Luzern
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Erste Strafen nach «Steinigung» eines Rekruten ausgesprochen



Das Video einer Bestrafungsaktion eines Rekruten beschäftigte letzte Woche die Schweiz. Der Tessiner wurde von Kameraden auf Befehl des Vorgesetzten mit Steinen und Kastanien beworfen und gedemütigt. Das Video stammt von Mitte September.

Der ganze Beitrag:

Nun hat der «Spass» erste Konsequenzen. Wie das Newsportal Nau.ch berichtet, wurden erste Strafen von der Armee ausgesprochen – fünf Tage Arrest. Zudem untersuche die Militärjustiz den Fall und ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet.

Wer genau den Arrest antreten musste, ist nicht bekannt. Getroffen haben dürfte es aber den zuständigen Wachtmeister, wie Nau.ch vermutet.

Der zuständige Untersuchungsrichter gehe jedem Verdacht nach. Möglich also, dass es nicht beim fünftägigen Arrest bleibt. (aeg)

Reaktionen der Armee

Armeesprecher Daniel Reist sagte zum SRF kurz nach dem Erscheinen des Videos, dass die Armee schockiert sei. Es gehe nicht, dass ein Soldat von anderen Soldaten auf eine solche Weise misshandelt werde.

«So etwas ist absolut verwerflich. Da muss man mit aller Härte durchgreifen.»

Werner Salzmann

Der Präsident der sicherheitspolitischen Kommission, SVP-Nationalrat Werner Salzmann, forderte hartes Durchgreifen bei solchen Fällen. Es gehe gar nicht, dass ein Soldat von Kameraden oder Vorgesetzten gemobbt werde. In einem solchen Fall solle man sich an den seelsorgerischen Dienst der Armee wenden.

Allerdings gäbe es das Problem, dass sich die jungen Männer schämen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Salzmann sieht das grundsätzliche Problem eher in der Gesellschaft als beim Militär. (aeg/jaw)

Erzähl uns deine Armee-Geschichte

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    Alle Leser-Kommentare
  • FlohEinstein 23.10.2018 00:48
    Highlight Highlight @watson fragt doch mal nach, ob auch ein Verfahren gegen die Pesonen, die das Video angefertigt/veröffentlicht haben. Hab da so eine Vermutung... (nicht als Kommentar gedacht, sondern als Hinweis)
    22 3 Melden
  • T13 22.10.2018 23:16
    Highlight Highlight Wer darf wohl zum arrest antreten?
    Denk mal nach es ist die armee.
    Also wirds wohl der typ der das video gemacht hat sein.
    Ohne den wäre sowas nie aufgeflogen.
    26 1 Melden
  • Ni96 22.10.2018 22:57
    Highlight Highlight Das grundsätzliche Problem ist in der Gesellschaft, nicht beim Militär...

    Klaro, das Militär macht ja nie fehler
    12 5 Melden
  • Leader 22.10.2018 22:01
    Highlight Highlight Kann in der Schweizer Armee eine Person zwei Mal für die gleiche Straftst verurteilt werden?
    Zuerst 5 Tage Arrest und dann eine weitere Strafe?
    Die gleiche Person?
    Wohl kaum??
    0 4 Melden
    • Neptun 23.10.2018 08:30
      Highlight Highlight Da es sich beim Arrest um eine Disziplinarstrafe handelt und keine Strafe im strafrechtlichen Sinne dürfte dies durchaus möglich sein.
      5 0 Melden
    • LibConTheo 23.10.2018 10:23
      Highlight Highlight @Neptun:

      Heisst das, dass das zivile Recht auch noch zum tragen kommt für diese Person? Militärisch wurde er ja bestraft.
      1 0 Melden
    • Stefann 23.10.2018 11:36
      Highlight Highlight @LibConTheo Wer die Uniform trägt steht grundsätzlich unter Militärstrafrecht und nicht Zivilstrafrecht. Er hat allerdings nur eine Disziplinarstrafe erhalten, was widerum etwas anderes ist. Für Disziplinarstrafen ist beispielsweise kein Verfahren nötig. Sie werden vom Kommandanten ausgesprochen. Er kann also durchaus auch noch Militärstrafrechtlich belangt werden. Zivilstrafrechtlich jedoch kaum.
      1 0 Melden
  • Magnum44 22.10.2018 21:13
    Highlight Highlight Hoffe nicht, dass es beim leichten Fall bleibt. Dann ist die (Geld)Strafe zwar bedingt, dafür gibt es einen netten Eintrag ins Strafregister.
    36 4 Melden
  • Ueli der Knecht 22.10.2018 20:48
    Highlight Highlight Man müsste vorallem diejenigen bestrafen, welche für die Beförderung der schuldigen Vorgesetzten verantwortlich waren. Solche offensichtlich unfähigen Leuten dürfte niemals die Verantwortung über Rekruten übertragen werden. Diejenigen, welche solche unfähige Leute in ihre Position hievten, und damit die Rekruten in Gefahr brachten, sind ebenso schuldig und noch mehr zu Verantwortung zu ziehen. Vorallem wenn sie ihr Mobbing (bzw. Bossing) dann noch als "Kameradschaft" verkaufen.
    51 28 Melden
    • Olmabrotwurst 22.10.2018 22:02
      Highlight Highlight In der UO bist du noch schnell, wenn du nicht willst, setzten sie die Unterschrift.
      7 0 Melden
    • TrueClock 23.10.2018 00:09
      Highlight Highlight Schochli realitätsfremd. Man könnte genausogu den Eltern schuld geben.
      10 3 Melden
    • wasylon 23.10.2018 08:19
      Highlight Highlight Soso unser Ueli möchte also die Rechtsstaatlichen Prinzipien über bord werfen. Werden dann auch Richter und Psychiater für freigelasse Straftäter die neue Kapitalverbrechen belangt? Oder gilt dass nur für deine gehasste Armee?
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schluch 22.10.2018 20:39
    Highlight Highlight Weshalb behält die Armee diesen WM überhaupt?
    63 1 Melden
  • Spooky 22.10.2018 20:00
    Highlight Highlight "...fünf Tage Arrest..."

    Lächerliche Strafe!

    Vielleicht wissen nicht alle, dass das fünf Tage militärischer Arrest sind.

    Ich habe in der Rekrutenschule mit ein paar anderen Soldaten auch 5 Tage Arrest bekommen, weil wir unerlaubt abends eine Stunde lang abgehauen sind und in einem Restaurant noch ein Bier getrunken hatten.

    Es waren die schönsten 5 Tage der ganzen RS.

    Diese "Strafe" hat also überhaupt nichts zu tun mit einer Strafe in einem echten Knast.

    47 23 Melden
    • Konstruktöhr 22.10.2018 22:15
      Highlight Highlight 5 Tage militärischer Knast sind bei uns 23h am Tag die selbe zelle mit einem Bett, einer Bibel, deine Rechte und einer Lampe. Zum Abendessen gabs Militärbiscuits 2 scheiben Lioner und Butter. Da bleibt schon viel Zeit um nachzudenken.
      40 11 Melden
    • Eine_win_ig 22.10.2018 23:12
      Highlight Highlight Wunderbare halbwahrheiten, vielleicht kann ich helfen:

      Die Person, welche 5 Tage Arrest erhalten hat, wurde disziplinarisch vom Kompaniekommandanten bestraft. Somit wurde es als "leichter Fall von Verstoss gegen MStG Art. (Was auch immer sie genommen haben)" gewertet.

      Somit handelt es sich dabei nicht um die Person, welche immer noch von der Militärjustiz untersucht wird. Wahrscheinlich wzrde diese Person vom Mil UR an den Kp Kdt zurückverwiesen. Und die Strafgewalt des Kp Kdt ist nun halt: bis 5 Tage oder CHF 500.-. Etwas schärferes gibt es schlicht und einfach nicht.
      10 0 Melden
    • Eine_win_ig 22.10.2018 23:14
      Highlight Highlight Zusatz: 5 Tage heisst, 5x24h. Pro 24h erhält der bestrafte 1h Ausgang aus der Zelle. Diese kann er für duschen, etc. nutzen. Zudem sind in den mil Arrestzellen pro 24h eine Tageszeitung, Schreibzeug, religiöse Schrift gem. Konfession des AdA und das Dienstreglement zu finden. Sonst nichts.
      22 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MGPC 22.10.2018 19:57
    Highlight Highlight Hat eigentlich irgendjemand schon mal das Wort des Bestraften erhöhrt? Solche Situationen hatten wir auch, jedoch wenn der zu bestrafende nicht wollte haben wir etwas weniger dramatisches audgesucht. Kann mir einfach nicht vorstellen dass der Rekrut sich bereitwillig und blindlings dem Befehl, dahin zu stehen, beugte.
    6 33 Melden
  • Linus Luchs 22.10.2018 19:21
    Highlight Highlight "Es gehe nicht, dass ein Soldat von anderen Soldaten auf eine solche Weise misshandelt werde."

    Sagen Sie uns, Herr Reist, auf welche Weise darf denn ein Soldat misshandelt werden?
    84 71 Melden
    • Arabra 22.10.2018 20:22
      Highlight Highlight Tüpflischiesser
      102 23 Melden
    • Mia_san_mia 22.10.2018 21:17
      Highlight Highlight @Linus: Komm schon... Du weisst genau, wie das gemeint ist.
      34 6 Melden
  • Olmabrotwurst 22.10.2018 19:10
    Highlight Highlight Meine Armee-Geschichte: Aus Gründen der nationalen Sicherheit kann und darf ich nichts dazu sagen.
    19 7 Melden
    • AllknowingP 23.10.2018 09:07
      Highlight Highlight Lass mich raten.... es hat was mit einer Ultrageheimen Senf-Lieferung an die Olma zu tun ?
      9 0 Melden
    • Olmabrotwurst 24.10.2018 11:27
      Highlight Highlight Ja aber nicht Schweizer Thomy Senf sondern Dijon Senf aus dem Burgund.. man waren das Aufregende Lieferungen, aber psst... ;)
      1 0 Melden
  • Gummibär 22.10.2018 19:05
    Highlight Highlight "Da muss man mit aller Härte durchgreifen"
    5 Tage Ausschlafen im Arrestlokal. Mein Lieber, das ist brutal !
    114 23 Melden
    • Bits_and_More 22.10.2018 19:30
      Highlight Highlight Naja, 1 h nach Draussen, der Rest in der Zelle.
      Zudem sind diese 5 Tage nicht anrechenbar auf die Dienstzeit, sprich es ist einfach verlohrene Zeit.
      42 53 Melden
    • 7immi 22.10.2018 21:34
      Highlight Highlight @gummibär
      "Möglich also, dass es nicht beim fünftägigen Arrest bleibt."
      den artikel nicht fertig gelesen? der arrest ist eine sofortmassnahme, es können und werden sehr wahrscheinlich weitere massnahmen ergriffen werden.
      25 3 Melden
    • ands 22.10.2018 22:23
      Highlight Highlight @ Bits_and_More: Die Tage sind anrechenbar und besoldet. Wurde vor einigen Jahren mal geändert.
      19 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 22.10.2018 18:58
    Highlight Highlight "Hartes Durchgreifen" "5 Tage Arrest". Da hat man dem Verantwortlichen ja mal eher sanft auf die Finger geklopft.
    19 9 Melden
    • Alnothur 23.10.2018 03:59
      Highlight Highlight Artikel nicht fertiggelesen?
      2 0 Melden
    • Mia_san_mia 23.10.2018 05:17
      Highlight Highlight Also 5vTage sind nicht so easy..
      1 0 Melden
  • Wäscheklammer 22.10.2018 18:35
    Highlight Highlight Eine saftige Geldstrafe würde wohl mehr bringen als diese 5 Tage "Dienstfrei"...
    15 10 Melden
    • Jan Portmann 23.10.2018 06:30
      Highlight Highlight Kommt bestimmt auch noch
      1 0 Melden
  • fricktastisch 22.10.2018 18:12
    Highlight Highlight Zudem ist es (od. War es zu meiner RS) nicht möglich den Armeeseelsorger Anonym zu kontaktieren. Abgesehen über den Truppenarzt.. aber mit über drei Wochen warten auf einen Arzttermin.
    16 7 Melden
    • ands 23.10.2018 06:04
      Highlight Highlight Die Nummer des Armeeseelsorgers sollte am Anschlagbrett stehen. Ansonsten erreicht man den Pikettoffizier der Armeeseelsorge unter 0800 01 00 01. Findet man raus, wenn man bei Google nach "Armeeseelsorge" sucht.
      9 0 Melden
  • Knäckebrot 22.10.2018 17:35
    Highlight Highlight Hab Zivildienst gemacht - damals noch von 3 Leuten ausgefragt, um zu schauen, ob sie das Gesuch durchlassen. Dies weil ich Pazifist bin.

    Im Zivildienst musste ich dann letztlich mehr Gewalt anwenden, als wenn ich im Militär gewesen wäre (Isolation u/od Zwangsmedizierung auf einer psych. Akutabteilung)
    18 113 Melden
    • Ricco Speutz 22.10.2018 17:44
      Highlight Highlight jo guet nacht am sächsi!
      86 3 Melden
    • Armend Shala 22.10.2018 18:01
      Highlight Highlight Was wetsch du eus demit säge?😂
      24 2 Melden
    • blobb 22.10.2018 18:27
      Highlight Highlight Knäckebrot
      Falls du das alles gemacht hast, war es auf freiwilliger Basis.
      Komischer Pazifist.
      29 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Von dieser Geheimarmee wussten nicht einmal alle Bundesräte

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