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Syrien

Syrische Luftabwehr im Einsatz gegen «feindliche Ziele»

epa07248513 An object (L) glitters in the sky of Damascus, Syria, 25 December 2018. According to Syria's official news agency SANA, Syrian air defenses intercepted hostile objects over the air sp ...
«Feindliche Ziele» am Himmel über Damaskus: Die syrische Luftabwehr schoss am späten Abend des 25. Dezembers auf herannahende Raketen. Bild: EPA/EPA

Syrische Luftabwehr im Einsatz gegen «feindliche Ziele» – Israel nimmt keine Stellung

25.12.2018, 23:3726.12.2018, 11:12

Die syrische Luftabwehr hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana am Dienstagabend «feindliche Ziele» westlich der Hauptstadt Damaskus abgeschossen. In Damaskus seien schwere Explosionen ausserhalb der Stadt zu hören gewesen, sagte ein Bewohner der Nachrichtenagentur DPA.

Die Detonationen habe es offenbar in der Gegend des Militärflughafens Mezze im Westen und in einem Gebiet nordwestlich der Hauptstadt gegeben. Über das genaue Ziel der Angriffe sowie mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst keine offiziellen Angaben der syrischen Behörden.

Die als gut informiert und zuverlässig geltende, der Opposition nahestehende «Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte» in London berichtete, die Angriffe hätten sich gegen ein Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und ihrer libanesischen Verbündeten von der Miliz der schiitischen Hisbollah gerichtet.

Im libanesischen Grenzgebiet zu Syrien berichteten Menschen, sie hätten das Dröhnen von Jets gehört, und äusserten die Vermutung, israelische Flugzeuge hätten den libanesischen Luftraum für Angriffe im benachbarten Syrien benutzt.

Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte: «Wir äussern uns nicht zu ausländischen Berichten.» Sie betonte jedoch, die israelische Luftabwehr sei gegen eine in Syrien abgefeuerte Luftabwehrrakete aktiviert worden. Es gebe keine Verletzten oder Schäden. Zuvor hatten Bewohner der israelischen Küstenstadt Hadera zwischen Haifa und Tel Aviv von lauten Explosionen berichtet.

Israel hat wiederholt betont, dass es keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren werde. Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad und unterstützt ihn in dem seit sieben Jahren andauernden innersyrischen Krieg militärisch. (sda/dpa)

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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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