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Der «Professor» zeigt Emotionen: Barack Obama während seiner Abschiedsrede in Chicago. Bild: Charles Rex Arbogast/AP/KEYSTONE

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Ist Barack Obama ein Versager? Nein, die Zeit war nicht reif für ihn

Die Amtszeit von US-Präsident Barack Obama geht zu Ende. Gemessen an den immensen Erwartungen ist er gescheitert. Doch auf lange Sicht hat er sein Land mehr verändert, als man auf den ersten Blick meinen könnte.



Es ist einfach, von Barack Hussein Obama enttäuscht zu sein. Und enttäuschte Liebe tut besonders weh. Exemplarisch dafür ist die Bilanz des schwarzen Philosophen und Bürgerrechtlers Cornel West zur «traurigen Hinterlassenschaft» des ersten schwarzen US-Präsidenten. Sie kommt einer schonungslosen Abrechnung gleich: Obama habe «wieder und wieder versagt».

Die Wut des bekennenden Sozialisten auf Obama und dessen nach seiner Ansicht zu unkritische Anhängerschaft mag ein «Ausreisser» sein. Doch viele, die seine Botschaft von «Hope and change» und «Yes we can!» vor neun Jahren bejubelt hatten, fühlen sich desillusioniert. Während auf der rechten Seite Schadenfreude herrscht. Obama kann nicht hoffen, dass sein Erbe bewahrt und weitergeführt wird. Er muss fürchten, dass es im Schredder landet.

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Obamas grosser Durchbruch: die Rede am Parteikonvent 2004. Video: YouTube/CNN

Ist Barack Obama ein Versager? Zumindest hat er die hohen Erwartungen nicht erfüllt. So lautet der Tenor der Rückschauen auf seine Amtszeit, die in den letzten Wochen und Monaten publiziert wurden. Obama habe sehr viel versprochen und wenig geliefert.

Stimmt diese Einschätzung?

USA sehnten sich nach dem Erlöser

Oberflächlich betrachtet könnte man sie teilen. Die Fallhöhe zwischen Anspruch und Realität scheint beträchtlich zu sein. Aber man sollte genauer hinschauen. Ich habe Barack Obamas Weg verfolgt, seit er 2004 am Parteikonvent der Demokraten als Kandidat aus dem Staat Illinois für einen Sitz im US-Senat eine fulminante Eröffnungsrede gehalten hatte. Nur vier Jahre später gelang ihm mit 47 Jahren der Einzug ins Weisse Haus, trotz wenig politischer Erfahrung.

Die USA befanden sich damals auf einem Tiefpunkt, gebeutelt von zwei scheinbar endlosen Kriegen und der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren. Die Nation sehnte sich nach einem Erlöser von den bleiernen Bush-Jahren, und der charismatische, rhetorisch brillante Sohn eines Kenianers und einer weissen Amerikanerin schien dafür die Idealbesetzung zu sein. Er erhielt sogar den Friedensnobelpreis 2009, einzig dafür, dass er Obama war.

Der Guantánamo-Flop

Wer mit solchen Vorschusslorbeeren startet, kann fast nur scheitern. Kurz nach seinem Amtsantritt ordnete Präsident Obama die Schliessung des Gefangenenlagers Guantánamo an, ohne Rücksprache mit dem Kongress. Prompt machten ihm die Republikaner und einige Demokraten einen Strich durch die Rechnung. Das «Schandlager» auf Kuba ist noch immer in Betrieb.

Obamas Jugend – als er noch nichts von seiner Karriere wusste

Die US-Wirtschaft ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, die Arbeitslosigkeit hat sich von zehn auf fünf Prozent halbiert. Aber der seit Jahrzehnten anhaltende Abbau von gut bezahlten Jobs setzte sich fort und verstärkte die Abstiegsängste des Mittelstands. Die Wall Street, die das Desaster verursacht hatte, wurde von Obamas Regierung viel zu zögerlich angepackt. Kaum ein Banker musste in den Knast. «Too big to jail» wurde zu einem geflügelten Wort.

Abschied vom Weltpolizisten

Aussenpolitisch ragen die Aussöhnung mit Kuba und das Atomabkommen mit Iran heraus. Ob beides Bestand haben wird, muss sich zeigen. Gegen Wladimir Putins Muskelspiele aber konnte und wollte Obama wenig ausrichten. Im Nahen Osten hinterlässt er Probleme ohne Ende, auch weil er nicht mehr den Weltpolizisten spielen wollte. Dafür beschädigte er mit dem Drohnenkrieg gegen echte und vermeintliche Terroristen sein Image als Friedensnobelpreisträger.

Die Drohnenangriffe und die von Edward Snowden aufgedeckte NSA-Bespitzelung werden ihm von links angekreidet. Die Rechten schlachteten den Terroranschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi aus. Insgesamt aber verlief Obamas Präsidentschaft bemerkenswert frei von Skandalen. Zum Glück für ihn, denn so fanden die Republikaner nie einen Vorwand für ein Amtsenthebungsverfahren, das ultrarechte Hardliner gefordert hatten.

«No drama Obama»

Die – auch privat – skandalarmen acht Jahre im Weissen Haus sind Ausdruck zweier Tugenden des Präsidenten: Integrität und Selbstdisziplin. Nicht umsonst erhielt er den Übernamen «No drama Obama». Nie hätte er sich zu Entgleisungen hinreissen lassen, wie sie Nachfolger Donald Trump am laufenden Band absondert. Die Selbstkontrolle hat auch eine Kehrseite, sie mindert die Lust am Risiko. Man hätte sich von Obama manchmal mehr Mut gewünscht.

Die besten Bilder von Barack Obama

Hätte er als Präsident aber wirklich mehr erreichen können? Vielleicht hätte er sich in seinen ersten zwei Jahren nicht so stark auf die Umsetzung seiner Gesundheitsreform Obamacare konzentrieren sollen, mit der er die Opposition bis zur Weissglut reizte. Man vergisst dabei aber, dass die Republikaner wild entschlossen waren, Obamas Präsidentschaft zu sabotieren. So hintertrieben sie selbst minimale Verschärfungen der Waffengesetze.

Der «Erwachsene im Sandkasten»

Angesichts der Amokläufe und Massenschiessereien, die in den letzten Jahren stark zugenommen hatten, zeigte Barack Obama immer wieder Emotionen. Aber eigentlich ist er ein Rationalist und ein überzeugter Pragmatiker. Was Stärke und Schwäche zugleich war. Er konnte brillant argumentieren, hatte aber auch einen Hang zu professoralem Dozieren. Wie viele sehr intelligente Menschen neigt Obama dazu, die Kraft des guten Arguments zu überschätzen.

Der Präsident spielte die Rolle des «Erwachsenen im Sandkasten», was auf dem polarisierten Washingtoner Tummelplatz der Eitelkeiten nicht gut ankam. Bei den Republikanern hätte er wohl auch mit einem umgänglicheren Auftreten wenig bewirkt. Bill Clinton, ein ungleich grösseres Talent im Umgang mit Menschen, biss sich an ihnen ebenfalls die Zähne aus. Doch selbst Abgeordnete und Senatoren der Demokraten fremdelten mit «ihrem» Präsidenten.

«He doesn't like people»

Obamas vielleicht grösstes Defizit liegt im zwischenmenschlichen Bereich. Es gibt Politiker, die bei öffentlichen Auftritten farblos und hölzern wirken, im persönlichen Gespräch die Menschen aber für sich einnehmen können. Barack Obama ist das Gegenteil. Bei seinen Ansprachen begeistert er die Massen, doch der direkte Umgang mit Menschen, die ihm fremd sind, fällt ihm schwer.

In this Nov. 10, 2016 photo, President Barack Obama and President-elect Donald Trump shake hands following their meeting in the Oval Office of the White House in Washington.   (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Obama beim Treffen mit Nachfolger Donald Trump: Socializing war nie seine Stärke. Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Nie werde ich einen Satz vergessen, den der Watergate-Enthüller und «Washington Post»-Journalist Bob Woodward im Wahlkampf 2012 an einer Veranstaltung in New York geäussert hat: «He doesn't like people» – er mag die Menschen nicht. Obama sei kein Menschenfeind, betonte Woodward, aber er lasse sich nicht gerne mit Leuten ein, die nicht zu seinem Umfeld zählen.

Die grosse Enttäuschung

Daraus entstand ein Hang zur Eigenbrötlerei. Bill Clinton oder Ronald Reagan luden am Abend gerne Gäste ins Weisse Haus ein. Barack Obama hingegen verkroch sich nach dem Nachtessen mit der Familie, das ihm «heilig» war, in sein privates Büro, wo er weiter arbeitete, im Internet surfte oder Sportübertragungen am TV schaute.

Mit seiner Abneigung gegen das Socializing machte sich Obama das Regieren selber schwer. Viele Demokraten beklagten sich, dass ihr Präsident sie ignorierte und ihnen auch kein «Goodie» spendierte, etwa eine Einladung ins Weisse Haus oder einen Flug mit der Präsidentenmaschine «Air Force I». Ähnlich erging es ausländischen Besuchern, die sich enorm auf das Treffen mit dem Charismatiker freuten und am Ende von ihm geschäftsmässig abgefertigt wurden.

In der Aussenpolitik erwies sich dieser Wesenszug Obamas als wenig hilfreich. Zu keinem Staats- oder Regierungschef baute er eine persönliche oder gar freundschaftliche Beziehung auf, nicht einmal zu Angela Merkel, angeblich die einzige Persönlichkeit aus diesen Reihen, die er wirklich respektiert. Gerade auf internationaler Ebene aber sind persönliche Beziehungen ein Schlüssel für erfolgreiche Deals. Obama konnte oder wollte das nicht verstehen.

Das Glas ist halbvoll

Ist die entzauberte Lichtgestalt also doch gescheitert? So einfach ist das nicht. Er hinterlässt den Eindruck einer unvollendeten Präsidentschaft. Aber bei genauer Betrachtung hat Obama mehr erreicht, als man auf den ersten Blick annehmen könnte, gerade auf psychologischer Ebene:

People take part in a protest against police brutality and in support of Black Lives Matter in New York July 9, 2016. REUTERS/Eduardo Munoz

Black Lives Matter: Schwarze wehren sich gegen Polizeibrutalität. Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

In vielerlei Hinsicht ist das Glas nicht halb leer, sondern halb voll.

«Man hat oft das Gefühl, dass auf zwei Schritte nach vorne einer zurück folgt», sagte Obama in seiner grossen Abschiedsrede in Chicago. Bei allen persönlichen Defiziten: Seine Präsidentschaft kam vermutlich zu früh. Die Zeit war nicht reif für einen coolen, reflektierten Denker an der Spitze des Landes. Auf längere Sicht aber dürften sich seine Ideen durchsetzen.

Die Zukunft gehört einem neuen, offenen Amerika, das auf der Weltbühne nicht mehr als Dominator agiert, sondern als Partner. Die Akzeptanz der Homo-Ehe und die fortschreitende Cannabis-Legalisierung sind Vorboten dieser Entwicklung. Sie gehört auch einem «bunteren» Amerika, das in wenigen Jahrzehnten nur noch aus Minderheiten bestehen wird. Die «Obama-Koalition», die ihn zu zwei Wahlsiegen getragen hat, war ein Vorgeschmack darauf.

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Highlights aus Obamas Abschiedsrede. Video: YouTube/USA TODAY

Und je heftiger Donald Trump berserkert, umso mehr werden sich viele nach «No drama Obama» zurücksehnen. Bereits heute ist dies spürbar. Barack Obama wird das Weisse Haus mit einer Zustimmungsquote von rund 55 Prozent verlassen. Die Mehrheit der Amerikaner scheint erkannt zu haben, dass er seinen Job nicht so schlecht gemacht hat. Donald Trump kommt auf 35 Prozent. Nie hat ein Präsident sein Amt mit einer so geringen Akzeptanz angetreten.

War Barack Obama ein guter Präsident?

Obama hat dem Nachfolger vor seinem Abgang noch einige Knüppel zwischen die Beine geworfen. Im Gegensatz zu George W. Bush, der in den letzten acht Jahren praktisch von der Bildfläche verschwunden ist, wird er ein aktiver Ex-Präsident sein. Er wird sich hüten, zu stark in die Rolle des Anti-Trump zu schlüpfen. Das ziemt sich nicht für einen ehemaligen Präsidenten. Aber er wird weiter in der Politik mitmischen und seine demoralisierte Partei wieder aufrichten.

Barack Hussein Obama, in Hawaii und Indonesien aufgewachsen, in New York und Chicago sozialisiert, war als US-Präsident eine Ausnahmeerscheinung. Das werden mit der Zeit auch jene realisieren, die heute enttäuscht sind. Die Zukunft dürfte ihn weit positiver beurteilen als die Gegenwart.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mishach 20.01.2017 22:38
    Highlight Highlight Ich finde es interessant und wirklich unangemessen, dass Nicht-Amerikaner ihre falschen posts angebracht haben. Wer hier in den USA lebt, die taeglichen neutralen news verfolgt hat, weiss, dass Obama mehr als nur positive Resultate geschaffen hat. Es wurden Fehler gemacht, aber waeren die Republikaner nicht von Beginn an gegen ihn gewesen, saehe die Gegenwart heute anders aus. Unter Praesident Trump, mit der niedrigsten "favorable" Nummer von 32% im Amtsantrittin der Geschichte der USA, wird es ein ganz boeses Erwachen geben. Sei es fuer die Linken, die Rechten oder die Liberalen.
  • Soli Dar 17.01.2017 23:05
    Highlight Highlight Na ja leider geht vergessen, dass Obama in zahlreiche Kriege und Kriesenherde verwichelt war, Lybien, Syrien, Irak, Afghanistan, Yemen etc., Es gab wohl noch selten einen Friedensnobelpreisträger mit so viel Blut an den Händen.

    Allerdings besser als Kriegsverbrecher Bush, war Obama alleweil...
  • ybfreak 17.01.2017 22:38
    Highlight Highlight Irgendwie tue ich mich schwer die Arbeit eines US-Präsidenten richtig einschätzen zu können. Die Welt ist zu komplex geworden. Rein von meinen Menschenkentnissen her bin ich der Meinung, dass Obama mehr gutes im Sinn hatte als viele Vorgänger. Aber erstens kann man sich täuschen und zweitens kann kein Präsident der USA alleine entscheiden.
    • Spooky 18.01.2017 01:26
      Highlight Highlight @ybfreak
      Zu dir gesagt, ich finde, du bist allzu bescheiden. Die Welt ist so, wie du sie siehst und wahrnimmst. Du kannst die Arbeit eines US-Präsidenten genau so gut einschätzen wie irgendeine andere Person. Du musst wissen, Journalisten sind nie unabhängig. Sie dürfen nur das schreiben, was ihnen erlaubt ist. Machtmenschen wie Obama verdienen nicht mehr Respekt als mein Nachbar, der Maurer.
      Sage deine Meinung ohne Wenn und Aber. Deine Meinung ist genau so gut wie die von Obama.
  • Matthias Studer 17.01.2017 22:37
    Highlight Highlight Was soll man aus diesen acht Jahren raus lesen? Acht Jahre Blockade Politik der Republikaner? Im großen und ganzen ist es nicht mehr.
  • lilie 17.01.2017 22:33
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass Obama regelrecht ausgebremst wurde vom viel zitierten politischen Establishment (dem er ja eigentlich auch nicht viel mehr angehört als Trump): Die Republikaner hatten schon beschlossen, ihn zu blockieren, bevor er überhaupt sein Amt antrat. Als er dann freundlich mit allen verhandeln wollte, wurde ihm Zögerlichkeit vorgeworfen. Als er anfing, hart durchzugreifen, wurde ihm auch daraus ein Strick gedreht...

    Hat er alles richtig gemacht? Natürlich nicht! Aber ich finde, dass er ungewöhnlich viel Widerstand erleben musste dafür, dass er mit guten Ideen antrat.
  • Don Alejandro 17.01.2017 22:28
    Highlight Highlight In wenigen Monaten werden sich die Amerikaner Obama sehnlichst zurückwünschen. Der Rest der Welt ebenfalls.
  • Grundi72 17.01.2017 20:06
    Highlight Highlight Ein sympathischer Versager.
    • Jol Bear 17.01.2017 22:45
      Highlight Highlight Ein etwas naiver Intellektueller mit zweifellos redlichen Absichten, aber im Amt als US-Präsident am falschen Ort. Vielleicht trägt das Beispiel Obama zur Erklärung bei, warum sich keiner der unzähligen genialen Menschen, welche die USA stets wieder hevorbringen, für das Präsidentenamt bewirbt.
  • Dellac 17.01.2017 19:26
    Highlight Highlight Lieber mit guten Absichten starten und diese nicht ganz erfüllen (z.B. Guantanamo-Schliessung) als mit schlechten Ideen starten und das auch durchziehen (z.B. eine Mauer nach Mexico bauen).
    • Domino 17.01.2017 22:06
      Highlight Highlight Die Grenzen sichern war eines der Wahlversprechen von Obama. 1/3 der Grenze zu Mexiko besitzt bereits einen riesigen Zaun...
  • Thinktank 17.01.2017 19:05
    Highlight Highlight Das grösste Vermächtnis von Obama ist, dass er die Tür für Trump geöffnet hat.
  • Bischer Fettwarenfabrik 17.01.2017 18:13
  • Denk nach 17.01.2017 18:00
    Highlight Highlight Ich fasse ihre 4 oben genannten Punkte kurz zusammen:
    - Konnte die Gräben zwischen schwarz und weiss nicht zuschütten
    - Guantanamo noch in Betrieb aber
    - Obamacare wird wahrscheinlich abgeschafft aber
    - Mittelstand hat viele Jobs verloren aber

    Ganz ehrlich, hätte der bei mir ein Mitarbeiterbeurteilungs Gespräch, wäre er nach acht Jahren sowas von entlassen!
  • Angelo C. 17.01.2017 17:35
    Highlight Highlight Zitat Blunschi : "Die Zukunft dürfte ihn weit positiver beurteilen als die Gegenwart."

    Mag sein, das können wir naturgemäss heute nur erahnen 🤔!

    Im grossen Ganzen scheint mir die heutige Sicht, die uns durch den Artikel vermittelt wird, zumindest nicht grundfalsch, auch wenn jeder Leser daraus das Positive oder Negative entnehmen wird, das ihm aus seiner ganz persönlichen Sicht als relevant erscheint.

    Womit wir wieder bei der bei der späteren historischen Beurteilung angelangt sind 😊!

    Ich werde ihn einstweilen als gebildeten Schwarzen mit Charme und Charisma in Erinnerung behalten.
  • Stachanowist 17.01.2017 16:45
    Highlight Highlight Pro Obama:

    1. Iran-Deal
    2. Kuba-Deal
    3. Obamacare (trotz der vielen Mängel)

    Kontra Obama:

    1. Massiver Ausbau des Drohnenkriegs
    2. Unterstützung der Saudis im Jemen
    3. Rigide Deportationspolitik


    Hier die Links zu den Kontra-Punkten:

    1. Drohnen

    https://theintercept.com/drone-papers/

    2. Jemen

    https://www.nytimes.com/2016/08/25/world/middleeast/yemen-saudi-arabia-hospital-bombing.html?_r=0

    3. Ausschaffungen

    http://www.miamiherald.com/news/local/immigration/article122715474.html
    • Pitsch Matter 17.01.2017 17:54
      Highlight Highlight Perfekt Analysiert 👌
    • Ivan der Schreckliche 17.01.2017 18:58
      Highlight Highlight Unterstützung der Maidannazis ist wohl auch im Contrabereich anzusiedeln.
      Quelle: http://edition.cnn.com/videos/tv/2015/01/31/exp-gps-obama-sot-putin.cnn/video/playlists/fareed-zakaria-interviews-president-obama/
      Obama on russian Relationships ab 1:20 "after we brokered a deal to transition power"
    • Aged 17.01.2017 19:33
      Highlight Highlight Geht locker auch ohne Drohnen:

      Gulag (Sibirisches Gefangen+Straflager) schon vergessen? Ca. 750'000 Menschen erfroren, verhungert, gefoltert.....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 17.01.2017 16:31
    Highlight Highlight Was mich langsam recht extrem dünkt, ist der Umstand, dass alle die immer "Lügenpresse" schreien, am Ende alles ablehnen, was nicht ihrer Mainstream-Meinung entspricht und das geile ist, dass sie nicht mal diese Ironie bemerken.

    Wenn einige Flachdenker dann noch gut wutbürgerlich Herr Löpfe auffordern, sich gefälligst selbst zu zensieren, zeigt dies nur, dass der Wind nach dem liberalen Obama nun aus einer totalitäreren Richtung weht.
  • Beobachter24 17.01.2017 16:15
    Highlight Highlight Ich finde beide Aussagen im Titel schlich falsch.
    Und bei der Umfrage finde ich auch nix passendes.
    Für eine Beurteilung Obamas bräuchte ich allerdings mehr als 500 Zeichen.
  • Watson - die Weltwoche der SP 17.01.2017 16:15
    Highlight Highlight Es ist höchste Zeit, dass das Experiment Obama beendet wird.
    • Kmurrer 17.01.2017 17:42
      Highlight Highlight 3 more days thank God
    • Scooby doo 17.01.2017 18:10
      Highlight Highlight Da ist ja der "roterriese" wieder.
      Obama war besser als bush vor ihm! Wäre obama nicht schwarz hätte "roterriese" nichts gegen ihn! Wir werden sehen wie sich donald duck ähh trump macht! Ich ahne böses,wäre aber auch freundlich angetan wenn ich mich irren würde!
    • Watson - die Weltwoche der SP 18.01.2017 06:23
      Highlight Highlight Wäre Obama nicht schwarz, würde er in der Presse und hier nicht so abgefeiert. Positiver Rassismus vom feinsten.
  • Majoras Maske 17.01.2017 16:15
    Highlight Highlight Buht mich nur aus, aber für mich hat Obama eine positive Bilanz, auch wenn er nicht alles erreicht hat und nicht perfekt ist.

    Und ich bin sicher, dass Trump nie und nimmer an ihn herankommen wird. Für Trump-Fanboys wird die Desillusionierung deutlich schlimmer werden als für so manch ernüchterten Obama-Fan.
  • Gavi 17.01.2017 15:44
    Highlight Highlight Also jetzt muss ich mal für Obama eine Lanze brechen:
    Der Mann hat von diesem Analphabeten Busch einen regelrechten Saustall übernommen. Ausserdem wurde er von der Republikanern tagtäglich ausgebremst. Und wenn ein Kommentator behauptet, das würden jetzt die Demokraten mit Trump machen, dann täuscht er sich, weil diese schändlichen und gefährlichen Republikaner in der Mehrheit sind. Obama war nicht besser und nicht schlechter als alle andern. Er hat wenigstens privat keine Leichen im Keller. Da hat es andere vor ihm, die haben einen ganzen Friedhof.
    • Domino 17.01.2017 17:25
      Highlight Highlight Ich hatte dieselbe Meinung 2008. 😉
      Leider hat Obama den Saustall noch ausgebaut...
  • ElenderKuschelwuschel 17.01.2017 15:35
    Highlight Highlight Die Zeit war nicht reif für ihn...das klingt in Etwa, wie das, was Kommunisten auch immer gerne über ihre komische Ideenwelt erzählen.
    • ElenderKuschelwuschel 17.01.2017 17:45
      Highlight Highlight Ja, ich weiss. Diese netten Sozialisten hätten irgendwann dann einfach einen Gang höhergeschaltet und dann wäre quasi organisch der echte Kommunismus aus den Verhältnissen gewachsen. Das ist jetzt Marx ein Bisschen vereinfacht.
      Aber in welchem der sozialistischen Systeme wäre das genau passiert? In dem von Mao, dem von Pol Pot, von Stalin oder von Enver Hoxha?
  • Thomas Rohrer 17.01.2017 15:04
    Highlight Highlight Ja für wahr, er hat seine Versprechungen nicht eingehalten.
  • Ohniznachtisbett 17.01.2017 14:55
    Highlight Highlight Sehr treffend formuliert. Das Ganze etwas weiter gedacht: Ein geflügeltes Wort in den 70er besagte: Only Nixon could go to China. Vielleicht kann nur ein Trump oder andere Konservative, die von Obama angestossene Öffnung der Amerikanischen Gesellschaft vollenden.

    Ein Beispiel: Obamacare wird vielleicht sterben, aber es gibt vielleicht eine Alternative dazu, die auch allen eine Krankenversicherung ermöglicht. Am Schluss kann Obama für sich beanspruchen, es "erfunden" zu haben. Trump kann sagen ich habe es verbessert/perfektioniert...
    • ChiliForever 17.01.2017 15:59
      Highlight Highlight Ich wünschte, ich könnte Ihren Optimismus teilen...
      Aber vielleicht reicht es ja, wenn es genug Menschen mit Ihren Hoffnungen gibt.
  • Träumerei 17.01.2017 14:53
    Highlight Highlight "No drama Obama": Massenüberwachung, Drohnenmorde, ganze Amtszeit im Krieg, Guantanamo noch offen - Ach nein, alles nur halb so schlimm.
    Aber was kann man auch vom Obama-Troll Peter Blunschi erwarten...
    • Peter 17.01.2017 15:19
      Highlight Highlight Von einem Menschen mit einem derart eindimensionalen Weltbild ist die Bezeichnung Obama-Troll ein Kompliment.
    • Froggr 17.01.2017 15:30
      Highlight Highlight Nun Peter: Ein eindimensionales Weltbild hat, wer behauptet Obama war erfolgreich. Er hat zwar nicht allzu viel verdorben, aber verbessert hat er noch weniger. Das ist eine schlechte Bilanz.
    • TeamBlau 17.01.2017 15:37
      Highlight Highlight Du hasst noch vergessen zu erwähnen das unter ihm doppelt soviele Menschen von der Polizei erschossen wurden als vorher.

      Soviel zum Thema Black Lives Matters😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • m:k: 17.01.2017 14:42
    Highlight Highlight Natürlich hat er nicht alles richtig gemacht und nicht alles erreicht was er wollte. Aber das richtig Enttäuschende ist, dass die Republikaner öffentlich sagten, ihr einziges Ziel sei Obama zu sabotieren. Sie nahmen mehrmals fast den Staatsbankrott in Kauf nur um zu Sie verbreiteten Gerüchte und teilweise Lügen. Und genau diese absolut destruktive Politik wurde nun von den Wählern mit Mehrheiten in beiden Kammern und der Präsidentschaft eines 70-jährigen Kindergärtners belohnt.
    • bildner 17.01.2017 14:49
      Highlight Highlight Jede Medaille hat zwei Seiten, bald sind es die Demokraten, die das Gleiche auch versuchen werden.
    • balabala 17.01.2017 14:50
      Highlight Highlight Ausser sein Land zu spalten und einen weltweiten Überwachungsstaat aufzubauen ist da nicht viel gegangen in den letzten 8 Jahren. Und kommt mir jetzt bloss nicht mit Obamacare. Das ist eine der Wurzeln des Übels.
    • Froggr 17.01.2017 15:31
      Highlight Highlight Die Demokraten sind ja schon die ganze Zeit daran, Trump zu sabotieren?!
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