Die Schweizer NHL-Spieler Mark Streit und Roman Josi stehen im Aufgebot für den am 17. September beginnenden World Cup of Hockey in Toronto, das prestigeträchtige Länder- und Kontinente-Turnier.
Alle acht Mannschaften des Turniers, das heuer (17. September bis 1. Oktober) erst zum dritten Mal nach 1996 und 2004 stattfinden wird, mussten ein erstes Kader von jeweils 16 Spielern benennen. Streit und Josi werden dem Team Europa angehören.
Für dieses Team kann General Manager Miroslav Satan Spieler aller europäischen Länder mit Ausnahme der vier «Grossen» Russland, Tschechien, Schweden und Finnland berücksichtigen. Diese vier sind am World Cup mit jeweils der eigenen Nationalmannschaft vertreten. Nordamerika stellt die Nationalmannschaften Kanadas und der USA sowie ein weiteres Team «Nordamerika» mit Spielern beider Nationen.
Der Mangel an Zusammengehörigkeit und die fehlende Chemie ist für das Team Europa als grösste Schwäche zu erwarten. Sehr viele Spieler werden noch nie miteinander gespielt haben. An den wenigen Tagen, die für die Vorbereitung zur Verfügung stehen, wird Headcoach Ralph Krueger vor allem darauf bedacht sein müssen, eine Einheit und eine zusammenhaltende Mannschaft zu formen. Er wird die Spieler gleicher Nationen wahrscheinlich in den gleichen Blöcken spielen lassen. So könnten Streit/Josi eines seiner Verteidiger-Paare sein.
Im Aufgebot des Slowaken Satan stehen fünf Slowaken und – auf den ersten Blick überraschend – vier Dänen, während alle übrigen Nationen wie die Schweiz und Deutschland höchstens zwei Spieler stellen. Die vier Dänen sind indes Spieler, die in ihren Klubs in der NHL sehr erfolgreich sind, weshalb jeder für sich die Berufung verdient hat.