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U-Haft für Pierin Vincenz beantragt – Ex-Raiffeisen-Chef muss vor den Haftrichter



Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz muss vor den Haftrichter: Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft gegen Vincenz beantragt, wie sie gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bestätigt. Den gleichen Antrag stellte sie auch gegen den CEO der Aduno-Gruppe, Beat Stocker.

Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschaeftsleitung, spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Raiffeisen Gruppe, am Freitag, 27. Februar 2015, am Hauptsitz in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Seine Zeit bei Raiffeisen holt Vincenz wieder ein.  Bild: KEYSTONE

Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft ermittelt im Moment wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gegen den ehemaligen Raiffeisen-Chef und ehemaligen Aduno-Verwaltungsratspräsidenten. Raiffeisen doppelt mit einer Anzeige nach.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt, darunter auch in Niederteufen AR, wo der ehemalige Raiffeisen-Chef wohnt. Es sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. 

Offenbar verbrachten Vincenz und vier andere Beschuldigte die Nacht auf Mittwoch in Gewahrsam in Zürich. Gestern wurden sie den ganzen Tag von der Staatsanwaltschaft verhört.

«Das war für mich ein Schock»

Vincenz bestreitet die Vorwürfe vehement. «Ich werde mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren», teilte Vincenz mit. «Als die Polizei vor der Tür stand, war das für mich ein Schock», so der frühere Raiffeisen-Chef weiter. «Ich habe die Interessen der Firmen, für die ich gearbeitet habe, stets gewahrt und bin nach wie vor überzeugt, dass ich mir nichts habe zuschulden kommen lassen.»

Am gleichen Tag, an dem die Razzien stattfanden, wurde die Raiffeisen-Bank durch die Zürcher Justiz über das Strafverfahren informiert. Sie selber reichte daraufhin ebenfalls Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef ein, wie die Raiffeisen am Mittwoch mitteilte. Die Bank will zudem in dem Verfahren als Privatklägerin auftreten.

Auch die Finanzmarktaufsicht Finma führte bereits eine Untersuchung gegen Vincenz – stellte diese aber Ende Dezember 2017 ein. Das Verfahren sei gegenstandslos geworden, weil Vincenz sich entschieden habe, von seinen Führungsfunktionen bei der Versicherungsgruppe Helvetia zurückzutreten.

Damit zog sich Vincenz aus der von der Finma beaufsichtigten Branche ganz zurück. Andere Ämter hatte er zuvor schon aufgegeben. In der Folge wurde das Verfahren gegen ihn gegenstandslos. Auslöser für die Finma-Untersuchung waren Interessenkonflikte im Zusammenhang mit bedeutenden Beteiligungen. Diese warfen Fragen zur einwandfreien Geschäftsführung auf. Ein Finma-Verfahren gegen Raiffeisen läuft noch. (sda)

Wir haben den Sirenentest nicht bestanden

Video: srf

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