International
Luftfahrt

Seit 60 Tagen steht diese Boeing von Norwegian im Iran

Seit zwei Monaten steht die defekte Boeing 737 von Norwegian auf dem Flughafen Shiraz im Iran herum.
Seit zwei Monaten steht die defekte Boeing 737 von Norwegian auf dem Flughafen Shiraz im Iran herum.bild: twitter/aerospacetalk

Dieser Jet von Norwegian steht seit 60 Tagen als «Geisel» im Iran – wegen Trump

Vor zwei Monaten musste eine Boeing 737 von Norwegian Air in Shiraz notlanden. Seither steckt die Maschine dort fest. Auch die Passagiere könnten Probleme bekommen.
13.02.2019, 09:1813.02.2019, 15:24

Es ist eine Odyssee ohne Ende. Am 14. Dezember flog die brandneue Boeing 737 MAX 8 des Billigfliegers Norwegian Air gerade über den Iran, als ein Triebwerk stotterte. Die Piloten entschieden sich sofort, den Flug von Dubai nach Oslo abzubrechen und auf dem Flughafen Shiraz runterzugehen.

60 Tage sind seither vergangen. Doch die Maschine hängt noch immer auf dem Provinzflughafen fest.

Das Problem

Wegen den Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran können keine Ersatzteile für die defekte Turbine ins Land gebracht werden. Trump hatte die Strafmassnahmen wegen des Atomstreits mit dem Iran im Herbst 2018 wieder in Kraft gesetzt. Offenbar hat Norwegian noch immer keine Ausnahmebewilligung erhalten.

«Der Papierkram dauert länger als erwartet», sagte kürzlich ein Norwegian-Sprecher. Jedenfalls steht die Maschine auch Mitte Februar auf dem Tarmac in der iranischen Provinz.

Immerhin konnte Norwegian die 186 Passagiere bereits einen Tag nach der Notlandung nach Oslo ausfliegen. Der unfreiwillige Zwischenstopp im Iran hat aber auch für die Fluggäste Konsequenzen.

Weil sie nun einen Stempel des Irans im Pass haben, können sie laut Medienberichten nicht mehr ohne Visum in die USA einreisen.

(amü)

Flugzeug landet in Lagune statt auf der Landebahn

Video: srf/SDA SRF

Die schlimmsten Katastrophen der Luftfahrt

1 / 20
Die schlimmsten Katastrophen der Luftfahrt
11.9.2001: Terroranschläge in den USA, 3018 Tote Selbstmordattentäter entführen insgesamt vier Passagiermaschinen. Zwei prallen in die Zwillingstürme des World Trade Centers, eine ins Pentagon, die vierte stürzt ab.
quelle: ap / chao soi cheong
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Falkland-Inseln: England protestiert gegen Mileis Ultimatum
Im Streit um die Falklandinseln hat Grossbritannien auf diplomatischer Ebene gegen Argentinien protestiert. «In dieser Woche haben wir der argentinischen Botschafterin im Vereinigten Königreich unmissverständlich klargemacht, dass Bemühungen, rechtmässige wirtschaftliche Aktivitäten auf den Falklandinseln zu behindern, keine Zeichen verantwortungsvollen internationalen Engagements sind», schrieb die britische Parlamentarische Staatssekretärin für die Überseegebiete, Uma Kumara, auf der Plattform X.
Zur Story