DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Happy White ist ein veganer Camembert. Er basiert auf Cashew-Nüssen.  Bild: Wikipedia

Die obersten EU-Richter haben entschieden: Veganer Käse darf nicht Käse heissen

Der EU-Gerichtshof in Luxemburg verbietet die Bezeichnung «veganer Käse». Die Begründung: Verwechslungsgefahr. Konsumenten könnten aus Versehen Käse kaufen, der streng genommen gar keiner ist.  



Veganer konsumieren keine tierischen Produkte. Auf den Geschmack von Käse, Milch oder Joghurt wollen viele aber dennoch nicht verzichten. Viele Unternehmen haben dies erkannt und verkaufen Lebensmittel wie veganen Mozzarella oder veganen Camembert.

Damit dürfte nun Schluss sein. Der EU-Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat entschieden: Rein pflanzliche Produkte dürfen nicht unter der Bezeichnung «Käse», «Butter», «Sahne», «Joghurt» oder «Milch» verkauft werden. Deren Hersteller müssen sich neue Bezeichnungen für ihre Lebensmittel ausdenken. 

Auf Twitter gibt es bereits einen ersten Vorschlag

Die höchsten Richter der EU verwiesen auf Regelungen im europäischen Recht, wonach die Bezeichnung «Milch» Produkten vorbehalten ist, die aus der «normalen Eutersekretion» von Tieren gewonnen werden.

Hintergrund ist eine Klage gegen das deutsche Unternehmen Tofutown im Auftrag von Wettbewerbern. Tofutown stellt rein pflanzliche – also vegane – und vegetarische Produkte her. Das Unternehmen vertreibt diese unter Namen wie «Veggie-Cheese» oder «Cream» (Rahm), weist dabei aber immer auch auf den pflanzlichen Ursprung hin. Dennoch könne eine Verwechslungsgefahr für Konsumentinnen und Konsumenten nicht ausgeschlossen werden, argumentierten die Richter in Luxemburg in ihrem Urteil.

In der Schweiz wird eine ähnliche Debatte geführt. Vor allem der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) wehrt sich gegen Lebensmittel, die als Schnitzel, Wurst oder Rinderfilet verkauft werden, obwohl sie keine tierischen Produkte enthalten. SFF-Direktor Ruedi Hadorn sagte unlängst zur Zeitung «20 Minuten»: «Die Bezeichnung ‹veganes Rinderfilet› ist schlicht absurd.» Der Verband macht sich für strengere Regeln stark.

Derzeit sind in der Schweiz Bezeichnungen wie ‹vegetarisches Schnitzel› erlaubt. ‹Vegetarisches Rinderfilet› wird hingegen als täuschend eingestuft, da die Tierart nicht im Produkt enthalten ist. (fvo/sda)

So sehen erzürnte Bauern aus!

Das könnte dich auch interessieren:

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

BAG meldet 5583 neue Corona-Fälle

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Achtung ungesund: Migros führt «Nutri-Score» ein

In der Migros sollen Konsumentinnen und Konsumenten künftig Dickmacher auf einen Blick besser erkennen. Die Detailhändlerin führt den sogenannten Nutri-Score auf allen Lebensmittelverpackungen ihrer Eigenprodukte ein. Dieser gibt an, wie gesund ein Lebensmittel ist. Dafür gibt es Lob vom Konsumentenschutz.

Die Migros führte das System bereits Mitte 2020 bei ihren Eigenmarken Cornatur und Pelican ein. Die Rückmeldungen hätten gezeigt, dass diese Ernährungsinformation geschätzt werde, teilte …

Artikel lesen
Link zum Artikel