Zürich
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Der Zuercher Regierungsrat Mario Fehr an der Medienkonferenz Aktuelles zum Asylbereich in Zuerich am Mittwoch, 3. Mai 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Vertrauensfrage entscheidet über Mario Fehrs Zukunft in der Kantonsregierung. Bild: KEYSTONE

Showdown bei der Zürcher SP: Vertrauensfrage entscheidet über Mario Fehrs Zukunft

Die Delegierten der Zürcher SP werden darüber abstimmen, ob sie Regierungsrat Mario Fehr für die kommenden Wahlen aufstellen wollen. Verliert Fehr das Vertrauensvotum, verspricht er, nicht mehr anzutreten.

23.05.18, 04:13 23.05.18, 07:07


Am Dienstag kommt es bei der SP im Kanton Zürich zum Showdown: Die Delegierten der Partei entscheiden, ob sie hinter ihrem Regierungsrat Mario Fehr stehen und ihn für die Wahlen vom nächsten Frühling wieder aufstellen. So berichtet es der Tages-Anzeiger

Zur Abstimmung aufgerufen haben Priska Seiler und Andreas Daurù, die Co-Präsidenten der SP. Mit der Vertrauensfrage wolle man ein für alle mal aufräumen und einen Schlussstrich unter den Streit ziehen, der um die Person Fehr schon seit geraumer Zeit entbrannt ist.

So sorgte insbesondere Fehrs restriktive Asylpolitik immer wieder für Kontroversen. Auch innerhalb der Partei. Der Kauf einer Spionagesoftware brachte Fehr Kritik und eine Klage von Seiten der Juso ein. Diese wurde jedoch abgeschmettert, da Fehrs Immunität nicht aufgehoben wurde. Jedoch kratzte die Geschichte am Ruf des Sicherheitsvorstehers. Aus dem Ruder lief der Streit im Februar 2017, als der ehemalige Parteipräsident Daniel Frei zurücktrat. 

Im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger» sagen Seiler und Daurù die Abstimmung am kommenden Dienstag sei mit dem Regierungsrat Fehr abgesprochen. Er habe zugesichert, nicht mehr für die Kantonsregierung zu kandidieren, sollte er das Vertrauen der SP-Delegierten nicht erhalten. Er wolle nur antreten, wenn er die Unterstützung seiner Partei habe, heisst es im Artikel. 

Vor der Vertrauensabstimmung würden nun im Hintergrund die Drähte heiss laufen. Sowohl Fehrs Gegner als auch seine Fans seien daran, Allianzen zu schmieden. Eine Empfehlung geben Seiler und Daurù nicht ab. «Das Ergebnis ist offen», sagte Seiler im Interview.

So männlich sind Kantonsregierungen

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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17
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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • roger.schmid 23.05.2018 09:07
    Highlight Dass hier bisher hauptsächlich rechte User wie Dubliner, Krater usw. melden um Fehr zu verteidigen sagt auch schon einiges aus..
    Fehr wäre in der FDP oder SVP wirklich besser aufgehoben.
    7 1 Melden
  • pun 23.05.2018 09:06
    Highlight Wer mit Überzeugung und für seine Politik Fehr wählt, wird bei Parlamentswahlen wohl kaum die SP Liste einwerfen. Warum sollte die SP ihn also portieren?
    6 2 Melden
  • Don Alejandro 23.05.2018 08:11
    Highlight Ein Grund für den Erfolg der SP sind Personen vom Schlage Mario Fehr's. Realist statt Utopist. Die SP entscheidet gewissweit heute auch ein bisschen über die eigene Zukunft.
    19 21 Melden
    • Schlafwandler 23.05.2018 12:46
      Highlight Naja. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die SP ihr Image gross aufpolieren kann indem sie versucht die Lücke zu füllen, die die FDP durch ihre schleichende Bewegung nach rechts hinterlässt. Die SP täte gut daran dies z.B: der GLP oder der CVP zu überlassen und sich auf ihre sozialdemokratischen Ideale zurückzubesinnen. Z.B: in Form einer dezidiert linken Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Aber das ist halt kompliziert und nicht ganz einfach zu vermitteln....
      5 1 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 23.05.2018 07:22
    Highlight Der einzige einigermassen Vernünftige in der SP, rausgemobbt durch Utopen wie Cedric und Furamcellio...

    Wie kann man nur SP wählen...
    22 31 Melden
    • pun 23.05.2018 09:03
      Highlight Wer als SP'ler Applaus von so Leuten wie dir erhält sollte sich ernsthafte Sinnfragen stellen.

      (P.s.: #TeamNoBillag #TeamSelbstbestimmungsinitiative und dann von Vernunft schreiben, als ob man etwas damit zu tun hätte, ich lach mich schlapp.)
      9 6 Melden
    • FrancoL 23.05.2018 09:48
      Highlight Schön dass Du nicht einem die Namen im Griff hast, da wäre mehr Bildung von Nöten.
      3 4 Melden
  • ischmeregal 23.05.2018 07:19
    Highlight Mario Fehr macht gute SP Politik. Er gehört in die Regierung.
    Wenn für die SP nur abgewiesene Asylbeweber wichtig sind, kann das böse enden. Siehe Deutschland.
    20 19 Melden
    • pun 23.05.2018 09:04
      Highlight Für die SP sind Grundrechte für alle Menschen, egal welchen Aufenthaltstitel sie haben, wichtig.
      Wenn einzelnen Personengruppen Stück für Stück die Grundrechte entzogen werden, kann das böse enden. Siehe Deutschland.
      7 2 Melden
  • rodolofo 23.05.2018 07:13
    Highlight Als Sympathisant und Wähler empfehle ich der SP, auch unbequeme Figuren, wie Mario Fehr, zu behalten.
    Die Demokratie lebt von Konflikten Spannungen, denn ohne sie fliessen auch keine Energien!
    Natürlich gibt es auch dabei gewisse Grenzen.
    Einen Blocher als Ehrenmitglied aufzunehmen, würde eine so gewaltige Hochspannung erzeugen dass ein Kurzschluss die gesamte SP lahmlegen würde!
    Der Blitz würde von Tamara Funicello ausgehen und in den geerdeten Minus-Pol "Stöffel der Erste" einschlagen, mit einem gewaltigen Knall, der noch lange als Donnerrollen weit herum in den Medien hörbar wäre...
    10 10 Melden
  • Dubliner 23.05.2018 07:00
    Highlight Sich gegen Mario Fehr zu entscheiden, ist für die SP die einzige Möglichkeit, einen zweiten Sitz zu ergattern. Momentan hat die Partei mit Jacqueline Fehr nur eine Person im Regierungsrat.
    9 22 Melden
  • Redly 23.05.2018 06:10
    Highlight Einer mit Vernuft. Und die SP: weshalb ist der bei uns?
    62 48 Melden
  • Peter Silie (1) 23.05.2018 05:51
    Highlight Fehr muss weg! Er ist viel zu realistisch für die SP die der sozialistischen Utopie noch hinterhereifern.
    54 44 Melden
    • gecko25 23.05.2018 07:00
      Highlight viel mehr als sozialischter Utopie wird menschlicher Vernunft hinterhergerannt. An ihrem Beispiel zeigt sich, dass dies leider auch Utopie bleibt
      20 3 Melden

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