner 16.12.2018 17:17
      Highlight Highlight und Ihre Alternative wäre...?
  • Borki 16.12.2018 16:44
    Highlight Highlight Utopien zu entwerfen, die letztlich am Wesen des Menschen scheiteren werden, ist als Gedankenspiel und als Gegenentwurf zu dieser ökologischen Dystopie, die wir gerade schaffen, ganz nützlich.

    Solange wir es aber nicht einmal schaffen, für die Lebensqualität eigentlich überflüssige Luxusgüter wie Flugreisen etwas zu verteuern, um die damit verbundenen Emmissionen zu kompensieren oder mindestens zu besteuern, erscheint so ein radikales Buch zu lesen irgendwie wie Zeitverschwendung.
    • Berner 16.12.2018 17:18
      Highlight Highlight Leider haben Sie recht.
  • Loeffel 16.12.2018 16:40
    Highlight Highlight Laub wegblasen mit Benzinbläser ist der Inbegriff von Erstwelt Dekadenz und absoluter bünzliger Ignoranz für Feingefühl gegenüber Umwelt und Mitbewohner. No go!
    • cgk 17.12.2018 16:24
      Highlight Highlight Einverstanden, wenn jeder von uns (ja, auch du!) bereit ist, wieder echte Handarbeit zu leisten und zwar als gemeinnützige Arbeit.
  • Ökonometriker 16.12.2018 16:25
    Highlight Highlight Man könnte auch Technologien entwickeln, die ein Leben in Freiheit und Wohlstand ermöglichen und Fortschritt erlauben. Man muss dies sogar tun, da fossile Energieträger für die Entwicklung der Menschheit spätestens in 2 oder 3 Generationen nicht mehr ausreichend sind.

    Die in diesem Artikel beschriebenen Themen sind abstrus - schon alleine deshalb, weil es nur etwas bringen würde, wenn die ganze Welt diese Politik umsetzen würde und es noch sehr viele Entwicklungsländer gibt, die kurzfristigere Prioritäten haben.

    Die besseren Technologien stünden hingegen mit der Zeit allen zur Verfügung.
    • Arthur Dent (a.k.a. Geralt) 16.12.2018 17:21
      Highlight Highlight Nun ja, ich denke es geht darum, extra extrem zu denken um einen Anstoss zu geben, sich über das eine oder andere mehr Gedanken zu machen...
    • Berner 16.12.2018 17:25
      Highlight Highlight Diese Technologien sind leider nicht mal in den kühnsten Fantasien vorhanden. Es wird ja zunehmend deutlich, dass jeder technologische Fortschritt letztlich nur das eine Problem durch ein anderes ersetzt. Der Ersatz von Verbrennungsmotoren durch Elektroantriebe verlagert das Problem von den fossilen Energieträgern und ihren Treibhausgasemissionen zu den Akkus und Steuerungen, welche ebenfalls begrenzte Ressourcen (Lithium, Silizium, seltene Erden usw.) verwenden.
      Es führt letztlich kein Weg am Verzicht vorbei!
    • sleeper 16.12.2018 17:29
      Highlight Highlight Absolut. Wir leben in einer politischen, gesellschaftlichen und nicht zuletzt auch menschlichen Realität, in welcher die beschriebenen radikalen Änderungen absolut unrealistisch sind. Der einzige Weg vorwärts scheint eine technologische Entwicklung zu sein, die unsere Ressourcen-Abhängigkeit nach und nach reduziert. Und diese wird genau dann richtig Fahrt aufnehmen, wenn die Problem so gross werden, dass sie niemand mehr ignorieren kann.
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