Eishockey
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Gregory Hofmann im ZSC-Sandwich.  Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Hofmann, Lapierre, Merzlikins – wie ein Trio Luganos Titel-Traum am Leben hält

Luganos Hoffnung auf den ersten Meistertitel seit zwölf Jahren lebt weiter – dank einem aussergewöhnlichen Trio, bestehend aus Gregory Hofmann, Maxim Lapierre und Elvis Merzlikins.

22.04.18, 13:44 23.04.18, 06:17
Adrian Bürgler
Adrian Bürgler

Eishockey ist ein Mannschaftssport. Es müssen immer alle Spieler ihre Leistung bringen, damit man Erfolg hat. Dennoch gibt es in jeder Mannschaft Spieler, die das Spiel stärker prägen als andere. 

Der HC Lugano hat gleich drei Spieler, die jederzeit in der Lage sind, ein Spiel zu entscheiden. Und dieses Trio macht dies schon die ganze Saison, insbesondere aber jetzt in den Playoffs. Die Rede ist von den beiden Stürmern Gregory Hofmann und Maxim Lapierre und von Torhüter Elvis Merzlikins. Die drei sind die wichtigsten Pfeiler für den Erfolg der Tessiner.

Die Highlights der gestrigen Partie. Video: YouTube/MySports

Gregory Hofmann – der Torschütze

16 Spiele, 13 Tore lautet die unglaubliche Bilanz von Gregory Hofmann in den Playoffs. Seit Lonny Bohonos 2002 für den HC Davos hat kein Spieler mehr 13 Tore in den Playoffs erzielt. Und er ist der erste Schweizer seit der Einführung der Best-of-7-Serien, dem das gelingt.

Hofmanns Doppelpack gegen die ZSC Lions.

Beim gestrigen 4:0-Sieg gegen die ZSC Lions war der Flügel mit zwei Toren einmal mehr der gefährlichste Spieler. Der in der Romandie geborene Stürmer traf gleich doppelt. «Das waren wohl meine beiden wichtigsten Saisontreffer», erklärte Hofmann nach der Partie. Der 25-Jährige spielt so gut wie noch nie. Bereits in der Qualifikation hat er am Laufmeter getroffen.

Playoffs und Regular Season zusammengerechnet, ist der Westschweizer bei 35 Saisontoren und insgesamt 59 Punkten angelangt – ein Traumwert! Den letzten Schliff vor dieser Saison hat er sich in Nordamerika geholt: Hofmann durfte im Trainingscamp der Carolina Hurricanes teilnehmen. Ob er je in der NHL spielen wird, ist nicht sicher. Doch aktuell nimmt der HC Lugano jedes seiner Tore mit Handkuss. 

Maxim Lapierre – der Allrounder

Im selben Atemzug wie Gregory Hofmann muss auch dessen kongenialer Sturmpartner Maxim Lapierre genannt werden. Der Franko-Kanadier kämpft beim HC Lugano an allen Fronten. Er ist der bekannte Provokateur, teilt Checks aus, blockt Schüsse und ist gleichzeitig der Playoff-Topskorer der Tessiner. 

Maxim Lapierre in seinem Element.  Video: streamable

Zu seinen neun Toren kommen beim 32-Jährigen noch 13 Assists dazu. Elf davon sind erste Assists. Das unterstreicht die Spielmacherqualitäten, die Lapierre schon die ganze Saison zeigt.

War er in seinem ersten Jahr im Sottoceneri noch mehrheitlich als Provokateur bekannt, hat er spätestens jetzt auch bewiesen, dass er richtig gut Eishockey spielen kann. Sollte Lugano sich den Titel tatsächlich noch holen, ist der Center ein heisser Anwärter auf den Titel des wichtigsten Spielers der Playoffs.

Elvis Merzlikins – die Wand

Die Playoffs laufen und einmal mehr ist Elvis Merzlikins in absoluter Topform. Gestern feierte er bereits seinen zweiten Shutout im Playoff-Final. Mal für Mal liess der 23-Jährige die Zürcher verzweifeln. Das ist keine grosse Überraschung. Über 500 Schüsse hat der lettische Nationaltorhüter mit Schweizer Lizenz in den diesjährigen Playoffs bereits gehalten. In den letzten drei Saisons kommt er auf eine Playoff-Fangquote von 93,39 Prozent. 

Da kann in der National League nur Leonardo Genoni mithalten. Der SCB-Keeper ist mit 95,54 Prozent in den letzten drei Playoffs sogar noch leicht besser. Tobias Stephan (90,5 Prozent) und Lukas Flüeler (88,83 Prozent) fallen schon deutlich ab.

Was bei Merzlikins auffällt: 2016 und 2017 sank seine Fangquote in der letzten Serie jeweils etwas. Dieses Jahr ist es umgekehrt: Im Final hat der Lugano-Keeper sich noch einmal gesteigert. Er wird den Lions auch im nächsten Spiel das Leben schwer machen.

Despacito mit Eishockey-Spielern

Video: watson/Laurent Aeberli, Reto Fehr, Lea Senn

Alle Playoff-Topskorer seit der Saison 2002/03

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    Alle Leser-Kommentare
  • Larionov 22.04.2018 19:14
    Highlight Was ein bisschen schad ist, dass man nie lajunen erwähnt! Ohne jani könnten maxim und gregory nicht soviel buchen! Unglaublich wichtiger spieler!!!
    78 4 Melden
    • Adam Gretener (1) 22.04.2018 20:59
      Highlight Stimmt. Aber intern wird er auf Händen getragen. Innerhalb eines Teams sieht man das schon.
      30 2 Melden
  • Adam Gretener (1) 22.04.2018 18:39
    Highlight Lugano begeistert trotz 3 fehlenden Top-Stürmern. In 3 Heimspielen gerade mal 1 Gegentor zugelassen. Hoffmann wächst über sich hinaus, Lapierre wie ein Fisch im Wasser und Elvis, na ja, da muss man keinen Kommentar mehr abgeben. In Zeiten, wenn Fussballer vor den Kameras wie Anwälte reden, liebe ich das Schandmaul Lapierre einfach. Lugano hätte es sowas von verdient.
    99 15 Melden
    • Adam Gretener (1) 22.04.2018 19:34
      Highlight :-)
      13 0 Melden
  • Waldiini 22.04.2018 16:09
    Highlight Eltztendlich sind es doch nur namen die auf leibchen genäht wurden.
    4 53 Melden
  • Töff aus Leidenschaft 22.04.2018 15:35
    Highlight Egal wer meister wird...Lapierre muss MVP werden!!
    119 22 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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