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Champions League, Achtelfinal-Hinspiele

Atlético Madrid – Juventus Turin 2:0 (0:0)

Schalke – Manchester City 2:3 (2:1)

Juventus forward Cristiano Ronaldo jumps over Atletico defender Juanfran during the Champions League round of 16 first leg soccer match between Atletico Madrid and Juventus at Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Wednesday, Feb. 20, 2019. (AP Photo/Andrea Comas)

Die Hürde Atlético könnte für Ronaldo und seine Juve-Kollegen zu hoch sein. Bild: AP/AP

VAR-Chaos in der Königsklasse! Atlético bestraft passives Juve – ManCity mit später Wende

Juventus Turin steht im Champions-League-Achtelfinal vor dem Aus. In Madrid setzt es gegen Atlético nach einer spektakulären Schlussphase eine 0:2-Niederlage ab. Cristiano Ronaldo bleibt bei seiner Rückkehr nach Madrid blass.



Atlético – Juventus 2:0

» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Es hatte im Vorfeld nicht wenige Stimmen gegeben, die beim Duell zwischen Atlético Madrid und Juventus Turin von einem vorgezogenen Finalspiel sprachen. Beim italienischen Serienmeister, die «Vecchia Signora» liegt in der Meisterschaft mit 13 Punkten Vorsprung auf Napoli auf Kurs in Richtung achten Meistertitel in Folge, geniesst die Königsklasse in diesem Jahr höchste Priorität. Eigens dafür hat man sich für auf diese Saison hin mit Superstar Cristiano Ronaldo prominente Hilfe geholt. Nun könnte die Mission «Henkelpott» für die Juve bereits im Achtelfinal ihr Ende nehmen.

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Wenn du dein grosses Idol triffst ... 😍 Video: streamja

Eine ähnliche Zielsetzung wie die Turiner haben sie auch in Madrid: Atlético will sich am 1. Juni im Wanda Metropolitano, im «Final en casa», den ersten Königsklassen-Titel der Vereinsgeschichte sichern. Entsprechend begannen die beiden Mannschaften die Partie mit der Einstellung eines Finalspiels: vorsichtig, abwartend und aggressiv. Ausser je einer Standardsituation pro Seite, hielten sich die Teams offensiv in der ersten Halbzeit zurück.

Der Ronaldo-Hammer:

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9. Minute: Oblak pariert Ronaldos Hammer-Freistoss. Video: streamja

Erst nach der Pause erhöhte das Heimteam den Druck und agierte mit mehr Tempo nach vorne, doch zunächst vergaben Diego Costa und Antoine Griezmann beste Chancen. In der 70. Minute wurde ein Kopfball-Treffer von Alvaro Morata zu Recht aberkannt, weil er Giorgio Chiellini zuvor in den Rücken gestossen hatte.

Die Grosschancen:

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50. Minute: Diego Costa scheitert alleine vor Szczesny. Video: streamja

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53. Minute: Szczesny lenkt einen Griezmann-Lupfer mit den Fingerspitzen über die Latte. Video: streamja

Der VAR-Entscheid:

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70. Minute: Morata trifft für Atlético, doch der Treffer zählt nicht, weil VAR ein Foul an Chiellini gesehen hat. Video: streamja

Letztlich avancierte Atléticos Innenverteidiger-Duo José Maria Gimenez (78.) und Diego Godin (83.) nach Standardsituation zu den viel umjubelten Goalgettern. Beim 1:0 reklamierten die Juve-Verteidiger lautstark ein Foul, doch dieses Mal griff der VAR nicht ein. Der Unparteiische schaute sich die Szene auch nicht nochmals an und liess das Tor zählen.

Die beiden Tore:

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78. Minute: Gimenez trifft zum 1:0 für Atlético. Video: streamja

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78. Minute: Godin mit dem 2:0 für Atlético. Video: streamja

Die Turiner müssen sich für die späte Niederlage allerdings an der eigenen Nase nehmen. Das Team von Massimiliano Allegri stellte seine Offensivbemühungen nach der Pause komplett ein und verlagerte sich auf das Verwalten des Remis.

Die erstmalige Rückkehr von Cristiano Ronaldo an seinen alten Schaffensort aus Berufsgründen blieb ebenfalls ungekrönt. Der fünffache Weltfussballer, der zuvor in 31 Spielen gegen Atlético 22 Treffer markieren konnte, hatte wie seine Stürmerkollegen Paulo Dybala und Mario Mandzukic hartes Brot zu essen.

Telegramm:

Atlético Madrid - Juventus 2:0 (0:0)
60'000 Zuschauer. - SR Zwayer (GER).
Tore: 78. Gimenez 1:0. 83. Godin 2:0.
Atlético Madrid: Oblak; Juanfran, Gimenez, Godin, Filipe Luis; Koke (67. Correa), Thomas (61. Lemar), Rodri, Saul Niguez; Griezmann, Diego Costa (58. Morata).
Juventus: Szczesny; De Sciglio, Bonucci, Chiellini, Alex Sandro; Bentancur, Pjanic (72. Can), Matuidi (85. Cancelo); Dybala (80. Bernardeschi); Mandzukic, Ronaldo.
Bemerkungen: Atlético ohne Hernandez (verletzt), Juventus ohne Khedira (krank) und Cuadrado (verletzt). 53. Lattenschuss Griezmann. Verwarnungen: 8. Diego Costa (Unsportlichkeit/im Rückspiel gesperrt). 45. Thomas (Foul/im Rückspiel gesperrt). 55. Alex Sandro (Foul/im Rückspiel gesperrt). 89. Griezmann (Foul).

Schalke – ManCity 2:3

Schalke 04 verpasste es gegen Manchester City, sich seines seit 2001 währenden England-Traumas zu entledigen. Die Gelsenkirchener brachten im zweiten Durchgang trotz personeller Überzahl – nach einer Gelb-Roten Karte gegen Nicolas Otamendi in der 68. Minute – eine 2:1-Führung nicht über die Zeit. Am Ende setzte es eine 2:3-Niederlage für das defensiv eingestellte Schalke 04 ab.

Schalke-Rückkehrer Leroy Sané (85.) und Raheem Sterling (90.) kehrten in den Schlussminuten die Partie zugunsten des Favoriten, der im Rückspiel allerdings auf sein Innenverteidiger-Duo Otamendi und Fernandinho verzichten muss. Dennoch ist von einer Wende in Manchester nicht mehr auszugehen.

Traumtor-Alarm!

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85. Minute: Der Freistoss von Leroy Sané zum 2:2 sitzt. Video: streamja

Der Knock-out:

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90. Minute: Sterling mit dem Todesstoss für Schalke. Video: streamja

In der ersten Halbzeit hatte besonders der Video-Schiedsrichter (VAR) für Aufsehen gesorgt, der bei allen drei Treffern seine Anwendung fand. Mühsam für alle Beteiligten war ausserdem, dass die Entscheidungsfindung jeweils sehr lange dauerte. Offenbar weil der Monitor am Spielfeldrand kaputt war.

VAR-Fall 1:

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18. Minute: Agüero trifft zum 1:0 für ManCity. Der VAR entscheidet, dass das Foul an Uth zuvor für die Entstehung keine Rolle mehr gespielt hat. Video: streamja

VAR-Fall 2:

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38. Minute: Otamendi wird der Ball an die Hand geschossen und der VAR entscheidet auf Penalty, weil der Arm zu Beginn unnatürlich weit oben war. Bentaleb bleibt eiskalt und gleicht aus. Video: streamja

VAR-Fall 3:

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45. Minute: Wieder Penalty für Schalke, wieder trifft Bentaleb. Die Abseitsposition von Salif Sané vor dem Foul spielt keine Rolle, da er nicht ins Spiel eingreift. Video: streamja

Telegramm:

Schalke 04 - Manchester City 2:3 (2:1)
54'417 Zuschauer. - SR del Cerro (ESP).
Tore: 18. Agüero 0:1. 38. Bentaleb (Handspenalty) 1:1. 45. Bentaleb (Foulpenalty) 2:1. 85. Leroy Sané (Freistoss) 2:2. 90. Sterling 2:3.
Schalke: Fährmann; Caligiuri, Bruma, Salif Sané, Nastasic, Oczipka; Serdar, Bentaleb, McKennie (77. Skrzybski); Uth (88. Harit), Mendyl (65. Burgstaller).
Manchester City: Ederson; Walker, Fernandinho, Otamendi, Laporte; De Bruyne (87. Sintschenko), Gündogan, David Silva (69. Kompany); Sterling, Agüero (78. Leroy Sané), Bernardo Silva.
Bemerkungen: Schalke u.a. ohne Mascarell (gesperrt), Embolo und Schöpf (verletzt). Manchester City u.a. ohne Mendy, Gabriel Jesus und Stones (alle verletzt). 68. Gelb-Rote Karte gegen Otamendi (Foul). Verwarnungen: 37. Otamendi (Hands/im Rückspiel gesperrt). 41. Uth (Foul). 44. Fernandinho (Foul/im Rückspiel gesperrt). 73. Salif Sané (Foul). 95. Ederson (Unsportlichkeit). 95. Burgstaller (Unsportlichkeit). (pre/sda)

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