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bild: shutterstock

#MeToo: Behinderte gingen vergessen – dabei sind sie viel öfter Opfer von sexueller Gewalt

#MeToo – mit dem Hashtag machten Frauen auf sexuelle Gewalt aufmerksam – und die ganze Welt sprach davon. Nur von Frauen mit Behinderung war nie die Rede. Dabei sind sie von sexuellen Übergriffen besonders häufig betroffen. 

12.02.18, 09:44 16.02.18, 08:59

Der Fall sorgte landesweit für Ent­setzen: Ein Berner Sozialtherapeut zog fast 30 Jahre lang von Heim zu Heim und missbrauchte über 100 Menschen, die fast alle geistig oder körperlich schwer behindert waren. Der Mann habe sich für seine Taten gezielt Behinderte ausgesucht, die nicht sprechen konnten, teilten die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Bern damals im Jahr 2011 mit. 

Es handelte sich um einen Extremfall. Doch sexuelle Übergriffe auf Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung sind ein verbreitetes Problem – und zwar in weit höherem Ausmass als bei Menschen ohne Behinderungen: Frauen mit einer kognitiven oder körperlichen Beeinträchtigung werden zwei bis dreimal häufiger Opfer von sexueller Gewalt als nicht behinderte Frauen. Dies zeigen verschiedene Studien und Befragungen aus dem In- und Ausland.

Gerade jetzt, nachdem viele Fälle sexueller Belästigungen im Zuge der #MeToo-Debatte an die Öffentlichkeit gerieten, wirkt die Zahl umso erschreckender. Behindertenorganisationen und Opferberatungsstellen sind sich des Problems bewusst. Doch den Weg in die Medien und in das Bewusstsein der Gesellschaft fand die Thematik auch innerhalb der letzten Wochen und Monaten nicht. 

Risiko Macht- und Abhängigkeitverhältnisse

Matthias Spalinger koordiniert die Fachstelle Prävention von Gewalt und sexueller Ausbeutung des Verbands für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie. Er sagt: «Die weltweit grosse Beachtung für das Thema der sexuellen Grenzverleztungen ist in letzter Zeit durch Äusserungen von Stars und prominenten Persönlichkeiten stark gewachsen. Gleiche Äusserungen von Menschen mit einer Behinderung weltweit hätten wohl nicht dasselbe Echo ausgelöst.»

Dabei würden dahinter im Grunde die selben Problematiken stecken wie in Hollywood: «Bei sexueller Gewalt gegenüber Behinderten spielen auch Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse eine grosse Rolle.»

Nicht immer können sich die Opfer ausdrücken

Spalinger vermutet, vielen Menschen sei auch heute noch gar nicht bewusst, dass Personen mit einer Beeinträchtigung ebenfalls sexuelle Wesen sind. Spalinger: «Ich bin überzeugt, viele denken, es könne gar nicht sein, dass Behinderte sexuell belästigt werden.»

«Ein Täter sucht sich sein Umfeld aus. Und da ist es sicher von Vorteil, wenn er keine Angst haben muss, dass die Person etwas ausplaudert oder sich wehrt.»

Matthias Spalinger

Dabei seien Menschen mit Behinderungen potenziell besonders gefährdet. Spalinger: «Ein Täter sucht sich sein Umfeld aus. Und da ist es sicher von Vorteil, wenn er keine Angst haben muss, dass die Person etwas ausplaudert oder sich wehrt.» Dies sei besonders bei geistig beeinträchtigten Personen der Fall.

Menschen mit körperlicher Behinderung seien zwar auch stark von sexuellen Übergriffen betroffen, so Spalinger, doch sie hätten mehr Möglichkeiten, sich Hilfe zu suchen. Wichtig ist ihm anzufügen, dass auch bei Männern mit geistiger Behinderung das Risiko von sexueller Gewalt stark erhöht sei.

Hohe Dunkelziffer

Barbara Dettwiler von Vista – Fachstelle Opferhilfe bei sexueller und häuslicher Gewalt, hat jahrelang Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung betreut. Sie sagt: «Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich hoch.» Viele Betroffene würden sich möglicherweise nicht melden, weil sie nicht über die Angebote informiert sind, oder auch keine Möglichkeit haben, sich Unterstützung zu holen. «Auch möglich ist, dass sie sich nicht bewusst sind, dass eine bestimmte Berührung eine Belästigung war.»

Oft fehle es den Frauen an Aufklärung, sagt Dettwiler: «Man hat ihnen nie erklärt, welche Berührungen oder Gesten in Ordnung sind und was nicht. Sexuelle Aufklärung ist bereits an sich ein heikles Thema – und bei Menschen mit Behinderung noch viel mehr.»

«Durch gewisse Pflegehandlungen wird der Umgang mit Nähe und Distanz gestört. Für sie wird es dann schwierig einzuschätzen, dass etwas eigentlich nicht sein sollte.»

Barbara Dettwiler 

Bei Frauen mit geistiger wie körperlicher Beeinträchtigung sei auch die Abhängigkeit von Bezugspersonen ein Problem. Dettwiler: «Durch gewisse Pflegehandlungen wird der Umgang mit Nähe und Distanz gestört. Für sie wird es dann schwierig einzuschätzen, dass etwas eigentlich nicht sein sollte.» Zentral sei deshalb gute Prävention und ein offener Umgang mit Sexualität. 

Laut einer im Jahr 2015 erschienenen Studie der Berner Fachhochschule für Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit finden Behinderte bei sexuellem Missbrauch kaum kompetente Hilfe. Hierzulande bieten nur gerade drei Opferhilfe-Beratungsstellen fachkompetente Hilfe für Menschen mit Behinderungen an, die Opfer sexueller Gewalt werden, zitierte der «Tages-Anzeiger» aus der Studie. 

Überdies sind die Beratungsstellen nur in einzelnen Kantonen tätig. In den übrigen Kantonen gibt es zwar einerseits Stellen, die sich auf das Thema sexuelle Gewalt spezialisiert haben, aber keine Fachkompetenz im Umgang mit Menschen mit Behinderung haben und umgekehrt, schreiben die Autoren der Studie. 

Spezialisierte Anlaufstelle geplant

Auch Matthias Spalinger plädiert für mehr Prävention. In zahlreichen Institutionen werde heute bereits viel Wert auf Sensibilisierung und Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Dabei sei es jedoch wichtig, dass die Verantwortung nicht einfach den Behinderten übergeben werde: «Denn gewisse Menschen werden sich nie selber wirksam wehren können.»

Um damit richtig umgehen zu können, müssten auch Fachstellen und Opferberatungen stärker für die Kommunikationsmöglichkeiten und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert werden, so Spalinger. «In den letzten paar Jahren hat es in diesem Bereich viele Fortschritte gegeben.» Doch es handele sich um Prozesse, die nicht von heute auf morgen passieren. «Es gibt sicher noch viel Verbesserungspotenzial – aber die wichtigen Schritte sind im Gange,» sagt er. 

Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung,

Seit 2011 gibt es die Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen. Sie wurde von zwölf Verbänden, Organisationen und Institutionen unterzeichnet. Diese fordern eine Null-Toleranz-Politik und setzen vor allem bei den Mitarbeitenden und bei der Stärkung der Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf an. Ihre wichtigste Botschaft lautet: «Wir schauen hin! Und zwar gemeinsam.» Beweggrund für die Charta war der zu Beginn des Artikels beschriebene Fall des Berner Sozialtherapeuts. Es handelt sich um den bisher grössten Missbrauchsfall der Schweiz.

Quelle: https://www.charta-praevention.ch/

Nicht alle Männer sind sexistische Eichhörnchen!

Video: watson/Renato Kaiser

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gavi 13.02.2018 20:23
    Highlight Ich muss definitiv aufhören Nachrichten zu lesen. Mir wird es jeden Tag übler und ich könnt nur noch erbrechen. In was für einer kranken Welt leben wir eigentlich.
    4 0 Melden
  • Zorulu 12.02.2018 20:57
    Highlight So weit konnte es nur kommen, weil ein grosser Teil unserer Gesellschaft immer noch der Meinung ist, dass Menschen mit einer Behinderung keine Sexualität hätten. Deshalb werden die wenigsten aufgeklärt und wissen somit auch nicht, was ein sexueller Übergriff ist..
    Fangt an, ALLE Menschen aufzuklären, denn ALLE haben eine Sexualität, nur wird sie unterschiedlich ausgelebt.
    8 0 Melden
  • zialo 12.02.2018 20:36
    Highlight Behinderte sind heute wie vor 20 oder 100 Jahren schnell in der Situation, dass die ausführende Behörde und überwachende Fachstellen an ihren Misshandlungen nicht interessiert sind. Beim Thema Missbrauch fand wohl betroffene Personen oder deren Angehörige kaum Gehör.

    Kriminelle nutzen das aus - ohne Superschlau sein zu müssen. Die Behinderten sind doppelt wehrlos gegenüber Tätern wie deren Ermöglichern (Komplizen).

    Wäre z.B. die Heimaufsicht den Kantons Bern damals kein 'Komplize' gewesen, wäre es kaum zu 124 Opfern gekommen. Ist für mich ist es wie bei Regisseuren und der Filmindustrie.
    12 0 Melden
  • Dompteuse 12.02.2018 18:44
    Highlight Ein schwieriges Thema!
    Bei uns arbeitete viele Jahre ein geistig und körperlich beeinträchtigter Mann. Er war nett, aber er hatte keine Ahnung, was er für eine Kraft aufbringen konnte. Die Frauen wollte er immer küssen und anfassen/umarmen und war dabei nicht zimperlich. Er meinte es nicht böse, doch wir Frauen hatten Angst und trauten uns gar nicht, etwas zu sagen, wenn er uns bedrängte. Ich hatte aber keine Lust auf weitere Grabschattacken und habe ihm erklärt, dass ich das nicht wolle und die anderen Frauen auch nicht. Es dauerte etwa 1 Jahr bis er es begriff, aber danach war es ok.
    16 2 Melden
    • nalini 12.02.2018 21:41
      Highlight mir auch so passiert nur dass es mein schwerbehinderter onkel war und ich noch ein kind. später nochmals dasselbe mit einem leicht behinderten mitarbeiter der mich begrapschen wollte und sehr eindeutige bemerkungen machte ich denke er war sich bewusst was er da tat) mann muss auf beide seiten aufpassen und eltern müssen das auch mit ihren behinderten kindern besprechen und grenzen aufzeigen.
      6 1 Melden
  • Tux 12.02.2018 16:35
    Highlight Nicht nur die Aufseher und Pfleger, sondern die Behinderten selbst machen solche Dinge. Ein Bekannter von mir (er wäre mir lieber unbekannt !!!) lebt in Frauenfeld in einem Wohnheim mit einer Wahrnehmungsstörung. Dank dieser hat dieser Mann einen Persilschein und darf tun und lassen was er will.
    Auch berichtete er selbst darüber, dass er kleine Mädchen und junge Frauen - mit eben genau den Behinderungen wie beschrieben, sexuell benutzte - ohne Konsequenzen tragen zu müssen...
    Tragische Sache - aber er wird geschützt....
    25 5 Melden
    • Nein no billag 12.02.2018 20:04
      Highlight Behinderung = urteilsunfähig = handlungsunfähig …

      Strafe und verhindern, dass das wieder vorkommt, sollte trotzdem möglich sein.
      16 2 Melden
  • Neemoo 12.02.2018 12:02
    Highlight Leider musste ich das schon in so mancher Institution erleben, dass Menschen misshandelt wurden.
    Sei es in einem Wohnheim für Geistigbehinderte oder in einem Alterswohnheim.
    Aber genau an diesen Orten können sich solche Menschen austoben.
    Was man aber nicht ausser Acht lassen sollte, sind Überforderung, Überschätzung und unterqualifiziertes Personal. (das soll keine Entschuldigung sein für dieses Verhalten)
    Leider wird es immer wieder Vorfälle geben, da es auch immer wieder schwarze Schaffe geben wird...
    32 0 Melden
    • Nein no billag 12.02.2018 20:07
      Highlight Leider werden/sind die Schwächsten immer Opfer:

      - Sei es eine alte Person, die sich nicht wehren kann

      - Sei es eine behinderte Person, die sich nicht wehren kann

      - Sei es ein Kind, das sich nicht wehren kann

      - Sei es eine ausländische Person, die sich nicht wehren kann

      Allgemein: Sei es eine schwächere Person …
      16 0 Melden
  • The truth is out there 12.02.2018 10:52
    Highlight Das ist ein grosses Tabuthema in der Gesellschaft. Es kommt sicherlich vor. Allgemein das Thema Behinderte und Sexualität wird totgeschwiegen als auch Missbrauch.
    79 1 Melden
    • Menel 12.02.2018 13:06
      Highlight In Basel gibt es die Beratungsstelle airAmour. Sie ist für Menschen mit geistiger Behinderung. War an einem Vortrag von ihnen und muss sagen, dass sie ihre Arbeit richtig gut machen; so gut, dass sie (leider) meist bis über zwei Jahre ausgebucht sind. Dies zeigt aber auch, wie notwendig solche Anlaufstellen sind. An dem Vortrag waren aber nicht nur Eltern, sondern auch Pfleger, die sich über das Thema informieren wollten. War sehr sehr positiv überrascht, mit welcher Professionalität das Thema angegangen wird.
      34 2 Melden
    • Nein no billag 12.02.2018 20:08
      Highlight Dann braucht es mehr Personal. Oder noch besser: weniger solche Fälle.
      3 1 Melden
    • Menel 12.02.2018 23:00
      Highlight airAmour ist nicht primär eine Anlaufstelle für geistig behinderte Menschen die einen sexuellen Übergriff erfahren haben, sondern eine Beratungsstelle für Sexualität. Es ist gedacht für Pärchen, Menschen die zB. eine Berührerin suchen, Eltern usw.
      Es sollte definitiv mehr davon geben, da in Sachen Sexualität die Vorstellungen davon, bei vielen noch weiter auseinander gehen als bei "gesunden" Menschen.
      5 0 Melden
  • Filzstift 12.02.2018 10:34
    Highlight So ca 1970-1995 gab es in einer Sonderschule für Gehörlose in der CH auch solche Fälle. Alles bis heute totgeschwiegen. Kein Wunder: Gehörlose konnten sich nicht wehren. Wie denn auch? Sobald emotional wird kann man sich verbal nur schlecht ausdrücken und Gebärdensprache verstand niemand. Ich selber hatte bloss das „Glück“ nicht mit den betreffenden Personen zu tun gehabt zu haben.
    46 4 Melden
  • Menel 12.02.2018 10:03
    Highlight Das ist etwas, das mir als Mutter einer behinderten Tochter ganz viel Sorgen macht. Es gab hier mal einen Fall von einem Busfahrer (Behindertentransport) der sich an Kindern verging. Wir erfuhren nur durch die Medien davon. Auch, dass er wohl weiterarbeiten durfte. Unser Busunternehmen stellte dann selber Nachforschungen an und teilte uns Eltern mit, dass dieser Mann nicht bei ihnen arbeitet. Sie waren selber schockiert, dass sie davon aus den Medien erfahren mussten und so jemand anonym bleiben durfte und nicht mal der Arbeitgeber informiert wurde.
    215 10 Melden
    • Hans Gseh-Cho 12.02.2018 11:19
      Highlight Warum wird hier geblitzt?
      77 8 Melden
    • Neemoo 12.02.2018 13:58
      Highlight Vermutlich sind das genau diese Menschen um die es geht die blitzen
      (Blitz doch , wir kriegen dich)
      18 2 Melden
    • wipix 12.02.2018 15:38
      Highlight Ich hoffe und denke, dass er ein Berufsverbot bekommen hat. Falls er Angestellter der Transportfirma war, die die Behindertentransporte durchführte, hat er wohl, vermutlich nicht ganz freiwillig, gekündigt. Bis zur Gerichtsverhandlung innsolchen Fällen können Monate oder sogar 1-2 Jahre vergehen. Wenn jetzt also der besagte die Transportfirma in diesem Zeitraum verlassen hat, wird der Arbeitgeber nie den wahren Grund herausfinden.
      12 0 Melden
    • Tux 12.02.2018 16:32
      Highlight Weil man manchmal den falschen Klick erwischt und das nicht mehr rückgängig machen kann... ist mir auch passiert... blöd.
      27 0 Melden
    • Menel 12.02.2018 19:04
      Highlight @wipix, man weiss es nicht. Hier der letzte, mir bekannte, Artikel dazu:

      http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/Paedophiler-Chauffeur-soll-sich-outen-24499600
      2 0 Melden

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