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Homöopathen sind teurer als Schulmediziner – sagen die Krankenkassen

16.12.2018, 07:5716.12.2018, 08:41

Homöopathie-Ärzte verursachen laut einer Analyse von Krankenkassen höhere Kosten als klassische Schulmediziner. Dies berichtet die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf einen Zehn-Jahres-Vergleich von 2007 bis 2016 durch den Krankenkassenverband Santésuisse.

In dem Zeitraum würden die Unterschiede bei den Behandlungskosten in der Grundversicherung nicht weniger als 22 Prozent betragen. Grundlage waren Abrechnungsdaten von Grundversorgern.

«Der oft gehörte Grundsatz komplementär = kostengünstig wird in der statistischen Analyse klar widerlegt», heisst es in dem noch unveröffentlichten Papier.

Komplementärmedizinische Tarifpositionen würden von den Ärzten «zusätzlich zu allen bisherigen schulmedizinischen Leistungen in Rechnung gestellt und wirken daher kostentreibend».

Alternativmedizin müsse aus abrechnungstechnischer Sicht «eher als additiv» bezeichnet werden. In der Schweiz übernimmt die Grundversicherung seit 2012 die Kosten für Homöopathie, anthroposophische Medizin, traditionelle chinesische Medizin sowie Phytotherapie. (sda/mlu)

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71 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Toerpe Zwerg
16.12.2018 08:10registriert Februar 2014
Dann bezahlen wir also eine art Kirchensteuer mit den Krankenkassenprämien: Den Eso-Aufschlag.
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Randen
16.12.2018 08:12registriert März 2014
Unglaublich, dass diese Quacksalberei nicht verboten ist.
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Ökonometriker
16.12.2018 08:17registriert Januar 2017
Wenn man die Kosten pro (um den Placebo-Effekt korrigierten) Effekt auf die Gesundheit betrachtet, gehen sie bei Homöopathie sogar gegen unendlich.
Während bei den anderen Arten der Komplementärmedizin ein Effekt belegt ist, sucht man ihn bei der Homöopathie auch nach 200 Jahren vergebens. Schade, dass man als Versicherungsnehmer heute noch für Aberglauben bezahlen muss.
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