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Moralisches Dilemma

Ich stehe vor zwei Alternativen, die beide inakzeptabel sind. Wie soll ich mich entscheiden? Bild: Shutterstock

Diese 7 moralischen Dilemmata werden dein Hirn martern – und dein Gewissen



Die Entwicklung dürfte kaum aufzuhalten sein: Bald werden wohl selbstfahrende Autos in grosser Zahl auf unseren Strassen verkehren. Unabhängig von der Frage, ob damit die Verkehrssicherheit insgesamt zunimmt, wirft die Teilnahme von autonomen Fahrzeugen am Verkehr diffizile ethische Fragen auf. 

Soll zum Beispiel ein selbstfahrendes Auto, wenn sich ein Unfall nicht vermeiden lässt, einen Fussgänger überfahren oder ausweichen und dafür – den Tod der Insassen in Kauf nehmend – in einen Abgrund stürzen? Fragen dieser Art bezeichnet man als «moralisches Dilemma»

Ein moralisches Dilemma liegt dann vor, wenn wir uns in einer Situation zwischen mehreren gleichermassen inakzeptablen oder zumindest unangenehmen Alternativen entscheiden müssen, die sich gegenseitig ausschliessen. Im Alltag dürften wir eher mit moralischen Konflikten konfrontiert sein, die zwar unangenehm, aber nicht existentiell sind. Wenn wir zum Beispiel entscheiden müssen, ob wir einem Bettler Geld geben oder besser nicht, gibt es gute Gründe gegen beide Optionen. Friedrich Nietzsche sagte deshalb über Bettler

«Wahrlich, man ärgert sich, ihnen zu geben, und ärgert sich, ihnen nicht zu geben.»

Um ethische Prinzipien auf den Prüfstand zu stellen, konstruieren Ethiker zuweilen Gedankenexperimente, in denen sie moralische Dilemmata in zugespitzter Form präsentieren. Wir stellen hier 7 davon vor. Achtung: Einige dieser Beispiele können als zynisch oder morbid empfunden werden. Es sind aber nur Gedankenexperimente.   

Das Gleisarbeiter-Dilemma

Gleisarbeiter-Dilemma, Trolley Problem
Von Zapyon - Eigenes Werk, basierend auf: Trolley problem.png und BSicon TRAM1.svg, Rozjazd pojedynczy.svg CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67107784

Illustration des Gleisarbeiter-Dilemmas.  Bild: Wikimedia/Zapyon

Dieses berühmte Gedankenexperiment der britischen Philosophin Philippa Foot ist wie folgt angelegt: Ein ausser Kontrolle geratenes Tram rast die Gleise hinunter. Weiter unten arbeiten fünf Gleisarbeiter, die durch das Tram getötet werden, wenn es nicht durch eine Weiche, die sich oberhalb der Arbeiter befindet, auf ein anderes Gleis umgeleitet wird. Auf dem anderen Gleis befindet sich jedoch ebenfalls ein Arbeiter. Du stehst bei der Weiche und musst entscheiden, auf welches Gleis das Tram rollt. Was tust du?

Umfrage

Wie würdest du dich entscheiden?

  • Abstimmen

9,823 Votes zu: Wie würdest du dich entscheiden?

  • 75%Die Weiche umstellen.
  • 14%Die Weiche nicht umstellen.
  • 11%Ich weiss es nicht.

Das «Dicker-Mann»-Dilemma

Illustration des Dicker-Mann-Dilemmas

Soll Flanders den dicken Mann von der Brücke stossen? Bild: bioedge.org

Dies ist eine Variante des Gleisarbeiter-Dilemmas, die von der amerikanischen Philosophin Judith J. Thompson stammt: Eine ausser Kontrolle geratene Lore rast die Gleise hinunter auf eine Gruppe von fünf Gleisarbeitern zu, die alle umkommen werden, wenn die Lore nicht gestoppt wird. Du gehst gerade über eine Fussgängerbrücke, die zwischen der herannahenden Lore und den Arbeitern die Gleise überquert. Neben dir auf der Brücke steht ein grosser, korpulenter Mann. Die einzige Möglichkeit, die Arbeiter zu retten, besteht darin, den dicken Mann von der Brücke zu stossen, damit sein Körper auf den Gleisen die Lore stoppt. Dies wird jedoch seinen Tod verursachen. Was tust du? 

Umfrage

Wie würdest du dich entscheiden?

  • Abstimmen

8,837 Votes zu: Wie würdest du dich entscheiden?

  • 24%Den dicken Mann von der Brücke stossen.
  • 64%Den dicken Mann nicht von der Brücke stossen.
  • 12%Ich weiss es nicht.

In beiden Varianten steht ein Leben gegen fünf. Es gibt jedoch einen feinen, aber entscheidenden Unterschied: In der ersten Variante nimmt man den Tod eines Menschen in Kauf, um fünf Menschen zu retten; in der zweiten dient ein Mensch als Mittel zum Zweck. Tatsächlich würden die meisten befragten Leute im ersten Dilemma die Weiche umstellen, im zweiten aber den dicken Mann nicht von der Brücke stossen. 

Wie problematisch die zweite Variante ist, wird vielleicht in einem ähnlich gelagerten Gedankenexperiment deutlich: 

Das Chirurgen-Dilemma

Cartoon: Chirurg

Was soll der Chirurg tun? Bild: Shutterstock

Ein Chirurg hat fünf Patienten. Sie alle werden bald sterben, wenn sie nicht ein Spenderorgan erhalten – jeder von ihnen ein anderes. Leider ist keines der benötigten Organe verfügbar. Da will es der Zufall, dass ein junger, gesunder Tourist eine kleine Verletzung behandeln lassen will. Der Chirurg stellt fest, dass die Organe des Mannes genau zu den fünf todkranken Patienten passen. Zudem kennt hier niemand den Touristen, so dass niemand den Chirurgen verdächtigen würde, wenn der Mann verschwände. Soll der Chirurg nun den Touristen als unfreiwilligen Organspender benutzen und mit dessen Organen die fünf Patienten retten? 

Umfrage

Soll der Chirurg den Touristen opfern, um die fünf Patienten zu retten?

9,356 Votes zu: Soll der Chirurg den Touristen opfern, um die fünf Patienten zu retten?

  • 3%Ja
  • 95%Nein
  • 2%Ich weiss es nicht.

Ein weiteres bekanntes Dilemma findet sich im Roman «Sophies Entscheidung» von William Styron: 

Sophies Entscheidung

Videostill aus «Sophies Entscheidung» («Sophie's Choice»)
https://www.youtube.com/watch?v=DZ9bht5H2p4

Videostill aus dem Film «Sophies Entscheidung» (mit Merryl Streep, 1982).  Screenshot: Youtube

Sophie kommt mit ihren beiden Kindern, einem Jungen und einem Mädchen, ins Konzentrationslager. Ein sadistischer Aufseher sagt ihr, sie dürfe ein Kind behalten, müsse aber selbst entscheiden, welches von beiden. Sophie muss damit rechnen, beide Kinder zu verlieren, wenn sie keine Wahl trifft. Wie soll sie sich entscheiden?

Umfrage

Wie soll sich Sophie entscheiden?

  • Abstimmen

8,881 Votes zu: Wie soll sich Sophie entscheiden?

  • 17%Sie soll das Mädchen behalten.
  • 10%Sie soll den Jungen behalten.
  • 47%Sie soll sich nicht entscheiden.
  • 26%Ich weiss es nicht.

Das Terroristen-Dilemma

Cartoon Autounfall, Frau (Symbolbild)

Foltern, um Leben zu retten? Bild: paulekman.com

Ein Terrorist hat an mehreren belebten Stellen der Stadt Bomben mit Zeitzündern gelegt und ist von der Polizei verhaftet worden, bevor die Sprengsätze detonieren. Der Mann schweigt jedoch eisern und will nicht verraten, wo er die Bomben platziert hat. Sollen die Verhörspezialisten den Mann nun foltern, um die Information noch rechtzeitig aus ihm herauszuholen und so das Leben von Dutzenden Unschuldigen zu retten? Falls ja: Wäre es auch gerechtfertigt, die unschuldige Frau des Terroristen zu foltern, falls dieser trotz der Folter nichts sagen will? 

Umfrage

Sollen die Verhörspezialisten den Verdächtigen foltern?

8,481 Votes zu: Sollen die Verhörspezialisten den Verdächtigen foltern?

  • 64%Ja
  • 30%Nein
  • 6%Ich weiss es nicht.

Umfrage

Sollen die Verhörspezialisten auch die unschuldige Frau des Verdächtigen foltern?

8,271 Votes zu: Sollen die Verhörspezialisten auch die unschuldige Frau des Verdächtigen foltern?

  • 22%Ja
  • 74%Nein
  • 4%Ich weiss es nicht.

Im Jahr 2002 kam es in Frankfurt am Main zu einem Fall, der entfernt an das Terroristen-Dilemma erinnert: Ein junger Mann entführte einen elfjährigen Jungen, um von dessen Eltern ein Lösegeld zu erpressen. Er tötete das Kind und versteckte die Leiche, wurde aber nach der Übergabe des Lösegelds verhaftet. Er informierte die Polizei jedoch nicht darüber, dass der Junge bereits tot war. Die Ermittler gingen deshalb davon aus, dass dieser noch lebte, sich aber in seinem Verlies in Lebensgefahr befand, weil sein Entführer sich nun nicht mehr um ihn kümmern konnte.

Darauf drohten die Beamten dem Entführer im Verhör, sie würden ihn durch Gewaltanwendung zum Sprechen bringen. Nach dieser Drohung gab der Entführer seine Tat zu und den Aufenthaltsort der Leiche preis. Der leitende Beamte musste sich später wegen der Gewaltandrohung strafrechtlich verantworten. 

Umfrage

War die Drohung mit Gewalt in diesem Fall gerechtfertigt?

7,588 Votes zu: War die Drohung mit Gewalt in diesem Fall gerechtfertigt?

  • 78%Ja
  • 18%Nein
  • 4%Ich weiss es nicht.

Das Unfallverursacher-Dilemma

Cartoon Autounfall, Frau (Symbolbild)

Sollst du der Frau sagen, dass sie nicht schuld am Unfall ist? Bild: Shutterstock

Du bist in deinem Auto unterwegs zur Arbeit und schaust kurz auf dein Handy, um eine Whatsapp-Nachricht zu lesen. Gerade als du deinen Blick wieder auf die Strasse richtest, taucht ein Fussgänger vor deinem Wagen auf. Obwohl du sofort auf die Bremse stehst, überfährst du ihn. Weil du brüsk gebremst hast, knallt das hinter dir fahrende Auto in deinen Wagen und es kommt zu einer Karambolage mit mehreren Fahrzeugen.

Als du benommen aus dem Auto steigst, siehst du, dass der Fussgänger tot ist. Da kommt eine verstörte, weinende Frau auf dich zu, die aus einem der anderen involvierten Autos gestiegen ist. Sie ist ausser sich, weil sie glaubt, dass sie es war, die den Fussgänger überfahren hat. Du weisst, dass dem Unfallverursacher mehrere Jahre Gefängnis drohen. Was tust du?

Umfrage

Wie würdest du dich entscheiden?

  • Abstimmen

7,826 Votes zu: Wie würdest du dich entscheiden?

  • 71%Ich gebe meine Schuld zu.
  • 12%Ich lasse die Frau im Gauben, dass sie schuld ist.
  • 16%Ich weiss es nicht.

Das Robin-Hood-Dilemma

Cartonn Robin Hood

Soll man den selbstlosen Bankräuber an die Polizei verraten? Bild: Shutterstock

Du wirst Zeuge eines Banküberfalls. Du verfolgst den Bankräuber diskret und siehst, wo er wohnt. Weil du ihn eine Weile beschattest, findest du auch heraus, dass er seine Beute nicht für sich selbst behält, sondern zu einem Kinderheim bringt. Deine Nachforschungen zeigen, dass diesem Heim zuvor nur sehr knappe Mittel zur Verfügung standen und die Kinder oft hungern mussten. Mit der Beute des Bankräubers kann die Heimleitung endlich genug Essen einkaufen. Du weisst, dass das Kinderheim das gespendete Geld zurückgeben muss, wenn du den Bankräuber der Polizei meldest. Was tust du?

Umfrage

Wie würdest du dich entscheiden?

  • Abstimmen

7,713 Votes zu: Wie würdest du dich entscheiden?

  • 16%Ich verrate den Bankräuber an die Polizei.
  • 79%Ich behalte mein Wissen für mich.
  • 5%Ich weiss es nicht.

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Ethik-Frage: Die Gefahr selbstfahrender Autos

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182Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mibraach 05.11.2018 22:13
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wie man von der Folter eines Massenmörders in spe schockiert sein kann.
    Bei der Folter bleibt der angehende Massenmörder sogar am Leben.Er kann somit zu einem späteren Zeitpunkt sein Handeln nochmals überdenken und neu ausrichten.
    Diese Möglichkeit würde den Opfern seines Anschlages nicht unbedingt gegeben.Was gäbe es denn für Alternativen?
    5 5 Melden
  • 45rpm 05.11.2018 18:35
    Highlight Highlight Wie wär's mit folgenden, aber total unrealistischen Szenario:

    Eine höhere Macht schickt Dich zurück ins Jahr 1933, kurz vor der Machtergreifung der Nazis nach Berlin vor Hitlers Schlafzimmer und sagt:
    Hier hast Du eine Pistole. Du kannst der Menschheit so viel Leid ersparen, in dem Du einen Mord begehst.

    Wie würdet Ihr Euch entscheiden?
    Gibt's hier Leute, die Hitlers Leben schonen würden?
    Stehen auch ihm Menschenrechte zu, die er anderen verweigert?
    13 3 Melden
    • jimknopf 06.11.2018 09:01
      Highlight Highlight Definitiv abdrücken, was aber nicht heissen würde, dass irgendein Psychopath nachrücken würde und gleich oder vielleicht noch mehr Schaden anrichten würde.
      3 0 Melden
    • chorax 06.11.2018 16:44
      Highlight Highlight Das könnte mächtig schief gehen.
      Dann käme wohl ein anderer Nazi an die Macht, vielleicht einer der nicht so viele dumme strategische Fehler macht wie Hitler sie gemacht hat und wir wären heute alle Zwangsarbeiter der Nazis in schauerlichen Arbeitslagern.
      0 0 Melden
  • Switch_On 05.11.2018 15:37
    Highlight Highlight An alle, welche sich in der Umfrage für Folter ausgesprochen:

    Könnt ihr mir begründen wieso?
    Wo wäre eurer Meinung nach die Grenze ab wann man Foltern sollte?
    Und wie weit darf man gehen?

    Dürft es auch gerne auf die drei Szenarien anwenden.
    14 3 Melden
    • El diablo 05.11.2018 17:55
      Highlight Highlight Gerne. Meiner Meinung nach ist Folter erst legitim, wenn mindestens ein unschuldiges Leben in Gefahr ist durch den gefolterten bei absolut sicherer Schuld. Ich finde da wiegt man das Leben einer Unschuldigen Person höher, als die Menschenwürde eines Mörders. Ist jetzt aber nur meine Meinung
      25 5 Melden
    • Bronko 06.11.2018 14:38
      Highlight Highlight Folter ist nie legitim. Das ist eine stolze Errungenschaft der aufgeklärten zivilisierten Gesellschaft. Und eine humanitäre Tradition der Schweiz. Gehts noch...
      8 5 Melden
    • El diablo 06.11.2018 15:36
      Highlight Highlight @Bronko Das ist Meinungssache. Ich habe meinen Standpunkt oben vertreten und er erhält offensichtlich viel Zustimmung. Meiner Ansicht nach ist es im konkreten Fall defintiv legitim, weil meine Kriterien gegeben sind.
      1 1 Melden
  • Bronko 05.11.2018 12:01
    Highlight Highlight Punkt 5: Eine Mehrheit in der Umfrage befürwortet unter Umständen Folter. Krass...
    Ich finde das sehr bedenklich und beschämend für uns, was die allgemeine Moral und die humanistischen Werte anbelangen.
    32 26 Melden
  • Zerpheros 05.11.2018 11:20
    Highlight Highlight Wie wäre es damit: Der KZ-Wächter will, dass Sophie sich diesem barbarischen System beugt und genau so barbarisch handelt wie er selbst. Deshalb sollte sie keines ihrer Kinder opfern und so lange wie möglich Widerstand leisten, selbst wenn alle drei dabei sterben. Überleben - ja, aber nicht um jeden Preis, wie meine Oma zu sagen pflegt.
    34 3 Melden
  • no-Name 05.11.2018 10:43
    Highlight Highlight Lustig wie die beispiele unterschiedlich bewertet werden obwohl es im Kern um die selbe Frage geht. (Ein Opfer um viele zu retten)

    Ich kann mich gut erinnern wie alle meine Mitstudierenden in ethik immer einen anschiss hatten. Auf den Kern der Frage wollten die wenigsten vordringen.

    Ich sehe den aunterschied zwischen “die Weiche stellen” und “Organe entnehmen” nicht ganz. Mich interessiert weshalb das Unterschiedlich gewertet wird.

    Beides ist ein aktives Eingreifen welches zum Tod eines einzelnen führt.
    7 6 Melden
  • no-Name 05.11.2018 10:37
    Highlight Highlight Sehr interessant....

    Wo doch der Unterschied lediglich im direkten Körperkontakt besteht!

    Die utilitaristische Motivation wäre an sich vergleichbar.
    User Image
    16 1 Melden
  • dinner for one MGTOW 05.11.2018 10:32
    Highlight Highlight Zu diesem Bericht wäre ein Hinweis auf Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung sicherlich noch hilfreich.
    Die Ergebnisse zeigen leider zu deutlich wie niedrig die Entwicklung in der Gesellschaft ist.
    Abstraktes denken in Prinzipien ist eigentlich der Kern der Ethik und Moral.
    Leider meinen heute viele Altruistisches denken und handeln sei "Moralisch".
    Diese Leute befinden sich etwa auf Stufe 3 und sind gemäss dieser Theorie nicht in der Lage die höheren Stufen zu erkennen.
    9 4 Melden
  • BeWu 05.11.2018 09:52
    Highlight Highlight Tolles Experiment.

    Mich nimmts wunder, warum in den Kommentaren überraschend viele dutzende Tote (Kinder, Frauen, Männer) i.o. finden, anstatt zu foltern? Steht das Individuum bei euch immer über dem Kollektiv? Bin kein Anhänger d. Kollektivismus, aber es gibt Situationen (Beispiel 5a) wo m.E. das Interesse/Wohl der Gemeinschaft gegenüber dem Individuum Vorrecht haben muss.
    ---
    Utilitarismus. Diese komplexe Theorie ist mangels Infos über d. Opfer überhaupt nicht anwendbar. Individuum vs. Kollektiv ist nur 1 kl.Teil davon u. reicht dazu nicht aus.

    Hab hier einfach intuitive entschieden.
    11 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.11.2018 18:15
      Highlight Highlight Utilitarismus: Diese komplexe Theorie ist mangels Infos überhaupt nicht anwendbar.

      Du hast es erkannt :)

      In der deontologischen Ethik gibt es einen Unterschied, ob man aktiv oder passiv ist. Aktive Folter um andere zu retten ist nicht gut, aktiv jemanden töten um andere zu retten ist es ja auch nicht (Fall 1 und 2).
      1 0 Melden
  • Skeptischer Optimist 05.11.2018 08:36
    Highlight Highlight Es handelt sich hier durchwegs um unrealistische Konstrukte, wie das notorische "ticking bomb" Szenario, das amerikanische Zyniker zu Rechtfertigung der facto Wiedereinführung der Folter während dem zweiten Bush Regime bemüht haben. Es besteht kein legitimer Anlass sich ernsthaft mit solchen Konstrukten zu befassen.
    6 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.11.2018 18:19
      Highlight Highlight Warum willst du nicht in einer ruhigen Minute mit diesen Gedanken spielen, um den Zynikern mit wirklich guten Argumenten begegnen zu können?
      2 2 Melden
    • Skeptischer Optimist 06.11.2018 15:01
      Highlight Highlight Weil ich meine Zeit nicht mit zynischen Gedankenspielen verschwenden will.
      0 0 Melden
  • Hirnflatulenz 05.11.2018 07:28
    Highlight Highlight Stell die Weiche zwischen dem ersten und dem zweiten Fahrgestell.
    9 0 Melden
  • Gawayn 05.11.2018 06:53
    Highlight Highlight Ich würde keine der Fragen beantworten.
    Keine von denen entspricht einem auch nur annähtend realistischem Szenario.

    Man könnte auch fragen:
    Da sind 2 Türen
    Eine geht in den pazifischen Ozean
    Die Andere bringt dich zum Mars...

    Absolut sinnfrei darüber einen Gedanken zu verschwenden.

    Weichen sind Gesichert. Man kann dIe nicht so umstellen
    Den fette Mann könnte man unmöglich rechtzeitig stossen. Er wäre auch zu leicht.
    5 Patienten alle selbe Blutgruppe mit passendem Rhesus
    Und ein 6er der Reisende ebenfalls und zufällig da und niemand kennt ihn?

    UNMÖGLICH
    28 150 Melden
    • chorax 05.11.2018 08:06
      Highlight Highlight wie wahr!
      4 0 Melden
    • Granini 05.11.2018 08:12
      Highlight Highlight Unmöglich ja - aber darum gehts nicht. Schon gar nicht bei den Philosophen 😉
      7 1 Melden
    • Tomoko 05.11.2018 08:56
      Highlight Highlight Es muss nicht realistisch sein. Solche Szenarien wird es wahrscheinlich nie geben. Die Konzepte, auf denen die Dilemmas aufbauen (Mord um Menschen zu retten, Folter für das Wohl von anderen, Mehrwert eines Menschenlebens etc.) gibt es jedoch sehr wohl.

      Mithilfe solcher Dilemmas kann man die Konzepte beleuchten und die Wahl von diversenen Menschen betrachten.
      13 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Okguet 05.11.2018 06:47
    Highlight Highlight An alle, die nicht Foltern wollen (ist ja absolut auch berständlich) und das Argument "der Zweck heiligt nie die Mittel". Wie habt ihr es so mit Notwehr? Man verletzt, überspitzt gesagt, auch Menschen, und wenn man eine Schusswaffe hat, sogar sehr schwer... Ist Notwehr dann okay?
    27 41 Melden
    • Switch_On 05.11.2018 10:14
      Highlight Highlight Das ist nicht dasselbe. Auch wenn ich deinen Punkt schon auch verstehe. Aber zwischen Folter und Notwehr ist ein grosser Unterschied...

      25 3 Melden
    • The Origin Gra 05.11.2018 10:17
      Highlight Highlight Zwischen Notwehr, die ja recht häufig im Affekt geschieht und wo es immer noch Primär Unmittelbar ums eigene Leben geht und den Einsatz von Folter, die ja nur Bedingt bis absolut Unbrauchbar ist sowie nicht Notwendig ist, besteht meines Erachtens ein Gewaltiger Unterschied, sowohl Ethisch als auch Rechtlich
      4 0 Melden
    • Ralphinho 05.11.2018 14:18
      Highlight Highlight @Switch_On: Rein aus Neugier: Worin besteht denn der grosse Unterschied? Vom Gefühl her bin ich total einverstanden, aber Nothilfe wird ja definiert als "Abwehren eines Angriffs gegen die eigene oder gegen eine fremde Person (mittels Gewaltanwendung)". Eine Bombe mit Zeitschaltung zu verstecken, würde ja sicherlich als Angriff gegen die eigene oder eine fremde Person gelten, nicht?
      10 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gsnosn. 05.11.2018 04:51
    Highlight Highlight Wir leben in einem Rechtsstaat und bin froh darum, gibt es regeln. Wenn man nur mit einmal die Regel bricht, wird es beim zweiten Mal noch einfacher.
    28 3 Melden
  • ulmo 05.11.2018 00:34
    Highlight Highlight Ich habe noch ein fortgeschrittenes Gedankenexperiment:
    Du bist Sophie und stehst mit deinen Kindern auf einer Brücke. Es rast gerade ein Lore auf fünf Bauarbeiter zu. Um die Lore zu stoppen, kannst du eines der Kinder hinunterwerfen: Das Mädchen ist dicker und würde die Lore eher stoppen, der Junge hat aber eine Bombe versteckt.
    Wenn du dich nicht entscheidest, wird ein Bankräuber gefoltert (und die Bauarbeiter sterben).

    Wie würdest du dich entscheiden?
    99 11 Melden
    • HerrLich 05.11.2018 08:31
      Highlight Highlight Isch das der Fuessballer Moldovan gsi?
      9 0 Melden
    • James McNew 05.11.2018 08:38
      Highlight Highlight Schwierig! Vor allem wenn man weiss: Die Organe der toten Bauarbeiter würden ein Waisenhaus voller kranker Kinder retten!
      79 0 Melden
    • mad_aleister 05.11.2018 10:24
      Highlight Highlight Ich, als Sophie, könnte ja selbst runterspringen. Das wären dann wohl alle Fliegen auf einen Tätsch.

      Oder, anderer Gedankengang: Wer braucht denn heute noch eine Lore?🤔
      22 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • wonderwhy 05.11.2018 00:23
    Highlight Highlight Erinnert mich an den buried bodies case https://en.m.wikipedia.org/wiki/Buried_Bodies_Case
    1 0 Melden
  • Fly Boy Tschoko 05.11.2018 00:03
    Highlight Highlight Bei vier einen Münzwurf entscheiden lassen. Juge oder Mädchen ist doch Jacke wie Hose.
    31 14 Melden
  • ulmo 05.11.2018 00:03
    Highlight Highlight "Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden." (UN-Menschenrechtscharta)
    Die Umfragewerte machen mich gerade froh, wurde die Menschenrechtscharta nicht von den Teilnehmern geschrieben, sonst stünde da wohl:
    "Folter ist schlecht, ausser man hat grad Zeitdruck, es ist ein ganz böser Terrorist, oder man hat sonst eine wirklich gute Ausrede."
    Utilitarismus für Anfänger :-)
    92 37 Melden
    • JJ17 05.11.2018 09:44
      Highlight Highlight Ganz ehrlich, wenn klar ist, dass die verhaftete Person z.B. eine Bombe irgendwo in der Stadt versteckt hat und diese hunderte Menschen töten würde und der Verhaftete nicht sagen würde wo sie ist, ja dann wäre mir Folter recht!
      27 16 Melden
    • The Origin Gra 05.11.2018 10:21
      Highlight Highlight @JJ17: Und wenn er bei Folter nur Falschinfos preisgibt, sie der Spur nachgehen und danach, wenn die Täuschung Auffliegt keine Zeit mehr ist während man alle Menschen hätte Retten können wenn man dem Terrorist eine Karte hingehalten hätte und mit dem Bleistift auf ein Gebiet gezeigt hätte und seine Pupillen geachtet hätte!

      Bei Folter hört der Folterknecht immer was er hören will, oft sagt das Folteropfer irgendetwas damit es Aufhört.
      Das was aber Rausgepresst wird, muss nicht Zwangsläufig brauchbar sein, schon gar nicht Wahr
      24 7 Melden
    • Alex_Steiner 05.11.2018 15:52
      Highlight Highlight Hier geht es um Moral - nicht Recht. Du kannst es für Moralisch richtig halten jemanden zu foltern um mehrere Leute zu retten. Das heisst nicht, dass du dafür nicht bestraft werden solltest.


      Aber ja... wir haben eine Langzeit Studie gemacht, die beweist, dass Folter nicht funktioniert. Hexenverbrennung...

      Leute sagen nicht die Wahrheit wenn sie gefoltert werden - sondern was du hören willst.
      9 0 Melden
  • Trouble 04.11.2018 23:49
    Highlight Highlight Zu Nummer 4: Welches Kind hat die besseren körperlichen und psychischen Voraussetzungen, um alleine überleben zu können? Ist eines der Kinder sehr jung und eines schon einige Jahre älter? Solche Informationen würden bei der Entscheidung helfen.
    31 4 Melden
    • waschbär 05.11.2018 09:26
      Highlight Highlight oder: ist eines der kinder vielleicht ein verzogener saugoof?
      29 1 Melden
    • Qui-Gon 05.11.2018 15:54
      Highlight Highlight Trouble, sie haben keine Kinder, nehme ich an?
      8 1 Melden
    • jimknopf 06.11.2018 09:13
      Highlight Highlight Einfach das rothaarige runterschubsen, dann ist man sicher.
      1 0 Melden
  • T-man 04.11.2018 23:43
    Highlight Highlight Bei Nr.4 muss Sophie eines der Kinder auswählen.. denn wären die Kinder ohne Mutter wären sie entweder gestorben, da sie keine unterstützung hatten oder durch die Misshandlungen von älteren Männern, was es in KZ gerne gab. (Bsp.: Der letzte Überlebende). Da das Mädchen "nichts getaugt hätte", hätte sie auch nicht all zu lange überlebt wenn die Mutter den Jungen töten lassen hätte.. der Junge hingegen wäre arbeitsfähig gewsen, weshalb ich das Mädchen getötet hätte.
    13 15 Melden
  • ulmo 04.11.2018 23:36
    Highlight Highlight Interessante Umfrage. Wobei die Diskussion in den Kommentaren spannender ist, als die Resultate selbst. Es geht doch darum, wieso man zu seinen Schlüssen kommt.

    So würde mich interessieren, wieso jemand bei 1 den Hebel betätigen, bei 2 aber den dicken nicht auf die Gleise wer den würde? Ist doch aus ethischer Sicht das gleiche?

    Die unterschiedlichen Antworten zeigen einfach, das Utilitaristen doch Skrupel haben: Sie sind zwar bereit um Menschen zu töten, um leben zu retten, aber sie wollen nicht selbst Hand anlegen.

    Oder habe ich ein Argument übersehen?
    46 3 Melden
    • Fly Boy Tschoko 04.11.2018 23:59
      Highlight Highlight Im ersten Fall nehme ich es quasi als Berufsrisiko, dass es zu solch einem Szenario kommt und gehe davon aus, das es für Geleisarbeiter grundsätzlich Sinnvoll wäre wenn immer so gehandelt wird, solidarisch quasi.
      Bei Fall 2 ist es halt einfach eine random Person die nicht im Zusammenhang mit den anderen steht. Finde das selber zwar auch keine klare und logische Lösung aber anders kann ich es mir nicht erklären.
      46 3 Melden
    • derEchteElch 05.11.2018 00:28
      Highlight Highlight Siehe meinen Kommentar weiter unten, dort habe ich meine Entscheidung zu Fall 1 & 2 begründet. Die Antwort von Fly Boy kann ich so aber auch unterstreichen..
      3 1 Melden
    • ulmo 05.11.2018 00:49
      Highlight Highlight Danke für den Input. Das ist ein interessanter Blickwinkel, über den ich gar nicht nachgedacht habe.
      6 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 04.11.2018 22:53
    Highlight Highlight Ich lasse den Dingen ihren Lauf. Auch das Universum hat seine Ordnung. Ich würde nie Unschuldige opfern.

    Wenn 36 Personen in einem Bus von der Brücke in den Tod stürzen, wenn nicht ein unschuldiges Mädchen überfahren wird, so ist das halt so.. Wer Bus fährt, geht nun mal ein Risiko ein.

    Wenn man keine Unschuldigen opfert, lösen sich plötzlich alle Fragen wie von selbst auf..


    Bei der Folter, würde ich seinen Tod in Kauf nehmen, da er ja in der Fragestellung steht, dass er die Bomben platziert hat.
    45 24 Melden
    • Trouble 04.11.2018 23:46
      Highlight Highlight Man hat aber herausgefunden, dass Folter nichts/kaum etwas bringt. Weshalb dann foltern? Um zu bestrafen?
      29 11 Melden
    • ulmo 04.11.2018 23:47
      Highlight Highlight Du würdest seinen Tod bei der Folter in Kauf nehmen? Aber davon steht doch gar nichts in der Aufgabe. Nur, ob man ihn Foltern soll.

      Bist du einfach Grundsätzlich für die Lösung, bei der am meisten Menschen sterben ;-)
      29 7 Melden
    • N. Y. P. 04.11.2018 23:58
      Highlight Highlight Ja

      Äh..

      Nein, natürlich nicht. Ich bin für die Folter, weil es eben sicher ist, dass er 1.) die Bomben platziert hat und 2.) viele Leute sterben werden.
      Weil diese zwei Dinge Tatsachen sind, würde ich jetzt nicht einschreiten, wenn sie beim Foltern ein mü zu weit gehen.

      Und Du ? Würdest Du die Bomben hochgehen lassen, falls er auf die Folter mit einer Federboah nicht anspricht ?
      19 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • James McNew 04.11.2018 22:51
    Highlight Highlight 1/2/3: Die potentiellen Opfer können nichts für ihre Situation. Wer bin ich, über ihr Leben oder Tod zu entscheiden? Also muss ich alle am Leben lassen. Dass die anderen sterben, ist der Lauf der Welt, das muss ich aushalten.
    Bei 5 ist es wohl okay, den direkt verantwortlichen Terroristen zu foltern (vielleicht nicht mal das), sicher nicht seine Frau. 6 sollte klar sein, 7 wohl auch, da kommt niemand wirklich zu Schaden, der Dieb bereichert sich nicht selbst.
    4, schwierig...aber sie sollte wohl nichts tun. Welches Kind könnte damit leben im wissen, dass dafür sein Geschwister sterben musste?
    20 22 Melden
    • James McNew 04.11.2018 22:55
      Highlight Highlight aka: Utilitarismus my ass!
      9 13 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 05.11.2018 22:09
      Highlight Highlight Bankraub ist nun mal von Gesetzeswegen verboten, selbst wenn sich der Räuber nicht bereichert. Die Bank kommt dabei übrigens sehr wohl zu Schaden...

      Wenn du nachts, wenn kein Mensch auf der Strasse ist, mit 100 Sachen durch ein Dorf rast, dann kommt auch niemand zu Schaden. Gebüsst wirst du trotzdem, wenn dich jemand dabei erwischt.
      2 0 Melden
  • Imfall 04.11.2018 22:47
    Highlight Highlight Folter?!

    was stimmt nicht mit euch?! könnte auch der falsche sein...

    Hätte ich hier nie und nimmer erwartet... sprachlos!
    User Image
    58 65 Melden
    • N. Y. P. 04.11.2018 23:04
      Highlight Highlight Ein Terrorist hat an mehreren belebten Stellen der Stadt Bomben mit Zeitzündern gelegt und ist von der Polizei verhaftet.

      Es steht, dass er die Bomben gelegt hat.

      Und ? Foltern ? Sonst sterben Unschuldige.
      30 18 Melden
    • Micha Moser 05.11.2018 01:11
      Highlight Highlight Dacht ich auch.
      16 12 Melden
    • Hypnos350 05.11.2018 03:22
      Highlight Highlight Ich verstehe den Text so dass er schuldig ist und es schlicht keine andere möglichkeit gibt.

      Und die Ergebnise der nachfolgende Frage mit seiner Frau zeigt, mir jedenfalls, das Grenzen da sind.
      18 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 04.11.2018 22:10
    Highlight Highlight Die ersten zwei "Dilemmas" haben beide riesige Probleme in der Aufgabenstellung.

    1. Das Dilemma geht davon aus, dass die Arbeiter blind und taub sind (Baulärm etc.) und nichts mitkriegen würden. Das ist zwar möglich aber unrealistisch.

    2. Egal wie dick der Mann ist, sein Körper wird eine Lore die 5 Personen töten könnte nicht stoppen.


    Das Chirurgendilemma ist einer der Gründe wieso viele Menschen immer noch Angst davor haben ihre Organe zu spenden.
    47 43 Melden
    • derEchteElch 04.11.2018 22:47
      Highlight Highlight Gut auf den Punkt gebracht. 👍
      13 15 Melden
    • Corto Maltese 04.11.2018 22:49
      Highlight Highlight Zu 1. Es verunfallen immer wieder Gleisarbeiter
      Zu 2. Vielleicht nicht stoppen aber entscheidend ablenken
      Zu 3. Der Tourist ist nicht im Spital um seine Organe zu spenden
      15 9 Melden
    • Fly Boy Tschoko 05.11.2018 00:01
      Highlight Highlight Es geht ja nicht darum, wie realistisch die Szenarios sind.
      34 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • efrain 04.11.2018 22:01
    Highlight Highlight Der Bankräuber hätte noch ein paar Leute erschiessen sollen, dann wär's interessant.
    60 6 Melden
    • Zerpheros 05.11.2018 00:25
      Highlight Highlight Stimmt. Oder dass in der Beute die Ersparnisse eines Mannes sind, der das Geld für die Medikamente seines kranken Kindes braucht.
      22 6 Melden
    • James McNew 05.11.2018 08:46
      Highlight Highlight Du weisst aber schon, dass Bankkonten nicht so Fächli sind, die bei einem Raub leergeräumt werden und das Geld halt genau für den Fächlibesitzer futsch ist und die Bank mit der Schulter zuckt? (Wobei, gut: Weiter oben diskutiert man über die Konstruiertheit und Realitätsferne der Beispiele, von daher ;-) ) )
      11 1 Melden
  • Mia_san_mia 04.11.2018 21:59
    Highlight Highlight Also bei der Folter bin ich echt schockiert 😳 Nur ein wenig über 60% würden ihn foltern... Was soll man da noch überlegen?
    44 46 Melden
  • derEchteElch 04.11.2018 21:40
    Highlight Highlight 1.) Die Weiche umstellen (1 vs. 5)
    2.) Dicken Mann nicht hinunter stossen
    3.) Chirurg soll Touristen nicht töten
    4.) Sophie soll sich nicht entscheiden
    5-a.) keine Folter des Terroristen
    5-b.) keine Folter seiner unschuldigen Frau
    5-c.) Gewaltandrohung nicht gerechtfertigt
    6.) Gebe meine Schuld am Unfall zu
    7.) Ich verate den Bankräuber nicht

    Und ich stehe zu meinen Antworten.

    Das letzte Beispiel 5 ist der Fall Daschner-Gäfgen und wird in der Polizeiausbildung in Bezug auf Berufsethik verwendet. Es ist ein hervorragendes Beispiel in Bezug auf das ethische Dilemma..
    28 25 Melden
    • p4trick 04.11.2018 22:47
      Highlight Highlight Ich würde den Bankräuber klar melden. Das Geld ist nicht für das Kinderheim sondern versickert direkt in der Verwaltung. Und jeder der meint mit Spenden am Bahnhof irgend etwas gutes zu tun.... Juhu Driiemer du!!!
      Und Leute die Täter schützen sind im Prinzip die genau gleichen Verbrecher.
      13 60 Melden
    • Elmas Lento 04.11.2018 23:02
      Highlight Highlight Einfach aus Interesse, weshalb reagierst du bei Fall eins und zwei unterschiedlich?
      Beide Situationen sind sehr ähnlich, du hast die Wahl zwischen einer aktiven Handlung um das Dilemma mathematisch zu lösen (1 vs 5) oder dem bewussten nicht handeln. Ob du dabei jemanden direkt um bringst (Dicker Mann) oder indirekt in dem die Weiche umgestellt wird, das Resultat ist doch dasselbe.
      24 6 Melden
    • one0one 04.11.2018 23:08
      Highlight Highlight Alter Hut ab. Haette nicht gedacht das wir bei ethischen Fragen so aehnlich denken. Folter ist IMMER falsch...
      31 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • kafifertig 04.11.2018 21:40
    Highlight Highlight 1 & 2: Man kann alle warnen. Niemand muss sterben.

    3: Der Arzt kann den Touristen nicht "ausschlachten", weil es zu viele Zeugen gibt, die ihn daran hinderten.

    In 4 spielt es keine Rolle, was die Mutter sagt. Weil sie kann nicht darauf vertrauen, dass der Aufseher Wort halten wird und nicht trotzdem alle umkommen. Um kein Kind verraten zu müssen, kann sie schweigen
    oder Suizid begehen.

    In 5 würden die Bomben hochgehen, bevor die Folter deren Standort erbringt.

    In 6 scheitert es auch an Zeugen. Schweigen ist da zwecklos.

    In 7 würde das Heim fast sicher von sich aus das Geld zurückgeben.
    7 98 Melden
    • ScottSterling 04.11.2018 22:12
      Highlight Highlight Es handelt sich nicht um Rätsel, die gelöst werden müssen. Es geht um Dilemmata.
      102 4 Melden
    • abishot 04.11.2018 22:47
      Highlight Highlight hhaha
      14 0 Melden
    • kafifertig 04.11.2018 23:18
      Highlight Highlight @ScottSterling
      Aber es sind keine Dilemmata. Es sind bornierte, unrealistische Aufgabestellungen.

      Da wird man praktisch dazu gezwungen, "out-of-the-box" zu denken.
      3 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • David Rüegg 04.11.2018 21:31
    Highlight Highlight Schlussendlich sind die meisten der Szenarien zu unwahrscheinlich um wirklich problematisch zu sein: Nr. 3 > Wahrscheinlich habe ich vorher einen Sechser im Lotto (ohne eine Schein ausgefüllt zu haben), Nr. 1 + 2 > Wieso sollte ich die Arbeiter nicht warnen können, wenn ich andere bewusste Aktionen ausführen kann, Nr. 7 > Fairytale, Nr. 6 > Verantwortung übernehmen, Nr. 4 > In unserem Land zum Glück keine akute Bedrohung, Nr. 5 > Aus meiner Sicht der einzig wahre Knackpunkt... wann werfen wir unsere Prinzipien über Bord (siehe auch kommende Abstimmung...)
    9 45 Melden
  • kaderschaufel 04.11.2018 21:23
    Highlight Highlight Zur Nr. 1 gibt es von VSauce ein, zwar amerikanisch-reisserisches, aber dennoch interessantes Video, wo er genau dieses Experiment durchführt (also er lässt die Probanden in einem Fake-Kontrollraum glauben, dass 5 Menschen überfahren werden, wenn sie nicht die Weiche stellen, sodass nur ein Mensch stirbt);

    Dabei kommt noch die ganze moralische Diskussion dazu, ob und unter welchen Bedingungen man so ein Experiment durchführen darf. Obwohl das Experiment auf den ersten Blick unmoralisch wirkt, gibt er eine erstaunlich gute Rechtfertigung dafür:

    Play Icon
    8 3 Melden
  • PeterAlexander 04.11.2018 21:16
    Highlight Highlight Hmm... algemein sehr spannende Fragestellungen. Interessant wäre nun die antworten mit realen aktionen zu vergleichen. Wie gross wäre wohl die abweichung vom wirklichen zum geplanten verhalten?
    36 3 Melden
    • Switch_On 05.11.2018 15:28
      Highlight Highlight Gute Frage und ich denke schwierig zu beantworten, weil jeder in so aussergewöhnlichen und stressigen Lagen anders reagiert.
      1 0 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 05.11.2018 22:17
      Highlight Highlight Vermutlich würde es viel mehr "weiss nicht" geben, weil die Leute in so kurzer Zeit keine Entscheidung treffen können.
      2 0 Melden
  • PeterAlexander 04.11.2018 21:08
    Highlight Highlight Hmm... sophies entscheidung finde ich spannend. Insbesondere die auswertung. Das könnte dahingehend interpretiert werden, dass ein männliches Leben weniger wert sei als ein weibliches.
    43 11 Melden
    • Asmodeus 04.11.2018 22:15
      Highlight Highlight Wir werden von klein auf dazu getrimmt, dass Mädchen schwächer sind und beschützt werden müssten.

      In diesem Fall wird der "Verlierer" der Entscheidung auf alle Fälle sterben, aber im Unterbewusstsein trauen wir dem Jungen trotzdem eher zu zu überleben (irgendwie).
      32 6 Melden
    • Karl33 04.11.2018 23:43
      Highlight Highlight @Asmodeus, wir wissen, dass der Junge umgebracht wird, aber wir reden uns ein, dass es ja nicht so schlimm sei. Jungen sind entbehrlich. Wir schicken sie in den Krieg, sie begehen mehr Suizid und machen die Jobs mit den hohen Todesraten... Sei doch wenigstens ehrlich anstatt irgendwie esoterisch von Unterbewusstsein zu flunkern...
      6 9 Melden
    • Eva541 05.11.2018 00:07
      Highlight Highlight Wieso spannend? Wie Asmodeusschon schreibt ist es gesellschaftlicher Konsens das Leben von Frauen zu schützen. Man kann nur hoffen, dass es auch so bleibt.
      4 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 04.11.2018 20:55
    Highlight Highlight Was mich schockiert, dass in den Antworten Unterschiede bezüglich dem Wert eines weiblichen oder männlichen Lebens gemacht werden. Wir leben im Jahr 2018, und noch immer sind ein paar Ewiggestrige überzeugt, dass ein Geschlecht mehr Wert sei als ein anderes.
    38 31 Melden
    • Eva541 04.11.2018 23:47
      Highlight Highlight Was mich eher schockiert ist die Richtung in die sich die Gesellschaft entwickelt. Ich dachte es sei gesellschaftlicher Konsens, dass weibliches Leben schützenswerter ist. Nicht ohne Grund müssen ja auch nur Männer Militärdienst leisten.
      2 22 Melden
    • one0one 05.11.2018 07:38
      Highlight Highlight Leben ist schuetzenswert. Egal welches Geschlecht, Rasse oder Art! Das Frauen keinen Wehrdienst leisten muessen haengt mit dem antiken Frauenbild in der Armee zusammen. Solange Leute so denken wie Eva wird echte Gleichbehandlung niemals eine echte Chance haben. Ich kenne viele Frauen die viel tougher sind als Maenner und Maenner die extrem emphatisch sind. Die Wesen eines Menschen ist viel zu komplex als dass man es mit ein paar Geschlechtern definieren koennte.
      19 4 Melden
  • Schizo 04.11.2018 20:31
    Highlight Highlight Ich muss sagen, ich bin ab gewissen Umfragewerten etwas schockiert. Die Mehrzahl würde beim ersten Rätsel (Weiche stellen) eine Aktion zum Mord wählen... Und Folter scheint absolut akzeptiert zu sein unter der Mehrzahl...
    199 144 Melden
    • Healthy Cereal 04.11.2018 20:51
      Highlight Highlight Ist es aber nicht auch mord, daneben zu stehen und 5 Menschen beim sterben zuzusehen?
      Beim Thema Folter war ich allerdings auch sehr negativ überrascht...
      42 28 Melden
    • Dominik Treier (1) 04.11.2018 21:40
      Highlight Highlight Manchmal wundert es mich auch... Der Zweck heiligt nie die Mittel und gerade beim ersten Bespiel finde ich, dass es dem Menschen nicht zusteht die Entscheidung über den Wert eines Menschenlebens zu treffen, auch nicht zu Gunsten mehrerer anderer.
      16 15 Melden
    • der5913 04.11.2018 21:55
      Highlight Highlight Das Problem ist,dass man durch die Handlung der Weiche-Umstellen eingreift. Nichts zu tun wäre also „dem Schicksal seinen Lauf lassen“.
      Wenn man die 5 Personen rettet, schreibt man jeder einzelnen Person dieser Gruppe mehr Wert zu als der Einzelperson - und das nur,weil sie der Gruppe zugehörig sind. Das ist, so denke ich,das Entscheidende. Die meisten würden utilitaristisch handeln, denn mehr Menschen = mehr Wert.
      Doch wenn sie dann tatsächlich in der Situation wären und handeln müssten, um die 5 zu retten, würden vermutlich die Wenigsten den einen töten. Auch wenn sie denken, 5 sind besser
      28 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • rueuni11 04.11.2018 20:30
    Highlight Highlight Naja martern. Je nachdem welche ethischen Ansicht man vertritt (uilitaristisch oder nach Kant) lassen sich die Grossmehrheit der Fragen leicht beantworten.
    Besonders interessant sind natürlich die Fragen 2. 3. und 4., sowie das Robin-Hood-Dilemma, wo die zwei Techniken genau zu gegensätzlichen Ergebnissen führen.
    Wie ich finden wird hier sehr gut erkenntlich, dass die utilitaristische Ethik in solchen Fällen an ihren Grenzen stösst, wie das bereits John Rawls schon so sah.
    31 4 Melden
    • Phiilofofi 04.11.2018 21:19
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man hier noch ergänzen dass "Fragen leicht beantworten" noch nichts mit moralischer Richtigkeit zu tun hat.

      Utilitarismus und Kants Pflichtethik sind einfach zwei verschiedene Ansätze, die beide ihre Grenzen haben.
      22 3 Melden
    • ulmo 05.11.2018 02:04
      Highlight Highlight @Phiilofofi
      Aber das Ziel einer Ethik ist doch möglichst schnell moralische Dilemmas zu lösen. Darum ist doch Kants Pflichtethik dem Utilitarismus ja auch überlegen, da man nicht erst ausrechnen muss, wie viel ein Mensch Wert ist. Wobei ein geschickter Utilitarist dies wohl ganz schnell mit seinem Taschenrechner machen kann.
      7 1 Melden
    • Phiilofofi 05.11.2018 17:00
      Highlight Highlight xD

      Ich würde meinen, die Entscheidungszeit ist eine von vielen Faktoren, wonach eine Moraltheorie bewertet werden kann. Es geht nicht in erster Linie um die Geschwindigkeit. Mark Timmons hat mehrere Faktoren vorgeschlagen.

      Die Anwendbarkeit und die Eindeutigkeit bspw. sind Faktoren, bei dem der Utilitarismus eigentlich versagt.
      Bei Kant haben wir allerdings das Problem, dass er die Konsequenz gar nicht berücksichtigt. Das kann allerdings ein grosser Fehler sein im falschen Moment.
      Dafür aber ist es einfacher anzuwenden!
      2 0 Melden
  • Neruda 04.11.2018 20:14
    Highlight Highlight Nummer 3 ist sicher kein moralisches Dilemma, sondern Mord. Bei der Bezahlung für Chirurgen bei solchen OPs kann man sogar von niederen Beweggründe ausgehen.
    297 14 Melden
    • derEchteElch 04.11.2018 21:40
      Highlight Highlight Und dennoch ist es ein ethisches Dilemma.
      11 12 Melden
    • Oliver (3) 04.11.2018 21:46
      Highlight Highlight Stimmt, und doch ist es gar nicht weit entfernt vom ersten Fall, bei welchem ein Grossteil der Leser die Weiche umstellen würde. Du tötest damit den Gleisarbeiter, dem bei normalem Lauf der Dinge nichts passieren würde um 5 andere zu retten
      23 3 Melden
    • hesorry 04.11.2018 23:01
      Highlight Highlight @Oliver Jetzt wo du sagst. Sogar ziemlich identisch. Schon krass wie die Zug fragestellung für mich immer klar war (1 statt 5), aber mit dem Chirurg vergleich das ganze wieder kippt.
      17 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thurgauo 04.11.2018 20:13
    Highlight Highlight Am leichtesten ist mir die letzte Frage gefallen. Man nimmt es von den Verbrechern und gibt es den Armen. (Wenn man mal von den Bankangestellten absieht)
    272 66 Melden
    • David Rüegg 04.11.2018 21:15
      Highlight Highlight Für mich ist genau der letzte Fall der schwierigste... wer sind die Geschädigten? Einer alleinstehenden Mutter wurde das gesamte Ersparte geraubt und sie steht nun am finanziellen Abrund. Oder es handelt sich allesamt um vermögende Kunden die den Schaden in kurzer Zeit kompensiert haben... Ein gewaltiger Unterschied aus meiner Sicht.
      7 35 Melden
    • flausch 04.11.2018 21:31
      Highlight Highlight @David
      Es wird eine Bank überfallen. Die Bank übernimmt die Verantwortung der Sicherung des Geldes.
      Wenn sich ebendiese ausrauben lässt trägt sie die Verantwortung und den Schaden sprich sie muss ihren Kunden gegenüber die Verantwortung tragen und den Schaden über kurz oder lang mit eigenen Gewinnen ausgleichen.
      Sprich der alleinstehenden Mutter wurde rein gar nichts gestohlen...
      49 4 Melden
    • Jean1234 04.11.2018 21:36
      Highlight Highlight So funktioniert unsere Gesellschaft aber nicht. Dadurch, dass Sie das Konzept von Besitz für ihre eine (ach so tolle) Gerechtigkeitsmassnahme aushebeln, neglegieren sie die Strukturen unseres gemeinsamen Zusammenlebens. So kann kein Konsens erreicht werden.
      20 11 Melden
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  • El diablo 04.11.2018 20:07
    Highlight Highlight Nei den ersten 3 Szenarien ist es immer Mord, weil man aktiv eingreifft, dashalb würde ich fast gezwungenermassen überall dem Schiksal seinen Lauf lassen. Ein aktiver Eingriff um jemandem das Leben zu nehmen ist in meinen Augen immer falsch, es sei denn diese Person sei ein schlechter Mensch. (Mörder, Vergewaltiger usw.) Beim letzten würde ich ihn klar verraten, weil ein Überfall nie das richtige Mittel ist, weil man anderen möglicherweise ehrlichen Menschen das Geld entreisst. Möglicherweise mit Gewalt. Es gäbe andere Wege (Crowdfunding usw.)
    25 51 Melden
    • The oder ich 04.11.2018 20:55
      Highlight Highlight Für einen Teufel bist Du aber ganz schön moralisch ^^
      33 4 Melden
    • El diablo 04.11.2018 21:43
      Highlight Highlight Dankeschön...Denke ich ;)
      An alle Blitzer bitte eine moralische Rechtfertigung, weshalb meine Ansicht "falsch" (Ich weiss ist subjektiv, trotzdem will ich eine Begründung) sein sollte. Und die bösen Banken sind dabei eine scheiss Rechtfertigung.
      11 10 Melden
    • flausch 04.11.2018 22:23
      Highlight Highlight Nicht die bösen Banken rechtfertigen den Überfall, die hungernden Kinder aber schon ;)
      Ja Crowdfunding wäre eine Möglichkeit leider aber wird oftmals dort nicht gespendet wo es am nötigsten wäre.
      7 4 Melden
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Erster Verlierer: Der Regenwald. Warum Brasiliens neuer Präsident eine Klima-Gefahr ist

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen. Der Ex-Militär kam auf 55,14 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt am Sonntag nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. Sein Gegner Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei erhielt demnach 44,86 Prozent.

Erster Verlierer der Wahl dürfte jedoch der Regenwald sein. Und von dieser Niederlage sind wir alle betroffen.

Denn Jair Bolsonaro macht sich nicht viel aus dem Regenwald. Der Rechtsextreme findet …

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